Ausgerechnet inmitten der Turbulenzen um die Insolvenz von Plato Racing erlebte Adam Morgan auf dem Donington Park GP Circuit das beste Rennwochenende seiner BTCC-Karriere und gewann neben dem Race to Pole gleich zwei der drei Sonntagsläufe. Ash Sutton blieb zwar erstmals seit längerer Zeit ohne Sieg, baute seinen ohnehin komfortablen Vorsprung in der Meisterschaft aber trotzdem auf satte 98 Punkte aus.
Noch bevor in Donington die Motoren gestartet wurden, sorgte ausgerechnet das Überraschungsteam des vorangegangenen Rennwochenendes für Schlagzeilen. Nur wenige Tage nach dem ersten BTCC-Sieg und einem überragenden Wochenende in Knockhill wurde Plato Racing am 12. August unter Insolvenzverwaltung gestellt. Für Jason Plato bedeutete das zugleich das Ende in jenem Team, das er erst im vergangenen Jahr selbst gegründet hatte.
Die zum Verkauf veröffentlichten Unterlagen zeichneten ein wenig erfreuliches Bild: Rund 545.000 Pfund Umsatz standen bis dahin etwa 1,38 Millionen Pfund an Kosten gegenüber – ein operatives Minus von gut 835.000 Pfund. Ob das aber tatsächlich die Insolvenz ausgelöst hat, muss man zumindest vorsichtig betrachten. Bei einem Rennteam, gerade bei einem komplett neuen, fallen naturgemäß zunächst große Grundinvestitionen in Autos, Ausrüstung usw. an, die sich in der Regel erst über Jahre amortisieren.
Bemerkenswert ist allerdings, dass Plato zu diesem Zeitpunkt längst nicht mehr allein Herr im eigenen Haus war. Cataclean war nicht nur Titelsponsor, sondern hielt mit 51 Prozent die Mehrheit an Plato Racing (Quelle: Firmenangaben bei Companies House, Eintrag vom 23.07.2026). Jeweils 24,5 Prozent lagen bei Plato und Fahrer Dan Rowbottom, der wiederum seit Jahren als Markenbotschafter für Cataclean unterwegs ist und bis März dieses Jahres dem Management Board von Cataclean als Director angehörte.
Noch interessanter: Cataclean war parallel zudem Kreditgeber des Teams und hatte sich bereits Ende März über ein umfassendes Debenture praktisch das gesamte gegenwärtige und zukünftige Vermögen von Plato Racing als Sicherheit einräumen lassen (Quelle: Firmenangaben bei Companies House, Eintrag vom 31.03.2026). Die Rennwagen, Ersatzteile, Werkstattausrüstung, IT, Forderungen, Geld auf Konten, intellektuelle Rechte, kommerzielle Rechte und grundsätzlich der komplette übrige Geschäftsbetrieb dienten seither als Sicherheit für Catacleans Forderungen. Der Vertrag sah im Falle eines Zahlungsausfalls oder anderer definierter Krisenereignisse zudem weitreichende Eingriffsrechte bis hin zur Bestellung eines Insolvenzverwalters vor.
Neben einer gesellschaftsrechtlichen Machtposition durch den 51-prozentigen Mehrheitsanteil trat damit also auch eine sehr einflussreiche Gläubigerposition.
Und umso interessanter war, was anschließend passierte: Ausgerechnet Cataclean stellte nach der Insolvenz kurzfristig neues Geld bereit, um den Rennbetrieb fortzuführen – nun allerdings ohne Jason Plato und nominell als neues Team. Aus Cataclean Plato Racing wurde für Donington vorerst CPRL (Cataclean Plato Racing Limited), und die auffällige violette Lackierung der beiden Mercedes-AMG A35 wich einem fast vollständig mattschwarzen Auftritt. Während das Team samt Inventar also offiziell zum Verkauf steht, konnte die Mannschaft dadurch in Donington nahezu unverändert weiterarbeiten.
