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BTCC: Brands Hatch 2025 – Ingram souverän zu Titel Nummer 2

von Sebastian Focks
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Tom Ingram krönte sich beim Saisonfinale der diesjährigen BTCC-Saison verdient zum Champion des Jahres 2025 und sicherte sich obendrein einen weiteren Laufsieg. Die beiden anderen Siege beim Finale gingen an Ford-Pilot Dan Cammish und Josh Cook im Toyota.

Mit einem Sieg im zweiten von drei Läufen krönte sich Tom Ingram beim BTCC-Saisonfinale auf dem altehrwürdigen GP Circuit von Brands Hatch vorzeitig zum Champion des Jahres 2025. Für den Hyundai-Piloten, der in dieser Saison ein Muster an Konstanz war und über eine der – wenn nicht sogar die beste – Auto-Fahrer-Kombination im Feld verfügte, ist es nach seinem Erfolg 2022 der zweite verdiente BTCC-Titel, nachdem er im Vorjahr knapp BMW-Pilot Jake Hill unterlegen war.

Dabei war Ingrams Ausgangslage, zumindest was einen Laufsieg anbelangte, nach der Qualifikation zunächst gar nicht so aussichtsreich. Wie schon bei den vorangegangenen Läufen in Silverstone machte sich das Zusatzboost-Defizit, das Ingram als Meisterschaftsführenden auf gerade einmal eine Sekunde Abruf der erlaubten Zusatz-PS vom Turbolader beschränkte, auf dem schnellen GP Circuit von Brands Hatch schmerzhaft bemerkbar. Mehr als Startplatz sieben war für ihn nach der Qualifikation nicht drin.

Entscheidend jedoch: Auch sein einzig verbliebener Meisterschaftsrivale Ash Sutton, seinerseits auf zwei Sekunden erlaubtem Zusatzboost beschränkt, kämpfte mit der fehlenden Leistung und schaffte gar nur Startplatz elf. Mit großzügigen 33 Zählern Vorsprung, die Ingram in der Meisterschaft gegenüber Sutton mit nach Brands Hatch gebracht hatte, war Ingrams primäre Mission, möglichst immer vor Sutton zu bleiben bzw. diesem keine Chance zu geben, Boden gutzumachen – also trotz des mittelprächtigen Startplatzes erfüllt.

Die Show an der Spitze bestimmten derweil zunächst andere. Daryl DeLeon war es, wie schon in Silverstone, gelungen, die Pole-Position für den ersten Lauf herauszufahren, nachdem er kurz vor Ende der Qualifikation die Bestzeit des bis dato führenden Dan Cammish unterboten hatte. Für DeLeon war dies eine perfekte Ausgangssituation, um zum einen seinen zweiten Saisonsieg einzufahren und zum anderen den knappen Vorsprung, den er gegenüber Teamkollege Charles Rainford in der Jack Sears Trophy hatte, weiter auszubauen. Doch genauso wie in Silverstone schlug für den BMW-Piloten das Pech noch vor dem eigentlichen Start bitter zu, als sein Motor in der Aufwärmrunde Probleme machte und ihn dazu zwang, das Auto an der Box abzustellen.

Dan Cammish erbte somit kampflos die Pole-Position und ließ sich die ihm gebotene Chance nicht entgehen. Der Ford-Pilot, der sich zusammen mit Teamkollege Dan Rowbottom und BMW-Pilot Jake Hill noch im Kampf um Platz drei in der Meisterschaft befand, kontrollierte den ersten Lauf mühelos und fuhr am Ende seinen dritten Saisonsieg ein, der Ford und NAPA Racing UK zugleich wichtige Punkte im Kampf gegen Hyundai/Team Vertu in der Hersteller- und Teamwertung einbrachte.

Hinter Cammish lag zunächst dessen Teamkollege Dan Rowbottom, der es aber rasch mit Hyundai-Pilot und Ingram-Teamkollege Tom Chilton zu tun bekam. In der dritten Runde konnte Routinier Chilton schließlich nach einem besseren Exit aus Paddock Hill Bend in Druids an Rowbottom vorbeigehen und Position zwei übernehmen. Kurz darauf rempelte sich auch Hyundai-Teamkollege Adam Morgan an Rowbottom vorbei, der durch die Attacke zudem auf die Wiese geriet und anschließend gleich mehrere Positionen verlor. Morgan wiederum konnte sich zunächst nur kurz über die gewonnene Position freuen, da er sich nach der Attacke auf Rowbottom BMW-Pilot Charles Rainford geschlagen geben musste, der in der zweiten Rennhälfte wiederum Tom Chilton unter Druck setzte. Einen misslungenen Angriff von Rainford auf Chilton nutzte Morgan dann aber aus, um sich den dritten Platz zurückzuerobern.

