Home TourenwagenBTCCBTCC: Thruxton 2026 – King of Thruxton Cook triumphiert, Ingram verliert Boden

BTCC: Thruxton 2026 – King of Thruxton Cook triumphiert, Ingram verliert Boden

von Sebastian Focks
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Josh Cook feierte in Thruxton endlich seinen lang ersehnten ersten Saisonsieg und bestätigte damit einmal mehr seinen Ruf als „King of Thruxton“. Im Meisterschaftskampf konnte Tom Ingram zwar einen Laufsieg einfahren, verlor durch eine Zeitstrafe im zweiten Rennen aber dennoch weitere Punkte auf Tabellenführer Ash Sutton, der seine Führung mit drei weiteren Podiumsplatzierungen souverän ausbaute.

Qualifying und Race to Pole

„Mr. Thruxton“ Josh Cook, Rekordsieger auf dem Highspeedkurs in Hampshire, dessen letzter Sieg hier aber nun schon vier Jahre zurücklag, sicherte sich die schnellste Zeit in der Qualifikation und untermauerte damit die zuletzt überraschend starke Form der Toyota Corolla, die sich unter anderem mit den Siegen von Árón Taylor-Smith und Gordon Shedden in Brands Hatch und Snetterton gezeigt hatte.

Tom Ingram, Schnellster der langsameren zweiten Qualifying-Gruppe, holte sich Startplatz zwei – trotz lediglich zwei Sekunden Zusatzboost pro Runde, die ihm aufgrund von Meisterschaftsplatz zwei zur Verfügung standen. Meisterschaftsführer Ash Sutton, mit lediglich einer Sekunde Zusatzboost unterwegs und dessen Rundenzeit am Ende nur hauchdünn langsamer war als die seines Titelrivalen Ingram, fand sich dagegen lediglich auf Startplatz sieben wieder, da er Teil der schnelleren ersten Qualifying-Gruppe war, aus der die ungeraden Startplätze vergeben wurden.

Während Cook beim Start seine Führung behaupten konnte und Ingram auf Platz zwei blieb, stürmte Sutton einmal mehr nach vorne und fand sich noch vor dem Anbremsen des Complex in einem engen Infight mit seinen von den Positionen drei und vier gestarteten Teamkollegen Dan Cammish und Senna Proctor, der an diesem Wochenende den erkrankten Sam Osborne vertrat, wieder. Ebenfalls mittendrin befand sich Mercedes-Pilot Adam Morgan.

Morgan zog in diesem Gerangel letztlich den Kürzeren und wurde von Proctor geblockt, als dieser – in bester Teamkollegen-Manier – Sutton die Tür offen ließ. Ein weiteres Opfer der Ford-internen Positionskämpfe beziehungsweise -sortierungen war dann auch Audi-Pilot Mikey Doble. Der PMR-Pilot, der von einem starken sechsten Startplatz ins Rennen gegangen war, wurde durch einen der blauen NAPA-Racing-Ford in einen Quersteher geschickt und verlor dadurch gleich mehrere Positionen.

Während Cook an der Spitze seine Runden drehte, dicht gefolgt von Ingram, entbrannte dahinter nach einer Safety-Car-Phase zur Bergung des gestrandeten Hyundai von Ricky Collard ein kurzer, aber unerwartet heftiger Zweikampf zwischen Cammish und Sutton, den der vierfache Champion schließlich nach einer Runde für sich entscheiden konnte.

An der Spitze fand Ingram derweil keine realistische Möglichkeit für eine Attacke auf Cook und begnügte sich letztlich mit Platz zwei, während Sutton dahinter den Anschluss an die beiden Spitzenreiter nicht mehr herstellen konnte. Hinter Cook, Ingram und Sutton belegten Suttons Teamkollegen Cammish und Proctor die Plätze vier und fünf. Es folgte das Mercedes-Duo Adam Morgan und Dan Rowbottom, die beide in kleinere Zwischenfälle verwickelt waren und sich zwischenzeitlich auch einen sehenswerten teaminternen Zweikampf lieferten.

Dahinter folgte Toyota-Pilot Gordon Shedden, der die Ziellinie eigentlich als Sechster überquert und damit einen beeindruckenden Drive von Startplatz elf gezeigt hatte. Nach dem Rennen erhielt der Schotte allerdings eine Fünf-Sekunden-Strafe, weil er kurz vor dem Ende der Safety-Car-Phase noch Schlangenlinien zum Aufwärmen seiner Reifen gefahren war. Mikey Doble und James Dorlin komplettierten dahinter die Top Ten.

