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Sachstandsbericht Nachwuchsformeln: Saisonauftakt 2026

Vorschau auf die neue Formel 2- und Formel 3-Saison

von StefanTegethoff
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Seit 2023 begleiten Formel 2 und Formel 3 die große Formel 1 nach „Down Under“, und auch dieses Jahr ist es wieder der Saisonauftakt für alle drei Serien. Ein neues Jahr mit viel Junior-Formel-Action steht uns bevor, heute möchte ich vor allem auf die Saisons der F2 und F3 vorausschauen.

Formel 2

Bevor wir aber zur neuen Saison kommen, kurz ein Blick zurück auf das vergangene Jahr der Formel 2: Wie im Jahr davor mit Gabriel Bortoleto hat mit Leonardo Fornaroli wieder der amtierende Formel 3-Champion als Rookie den Titel geholt. Beide sind mir erstmals 2022 in der Formula Regional European Championship 2022 aufgefallen, wo sie zwar regelmäßig gute Punkteresultate eingefahren haben, aber weit weg schienen von den damals dominierenden Prema-Piloten Dino Beganovic, Gabriele Mini und Paul Aron. Aber in der F3 und F2 haben die beiden dann sofort richtig aufgedreht. Man hört immer wieder, dass insbesondere die Formel 2-Autos sehr speziell zu fahren sind und einige Piloten damit deutlich besser klarkommen als andere. So mag es bei Bortoleto und Fornaroli gewesen sein, aber beide haben auch sehr starke, saubere und konstante Saisons abgeliefert und sich ihre Titel absolut verdient.

Leider ist für Leonardo Fornaroli kein F1-Cockpit übrig geblieben. Er gehörte im Vorjahr noch zu keiner Akademie, ist jetzt aber von McLaren unter die Fittiche genommen worden und wird dort Reservepilot sein. Für den Moment sind beide Renncockpits mit Norris und Piastri erst einmal bis mindestens Ende 2027 besetzt, aber wer weiß, welche Geschichten die neue F1-Saison schreiben wird. Auch der Vizemeister Jak Crawford, einst Red Bull-Junior, wird nur Reservepilot sein, und zwar bei Aston Martin – eine aktuell deutlich weniger attraktive Position als die von Fornaroli. Der einzige F2-Absolvent, für den ein F1-Cockpit herausgesprungen ist, ist Arvid Lindblad, der als Red Bull-Junior die Nachwuchsleiter heraufgehastet ist: ein Jahr italienische Formel 4, ein Jahr Formel 3, ein Jahr Formel 2 – Rennen gewonnen hat er in all diesen Serien, aber ein Titel fehlt ihm bislang. Ein großes Talent ist er sicherlich, aber Red Bull hat auch zuvor schon Talente verschlissen…

Wir verabschieden uns nach fünf Formel 2-Saison mit mehreren Siegen, aber auch traurigen Momenten (z.B. durch Disqualifikation verlorene Siege) vom Niederländer Richard Verschoor. Er fuhr seine wohl beste F2-Saison und holte 2025 vier Siege. Leider lief es in Abu Dhabi nicht, sonst hätte auch der Vize-Titel drin sein können. Auch Luke Browning kehrt der Formel 2 den Rücken, der Williams-Junior wird dieses Jahr die Super Formula in Angriff nehmen. Die bestplatzierten Rückkehrer werden Alex Dunne aus Irland (gewechselt von der McLaren- zur Alpine-Akademie) und Dino Beganovic (geradezu ein Ferrari Driver Academy-„Urgestein“) sein. Die nachfolgende Tabelle zeigt den Endstand der Saison 2025 und was die Piloten im neuen Jahr so an Plänen haben.

