Home Formel EinsF1Formel Eins: Schumacher PK – Klar ist, das nichts klar ist

Formel Eins: Schumacher PK – Klar ist, das nichts klar ist

von DonDahlmann
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Die Pressekonferenz von Michael Schumacher brachte wenig Erkenntnisse und schaffte den Raum für jede Menge Spekulationen.

Schumacher_MugelloHeute gab es die Pressekonferenz in Genf, auf der Michael Schumacher die Gründe für sein abgesagtes Comeback bekanntgab. Sein Arzt, Dr. Johannes Peil, sagte, dass die Verletzungen (Bruch an der Schädelbasis, Halswirbelbruch, Verletzung einer Arterie an der Schädelbasis) nicht komplett ausgeheilt sind. Der Arzt machte klar, dass die Verletzungen zwar gut verheilt sind, aber nicht in allen Bereichen. Die enormen Belastungen, die in einem Formel Eins entstehen, lassen sich nicht simulieren und die Komplikationen sind nicht absehbar. Auch wenn ein weiterer Unfall könnte zu Komplikationen führen. Da es weltweit wenig Erfahrung mit diesen Verletzungen gibt, kann man wenig über einen Heilungsverlauf sagen. Soweit – so klar. Ein komplettes „Nein“ zu späteren Einsätzen gab es aber weder von Schumacher, noch von seinem Arzt.

Schumacher wurde von mehreren Pressevertretern gefragt, ob er ein späteres Comeback komplett ausschließen würde. Und auf diese Frage antwortete er nicht direkt. Er sagt nicht, dass ein späteres Comeback ausgeschlossen sei, sondern nur, dass er zu diesem Zeitpunkt nicht über ein Comeback nachdenken würde.

Wenn man seine Aussagen, und die des Arztes, zusammenfasst, dann kam heraus, dass das Comeback wohl etwas zu früh kam. Normalerweise würden die Verletzungen 12 bis 18 Monaten brauchen, damit sie komplett ausgeheilt seien. Schumacher sei schmerzfrei in den F2007 gestiegen, und die Probleme seien erst während der Fahrt entstanden. „Das Fahren in einem Formel-1-Auto ist etwas ganz anderes. Man muss es probieren. Man kann das nicht im Labor, in der Folterkammer darstellen“, so Dr. Peil. Er konnte nicht beantworten, ob die Schmerzen mittels des Heilungsprozesses und einer verbesserten Halsmuskulatur in den Griff zu bekommen seien.

Die Pressekonferenz machte klar, dass überhaupt nichts klar ist. Weder gab es eine klare Absage von Schumacher, noch sagte sein Arzt, dass er niemals wieder in einen Formel Eins steigen kann. Schumacher selber sagte, dass er ein „Adrenalin-Junkie“ sei. Die Batterie sei am Ende der Saison 2006 leer gewesen. Er habe nie ernsthaft vor gehabt wieder in einen F1 zu steigen und erst der Unfall seines Freundes und die Überredungskünste von di Montezemolo hätten ihn dazu bewogen, seine Meinung aus Hilfsbereitschaft zu revidieren.

Man konnte Schumacher anmerken, dass er zutiefst enttäuscht war. Er hatte wohl wieder Blut geleckt und der Wunsch, sich vielleicht noch einmal mit der neuen Generation der Fahrer zu messen, war vermutlich sehr groß. Die Frage ist halt jetzt, ob die eigene Euphorie sich über die weitere Heilungszeit konservieren lässt, oder ob sie wieder abklingt. Und so sind wohl auch die Äußerungen von Schumacher zu verstehen. Er lässt die Hintertür für ein Comeback für 2010 sperrangelweit weit offen.

Wie es jetzt weiter geht ist schwer zu sagen. Schumacher wird vermutlich seinen Heilungsprozess fortsetzen und es würde mich nicht wundern, wenn er zu einem späteren Zeitpunkt, vielleicht heimlich irgendwo auf der Welt, weitere Tests in einem Formel Eins unternehmen wird um zu sehen, ob der Nacken hält. Man konnte in jeder Sekunde spüren, dass Schumacher nach dem geplatzten Comeback noch eine Rechnung mit der F1 offen hat.

Ich hätte mir allerdings gewünscht, dass die Aussagen etwas klarer gewesen wären. Jetzt rechnet die halbe Welt damit, dass noch etwas kommt. Damit dürften die Spekulationen erst recht los gehen, vor allem vor dem Hintergrund der Aussage von Luca di Montezemolo vom Dienstag, dass Ferrari den Einsatz eines dritten Fahrzeugs im Jahr 2010 plant und der perfekte Fahrer dafür Michael Schumacher sei.

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1 Kommentare

bayerischer wald 13 August, 2009 - 13:14

Alles kann – nichts muss! Das ist doch in Ordnung…wenn es doch klappen sollte mit Schumi mache ich Luftsprünge wie verrückt. Und wenn nicht dann ist es auch Ok! Ich hätte eh nicht gedacht das Michael überhaupt noch mal in erwähgung zieht zu fahren!

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