Die TOCA hielt sich zu den Hintergründen britisch höflich zurück. Die Vorgänge seien eine interne Angelegenheit zwischen Geschäftsführern, Gesellschaftern und den beteiligten Parteien, in die man keinen Einblick habe. Gleichzeitig bestätigte sie aber, dass das Programm künftig unter neuer Führung und ohne weitere Beteiligung Platos fortgeführt werden soll. Plato selbst bezeichnete die Entwicklung später als für ihn überraschend und erschütternd, verzichtete aber zunächst darauf, sich zu weiteren Details zu äußern.
Was genau hinter den Kulissen passiert ist, lässt sich bislang also nicht abschließend beurteilen. Hat Plato das Team durch Missmanagement tatsächlich an die Wand gefahren und Cataclean anschließend Rennbetrieb und Arbeitsplätze übergangsweise gerettet? Oder wurde Plato aus dem Team, das zwar seinen Namen trug, de facto aber bereits seit Saisonstart mehrheitlich in der Hand von Cataclean war, herausgedrängt?
Es bleibt abzuwarten, wie diese Geschichte weitergeht und ob und wie sich Jason Plato irgendwann ausführlicher zu den Geschehnissen äußern wird. Für den BTCC-Haudegen, der im letzten Jahr öffentlich erklärt hatte, dass er nach Beendigung seiner aktiven Karriere stark mit mentalen Problemen zu kämpfen hatte, ist die ganze Sache so oder so ein herber Rückschlag und man kann ihm in dieser Situation nur alles Gute wünschen.
Gleichzeitig, und das kann man fast schon als bitter-ironisch betrachten, setzte sich der Aufwärtstrend des Teams in Donington jedenfalls in eindrucksvoller Art und Weise fort.
Race to Pole: Morgan und Rowbottom machen dort weiter, wo sie aufgehört haben
Wie schon in Knockhill legte Adam Morgan die schnellste Qualifikationszeit hin und sicherte sich die Pole Position. Teamkollege Dan Rowbottom drehte in derselben Qualifying-Gruppe die zweitschnellste Zeit, die ihm effektiv Startplatz drei einbrachte. Etwas überraschend zeigten sich zunächst die Toyotas als zweitstärkste Kraft mit Josh Cook auf Startplatz zwei, Gordon Shedden auf vier und Árón Taylor-Smith auf sechs.
Titelfavorit Ash Sutton schaffte es dahinter mit nur einer Sekunde Zusatzboost auf Startplatz sieben und war nach Teamkollege Dan Cammish auf Startplatz fünf somit zweitbester Ford. Tom Ingram dagegen kam auf der Strecke, auf der Hyundai mit zwei Siegen im Vorjahr noch klar tonangebend gewesen war, nicht über den enttäuschenden 17. Startplatz hinaus. Die ohnehin schon schwierige Aufgabe, noch einmal Boden auf den in der Meisterschaft weit enteilten Sutton gutzumachen, wurde damit von vornherein nahezu unmöglich.
Beim Start zum Race to Pole schob Rowbottom sich dann an Cook vorbei auf Platz zwei, während Shedden sich dahinter von Cammish und Sutton überholen lassen musste. In einem durch zwei Safety-Car-Phasen zerstückelten Qualifying-Rennen behaupteten die beiden Mercedes anschließend souverän die Spitzenpositionen in der Reihenfolge Morgan vor Rowbottom.
Cook musste sich dahinter dem Druck der beiden Ford von Cammish und Sutton erwehren, konnte Platz drei aber erfolgreich verteidigen. Kurz vor Rennende überholte Sutton noch Teamkollege Cammish und sicherte sich Rang vier.
Mit Teamkollege Taylor-Smith und dem nach vorne stürmenden Tom Ingram im Nacken belegte Shedden dahinter Platz sechs. Ingram hatte immerhin neun Positionen gutgemacht und kam auf Rang acht ins Ziel. Sam Osborne und Dexter Patterson komplettierten die Top Ten.
