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BTCC: Knockhill 2025 – Jake Hill mit beeindruckendem Comeback

von Sebastian Focks
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Nachdem er die Rennen in Croft gesundheitsbedingt auslassen musste, meldete sich der amtierende Champion Jake Hill in Knockhill mit zwei Siegen zurück. Im Kampf um die diesjährige Meisterschaft war Tom Ingram ebenfalls einmal siegreich, konnte seinen Vorsprung gegenüber Ashley Sutton jedoch nur minimal ausbauen.

Knockhill erlebte wieder erstarkte BMWs, was nicht ganz unerwartet war, da der Kurs nördlich von Edinburgh erfahrungsgemäß Hecktrieblern sehr entgegenkommt. Dass allerdings gleich drei BMWs in der Reihenfolge Charles Rainford, Daryl DeLeon und Jake Hill die ersten drei Startpositionen belegten, war dann doch überraschend – und vielleicht ein positives Zeichen, dass man bei WSR tatsächlich Fortschritte bei der in dieser Saison problematischen Fahrzeugbalance gemacht hat. Einzig Lokalmatador Aiden Moffat konnte im vierten BMW das Tempo der Teamkollegen nicht ganz mitgehen und startete „nur“ von Startplatz neun.

Nach dem Start zum ersten Lauf behielten die drei BMWs an der Spitze zunächst ihre Positionen in der Reihenfolge, in der sie losgefahren waren, und konnten sich rasch um einige Wagenlängen absetzen. Dahinter folgten die Hyundais von Meisterschaftsaspirant Tom Ingram und Senna Proctor vor Ford-Pilot Dan Cammish sowie Árón Taylor-Smith im Toyota, dem es deutlich an Speed mangelte und der in der ersten Rennhälfte den Rest des Feldes aufhielt – darunter auch Ingrams Rivalen im Meisterschaftskampf, Ash Sutton, der nach erneut schwacher Quali nur von Startplatz zehn ins Rennen gegangen war.

In der dritten Runde ging Proctor dann an Ingram vorbei – ein Manöver, das beide vorher abgesprochen hatten. Proctor war in diesem Lauf auf dem weicheren Standard-Reifen unterwegs, während Ingram den etwas langsameren Medium-Optionsreifen fuhr. Proctor konnte sich in der Folge zwar etwas von Ingram absetzen, fand aber zunächst keinen Anschluss an die drei führenden BMWs, die immer noch in der Reihenfolge Rainford vor DeLeon und Hill unterwegs waren.

Das änderte sich jedoch schlagartig zu Beginn der achten Runde: Daryl DeLeon schien es auf Platz zwei etwas zu langweilig zu werden und probierte beim Anbremsen der ersten Kurve ein deutlich zu optimistisches Überholmanöver gegen seinen führenden Teamkollegen Rainford. DeLeon erwischte daraufhin weder den Einlenkpunkt noch – glücklicherweise – das Auto seines Teamkollegen und nahm eine Abkürzung über die Wiese. Diese brachte ihm zwar kurzzeitig die Führung, war aber natürlich nicht regelkonform. Nach einer Runde ließ er Rainford wieder vorbei, doch schlimmer war: Durch die Fahrt durchs Gras verstopfte sich sein Kühleinlass, sodass er deutlich Tempo herausnehmen musste, um ein Überhitzen des Motors zu vermeiden. In der Folge rutschte DeLeon chancenlos Position um Position zurück und machte somit ein mögliches Dreifach-Podium für BMW zunichte.

An der Spitze konnte sich Charles Rainford dennoch nicht ausruhen. Jake Hill drehte nun auf und setzte seinen Teamkollegen zunehmend unter Druck. In der 13. Runde schaffte der amtierende Champion dann ein sauberes Manöver in der Hairpin vor Start und Ziel und übernahm die Führung. Hill setzte sich anschließend um mehrere Sekunden ab und schien schon einem sicheren Sieg entgegenzufahren, als er kurz vor Schluss beim Überrunden mit Nick Halsteads Cupra aneinandergeriet. Für Hill blieb die Kollision glücklicherweise folgenlos, während sich Halstead recht unbeholfen ins Kiesbett verabschiedete und damit kurz vor Rennende noch eine Safety-Car-Phase auslöste, wodurch alle herausgefahrenen Abstände zunichtegemacht wurden.