Die Podiumsplätze waren damit in der Reihenfolge Cammish vor Chilton und Morgan vergeben. Charles Rainford blieb nur der vierte Platz, der ihm aber immerhin den Sieg und damit wichtige Punkte im Kampf um den Titel in der Jack Sears Trophy gegen seinen unglücklichen Teamkollegen Daryl DeLeon einbrachte. Hinter Rainford belegte mit etwas Abstand Tom Ingram Platz fünf. Der Meisterschaftsfavorit war den ersten Lauf – im Gegensatz zu den vier vor ihm platzierten – auf den härteren Medium-Reifen angegangen und hatte versucht, sich aus allen engen Kämpfen möglichst herauszuhalten. Noch in der ersten Runde gewann er eine Position, als ein Reifenschaden den vor ihm liegenden Jake Hill aus dem Rennen beförderte. Anschließend musste er sich zwar dem auf Soft-Reifen nach vorne preschenden Charles Rainford geschlagen geben, gewann dann aber wiederum mühelos eine Position, als Dan Rowbottom nach der Attacke von Adam Morgan auf die Wiese geriet.

Platz fünf – und damit bester Pilot auf den Medium-Reifen – war auf jeden Fall ein sauberes Ergebnis für Ingram, das ihm seinen Punktevorsprung auf Ash Sutton noch weiter ausbauen ließ. Sutton wiederum wurde in diesem Lauf nur Neunter hinter Dan Rowbottom, Gordon Shedden und Dan Lloyd. Beinahe hätte er sich auch noch Chris Smiley geschlagen geben müssen, konnte die gegen den Hyundai-Piloten vorübergehend verlorene Position aber in der vorletzten Runde nach einem Fehler Smileys wieder zurückerobern. Sutton, der sich seine Soft-Reifen ebenfalls aufsparte, kam in diesem Lauf schlichtweg nicht weiter nach vorne, sondern musste – ungewohnt und unerwartet – vielmehr nach hinten absichern.

Der zweite Lauf sollte dann zu Tom Ingrams Meisterschaftskrönung werden. Die Führung im Rennen übernahm nach dem Start jedoch zunächst einmal dessen Teamkollege Tom Chilton, der sich ebenso wie der aus Startreihe zwei nach vorne preschende Charles Rainford gegen Dan Cammish durchsetzen konnte. Nachdem Dan Rowbottom in Druids mit Adam Morgan aneinandergeraten war, schlüpften dadurch Tom Ingram und der blendend gestartete Ash Sutton auf die Positionen vier und fünf vor. Nur zwei Kurven später attackierte Ingram, der sich für diesen entscheidenden Lauf für die Soft-Reifen entschieden hatte, Cammish erfolgreich um Position drei und bremste schließlich zu Beginn der zweiten Runde Charles Rainford in Paddock Hill Bend aus.

Nach gerade einmal einer Runde lag somit nur noch Ingrams Teamkollege Chilton vor ihm, der ihm dann auf dem langen Bergabstück vor Hawthornes auch brav Platz machte und ihm die Führung übergab. Ingram setzte sich in der Folge rasch um einige Wagenlängen ab, doch Ash Sutton, in diesem Lauf trotz erneuter Medium-Bereifung deutlich besser unterwegs als im vorangegangenen, ließ dennoch nichts unversucht. Sein Teamkollege Cammish ließ ihn zunächst rasch auf Platz vier vor, und in der vierten Runde konnte Sutton sich dann auch an Charles Rainford vorbeiarbeiten, nachdem der BMW-Pilot ausgangs Westfield einen leichten Quersteher hingelegt hatte.

Die zwischenzeitlich entstandene Lücke zu den Hyundais von Ingram und Chilton musste Sutton dann gar nicht erst zufahren, da nur einen halben Umlauf später eine Safety-Car-Phase ausgerufen wurde. Auslöser war ausgerechnet Charles Rainford, der nach der Attacke von Sutton etwas aus dem Rhythmus geraten war und in rascher Folge weitere Positionen verloren hatte, bevor er dann beim Anbremsen von Paddock Hill Bend von Toyota-Pilot Árón Taylor-Smith etwas ungestüm abgeräumt wurde. So wie sich der BMW kreiselnd ins Kiesbett und dann in die Reifenstapel verabschiedete, so verabschiedeten sich auch Rainfords Chancen, in diesem Lauf die Führung in der Jack Sears Trophy von Teamkollege Daryl DeLeon zu übernehmen. Der wiederum war nach einem zwischenzeitlichen Motorwechsel zwar von ganz hinten gestartet, befand sich aber klar auf Kurs nach vorne.