Lauf 1: Morgan lässt sich auch vom Chaos nicht aufhalten
Beim Start zum ersten Lauf am Sonntag blieb Adam Morgan souverän, während sich Teamkollege Rowbottom dahinter Josh Cook und Ash Sutton geschlagen geben musste und auf Platz vier zurückfiel. Rowbo probierte zwar noch im Verlauf der ersten Runde einen Konter gegen Sutton, wurde dabei aber vom Ausrufen einer Safety-Car-Phase unterbrochen, deren Auslöser erst einmal die volle Aufmerksamkeit des gesamten Fahrerlagers auf sich zog.
Rookie Lewis Gilbert war bei der Anfahrt zur Melbourne Hairpin mit Tom Chilton aneinandergeraten, was seinen BMW ruckartig nach innen abbiegen ließ. Dort krachte er zunächst in die Leitplanke, verhakte sich anschließend im Gras und legte einen spektakulären mehrfachen Überschlag hin. Ergebnis: Auto völlig kaputt, Lewis Gilbert aber glücklicherweise unverletzt.
Nach dem Restart, der wegen des kurzzeitig liegen gebliebenen Autos von Tom Chilton nur von kurzer Dauer war, probierte Sutton eine Attacke auf Josh Cook für Platz zwei, während Tom Ingram weiter hinten versuchte, Boden gegen Árón Taylor-Smith gutzumachen.
Nach dem erneuten Restart drehte sich das Blatt dann völlig für den amtierenden Champion: Anstatt sich nach vorne zu orientieren, geriet Ingram plötzlich unter Druck von Teamkollege Ricky Collard, der in der Schikane nach der Gegengeraden vorbeiging. Das brachte Ingram derart aus dem Rhythmus, dass er gleich eine weitere Position gegen Audi-Pilot Dexter Patterson verlor.
Weiter vorne war derweil Gordon Shedden an Dan Cammish vorbeigegangen, während Ash Sutton eigentlich Cook für Platz zwei attackieren wollte, gleichzeitig aber erneut unter Druck von Dan Rowbottom geriet.
Beide Probleme erledigten sich für Sutton schließlich von allein: Cook musste seinen Toyota zur Rennhalbzeit mit einem Defekt an der Schaltmechanik abstellen, nachdem ihm nach eigener Aussage der Schalthebel praktisch in der Hand auseinandergefallen war. Rowbottom wiederum konnte seine starke Pace mit fortschreitender Renndistanz nicht mehr ganz halten und musste sich bis zum Rennende noch Gordon Shedden und Dan Cammish geschlagen geben.
Es siegte also souverän Adam Morgan, der sich nur zwei Wochen nach Knockhill seinen zweiten Saisonsieg sicherte, vor Ash Sutton und Gordon Shedden. Dan Cammish belegte vor Dan Rowbottom Platz vier.
Dahinter folgte Árón Taylor-Smith als bester Fahrer, der den ersten Lauf auf den langsameren harten Optionsreifen bestritten hatte, vor Dexter Patterson, Ricky Collard, Tom Ingram und Mikey Doble.
Lauf 2: Cammish siegt – aber Sutton liefert das Meisterstück
Reglementsbedingt mussten die drei Erstplatzierten des ersten Laufs den zweiten Lauf auf den langsameren harten Optionsreifen starten, während sich alle anderen innerhalb der Top Ten erwartungsgemäß für den besseren Medium-Standardreifen entschieden. Mit den ideal bereiften Dan Cammish auf Startplatz vier und Dan Rowbottom auf Startplatz fünf schienen die heißesten Anwärter auf den Laufsieg damit schnell ausgemacht.
Cammish fackelte dann auch nicht lange und überholte beim Start direkt Gordon Shedden für Platz drei, während davor Adam Morgan und Ash Sutton Seite an Seite durch Redgate und Hollywood fuhren und Sutton in Old Hairpin schließlich die Führung übernehmen konnte.