Rennen 1: Cook zu Rekordsieg Nummer 11

Beim Start zum ersten Rennen am Sonntag musste Cook, der von allen drei Erstplatzierten am schlechtesten gestartet war, zunächst hart gegen Ingram und Sutton verteidigen, behielt aber letztlich die Oberhand. Sutton wiederum presste sich im schnellen Abschnitt zwischen Seagrave und Noble an Ingram vorbei auf Platz zwei. Fast zeitgleich probierte es auf der Innenseite auch Suttons Teamkollege Dan Cammish, den Hyundai-Piloten zu attackieren. Beim Durchfahren des Vollgasstücks von Goodwood geriet Cammish jedoch etwas quer, was sogleich auch Ingram quer und neben die Strecke geraten ließ. Der amtierende Champion verlor dadurch mehrere Positionen und fiel bis auf Rang neun zurück.

An der Spitze hatte Josh Cook zunächst etwas Luft, da Sutton überraschenderweise zunächst unter Druck von Dan Rowbottom geriet. Die Mercedes von Plato Racing liefen mit ihrem langen Radstand und der günstigen Aerodynamik in Thruxton erstaunlich gut und zeigten ihre bislang beste Performance seit dem Saisonauftakt in Donington. Der mögliche Kampf mit dem vierfachen BTCC-Champion und ehemaligen Teamkollegen war für „Rowbo“ allerdings bereits zu Beginn der vierten Runde beendet, als er in Allard etwas zu quer geriet und den Anschluss verlor.

Sutton schloss anschließend die Lücke zu Cook und folgte dem Toyota-Piloten wie ein Schatten. Insbesondere in den letzten Rennrunden schien der Ford-Pilot etwas schneller zu sein – möglicherweise ein erstes Anzeichen nachlassender Reifen an Cooks Toyota. Eine realistische Gelegenheit für eine ernsthafte Attacke fand Sutton allerdings nicht.

Josh Cook gewann somit endlich wieder auf seiner Lieblingsstrecke und holte sich seinen ersten Saisonsieg sowie gleichzeitig seinen elften BTCC-Sieg in Thruxton. Damit baute der Toyota-Pilot seinen Status als Rekordsieger auf dem Highspeedkurs weiter aus. Bemerkenswert dabei: Fast die Hälfte aller Siege seiner BTCC-Karriere hat Cook allein in Thruxton eingefahren.

Hinter Ash Sutton, der mit Platz zwei seinen Vorsprung in der Meisterschaft dennoch weiter ausbauen konnte, komplettierte Dan Rowbottom zufrieden und absolut verdient das Podium. Dahinter sah Senna Proctor bei seinem Vertretungseinsatz für Sam Osborne einen hochverdienten vierten Platz.

Hinter Proctor überquerte Tom Ingram die Ziellinie, der sich nach seinem Ausflug in Richtung Wiese in den ersten Runden sukzessive wieder nach vorne gearbeitet hatte und dabei bereits bis zur siebten Runde – und das komplett ohne Einsatz seines Zusatzboosts – unter anderem James Dorlin, Gordon Shedden, Mikey Doble und Adam Morgan überholt hatte.

Schließlich schaffte er es gemeinsam mit Mercedes-Pilot Adam Morgan im Schlepptau auch noch an Dan Cammish vorbei, der letzten Endes nach starkem Beginn hinter Ingram und Morgan nur den etwas enttäuschenden siebten Platz verbuchen konnte. Mikey Doble, James Dorlin und Árón Taylor-Smith komplettierten die Top Ten.

Rennen 2: Sutton souverän, Ingram zerknirscht

Mit nur noch einer Runde Zusatzboost im Gegensatz zu acht im vorherigen Lauf stellte sich die Ausgangslage für Josh Cook mit der geballten Konkurrenz in seinem Rückspiegel deutlich schwieriger dar. Allerdings besteht in Thruxton die Besonderheit, dass aufgrund der hohen Geschwindigkeiten ausschließlich die härteste Reifenmischung von Goodyear zum Einsatz kommt. Einen Optionsreifen gibt es hier nicht – und damit auch nicht die Regel, dass die ersten drei des ersten Laufs den zweiten auf der härteren und vermeintlich langsameren Mischung bestreiten müssen. Einen Sieg aus Lauf eins im zweiten Rennen zu wiederholen, ist somit in Thruxton prinzipiell so realistisch wie auf keiner anderen Strecke im BTCC-Kalender.