Die Safety-Car-Phase brachte das Feld also wieder zusammen, doch Tom Ingram behielt beim Restart einen kühlen Kopf und schaffte es, sich mit seinen weichen Reifen nach nur einer Runde um knapp zwei Sekunden abzusetzen, während hinter ihm dessen Teamkollege Tom Chilton Ash Sutton in Schach hielt. Die Freude über den herausgefahrenen Vorsprung war jedoch nur von kurzer Dauer, da kurz darauf gleich die nächste Safety-Car-Phase nötig wurde. Dieses Mal waren sich ausgerechnet die beiden Toyota-Teamkollegen Árón Taylor-Smith und Josh Cook auf dem Bergaufstück zwischen Paddock Hill und Druids nicht über die Vorfahrt einig. Taylor-Smith zog letzten Endes den Kürzeren und schlug nach einem Highspeed-Dreher zunächst innen in die Leitplanke und dann in den Reifenstapel in Druids ein.

Während der Safety-Car-Phase kam dann unerwartet noch zusätzliches Drama und Spannung auf, als Tom Chiltons Hyundai plötzlich mit technischem Defekt ausrollte. Damit war Ingrams Puffer zu Sutton dahin und die Meisterschaftsrivalen lagen auf der Strecke nun direkt hintereinander auf den Positionen eins und zwei. Doch Ingram, der nach den vielen Runden hinter dem Safety Car noch über massig Grip an seinen Soft-Reifen verfügte, ließ auch dieses Mal nichts anbrennen und setzte sich nach dem Restart recht mühelos und sukzessive von Sutton ab – der wiederum, selbst wenn er Ingram noch überholt hätte, keine Chance mehr auf den Titel gehabt hätte.

Somit holte sich Tom Ingram seinen zweiten BTCC-Titel also in perfekter Manier – vorzeitig und mit einem weiteren Laufsieg. Die Freude beim Hyundai-Piloten, der sich nach vielen Jahren in unterlegenem Fahrzeugmaterial zu einem der besten Fahrer und etabliertesten Stars der BTCC hochgearbeitet hat, war natürlich grenzenlos. Beim anschließenden Siegerinterview versagten dem sonst so eloquenten und redseligen Ingram sogar kurzzeitig die Worte. Tom Ingram hat zusammen mit seinem langjährigen Renningenieur Spencer Aldridge und dem Hyundai i30N, den beide gemeinsam mit dem restlichen Team über den Winter noch einmal entscheidend weiterentwickelt haben, dieser Saison zweifelsohne seinen Stempel aufgedrückt. Und anders als bei seinem ersten Titel 2022, als er im engen Kampf mit Ash Sutton und Jake Hill den Titel erst im letzten Lauf holte, war diese Saison Ingrams Meisterstück – das er mit einem Sieg im typischen Ingram-Stil krönte.

Ash Sutton, der sich geschlagen, aber anerkennend zeigte, belegte am Ende des zweiten Laufes Platz zwei vor Hyundai-Pilot Senna Proctor, der sich von Startplatz 13 sehenswert auf den Soft-Reifen nach vorne gekämpft hatte und als für die Herstellerwertung nominierter Fahrer wichtige Zähler für Hyundai holte. Platz vier belegte Toyota-Pilot Gordon Shedden, der sich kurz vor Rennende noch an Dan Cammish vorbeiarbeiten konnte, nachdem dem Sieger aus Lauf eins der Zusatzboost ausgegangen war. In der letzten Runde klebten auch noch Cammishs Teamkollege Dan Rowbottom sowie BMW-Pilot Jake Hill an dessen Stoßstange, doch seine beiden Rivalen um Platz drei in der Meisterschaft konnte Cammish erfolgreich hinter sich halten. Hinter Rowbottom und Hill belegte Josh Cook im Toyota Platz acht vor Aiden Moffat und Adam Morgan.