Während sich die hart bereiften Sutton und Morgan zunächst noch an der Spitze halten konnten, fiel Shedden relativ rasch durch die Ränge. In der zweiten Runde schnappte Rowbottom sich dann Cammish und damit die Position des vermeintlich besten Siegesanwärters. Anschließend ging er auch an Teamkollege Morgan vorbei, was Cammish ihm kurz darauf gleichtat.
Rowbottom erhöhte nun den Druck auf den noch immer führenden Sutton und konnte in der vierten Runde schließlich unter Zuhilfenahme von Zusatzboost vorbeigehen und die Führung übernehmen. Sutton ließ kurz darauf auch Teamkollege Cammish passieren, der anschließend die Verfolgung des führenden Rowbottom aufnahm.
Mit Teamkollege Sutton hinter sich, der sich trotz nachteiliger Bereifung erstaunlich gut hielt und nach hinten gegen den nach vorne stürmenden Tom Ingram absicherte, klemmte Cammish an Rowbottoms Stoßstange. In der sechsten Runde konnte er schließlich inklusive etwas Lackaustausch in Goddards am Mercedes vorbeigehen und die Führung übernehmen.
Während Cammish sich in der Folge ein wenig absetzte, verstrickten sich Sutton und Ingram hinter Rowbottom in einen rundenlangen Fight. Trotz aufgebrauchten Boosts und der harten Reifen konnte Sutton sich unter Einsatz seines vollen Talents vor Ingram halten und zeigte insgesamt eine Leistung, vor der man nur den Hut ziehen konnte.
Wenn Sutton am Saisonende tatsächlich den Titel holt, muss man sich an diese Runden in Donington erinnern, wenn es darum geht, wie verdient dieser Titel ist: Mit klar schlechteren Reifen und ohne Boost einen Tom Ingram hinter sich zu halten, der angesichts seines Meisterschaftsrückstands eigentlich dringend an Sutton vorbei musste, war ganz großes Kino.
Erst in der zehnten Runde bekam Sutton dann etwas Luft. Rowbottom verlor am Ausgang der Schikane plötzlich vorübergehend den Vortrieb und Sutton konnte mühelos am Mercedes vorbeigehen. Gerade als auch Ingram vorbeiziehen wollte, fand der Mercedes schlagartig wieder zu seinem Speed zurück. Rowbottom konterte Ingram sogar noch einmal und lag nun wie ein Puffer zwischen Sutton und dessen Titelrivalen.
Sutton konnte sich anschließend vom nach wie vor nicht ganz rund laufenden Rowbottom absetzen, während Ingram dahinter zeitweise zusätzlich unter Druck von Dexter Patterson und Ricky Collard geriet, die ihrerseits in einen rundenlangen Kampf miteinander verstrickt waren.
Einige Runden später schaffte Ingram es dann in der Schikane doch noch an Rowbottom vorbei, aber Sutton war mittlerweile zu weit enteilt. Für Ingram blieb somit nur der wenig zufriedenstellende dritte Platz hinter dem Ford-Duo.
Dan Cammish holte sich also seinen zweiten Saisonsieg nach Oulton Park vor Teamkollege Ash Sutton, der auf den harten Optionsreifen einen sensationellen zweiten Platz einfuhr. Tom Ingram folgte auf Rang drei vor dem unglücklichen Dan Rowbottom, der nicht nur den möglichen Sieg, sondern auch das Podium verpasste.
Dahinter schaffte Ricky Collard es in der allerletzten Runde noch, sich an Dexter Patterson vorbeizuschieben und Platz fünf zu übernehmen. Árón Taylor-Smith, Aiden Moffat, Adam Morgan und Chris Smiley komplettierten die Top Ten.
Lauf 3: Morgan krönt ein perfektes Wochenende
Für den dritten und letzten Lauf wurde die Startaufstellung auf den ersten zehn Positionen umgedreht, was Chris Smiley, der sich sogar die besseren Medium-Reifen aufgespart hatte, auf die Pole Position beförderte.