Jake Hill blieb aber auch beim Restart mit noch drei zu fahrenden Runden souverän und siegte am Ende verdient und überglücklich, nachdem er die letzten Rennen in Croft gesundheitsbedingt auslassen musste. Teamkollege Rainford gab sich mit Platz zwei zufrieden, während Tom Ingram den letzten Podiumsplatz belegte, nachdem ihn Teamkollege Proctor kurz vor der Ziellinie wieder vorbeigelassen hatte. Das war zum einen taktisch relevant für Ingrams Meisterschaftsambitionen, brachte beide Hyundai-Piloten aber zugleich in die sehr gute Ausgangsposition, im zweiten Lauf auf den besseren Soft-Reifen starten zu dürfen. Hätte Proctor das Rennen auf Platz drei beendet, wäre er genauso wie die beiden BMWs von Hill und Rainford reglementsbedingt gezwungen gewesen, den nächsten Lauf auf den langsameren Mediums zu fahren.

Hinter Senna Proctor auf Platz vier belegte Dan Cammish in einem recht einsamen Rennen Rang fünf, vor Aiden Moffat, Ash Sutton, dem zurückgefallenen Daryl DeLeon, Árón Taylor-Smith, der sich als rollende Schikane immerhin noch auf Platz neun retten konnte, sowie Sam Osborne. Adam Morgan, Chris Smiley (zugleich Gewinner der Independent-Wertung), Dexter Patterson, Dan Rowbottom und Gordon Shedden belegten die weiteren Positionen. Herauszuheben ist dabei Dan Rowbottom, der nach der Qualifikation mit Platz vier zunächst bester Ford-Pilot und bester Nicht-BMW war, dann aber wegen zwei Kilogramm Untergewicht disqualifiziert wurde und das Rennen vom letzten Startplatz aus aufnehmen musste. In der ersten Rennhälfte zeigte Rowbottom einige sehenswerte Überholmanöver beim Versuch, in die Top Ten vorzustoßen, was ihm auch fast gelungen wäre, bevor ihm sein Zusatzboost ausging und seine überstrapazierten Reifen nachließen.

Im zweiten Lauf waren Hill und Rainford nun gezwungen, auf dem Medium-Reifen zu starten, während Ingram die Pflicht, den Medium-Reifen in einem der drei Läufe einsetzen zu müssen, bereits im ersten Lauf erfüllt hatte und somit ebenso wie Teamkollege Proctor sowie der gesamte Rest des Feldes auf den Soft-Reifen starten durfte. Auch wenn die BMWs beim Start zunächst ihre Positionen halten konnten, gelang Ingram ein sehr guter Start, und er klemmte sich direkt an die beiden Führenden. Proctor hingegen kam schlecht weg und verlor Positionen gegen Dan Cammish und Aiden Moffat.

Noch in der ersten Runde gelang es Ingram dann in der Hairpin vor Start und Ziel, an Rainford vorbeizugehen. Nur zwei Umläufe später setzte er sich in Clarks innen neben Hill, fuhr Seite an Seite mit ihm Richtung Hairpin, wo er sich schließlich durchsetzen und die Führung übernehmen konnte. Ingram setzte sich in der Folge sukzessive vom Rest des Feldes ab und fuhr einem sicheren Sieg entgegen. Dahinter hatten die Verfolger etwas mehr Mühe, an den beiden BMWs vorbeizugehen, die allmählich ihre Reifen auf Betriebstemperatur bringen konnten. In der vierten Runde schafften es Cammish und Proctor, der sich zwischenzeitlich wieder an Moffat vorbeigearbeitet hatte, schließlich Rainford zu überholen. Zum Ende der zwölften Runde konnte Cammish dann auch Hill bezwingen, der kurz darauf ebenfalls Proctor und Ash Sutton ziehen lassen musste.

