Home Formel EinsF1Formel Eins Saison 2022 – Alpine – Besser, aber immer noch nicht gut

Formel Eins Saison 2022 – Alpine – Besser, aber immer noch nicht gut

von DonDahlmann
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Die Alpine Mannschaft war in diesem Jahr meist ein einem innigen Zweikampf mit McLaren verstrickt. Nach vorne ging in den meisten Rennen nichts.

Platz vier in der Konstrukteurs-WM und damit „best of the rest“. Das ist als Ergebnis nicht schlecht. Aber für ein Werksteam ist es dann doch eher eine Enttäuschung. Vor allem, wenn man sich den Abstand zu Mercedes anschaut, die in der Saison 2022 nun wirklich nicht auf der Höhe ihrer Möglichkeiten waren. Dennoch trennen die beiden Teams am Ende 342 Punkte. Auch der Vergleich zum Jahr 2021 fällt nicht sonderlich gut aus. Da kam man auf 155 Punkte, dieses Jahr auf 173 Punkte. Im Grunde bedeutet dies ein Stillstand bei Alpine.

Dabei hatte Alpine, wie jedes andere Team, 2022 alle Chancen besser zu werden. Wenn man dazu noch einberechnet, dass Alpine 2021 mit einem drei Jahre alten Chassis unterwegs war, um Geld zu sparen, das man in die Entwicklung des neuen Autos steckte, dann ist das Ergebnis ernüchternd. Vor allem, wenn man bedenkt, dass Alpine/Renault das Budget hat, um vorn mitzuhalten. Auch wenn man sich nominell verbessert hat, die meiste Zeit fuhr man hinterher. Das kann nicht die Zielsetzung von Alpine sein.

Erschwerend kam hinzu, dass der Renault Motor nicht gerade einen Spitzenplatz bei der Zuverlässigkeit eingenommen hat. Im Hinblick auf die Motorleistung sind die Motoren in der F1 relativ auf Augenhöhe, mit leichten Vorteilen für Honda im Moment. Doch schlecht ist der eigene Motor nicht. Was fehlt, ist ein zweites Team, mit dem man Daten teilen kann. Aber im Moment scheint niemand Interesse am Renault-Motor zu haben, selbst, wenn man ihn günstiger bekommen würde.

Der Verlust von Fernando Alonso dürfte für das Team schwer wiegen. Die Erfahrung, die der Spanier einbringt, hat das Team deutlich nach vorne gebracht. Dazu kommt, dass seine Leistungen im Rennen ihn immer noch zu Besten im Feld machen. In der Quali schlug Alonso seinen Teamkollegen Ocon 12:10. Das ist nicht deutlich, aber für jemanden, der die 40 schon überschritten hat, bemerkenswert. Im Rennen sieht das Ergebnis 9:12 aus. Dazu muss man aber auch erwähnen, dass Alonso fünfmal ausfiel, während Ocon nur zweimal das Rennen nicht beenden konnte. Daher lag Alonso am Ende auch 11 Punkte hinter dem Franzosen.

Pierre Gasly sollte für Ocon eine ähnliche Messlatte sein und Gasly hat bewiesen, wie schnell sein kann. Was wir nicht wissen ist, wie gut Gasly in der Lage ist, ein Team bei der Entwicklung zu unterstützen. So merkwürdig manchen die Verpflichtung von Nico Hülkenberg erscheinen mag, der Deutsche gilt als einer der besten Entwickler im Feld der extrem präzises Feedback geben kann und genug Technikverständnis hat, um Lösungen vorzuschlagen. Das gilt auch für Alonso, der sein Wissen aus über 20 Jahren in der Formel Eins mitbringt und für diverse unterschiedliche Teams gearbeitet hat.

Ocon muss sich 2023 beweisen, denn Gasly dürfte kein leichter Gegner sein. Schlägt er ihn, ist seine Stellung bei Alpine logischerweise gefestigt. Mich hat der Franzose, mal abgesehen von seinem Sieg in Ungarn im letzten Jahr, bisher nicht komplett überzeugt. Seine Ergebnisse gegenüber Alonso sind nicht so, dass man die Augenbrauen hochzieht. Dazu kommt, dass er im Rennen auch nicht weiter aufgefallen ist. Gegen Norris war er meist unterlegen und dementsprechend fehlen ihm 30 Punkte auf den Briten.

Ziel des Teams für 2023 muss sein, dass man näher an die Top 3 heranzukommen. Dafür müsste man allerdings einen riesigen Schritt machen und rund eine Sekunde über den Winter finden. Angesichts der Tatsache, dass sich Alpine/Renault bisher noch nicht aus dem Mittelfeld befreien konnte, scheint eher unwahrscheinlich.

Bilder: Alpine

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