Für den Hyundai-Piloten war die Aussicht auf einen möglichen Sieg allerdings erheblich getrübt durch den neben ihm in Reihe eins stehenden schwarzen Mercedes von Adam Morgan. Nachdem Morgan den zweiten Lauf auf den harten Reifen durchgestanden und sich immerhin Platz neun gerettet hatte, befand er sich nun in bester Ausgangslage, einen weiteren Mercedes-Sieg einzufahren.
Bereits in der ersten Runde setzte Morgan Smiley unter Druck und attackierte den führenden Hyundai im Parallelflug mit dem dahinter folgenden Audi von Aiden Moffat auf der Gegengeraden, musste zunächst aber zurückstecken.
In der zweiten Runde schaffte Morgan es dann vor Schwantz, an Smiley vorbeizugehen und die Führung zu übernehmen. Nur zwei Kurven später ging auch Moffat vorbei und gleich darauf probierte es dessen Teamkollege Dexter Patterson, der eigentlich die nachteiligen harten Reifen aufgezogen hatte, ebenfalls am geschlagenen Hyundai.
In der Melbourne Hairpin knallte es dann: Patterson ließ nicht locker und drückte sich auf Platz drei vorbei, während Smiley durch die Attacke gleich mehrere Positionen verlor.
Während sich Morgan erwartungsgemäß und Moffat etwas überraschender auf den Plätzen eins und zwei halten konnten, wurde dahinter munter weitergekämpft. Eines der Opfer war ausgerechnet Tom Ingram.
Der Hyundai-Pilot lag auf Position fünf, als er in Old Hairpin ausgerechnet von Sutton abgeräumt und ins Kiesbett geschickt wurde. Sutton hatte eigentlich Smiley attackieren wollen, traf dabei aber Ingram, der gleich mehrere Positionen verlor und sich anschließend mühsam wieder nach vorne arbeiten musste.
Dass auch Sutton wenig später vorübergehend langsamer wurde und selbst einige Positionen verlor, dürfte Ingram nur wenig getröstet haben. Nach dem Rennen kam für Sutton zudem noch eine Fünf-Sekunden-Zeitstrafe für den Kontakt hinzu.
Während Smiley sich dann mit technischem Defekt aus der Verfolgergruppe verabschiedete und Ricky Collard eine Runde später mit einem Reifenplatzer ebenfalls die Segel streichen musste, tat sich unter den Verfolgern vor allem BMW-Pilot Daryl DeLeon hervor. Nach einem Ausfall im Race to Pole und den Plätzen 15 und elf in den ersten beiden Läufen war er bislang eher blass geblieben, konnte nun aber endlich mehr Performance auf die Straße bringen.
In der siebten Runde ging DeLeon an Dexter Patterson vorbei auf Platz vier, der wiederum kurz zuvor vom besser bereiften Árón Taylor-Smith vom dritten Platz verdrängt worden war. Nur eine Runde später war der BMW-Pilot dann auch an Taylor-Smith vorbei und lag auf Rang drei. Dort sollte er bis zur Zielflagge bleiben, denn Morgan und Moffat waren an der Spitze bereits zu weit enteilt.
Adam Morgan holte sich am Ende überlegen, aber auch völlig verdient seinen zweiten Sieg an diesem Tag. In den anschließenden Interviews war der 37-Jährige über den zweiten Karrierefrühling, den er seit Knockhill erlebt, schon fast sprachlos. Er lobte, wie perfekt sich der mit einer völlig neuen Basisabstimmung versehene Mercedes mittlerweile fahren lasse und wie gut das Team zusammenarbeite.
Dahinter belegte Aiden Moffat einen ebenso verdienten zweiten Platz, der ihm in einer Saison, in der das Pech immer wieder zugeschlagen hat, gutgetan haben dürfte. Daryl DeLeon komplettierte das Podium vor Árón Taylor-Smith.
Dahinter hatte eigentlich Ash Sutton die Ziellinie überquert, wurde wegen seines Remplers gegen Tom Ingram aber mit besagter Fünf-Sekunden-Strafe belegt und auf Platz acht zurückversetzt.