Proctor nahm mit Sutton im Rückspiegel nun eine Schlüsselrolle für die Meisterschaftsambitionen seines Teamkollegen Ingram ein: Würde er Sutton hinter sich auf Platz vier halten können, würde Ingrams Vorsprung in der Meisterschaft deutlich anwachsen. Würde Sutton dagegen vorbeigehen, war Platz zwei direkt hinter Ingram so gut wie sicher, da anzunehmen war, dass Teamkollege Dan Cammish ihn vorbeilassen würde. Das alles wusste natürlich auch Sutton und setzte Proctor stark unter Druck, bis er schließlich in der 15. Runde am Hyundai vorbeiziehen konnte. Erwartungsgemäß führten die nun auf Platz zwei und drei liegenden Fords kurz vor der Ziellinie den Positionstausch durch, und Sutton belegte am Ende hinter Ingram Rang zwei – was wertvolle Schadensbegrenzung im Meisterschaftskampf bedeutete. Für Cammish blieb zum Trost immerhin der Pokal für den dritten Platz, während Proctor auf Rang vier nun schon zum zweiten Mal knapp das Podium verfehlte.

Jake Hill gelang es mit den ungünstigen Reifen und abgeschirmt von den Teamkollegen Daryl DeLeon und Aiden Moffat immerhin, Platz fünf zu sichern, während Teamkollege Rainford irgendwann gar nicht mehr klar kam und die Ziellinie am Ende nur als 16. überquerte. Hinter den drei BMWs belegte Tom Chilton nach einer starken Fahrt Platz acht. Der Hyundai-Pilot war bis dahin eher unter ferner liefen unterwegs gewesen. Nach enttäuschender Qualifikation mit Startplatz 16 lief es im ersten Lauf nicht besser – er wurde obendrein wegen Overboostings disqualifiziert und musste den zweiten Lauf von ganz hinten aufnehmen. Ein Setup-Wechsel zwischen Lauf eins und zwei brachte dann jedoch die Wende, und Chilton pflügte im zweiten Lauf durchs Feld bis auf Rang acht. Hinter Chilton komplettierten Dan Rowbottom und Adam Morgan die Top Ten. Der Independent-Sieg ging erneut an Chris Smiley, der im Gesamtklassement Platz zwölf belegte.

Für den dritten Lauf ging die Pole-Position an Daryl DeLeon. Der BMW-Pilot war ebenso wie der auf Startplatz drei positionierte Senna Proctor jedoch von vornherein chancenlos, da beide in diesem Lauf den langsameren Medium-Reifen fahren mussten. Das wiederum bot DeLeons Teamkollegen Jake Hill auf Startplatz zwei beste Voraussetzungen, einen weiteren Sieg einzufahren. Die Augen der meisten Beobachter waren allerdings auf Startreihe drei gerichtet, in der die Meisterschaftsrivalen Ash Sutton und Tom Ingram Seite an Seite standen. Und diese spannende Ausgangslage sollte tatsächlich nicht enttäuschen.

Beim Start behielt DeLeon zunächst seine Führungsposition, doch bereits zum Ende der zweiten Runde schaffte Hill es, an seinem Teamkollegen vorbeizugehen und die Führung zu übernehmen. Kurz danach ging auch Ford-Pilot Dan Cammish, der von Startplatz vier losgefahren und direkt an Proctor vorbeigegangen war, an DeLeon vorbei auf Rang zwei. Im weiteren Rennverlauf setzte sich Hill dann mühelos um einige Wagenlängen von Cammish ab, der wiederum recht entspannt seinen zweiten Platz nach hinten verteidigen konnte.

Dahinter ging es jedoch turbulent zu. Bereits in der ersten Runde probierte Ingram, an Meisterschaftsrivale Sutton vorbeizugehen, und es entbrannte ein rundenlanges Duell zwischen zwei der derzeit besten Tourenwagenpiloten. Insbesondere die etwas fehlende Traktion des Fords ausgangs der berühmt-berüchtigten Schikane in Knockhill versuchte Ingram immer wieder auszunutzen, um Sutton im folgenden Rechtsknick von Clarks zu attackieren. Der Ford-Pilot erlaubte sich jedoch keinen einzigen Fehler und positionierte sein Auto immer wieder im letzten Moment so, dass Ingram keine Lücke fand.

Nach hinten wurde Ingram dabei zunächst praktisch von Teamkollege Tom Chilton abgeschirmt, sodass er sich vollkommen auf die Attacken gegen Sutton konzentrieren konnte. Brenzliger wurde die Situation jedoch ab der 13./14. Runde: Der Zug aus Sutton, Ingram und Chilton hatte nun den Anschluss zu Proctor und DeLeon auf den Plätzen drei und vier gefunden, die mit ihren Medium-Reifen deutlich langsamer und zudem in ihr Duell untereinander verstrickt waren. Sutton musste also schnell einen Weg an beiden vorbeifinden, ohne dabei Ingram eine Lücke für einen Angriff zu lassen.

