Auch nach den ersten drei Stunden Training in Valencia, bleibe ich bei meiner Frage, ob man die Strecke wirklich so schnell bauen muss. Ausgehend von der Fernsehbildern kann man aber zumindest sagen, dass die Auslaufzonen bis auf wenige Stellen in Ordnung sind und heute auch reichlich genutzt wurden. Es gab nur eine Zwischenfall, als Nico Rosberg seinen Wagen auf einem Randstein verlor und an Mark Webber vorbeisegelte, der aber in den Rückspiegel geschaute hatte und den Williams an sich vorbeirauschen ließ. Ansonsten gab die Strecke einigen Teams ordentliche Rätsel auf.

Vor allem BMW und insbesondere mal wieder Heidfeld sahen nicht gut aus. Heidfeld landete in beiden Session weit hinten. Am Vormittag wurde er 16., am Nachmittag nur 18, während Kubica auf den Plätzen sechs und acht landete. Da lief es also besser und wenn man davon ausgeht, dass BMW immer nur schwer unterwegs ist, dann sieht das schon recht ordentlich aus. Vorne ging es zwischen Ferrari und McLaren erwartungsgemäß eng zu, aber am Ende schien es mir doch, dass die Roten vielleicht ein knappes Zehntel vorne waren. Zumindest erschienen sie mir konstanter auf beiden Reifentypen unterwegs zu sein. Das Raikkönen in der zweiten Session die beste Zeit fuhr, war dann schon fast erwartungsgemäß, auch wenn Alonso mit leerem Tank alles versuchte um die Freitagsbestzeit zu erreichen.

Positiv aufgefallen sind mir die Force India. Sutil war im ersten Training, in der zweiten Session fuhr Fisichella auf einen erstaunlichen zehnten Platz. Sicher auch nicht mit Renngewicht, aber für das indische Team ist das schon eine gute Leistung. Man hat wohl neben dem neuen Schnellschaltgetriebe, ein paar neue Aero-Teile angebracht, die dem Wagen helfen sollen. Laut FI ist das auch das letzte Update, was der Wagen in diesem Jahr bekommen soll, da man sich komplett auf 2009 konzentrieren möchte.

Ansonsten gab es wenig zu beobachten. Die Strecke staubt wegen der Baustellen drumherum immer wieder zu, was morgen in der Quali vermutlich dazu führen wird, dass alle Teams ihre Wagen erst auf den letzten Drücker rausschicken werden.