Beim Start zum zweiten Lauf kam Sutton dann aber deutlich besser weg als Cook und setzte den Toyota-Piloten sofort unter Druck. Beim Anbremsen des Complex konnte Cook sich mit einem ultraspäten Bremsmanöver zunächst noch verteidigen, geriet dann aber im weiteren Rundenverlauf in der schnellen Church Corner mit noch nicht vollständig auf Temperatur gebrachten Reifen quer. Sutton ließ sich die Chance nicht entgehen und übernahm die Führung.

Während Sutton sich in der Folge sukzessive an der Spitze absetzte und Cook einen Großteil des Rennens im Niemandsland auf Platz zwei verbrachte, setzte Ingram dahinter vom Start weg den auf Rang drei fahrenden Dan Rowbottom unter Druck. In der fünften Runde konnte der Hyundai-Pilot schließlich in Noble am Mercedes vorbeigehen und machte sich anschließend daran, die Lücke zu Cook zuzufahren.

Rowbottom wiederum musste sich nur eine Runde später auch Dan Cammish geschlagen geben. Der Ford-Pilot überholte den Mercedes mit exakt demselben Manöver, mit dem er zwei Runden zuvor bereits erfolgreich an Rowbottoms Teamkollegen Adam Morgan vorbeigegangen war.

Nachdem das Rennen einige Runden lang eher dahinplätscherte, wurde es zum Ende der zwölften Runde schlagartig wieder spannend. Ingram hatte die Lücke zum zweitplatzierten Cook geschlossen und probierte sich beim Anbremsen der Schikane vor Start und Ziel außen neben den Toyota zu bremsen, was ihm für die Schikane die bessere Innenseite eingebracht hätte.

Es kam allerdings, wie es kommen musste – eine Szene, die beide Fahrer im Nachhinein unabhängig voneinander als normalen Rennunfall bewerteten. Cook bremste etwas zu spät, während Ingram etwas zu früh einlenkte. Die anschließende leichte Berührung schickte Cook in einen halben Dreher, während Ingram die Lenkung öffnete und die Schikane abkürzte.

An sich ein ganz normaler Rennunfall im Tourenwagensport. Dennoch wurde Ingram wenig später mit einer Zehn-Sekunden-Strafe belegt – allerdings nicht wegen der Kollision, sondern schlicht und einfach wegen der Track Limits, da er die Schikane abgekürzt hatte, um eine noch brenzligere Situation zu vermeiden.

Was allerdings klar gegen Ingram sprach: Durch das Abkürzen verschaffte er sich einen erheblichen Zeitvorteil, den er anschließend nicht durch ein entsprechendes Verlangsamen kompensierte. Vor diesem Hintergrund erschien die Strafe letztlich durchaus nachvollziehbar – wenn auch äußerst bitter für den Hyundai-Piloten. Hinzu kommt, dass Ingram in der Vergangenheit an genau dieser Stelle bereits mit ähnlichen Situationen aufgefallen war.

Während Ingram auf der Strecke also zwar auf Platz zwei lag, virtuell aber nur Vierter oder Fünfter war, geriet Josh Cook nach seinem halben Dreher direkt unter Druck von Dan Cammish. Die beiden lieferten sich in den Schlussrunden einen engen und sehenswerten Zweikampf.

Letztlich behielt Cook zunächst die Oberhand und überquerte mehr als neun Sekunden hinter Sutton als Zweiter die Ziellinie vor Cammish. Doch auch dem Toyota-Piloten drohte nach dem Rennen noch Ungemach. Im Duell mit Cammish war es ebenfalls zu einer heiklen Situation in der Schikane gekommen. Beide berührten sich leicht, woraufhin Cook im Versuch, dem blauen Ford auszuweichen, über den Randstein der Schikane fahren musste, was seinen Toyota kurz sichtbar aushebeln ließ.

Die Rennleitung wertete auch dies als einen außerhalb der Track Limits erzielten Vorteil und belegte Cook nachträglich mit einer Platzierungsstrafe, wodurch er hinter Cammish auf Rang drei zurückgestuft wurde. Cammish selbst reagierte anschließend mit leichtem Unverständnis auf die Entscheidung und erklärte schulterzuckend, dass Cook in dieser Situation seiner Meinung nach gar keine andere Möglichkeit gehabt habe. Ihm sei es jedenfalls deutlich lieber gewesen, dass Cook über den Curb fahre, als ihm ins Auto zu krachen.