Parallel wurde Ingram allerdings mit einem ganz anderen Problem konfrontiert: Suttons Teamkollege Dan Rowbottom war es gelungen, Chilton zu überholen. Statt der Absicherung durch den Teamkollegen hatte Ingram es nun ausgerechnet mit einem Ford-Piloten zu tun, der darauf brannte, ihm Punkte abzunehmen. Diese Kette von Fahrzeugen umrundete dann zwei Runden Stoßstange an Stoßstange den Knockhill Circuit. Zum Ende der 16. Runde setzte Rowbottom, der wiederum Chilton direkt hinter sich hatte, schließlich in der Hairpin eine Attacke auf Ingram, die dieser aber auf der letzten Rille verteidigen konnte. Ingrams Teamkollege Chilton nutzte sofort die Gelegenheit und bugsierte sich mit reichlich Lackaustausch wieder an Rowbottom vorbei auf die Position direkt hinter Ingram.

Zu Sutton hatte sich dadurch jedoch eine kleine Lücke aufgetan, die der Ford-Pilot sogleich nutzte, um in Clarks zunächst an DeLeon und in McIntyre’s auch an Proctor vorbeizugehen. Doch auch Ingram, der schon wieder Stress durch Rowbottom befürchtete, nachdem dieser erneut an Chilton vorbeigegangen war, fackelte nicht lange und ging zunächst an DeLeon und schließlich auch relativ kampflos an Teamkollege Proctor vorbei. Bis zum Rennende schaffte es Ingram jedoch nicht mehr, die Lücke zu Sutton weit genug zu schließen, um noch einmal in eine ernsthafte Angriffsposition zu kommen. Am Ende siegte Jake Hill also mit komfortablem Vorsprung und holte sich damit seinen insgesamt siebten Sieg in Knockhill – auf dem Kurs, auf dem er 2019 zudem seinen allerersten Sieg in der BTCC eingefahren hatte.

Dahinter exerzierten Cammish und Sutton analog zum Ende des zweiten Laufs erneut einen Positionstausch kurz vor der Ziellinie, um Sutton die maximale Punkteausbeute zu ermöglichen. Allerdings war Daryl DeLeons BMW in der vorletzten Runde kurz vor der Boxeneinfahrt ausgerollt, weswegen auf Start-Ziel gelbe Flaggen gezeigt wurden. Suttons „Überholmanöver“ gegen Cammish war somit illegal, und die Positionen wurden nachträglich wieder zurückgetauscht, sodass Cammish vor Sutton Rang zwei belegte. Im Grunde hatte Sutton noch Glück im Unglück: Ein Überholmanöver unter gelber Flagge zieht normalerweise deutlich gravierendere Konsequenzen nach sich.

Tom Ingram belegte am Ende Rang vier vor Teamkollege Chilton, der sich schließlich doch noch gegen Dan Rowbottom durchsetzen konnte. Adam Morgan, Charles Rainford, Aiden Moffat und Gordon Shedden komplettierten die Top Ten, während der Sieg in der Independent-Wertung zum dritten Mal an diesem Tag an Chris Smiley ging, der Platz elf im Gesamtklassement belegte.

Platz 15 und damit der letzte Rang in den Punkterängen ging in diesem dritten Lauf an Power-Maxed-Racing-Pilot Mikey Doble. Und vielleicht ist das sogar das bemerkenswerteste Resultat an diesem Tag. Nicht etwa, weil Doble damit erstmals Punkte oder dergleichen geholt hätte – ganz im Gegenteil: Bis zu den Rennen in Knockhill war Mikey Doble der Führende in der Independent-Wertung, hatte in dieser Saison schon mehrfach mit deutlich besseren Resultaten überrascht und sich in Snetterton unter anderem sogar seinen allerersten BTCC-Sieg geholt.