PlatzNameRennenPunkteSiegePodienAffiliationPläne 2026
1Leonardo Fornaroli2721149McLaren (neu)F1 Reservist mit McLaren
2Jak Crawford2717548Aston MartinF1 Reservist mit Aston Martin
3Richard Verschoor2717046-ELMS (LMP2) mit Duqueine
4Luke Browning2716219WilliamsSuper Formula mit Kondo, F1 Reservist mit Williams
5Alex Dunne2715028McLaren (beendet), Alpine (neu)F2 mit Rodin (2. Saison)
6Arvid Lindblad2713435Red BullF1 mit Racing Bulls
7Dino Beganovic2711614FerrariF2 mit DAMS (2. Saison)
8Pepe Marti2311235Red Bull (beendet)Formula E mit Cupra Kiro
9Joshua Dürksen2710728Mercedes (neu)F2 mit Invicta (3. Saison)
10Roman Stanek2710515-Super Formula mit Buzz MK
11Victor Martins279713AlpineWEC (Hypercar) mit Alpine
12Sebastian Montoya2791-3-F2 mit Prema (2. Saison)
13Gabriele Mini2772-3AlpineF2 mit MP Motorsport (2. Saison)
14Rafael Villagomez2743-2-F2 mit van Amersfoort (3. Saison)
15Oliver Goethe2737--Red Bull (beendet)F2 mit MP Motorsport (2. Saison)
16Kush Maini273211AlpineF2 mit ART, F1 Reservist mit Alpine, FE Reservist mit Mahindra Williams
17Ritomo Miyata2730-1ToyotaF2 mit Hitech (3. Saison)
18Nikola Tsolov412-1Red BullF2 mit Campos (1. Saison)
19Amaury Cordeel233---GT World Challenge Europe mit WRT
21Martinius Stenshorne62--McLaren (beendet)F2 mit Rodin (1. Saison)
22Sami Meguetounif212---TBA (Endurance?)
24John Bennett271---F2 mit Trident (2. Saison)
25Max Esterson210---
IMSA (GTD) mit RLL
26Cian Shields270---F2 mit AIX (2. Saison)
27Laurens van Hoepen60---F2 mit Trident (1. Saison)

Neben den Rückkehrern gibt es aber auch spannende Neuzugänge – und das ist ja eines der Elemente, die die Formel 2 und Formel 3 so aufregend machen: das Feld setzt sich jedes Jahr neu zusammen. Piloten mit einem oder mehreren Jahren Erfahrung in der Serie versuchen es erneut, häufig mit anderen Teams, während von unten neue Piloten dazukommen. Der nächste Fahrer, der sich anschickt, nach der Formel 3 auch direkt die Formel 2 zu gewinnen, ist der Brasilianer Rafael Camara. Er ist vom Typ ein „silent assassin“, wirkt sehr ruhig und zurückhaltend und stand die ersten Jahre seiner Juniorformel-Karriere etwas im Schatten von Kimi Antonelli. Trotzdem konnte er in jedem, Jahr Rennen gewinnen und holte so 2025 mit vier Siegen als Rookie den F3-Titel. Ihm ist eine konstante und saubere Saison wie die von Bortoleto oder Fornaroli auch zuzutrauen. Außerdem fährt er – wie die beiden vor ihm – auch bei Invicta, die zudem zweimal in Folge Team-Champions geworden sind.

Für Aufregung sorgte im letzten Herbst die Ankündigung, dass Colton Herta die IndyCar-Serie verlässt und in der Formel 2 starten wird. Sein Ziel ist es, mit dem neuen US-Team Cadillac in der Formel 1 zu starten; er ist bereits als Testpilot in deren Diensten. Allerdings steht Herta auch unter Druck: da von den letzten IndyCar-Saisons nur die 2024er (mit Gesamtrang 2 in der Meisterschaft) erfolgreich war, fehlen ihm noch Punkte, um die Superlizenz für 2027 zu bekommen. Man muss 40 Punkte über die letzten drei Jahre erreicht haben. die 30 für den Vize-Titel gelten nächstes Jahr noch, dazu vier Punkte für Rang 7 in der IndyCar-Saison 2025. Er muss mindestens Rang 8 erreichen, um genügend Punkte vorweisen zu können. Schafft Herta das im ersten Jahr nicht, muss er 2027 noch weiter vorn landen, weil dann der Vizetitel 2024 nicht mehr zählt. Nun hat der US-Amerikaner bereits sieben volle IndyCar-Saisons hinter sich, aber die europäisch geprägte Formel-Welt funktioniert eben doch ganz anders. Es wird spannend zu sehen sein, wie er zurecht kommt. Sein Team ist Hitech Grand Prix. Nachdem es dort letztes Jahr Unregelmäßigkeiten gab, hat das Team einen neuen Besitzer, den chinesischen Chemie-Industriellen Liu Guo Cai, Teamchef bleibt aber der vormalige Mehrheitseigentümer Oliver Oakes.