Hinter Sutton, Cammish und Cook belegte Dan Rowbottom Platz vier. Erst dahinter reihte sich Ingram nach seiner Zehn-Sekunden-Strafe ein. Es folgten der an diesem Wochenende stark fahrende James Dorlin im Hyundai von Restart Racing, Adam Morgan, Mikey Doble, Árón Taylor-Smith sowie Gordon Shedden, der sich nach einem Ausfall im ersten Lauf respektabel durch das halbe Feld gearbeitet hatte.

Rennen 3: Ingram sucht Wiedergutmachung

Auf die Pole Position für den dritten und letzten Lauf des Tages wurde Hyundai-Pilot James Dorlin gelost. Der Youngster, der seine zweite BTCC-Saison bestreitet, gab sich vor dem Rennen kämpferisch und ließ verlauten, dass ein Sieg durchaus das Ziel sei, nachdem er seine vergleichbare Chance in Brands Hatch, als er bereits im dritten Lauf auf der Pole Position gestanden hatte, aufgrund der nachteiligen Reifenwahl nicht hatte nutzen können.

Mit den mehrfachen Rennsiegern Tom Ingram, Dan Rowbottom, Josh Cook, Dan Cammish und Ash Sutton direkt hinter sich war Dorlins Ausgangslage trotz der Pole Position allerdings insgesamt eher schwierig.

Ingram, mit einer Mischung aus Wut und Enttäuschung im Bauch, fackelte nach dem Start dann auch nicht lange und rempelte sich bereits im schnellen Rechtsknick von Allard an Dorlin vorbei in Führung. Dahinter probierte Rowbottom ebenfalls durchzuschlüpfen, geriet aber sofort in die Fänge des Ford-Duos Cammish und Sutton, die sich ausgangs des Complex am etwas zu weit nach außen geratenen Mercedes vorbeischoben und die Plätze drei und vier übernahmen.

Gegen Ende der ersten Runde wurde es dann wild in der Schikane vor Start und Ziel. Josh Cook und Adam Morgan kamen sich in die Quere, woraufhin Morgan sich in die Boxenmauer drehte, während Cook in die entgegengesetzte Richtung trudelte und dabei ausgerechnet seinen Teamkollegen Árón Taylor-Smith abräumte und in die Streckenbegrenzung schickte.

Für Taylor-Smith und Morgan, die sich zwar beide noch in die Boxengasse retten konnten, war das Rennen damit direkt beendet. Cook konnte zunächst weiterfahren, bekam wegen der unübersehbaren Schäden an seinem Toyota jedoch wenig später die Spiegelei-Flagge gezeigt und musste den bis dahin so starken Renntag schließlich doch noch mit einem Ausfall beenden.

Parallel hatte es noch vor der Schikane weiter hinten im Feld gekracht, als sich Chris Smiley und Charles Rainford beim Anbremsen in die Quere kamen und Smiley den BMW-Piloten in einen wilden Dreher schickte.

Für Rainford, der als Meisterschaftsvierter nach Thruxton gereist war und zuletzt im dritten Lauf in Oulton Park noch siegreich gewesen war, stellte diese Szene den negativen Höhepunkt eines Rennwochenendes zum Vergessen dar. Den BMW fehlte auf dem Highspeedkurs dermaßen deutlich die Performance, dass sich nach der Qualifikation alle drei Autos von West Surrey Racing – einschließlich Neuzugang Lewis Gilbert – außerhalb der Top 15 wiederfanden. Auf der verzweifelten Suche nach Rundenzeit drehte sich Rainford bereits im Qualifying einmal von der Strecke, beim anschließenden Race to Pole krachte es dann beim Safety-Car-Restart, als sich im hinteren Feld ein Stau bildete. Ein magerer 13. Platz im zweiten Lauf war letztlich das beste Resultat des Wochenendes für Rainford, während Daryl DeLeons zwölfter Platz im dritten Lauf zugleich das beste BMW-Ergebnis des gesamten Wochenendes blieb.

Wegen der beiden Zwischenfälle folgte zunächst eine längere Safety-Car-Phase, die anschließend sogar noch einmal verlängert werden musste, nachdem auch der Toyota von Ryan Bensley, der seit diesem Rennwochenende Max Buxton bei Speedworks ersetzt, mit abgerissenem Rad auf der Strecke stehen geblieben war.