Bemerkenswert ist dieser 15. Platz vielmehr deshalb, weil es schlichtweg unglaublich ist, dass sowohl Mikey Doble als auch das gesamte Power-Maxed-Racing-Team überhaupt in Knockhill am Start waren. Denn nur eine Woche zuvor hatte ein katastrophales Feuer das gesamte Firmengelände des Teams vernichtet – inklusive des Autozubehör-Betriebs, der Power Maxeds Haupterwerb darstellt, sowie der Werkstätten des Rennteams mitsamt den beiden bei vielen Fans beliebten Vauxhall Astras. Abgesehen von den Dingen, die in den Renntransportern lagerten, hatte Power Maxed Racing schlagartig nichts mehr: keine Rennwagen, keine Ersatzteile, keine Werkstatt, keine Existenz. Das einzige Glück: Bei dem Feuer kam niemand körperlich zu Schaden.

Die meisten Menschen hätten an dieser Stelle nachvollziehbar entschieden, dass man in so einer Situation Dinge wie Autorennen hintenanstellt. Nicht jedoch PMR-Teamchef Adam Weaver. Während noch Rauch aus den Ruinen aufstieg, versuchte er irgendwie, an Autos zu kommen, um in Knockhill starten zu können. Und er wurde fündig: Binnen kürzester Zeit lieh ihm die Patterson-Familie den Cupra Leon, den im vergangenen Jahr noch Scott Sumpton gefahren hatte und den sie sich selbst als Ersatz-Chassis besorgt hatte. Zudem half Un-Limited Motorsport mit einem weiteren Leon aus, der bis zur Saisonmitte von Max Hall eingesetzt wurde, bis diesem das Budget ausging.

Mit zwei ihnen unbekannten Autos und einem rudimentären Vorrat an Ersatzteilen und Werkzeug brach PMR dann nach Schottland auf. Dort wurden die eigentlich für die Astras entworfenen Sponsorenaufkleber improvisiert auf die beiden Cupras geklebt, das Team machte sich mit der Technik der Fahrzeuge vertraut und fuhr schließlich am Freitag unter Applaus der gesamten Boxengasse zu einem Shakedown auf die Strecke. Es war eine unglaubliche Kraftanstrengung und echtes Racing-Herz, das PMR in Knockhill zeigte.

In Sachen Performance ging erwartungsgemäß zwar nicht viel – zum einen sind die Cupras bekanntermaßen die langsamsten Autos im BTCC-Feld, zum anderen hatte das Team keinerlei Vorbereitung und keinerlei Erfahrung mit den Fahrzeugen in puncto Setup. Allein so simpel erscheinende Dinge wie der Umstieg von Mikey Doble und Nick Halstead, die bislang den links gelenkten und mit der rechten Hand geschalteten Astra fuhren, auf den rechts gelenkten und mit der linken Hand geschalteten Cupra, stellten eine riesige Herausforderung dar. Aber dass man mit beiden Autos am Start war, war am Ende der größte Erfolg – und der eine Punkt, den Doble schließlich einfahren konnte, eine verdiente Belohnung.

Seine Führung in der Independent-Wertung hat Doble nun natürlich zunächst verloren. Nach seinen drei Independent-Siegen in Knockhill führt Chris Smiley. Doble liegt jedoch mit gerade einmal 13 Zählern Rückstand weiterhin auf Platz zwei, und wenn PMR die Cupras besser in den Griff bekommt, ist das für diese Saison auserkorene Ziel – die Independent-Meisterschaft – nach wie vor machbar.

In der Gesamtwertung führt weiterhin Tom Ingram, der seinen Vorsprung gegenüber Ashley Sutton auf nun 17 Punkte ausbauen konnte. Dan Cammish, Dan Rowbottom und Jake Hill folgen auf den weiteren Positionen, haben jedoch bereits so großen Rückstand, dass realistische Chancen, noch ein ernsthaftes Wörtchen im Meisterschaftskampf mitzureden, kaum bestehen.

Die Ergebnisse der drei Läufe aus Knockhill sowie alle Meisterschaftsstände können auf den Websites von TSL Timing und der BTCC im Detail eingesehen werden.

Die BTCC gastiert am kommenden Wochenende zu ihrer drittletzten Saisonstation auf dem Donington GP Circuit. Im vergangenen Jahr waren hier Colin Turkington, Ash Sutton und Dan Cammish erfolgreich. Beim diesjährigen Saisonauftakt auf dem kürzeren National Circuit von Donington war Ash Sutton zweimal siegreich – jeweils knapp vor Tom Ingram –, während der dritte Sieg des Tages an Tom Chilton ging.

Bilder: btcc.net

 

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