Einen Wechsel an der Spitze gibt es auch beim früheren Top-Team Prema Racing. Nachdem die Italiener in den letzten Jahren auf der Strecke (in der F2 und F3) nicht mehr so überzeugen konnten wie in früheren Jahren, hat sich nun die Familie Rosin, in deren Händen Prema seit der Gründung 1983 lag, zurückgezogen. 2021 wurde das Eigentum an Prema mehrheitlich von DC Racing Solutions übernommen, auch die Iron Lynx- und Iron Dames-Teams gehören zu dem Schweizer Unternehmen von Deborah Mayer and Claudio Schiavoni. Zwischen Prema und DCRS soll es Probleme gegeben haben, die nun zum Rückzug von Rene Rosin führten. Auch die IndyCar-Debütsaison 2025 lief schlechter als erwartet und das von Prema 2024 betreute Lamborghini-LMDh-Projekt endete im Streit (Prema klagte Lamborghini wegen Datendiebstahls an). Interims- Teamchef wird der Australier Stephen Mitas. Den beiden F2-Piloten Sebastian Montoya und Rookie Mari Boya könnte also eine Saison mit mehr Aufregung (abseits der Strecke) bevorstehen, als ihnen lieb ist.

Interessant ist auch der Serien-Einstieg des 25-jährigen Argentiniers Nicolas Varrone, der die letzten vier Jahre erfolgreich in der WEC, der ELMS und in Le Mans unterwegs war. Zwei GT-Klassensiege beim 24h-Rennen und ein Meistertitel in der WEC-GTE-Klasse mit Corvette stehen bereits zu Buche. Varrone heuert bei van Amersfoort an, weil er sich mit einer reinen Sportwagen-Karriere anscheinend noch nicht abfinden möchte. Zuletzt fuhr er 2019-20 in der britischen Formel 3, allerdings keine vollen Saisons. Leider nicht in der Formel 2 sehen werden wir Tim Tramnitz. Dem Hamburger ist es trotz einer guten F3-Saison (Rang 4) nicht gelungen, sich ein wettbewerbsfähiges F2-Cockpit zu sichern, woraufhin er aus dem Red Bull Junior Team entlassen wurde. Allerdings hat ihn BMW als Werksfahrer aufgegriffen und wird Tramnitz 2026 in der GT World Challenge Europe einsetzen.

Was den Kalender für die neue Saison angeht, haben wir wieder eine sehr dichte Europa-Saison von Juni bis September (ausgenommen die Sommerpause im August), und große Lücken davor und danach, weil bestimmte Events im Kalender stehen sollen. Auf den Saisonauftakt in Melbourne folgen im April Bahrain und Jeddah, danach sind knapp zwei Monate Pause, bis es im Juni in Monaco weiter geht. Nach ein paar Klassikern steht im September der neue Madring auf dem Plan, dann geht es nach Baku und dann… sind wieder zwei Monate Pause, bevor es nach Katar und Abu Dhabi geht. Wir kennen das Spiel. Für die letzten beiden Events werden zum Teil wieder andere Piloten zur Vorbereitung der Saison 2027 eingesetzt werden, während F1-Teams möglicherweise zittern, weil sie abwarten müssen, ob die Piloten, die sie verpflichten möchten, ausreichend Superlizenz-Punkte haben werden. Es nervt, aber es ist aktuell nunmal leider so.

Formel 3

Im Formel 3-Kalender bleibt uns die zweite große Lücke zum Glück erspart, da die Saison im September in Europa endet – leider nicht mehr in Monza, sondern auf dem neuen Madring. Dafür ist die Frühjahrs-Lücke noch größer als in der Formel 2, weil die F3 nicht in Jeddah antritt. Vom 12. April bis zum 6. Juni wird also Pause sein. Zehn Rennwochenenden stehen insgesamt auf dem Plan und zehn Teams mit je drei Fahrern werden diese in Angriff nehmen. Eine (temporäre) Besetzungsänderung wurde aber bereits vor dem ersten Lauf angekündigt: Patrick Heuzenroeder wird bei Campos Racing für den Red Bull-Junior Ernesto Rivera einspringen, der sich beim letzten Event der Formula Regional Oceania eine Wirbel-Verletzung zugezogen hat.