Nach dem Restart in Runde neun schnappten sich Sutton und Cammish zunächst den bis dahin zweitplatzierten James Dorlin. Dahinter attackierten Gordon Shedden und Ricky Collard den fünftplatzierten Dan Rowbottom. Insbesondere Collard war nun on the move und zeigte, was eigentlich in ihm steckte, nachdem ihn zuvor ein unpassendes Setup sowie eine streikende Lichtmaschine zurückgeworfen hatten. Nachdem er zunächst Shedden und anschließend Rowbottom überholt hatte, schloss er die Lücke zu Dorlin und ging schließlich in der elften Runde mit einem spektakulären Slide durch Church Corner vorbei auf Platz vier.

An der Spitze konnte Sutton bis zum Rennende zwar noch zu Ingram aufschließen, verzichtete aber auf ein unnötiges Risiko und begnügte sich mit Platz zwei hinter seinem engsten Titelrivalen. Dan Cammish komplettierte das Podium vor Ricky Collard und Senna Proctor, der sich in den letzten Rennrunden noch weit nach vorne gearbeitet hatte, nachdem er nach einem Ausrutscher im zweiten Lauf lediglich von Startplatz 15 ins Rennen gegangen war.

Dahinter folgte James Dorlin, dem damit immerhin noch der Sieg in der Independent-Wertung blieb – bereits der zweite an diesem Tag – vor Gordon Shedden. Tom Chilton, Dexter Patterson, Mikey Doble und Dan Rowbottom komplettierten dahinter die Top Ten. Die vier lieferten sich in der Schlussrunde noch einen sehenswerten Vierkampf, bei dem Rowbottom letztlich der große Verlierer war. Der Mercedes-Pilot hatte die letzte Runde noch auf Rang neun begonnen und war gerade dabei, sich Platz acht von Chilton zurückzuholen, als er im Gerangel bis auf Rang elf zurückgereicht wurde.

Meisterschaft: Sutton baut weiter aus

Nach den Rennen in Thruxton ist der Vorsprung von Ash Sutton in der Meisterschaft dank drei weiterer Podiumsplatzierungen einschließlich eines Sieges von 48 auf 59 Punkte angewachsen. Tom Ingram konnte zwar einen Laufsieg feiern, verlor durch die Zeitstrafe im zweiten Rennen aber dennoch weitere wichtige Punkte auf seinen Titelrivalen.

Auf Platz drei liegt unverändert Suttons Teamkollege Dan Cammish, der nun 76 Punkte Rückstand auf die Tabellenspitze, aber nur noch zwölf Punkte Rückstand auf den zweitplatzierten Ingram hat.

Josh Cook macht dank seines Sieges einen deutlichen Sprung in der Meisterschaft und belegt nun Rang vier. Der Rückstand auf Sutton beträgt allerdings bereits 132 Punkte. Dahinter folgen Ricky Collard mit 140 Punkten Rückstand sowie Charles Rainford, der nach seinem enttäuschenden Wochenende von Meisterschaftsplatz vier auf Rang sechs zurückgefallen ist und nun 142 Zähler Rückstand aufweist.

Sowohl in der Hersteller- als auch in der Teamwertung führt Ford beziehungsweise NAPA Racing UK weiterhin komfortabel vor Hyundai beziehungsweise Team VERTU.

In der Independent-Wertung liegt Mikey Doble weiterhin an der Spitze. Der Audi-Pilot konnte seinen zuletzt nur knappen Vorsprung auf Charles Rainford und Daryl DeLeon dank der schwachen BMW-Performance in Thruxton sogar etwas ausbauen.

Die kompletten Rennergebnisse aus Thruxton sowie sämtliche Tabellenstände können wie gewohnt auf der Website der BTCC oder bei TSL Timing im Detail eingesehen werden.

Die nächste BTCC-Saisonstation steht am kommenden Wochenende in Knockhill auf dem Programm. Der schottische Traditionskurs zählt Jahr für Jahr zu den absoluten Saisonhighlights und sorgt mit seinen Kuppen, Bodenwellen und dem engen Streckenlayout regelmäßig für spektakuläre Action.

Für die BMWs uns insbesondere Charles Rainford bietet Knockhill die perfekte Gelegenheit, wieder etwas Boden gut zu machen. Üblicherweise kommt der Kurs im Council Fife den Hecktrieblern besonders gut entgegen und im Vorjahr war Jake Hill zwei Mal für BMW siegreich, während sich Tom Ingram den dritten Sieg des Tages holte.

Bilder: btcc.net

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