Wegen Regens konnte das Cup-Rennen in Dover erst am Montag fortgesetzt werden. Den Sieg sicherte sich nach 400 Runden Chase Elliott.
Ab und an dauert ein Rennen in der NASCAR Cup Series schon mal länger. So auch am vergangenen Wochenende in Dover. Grund war jedoch nicht eine späte Caution samt Verlängerung, sondern das Wetter. Regen sorgte nach 78 Runden dafür, dass das Rennen erst am Montag zu Ende gefahren werden konnte. Der Sieg ging dabei an Chase Elliott, der damit seine Durststrecke auf den Ovalen beendete.
Dabei war es sowohl am Sonntag als auch am Montag zunächst Denny Hamlin, der dem Rennen seinen Stempel aufdrückte. Der Joe-Gibbs-Pilot errang sich auch den ersten Stage-Sieg. Danach lief es für ihn jedoch alles andere als rund: Beim Boxenstopp in der Stage-Caution war die Zentralmutter am linken Vorderreifen nicht befestigt, sodass sich dieser von dannen machte. Im zweiten Rennabschnitt, der immer wieder durch Gelbphasen unterbrochen wurde, kollidierte Hamlin dann auch noch mit Cody Ware. Die zweite Stage ging letztlich an Ryan Blaney.
Zu Beginn des letzten Renndrittels gab es erstmal eine längere Phase unter Grün. Die Führung hatte inzwischen Geburtstagskind Kyle Busch übernommen, nachdem Blaney in der Stage-Caution an der Box war. Gerade als der Toyota-Pilot und dessen Verfolger Alex Bowman an die Box kamen, gab es aber die nächste Caution.
Der Grund war wieder mal ein einsames Rad, das sich vom Kaulig-Chevrolet vo A.J. Allmendinger gelöst hatte. Ähnlich wie zuvor bei Hamlin war es ebenfalls nicht befestigt worden. Busch und Bowman fielen folglich auf die Plätze 15 und 16 zurück, da das Feld vor ihnen unter Gelb stoppen konnte. Beim Restart lag Ross Chastain in Führung, verlor diese jedoch kurz darauf an Elliott, der den Spitzenplatz bis zum Schluss nicht mehr abgab. Chastain musste derweil auch die zweite Position an Ricky Stenhouse abgeben.
Nächster Stopp Darlington
Der nächste Stopp für den NASCAR-Tross ist am Wochenende der Darlington Raceway, wo in diesem Jahr wieder ein zweites Rennen stattfinden wird. Im vergangenen Jahr fuhr NASCAR wegen der Coronavirus-Pandemie sogar gleich dreimal auf dem Oval, das auch als “The Track Too Tough to Tame” bezeichnet wird, und bereits bis 2005 mehrfach im Kalender vertreten war.
Das eiförmige 1,3-Meilen-Oval wurde 1950 eröffnet. „The Lady in Black“, so ein weiterer Spitzname, gilt unter den Fans als legendär. Als das Oval errichtet wurde, war es noch ein echter Superspeedway, der hohe Geschwindigkeiten erlaubte. Darüber hinaus wurde in Darlington das erste NASCAR Rennen über 500 Meilen ausgetragen – neun Jahre vor dem Daytona 500.
Der erfolgreichste Pilot beim Frühjahresrennen in Darlington ist David Pearson. Ihm gelang es, siebenmal das Oval zu zähmen. Aufgrund der langen Pause gelang es keinem der aktiven Piloten, das Frühjahresrennen mehrfach zu gewinnen. Im vergangenen Jahr setzte sich Martin Truex durch.
Richard Childress Racing und Junior Johnson & Associates sind mit jeweils fünf Siegen die erfolgreichsten Teams. Die Wood Brothers kommen auf vier Triumphe. Bei den Herstellern führt Ford mit 18 Siegen die Liste an. Chevrolet setzte sich 15 Mal durch, Toyota gewann zwei Rennen.
In den letzten Jahren gab es beim Southern 500 bereits einige spannende Retro-Lackierungen zu bewundern: So war William Byron 2019 im legendären City-Chevrolet aus dem Film “Days of Thunder” unterwegs. Auch in diesem Jahr haben sich die Teams für das Goodyear 400 einiges einfallen lassen. Bei Stewart-Haas-Racing gibt es gleich zwei spannende Retro-Designs. Gemeinsam mit Rheem feiert das Team das 15-jährige Jubiläum sowie das 500te Rennen als NASCAR-Sponsor. Das Motto: Pretty is Pink! Denn Rheem wirbt für seine “Chasing a Cure”-Kampange. Mit diesem Design erinnert man an Lackierungen, die Harvick bereits 2011 & 2012 fuhr, als “Chasing a Cure” erstmals auf den Fahrzeugen zu sehen war.
Pretty in pink. pic.twitter.com/NDxmlXDAVq
— Stewart-Haas Racing (@StewartHaasRcng) May 3, 2022
Das Auto von Chase Briscoe wiederum wird an einen der größten Erfolge von Teambesitzer Tony Stewart erinnern. Dieser hatte als erster Pilot überhaupt sowohl das Indy 500 als auch das Coca-Cola 600 in Charlotte beendet. Kyle Busch wiederum fährt ein M&Ms-Design aus dem Jahr 1998.
Fotos: NASCAR/Getty Images (Sean Gardner/Tim Nwachukwu)