Wer aber sind die Favoriten in der breit aufgestellten Formel 3, wo immer Piloten aus vielen verschiedenen Serien neu aufeinandertreffen? Mit Freddie Slater (Trident) sollte man auf jeden Fall rechnen, der Brite hat in den letzten beiden Jahren die italienischen F4 und die FRECA gewonnen, nebenbei hat er noch in der GB3 Siege eingefahren und bereits ein paar F3-Gaststarts absolviert. Da er noch zu keiner Akademie gehörte, hat F1-Neuling Audi nun die Chance ergriffen, dieses Talent zu fördern. Ich traue ihm auch durchaus zu, als Rookie den F3-Titel zu holen. In der Formula Regional Oceania musste er sich im Winter allerdings Ugo Ugochukwu geschlagen geben, der in der F4 als großes Talent galt, in den letzten beiden Jahren aber sehr stark schwankende Leistungen abgeliefert hat. McLaren hat ihn – neben anderen Piloten – aus seinem Entwicklungsprogramm entlassen. Der Winter-Titel in Neuseeland deutet hoffentlich eine Rückkehr zu konstanterer Form und gestärktem Selbstvertrauen hin, dann kann er sicher auch in der F3 vorn mitfahren.

Die bestplatzierten Piloten aus dem Vorjahr, die eine weitere F3-Saison bestreiten werden, sind Noah Stromsted (Rang 6, weiter bei Trident) und Theophil Nael (Rang 8, Wechsel zu Campos). Sie sind bei starken Teams untergebracht, sodass sie die Chance haben sollten, sich zu beweisen. Die beiden nächstbesten Rückkehrer fahren beide bei MP Motorsport und haben ihren F1-Förderern vielleicht noch etwas zu beweisen: Tuukka Taponen (Ferrari) und Alessandro Giusti (Williams). Bereits in seine dritte volle F3-Saison geht der Australier James Wharton, und dafür kehrt er zu Prema zurück, mit denen er in Formel 4 und Formula Regional seine größten Erfolge eingefahren hat, als er noch zur Ferrari Driver Academy gehörte. Allerdings ist Prema nicht mehr das F3-Powerhouse, das sie mal waren; es wird wahrscheinlich schwierig für ihn, an die alten zeiten anzuknüpfen.

Ein paar interessante Rookies aus dem Red Bull-Stall werden sich neu in der F3 zu beweisen versuchen: Fionn McLaughlin aus Irland steigt als Champion der britischen Formel 4 direkt in die F3 auf, er fährt für Hitech. Mattia Colnaghi ist Meister der spanischen F4 2024 und des Eurocup-3 2025. Da diese Serien nicht ganz so im Fokus stehen, ist es nicht leicht, ihre Qualitäten einzuschätzen, aber nach einigen Rennen in der F3 werden wir hier sicher eine Tendenz erkennen können. Und dann schauen wir mal, ob neben den hier genannten Namen noch jemand von sich reden macht in Melbourne…

F1 Academy

Eine Woche nach F2 und F3 startet auch die Nachwuchs-Serie für junge PilotINNEN in ihre nächste Saison, dann im Rahmen des F1-Wochenendes in Shanghai. Der Kalender umfasst sieben Events von März bis November, weist also auch große Lücken auf. Sie wird ihre Saison bei den US-Events in Austin und Las Vegas beschließen. Die drei Top-Pilotinnen des Vorjahres sind nicht wieder dabei (zwei Saisons sind auch als Maximum in der Serie festgelegt). Keine der drei hat den Sprung in die Formel 3 geschafft, von der Formel 2 ganz zu schweigen. Champion Doriane Pin ist weiterhin Mercedes Entwicklungsfahrerin und wird wohl wieder im Langstreckensport andocken, wo sie schon Erfahrungen hat. Die erste weibliche Ferrari-Juniorin Maya Weug ist wohl auf der Suche nach einem GT3-Cockpit, um ihren Weg als Profi-Pilotin zu machen. Und Chloe Chambers aus dem Red Bull-Stall hat zwar im Januar einen Formel E-Test gemacht, aber noch keine Pläne für das Jahr angekündigt. Ich muss leider sagen, das ganze fühlt sich schon wie eine Sackgasse an, ich hatte doch sehr gehofft, dass die talentierte, vielseitige und charismatische Doriane Pin es mit Mercedes-Unterstützung noch etwas weiter schafft auf der Leiter…