Auch wenn die Entscheidung um den Fahrertitel bereits gefallen war, waren vor dem dritten Lauf noch einige Meisterschaftstitel offen. Darunter – neben der bereits erwähnten Jack Sears Trophy für den besten Rookie bzw. besten Fahrer, der vor Beginn der Saison noch nie auf dem Podium gestanden hatte – auch der Titel in der Independent-Fahrerwertung sowie die Titel in der Team- und Herstellerwertung. In den beiden letztgenannten bestand ein offenes Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen NAPA Racing UK und Team Vertu bzw. zwischen Ford und Hyundai, während in der Independent-Wertung ein enger Dreikampf zwischen den beiden Restart-Racing-Piloten Dan Lloyd und Chris Smiley sowie PMR-Pilot Mikey Doble herrschte. Die besten Karten hatte Lloyd, der zum einen als Meisterschaftsführender zum Saisonfinale gereist war und zum anderen im ersten Lauf mit Gesamtrang acht nach Startplatz 15 und dem gleichbedeutenden Independent-Sieg eine bärenstarke Leistung gezeigt hatte. Der zweite Lauf lief dann jedoch für den mehrfachen BTCC-Rennsieger nicht mehr ganz so optimal, und er wurde in der Independent-Wertung nur Dritter hinter Smiley und Doble, was ihn wiederum ein paar Punkte kostete. Für den letzten Lauf wartete hier also ein spannender Showdown.

Die Pole-Position für den letzten Lauf der Saison ging nach dem von Tom Ingram durchgeführten Reverse-Grid-Draw an BMW-Pilot Aiden Moffat, der ebenso wie die von Startplatz zwei und drei startenden Josh Cook und Jake Hill für diesen Lauf über einen aufgesparten Satz Soft-Reifen – und damit über eine ideale Ausgangslage – verfügte. Alle drei auf den vorderen Startplätzen brannten zudem auf einen Sieg zum Saisonabschluss: Moffat war als einziger BMW-Pilot in dieser Saison bislang sieglos – und das ausgerechnet gegenüber seinen deutlich unerfahreneren Teamkollegen DeLeon und Rainford. Cooks letzter BTCC-Sieg wiederum lag bereits über ein Jahr zurück, und die Saison 2025 war alles andere als einfach, nachdem sich das Team One Motorsport, mit dem Cook als Favorit auf den Independent-Titel in die Saison gestartet war, völlig überraschend Mitte des Jahres zurückzog. Cook fand schließlich über Umwege noch einen Platz bei Speedworks für die letzten Saisonrennen. Und Jake Hill, der bekannt gegeben hatte, in der kommenden Saison nicht mehr in der BTCC antreten zu wollen, wollte seine Abschiedsvorstellung natürlich idealerweise mit einem Sieg auf seiner Heimstrecke krönen.

Beim Start schaffte Moffat es zunächst, die Führung zu behaupten, während Hill dahinter an Cook vorbeiging und Platz zwei übernahm. Doch der Toyota-Pilot ließ sich nicht abschütteln und setzte nur eine Runde später in Druids einen sehenswerten Konter, mit dem er sich die verlorene Position zurückholte. Als Partyschreck für die Top drei hatte sich derweil Ash Sutton, der in diesem Lauf ebenfalls auf Soft-Reifen unterwegs war, in Position gebracht. Nach der ersten Runde lag der vierfache Champion bereits auf Platz vier und nutzte die Attacke von Cook auf Hill sogleich aus, um ebenfalls am BMW vorbeizugehen.

Cook robbte sich unterdessen sukzessive an den weiterhin führenden Moffat heran und konnte diesen schließlich in der vierten Runde in Surtees attackieren und gerade noch rechtzeitig vorbeigehen, bevor eine Safety-Car-Phase ausgerufen wurde. Schon wieder waren sich zwei Teamkollegen auf dem Bergaufstück in Richtung Druids in die Quere gekommen – und dieses Mal waren es mit Dan Cammish und Dan Rowbottom ausgerechnet zwei NAPA-Racing-UK-Teamkollegen, die eigentlich jeden Zähler im Kampf um die noch offene Team- und Herstellerwertung benötigten. Rowbottom hatte den innen attackierenden Cammish schlicht übersehen und ihn – recht unbeholfen – auf die Wiese geschickt. Anschließend kollidierten beide, was zwar gar nicht so heftig aussah, aber ausreichte, um Cammishs Radaufhängung kollabieren zu lassen. Der blaue Ford drehte sich anschließend wild durchs Feld und blieb, nachdem er glücklicherweise von keinem anderen Fahrzeug getroffen wurde, in der Druids Hairpin stehen. Cammishs Saison endete nach dem Sieg im ersten Lauf somit denkbar unglücklich, doch der Vize-Champion des Jahres 2019 nahm es gelassen, kletterte nach der Kollision über den Zaun und mischte sich unter die Fans im Zuschauerbereich.

