Beim letzten Event in Portland sicherte sich Alex Palou zum vierten Mal den Titel des Champions. Für die letzten beiden Rennen können wir uns nun auf die Einzelergebnisse konzentrieren.
Dank Will Power ist auch Team Penske seit Portland nicht mehr sieglos in diesem Jahr. Es ist eine besondere Geschichte, dass ausgerechnet der Fahrer, der das Team eventuell am Ende des Jahres verlassen muss, der erfolgreichste ist. Die Saisons von Josef Newgarden und Scott McLaughlin sind hingegen sehr enttäuschend. Dazu muss man allerdings sagen, dass Newgarden schon in den letzten beiden Jahren auf Stadt- und Rundkursen nicht mehr zur Spitze gehörte. Zwei Siege beim Indy 500 sowie weitere Siege auf anderen Ovalen überdecken natürlich viel. Scott McLaughlin hat sich in jedem seiner IndyCar-Jahre gesteigert. Seit seiner zweiten Saison war er auf jeder Strecke ein Sieganwärter. In diesem Jahr ist sein bestes Ergebnis ein dritter Platz im Barber Motorsports Park. Im Vorjahr hat er jedoch ein Rennen auf der Milwaukee Mile gewonnen. Aufgrund der relativ guten Auftritte im Gateway Park und in Iowa muss das gesamte Team Penske aber zu den Favoriten gezählt werden.
Nach Josef Newgarden war Pato O’Ward in den letzten Jahren der erfolgreichste Ovalpilot im Feld. Im Vorjahr gewann er das erste Rennen auf der Milwaukee Mile. In diesem Jahr holte er Platz 2 im Gateway Park und einen Sieg auf dem Iowa Speedway. Er ist der Fahrer, den es am Sonntag zu schlagen gilt. Das ist in diesem Jahr schon Kyle Kirkwood und Alex Palou gelungen. Für den Meister war es in Iowa der erste Sieg auf einem kleinen Oval. Damit hat er auch den letzten Streckentyp der IndyCar-Series bezwungen. Mit einem Sieg am Sonntag und dann zum Abschluss in Nashville könnte er mit A. J. Foyt und dessen 10 Siegen aus dem Jahr 1964 gleichziehen.
Die IndyCar-Series ist gerade auf kleinen Ovalen auch für Überraschungen gut. Dazu zählen nicht einmal die beiden vierten Plätze von Santino Ferrucci im Vorjahr. Ferrucci und die Foyt-Chevrolets hatten sich in dem Jahr auf den Ovalen schon zu stark gezeigt. Eine kleine Sensation war hingegen das Podium von Conor Daly für Juncos Hollinger Racing. Das Team hatte bis dahin noch keine nennenswerten Leistungen auf Ovalen gezeigt. Ein Podium für Prema wäre fast vergleichbar. Das Team hat „nur” die Pole-Position beim Indy 500 in seiner Oval-Vita stehen. Callum Ilott hat die letzten drei Rennen ziemlich unbemerkt in den Top 8 beendet. Warum also nun nicht auch ein Podium für ihn oder Robert Shwartzman.
Strecke
Die Milwaukee Mile ist der älteste Speedway, auf dem jährlich noch mindestens ein Rennen ausgetragen wird. Sie wurde 1903 als Dirt-Track angelegt und erst 1954 asphaltiert. Sie ist sozusagen der kleine Bruder oder die kleine Schwester des Indianapolis Motor Speedway. Mit einer Länge von 1,03 Meilen (1,66 km) ist er zwar deutlich kürzer, hat aber mit vier symmetrischen 90-Grad-Kurven ein sehr ähnliches Layout. Auch die Kurvenüberhöhung von nur 9,25 Grad ist dem IMS sehr ähnlich. Die Geschwindigkeiten sind natürlich deutlich geringer. Im Qualifying über zwei fliegende Runden wurden zuletzt aber immerhin Durchschnittsgeschwindigkeiten von über 160 mph (257 km/h) erreicht.
Zeitplan (eastern time/MESZ)
Samstag, 23. August
9:00 a.m. (15:00) – NTT IndyCar Series practice
2:00 p.m. (20:00) – Qualifying for the NTT P1 Award
4:30 p.m. (21:30) – NTT IndyCar Series High Line & Final Practice
Sonntag, 24. August
2:00 (20:00) – FOX on Air
2:20 p.m. (20:20) – Snap-On Milwaukee Mile (250 Laps/250 Miles), FOX, Sky (live)

1 Kommentare
[…] ausführliche Vorschau ist für das Finale nicht nötig. Für die Favoriten verweise ich auf die Vorschau für Milwaukee und das dortige Ergebnis. Auch in der Meisterschaft gibt es kaum noch spannende Fragen. Alex Palou […]
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