Schauen wir auch hier wieder auf die bestplatzierten Rückkehrerinnen aus der Vorjahressaison: Es sind die Plätze 4-7 der Tabelle, die auch alle mit einem F1-Team vernetzt sind, nämlich: Ella Lloyd (McLaren, mit Rodin), Alisha Palmowski (Red Bull, mit Campos), Nina Gademan (Alpine, mit MP Motorsport) und Alba Hurup Larsen (Ferrari, mit MP Motorsport). Die ersten drei haben schon je einen Sieg einfahren können, aber Lloyd hatte mit Abstand die meisten Podiums-Ergebnisse. Sie war zuvor in der britischen F4 unterwegs.

Aus Österreich kehrt Emma Felbermayr für eine weitere F1 Academy-Saison zurück, sie fährt mit Audi-Unterstützung bei m Rodin-Team. Neu dabei ist dagegen die deutsche Pilotin Mathilda Paatz, die mit Prema Racing antritt und von Aston Martin unterstützt wird. Die Kölnerin, deren Vater mit dem nach ihr benannten Team mathilda racing schon beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring angetreten ist, hat sich zuvor schon in verschiedenen Formel 4-Serien ausprobiert; in der zentraleuropäischen Serie konnte sie letzten Jahr zahlreiche Punkteresultate und ein Podium einfahren. Letzteres gelang ihr auch in der Formula Winter Series diesen Januar in Estoril.

Was im Winter noch so war…

Die Formula Regional Middle East hat der Alpine-Junior Kean Nakamura-Berta (Mumbai Falcons / Prema) vor Rashid Al Dhaheri (R-ace GP) gewonnen. Letzterer startete deutlich besser in die kurze Saison, aber beim finalen Event in Lusail (Katar) schnappte der amtierende Meister der italienischen Formel 4 sich mit zwei Siegen noch den Titel (151:139 Punkte). Es ist davon auszugehen, dass die beiden in der europäischen Formula Regional (FRECA) wieder aufeinandertreffen werden.

Auch in der UAE4 (ehem. Formula 4 Middle East) gab es ein Duell um den Titel. Der 16-jährige Ukrainer Oleksandr Bondarev (Mumbai Falcons / Prema) schnappte dem gerade 16 gewordenen Franzosen Andy Consani (R-ace GP) den Titel mit 191:183 Punkten weg. Consani ist bereits von Mercedes als Junior-Fahrer ins Programm genommen worden. Ich gehe davon aus, dass wir beide in der italienischen F4-Meisterschaft sehen werden.

Für die Formula Regional Oceania (ehem. Toyota Racing Series) haben sich wieder einige Namen aus den europäischen Serien auf den weiten Weg nach Neuseeland gemacht. Ugo Ugochukwu konnte sich 326:310 gegen Freddie Slater durchsetzen und damit nach der schwierigen F3-Saison 2025 einen Erfolg verbuchen. Beide werden wir 2026 in der Formel 3 sehen, ebenso wie den Neuseeländer Louis Sharp und Jin Nakamura, die die Plätze 3 und 4 belegten.

Die Saison der im Vergleich etwas kostengünstigeren Formula Winter Series läuft aktuell noch auf der iberischen Halbinsel, an diesem und dem nächsten Wochenende stehen die letzten Events in Aragon und Bacelona an. Das letzte Rennen wurde vom 15-jährigen Sauerländer Arjen Kräling gewonnen. Aber dominiert wird die Saison vom McLaren-Junior Dries Van Langendonck. Der Belgier wird voraussichtlich dieses Jahr mit Rodin in der britischen F4-Serie antreten. Kräling dagegen wird sich direkt mit US Racing in die italienische F4 wagen.

(Beitragsbild: Ferrari Media)

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