Nach dem Restart schnappte sich Ash Sutton direkt Platz zwei von Aiden Moffat und versuchte, den führenden Cook zu attackieren. Doch der Toyota, der seit zwei Rennveranstaltungen mit dem TOCA-Motor von M-Sport unterwegs und damit deutlich besser fahrbar ist als mit den ursprünglichen Toyota-Motoren, ließ sich nicht wirklich einholen und konnte sich sogar um einige Wagenlängen absetzen. Letzten Endes siegte Josh Cook überglücklich und hochverdient im letzten Lauf des Jahres vor seinem „Best Buddy“ im Fahrerlager, Ash Sutton. Platz drei ging an Jake Hill, der sich kurz nach dem Restart ebenfalls an Aiden Moffat vorbeigearbeitet hatte und somit bei seinem vorerst letzten BTCC-Rennen immerhin noch einmal auf dem Podium stand.

Der unglückliche Moffat musste sich bis zum Rennende dann sogar noch Landsmann Gordon Shedden geschlagen geben, der mit Platz vier die starke Toyota-Performance zum Saisonabschluss unterstrich. Moffat, der gegen Rennende sichtlich unter abbauenden Reifen litt, konnte am Ende immerhin noch den fünften Platz knapp gegen Tom Ingram behaupten. Dahinter komplettierten Adam Morgan, Senna Proctor, Sam Osborne und Dexter Patterson die Top Ten.

Im Kampf um den Titel in der Jack Sears Trophy gelang es dem von hinten gestarteten Charles Rainford zwar, diesen Lauf auf Gesamtrang elf – und damit vor seinem Kontrahenten Daryl DeLeon, der 13. wurde – abzuschließen, doch die gutgemachten Punkte reichten nicht mehr aus, um DeLeon den Titel noch streitig zu machen. In seiner ersten Saison am Steuer eines BMW von WSR holte sich Daryl DeLeon somit den diesjährigen Titel in der Jack Sears Trophy.

In der Entscheidung um den Independent-Titel herrschte dagegen in diesem letzten Lauf ein fast schon bizarrer Kampf von Not gegen Elend. Chris Smiley hatte als Bestplatzierter in der Startaufstellung eigentlich beste Chancen, noch einmal Boden auf Teamkollege Dan Lloyd gutzumachen, während Mikey Doble im unterlegenen Cupra Leon eher schon auf ein Wunder hoffen musste. Doch Smiley fand nicht so recht in den Lauf hinein und musste sich gegen Rennmitte sogar Cupra-Pilot Dexter Patterson geschlagen geben, der sich am Ende auch den letzten Independent-Laufsieg des Jahres auf Gesamtrang zehn sichern konnte.

Aber auch Favorit Dan Lloyd wirkte plötzlich blass und agierte fast schon zu vorsichtig. Fast das gesamte Rennen über hing er – trotz deutlich besserem Auto – hinter Kontrahent Mikey Doble fest und wagte nicht den Hauch einer Attacke. Das wäre Lloyd dann gegen Rennende fast sogar zum Verhängnis geworden, da durch die langsame Fahrt hinter Doble Nic Hamilton, der ebenfalls in der Independent-Wertung startet, aufschließen und in der letzten Rennrunde sogar an Lloyd vorbeigehen konnte, wodurch dieser eine Position verlor. Da Smiley aber gleichzeitig von Patterson geschlagen worden war, reichte Lloyd der vorletzte Platz in der Independent-Wertung im letzten Rennen letzten Endes zum Titelgewinn.

In der Herstellerwertung konnte sich Hyundai durchsetzen, nachdem Dan Rowbottom seinen Teamkollegen Cammish zunächst aus dem Rennen befördert hatte und selbst anschließend obendrein für das Manöver nachträglich disqualifiziert wurde. Immerhin blieb Cammish am Ende trotzdem noch Platz drei in der Gesamtmeisterschaft vor Jake Hill und Rowbottom. Als kleiner Trost für das Ford-Lager bzw. Alliance Racing/NAPA Racing UK sicherte Suttons zweiter Platz im letzten Lauf immerhin den knappen Sieg in der Teamwertung vor Team Vertu/Excelr8 Motorsport.

Alle Ergebnisse der drei Läufe vom Saisonfinale sowie die finalen Stände in der Meisterschaft können wie üblich auf der Website von TSL Timing oder der BTCC im Detail studiert werden.

Damit endet eine erneut spannende und unterhaltsame BTCC-Saison. Ich freue mich schon auf 2026. 🙂

Bilder: btcc.net

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