Platz fünf erbte somit Charles Rainford im zweiten BMW, der auf den letzten Metern der letzten Runde noch Gordon Shedden bezwingen konnte. Hinter Shedden landete Josh Cook, der nach seinem unglücklichen Ausfall im ersten Lauf nicht wirklich zeigen konnte, was an diesem Tag in ihm gesteckt hätte.
Hinter dem strafversetzten Sutton komplettierten Tom Ingram und Dexter Patterson, der sich auf seinen harten Reifen irgendwie über die Distanz gerettet hatte, die Top Ten.
Für Ingram war damit nicht nur dieser Lauf, sondern eigentlich das gesamte Rennwochenende wenig zufriedenstellend verlaufen. Patterson durfte sich dagegen über sein zweites sehr starkes Rennwochenende in Folge freuen, bei dem er alle drei Läufe innerhalb der Top Ten abschloss.
Meisterschaft: Suttons Vorsprung wächst auf 98 Punkte
Wenig verwunderlich hat Ash Sutton seinen ohnehin mehr als komfortablen Vorsprung in der Meisterschaft weiter ausgebaut und liegt nun ganze 98 Zähler vor Tom Ingram.
Zwischenzeitlich hatte Ingram sogar den zweiten Tabellenplatz an Dan Cammish verloren: Nach dessen Sieg im zweiten Lauf lag der Ford-Pilot einen Zähler vor dem amtierenden Champion. Nur weil Cammish im letzten Lauf, den er auf den harten Reifen bestreiten musste, lediglich einen Punkt holte, rutschte Ingram wieder auf Platz zwei.
Den Hyundai- und den Ford-Piloten trennen beim Kampf um die Vizemeisterschaft allerdings gerade einmal fünf Punkte.
Dahinter hat Adam Morgan nach seinen beiden Siegen einen gewaltigen Sprung gemacht und sich von Meisterschaftsplatz acht auf Rang vier nach vorne geschoben. Sein Rückstand auf Sutton beträgt zwar bereits 155 Punkte, aber spätestens nach drei Siegen innerhalb von zwei Rennwochenenden ist Morgan plötzlich einer der großen Namen in der oberen Tabellenhälfte.
Es folgen Ricky Collard, Dan Rowbottom, Charles Rainford und Gordon Shedden.
In der Teamwertung führt weiterhin Alliance/NAPA Racing vor Team VERTU/Excelr8 und WSR. In der Herstellerwertung liegt ebenfalls weiterhin Ford vorne, dahinter hat sich Mercedes mittlerweile allerdings an Hyundai vorbeigeschoben.
Trotz eines eher schwachen Wochenendes führt Mikey Doble in der Independent-Wertung weiterhin relativ komfortabel mit 30 Zählern Vorsprung vor Daryl DeLeon. Dahinter folgen Gordon Shedden und Charles Rainford.
In der Jack Sears Trophy für den besten Rookie, der vor Beginn der Saison noch kein Podiumsresultat eingefahren hat, führt Dexter Patterson deutlich vor James Dorlin. Letzterer wird allerdings ziemlich sicher nicht mehr in den weiteren Meisterschaftskampf eingreifen können: Vor Donington wurde Dorlin bei Restart Racing relativ überraschend und ohne weitere Erklärungen durch Vorjahrespilot und amtierenden BTCC-Independent-Champion Dan Lloyd ersetzt, der dieses Jahr eigentlich eine Rennpause einlegen wollte.
Die Resultate der drei Läufe sowie alle Meisterschaftsstände können auf der offiziellen Website der BTCC und bei TSL Timing im Detail studiert werden.
Die nächsten BTCC-Rennen finden bereits am kommenden Wochenende in Croft statt. Im Vorjahr waren auf der Strecke, die traditionell eigentlich den BMW-Hecktrieblern besonders entgegenkommt, mit Tom Ingram, Dan Rowbottom – damals noch im Ford – und Ash Sutton ausschließlich Fronttriebler erfolgreich.
Bilder: btcc.net
