Genau 100 Jahre nach der Grundsteinlegung des legendären Eifelkurses hat Max Verstappen gemeinsam mit Chris Lulham Motorsportgeschichte geschrieben. Der vierfache und amtierende Formel-1-Weltmeister sicherte sich beim neunten Lauf der ADAC Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS) den Sieg.
Im Ferrari 296 GT3 von EMIL FREY RACING setzte sich das Duo gegen die starke Konkurrenz durch und verwies Dennis Fetzer, Jann Mardenborough und Fabio Scherer im Ford Mustang GT3 des Haupt Racing Teams mit einem Vorsprung von 24,496 Sekunden auf Platz zwei. Das Schwesterfahrzeug des Teams mit Vincent Kolb und Frank Stippler komplettierte nach vier Stunden Renndistanz das Podium.
Für Verstappen bedeutete der Erfolg beim 57. ADAC Barbarossapreis des MSC Sinzig gleich mehrere Premieren: Es war sein erstes Rennen in einem GT3-Boliden, sein erster Einsatz in einem Multiclass-Feld – und zugleich sein erster Sieg außerhalb der Formel 1 im realen Motorsport. In der Digitalen Nürburgring Langstrecken-Serie konnte der Niederländer zuvor bereits zwei Erfolge in Season 5 feiern.

Im Qualifying musste sich Max Verstappen zunächst geschlagen geben. Christian Krognes, aktueller Rundenrekordhalter auf der NLS-Variante aus Kurzanbindung und Nordschleife, sicherte sich im Aston Martin Vantage GT3 bei abtrocknender Strecke die Pole-Position mit einer Zeit von 8:06,057 Minuten.
Frank Stippler, der an diesem Wochenende als Doppelstarter unterwegs war, belegte im JUTA RACING Audi R8 LMS GT3 mit einem Rückstand von 2,119 Sekunden Rang zwei. Verstappen führte das Tableau zwischenzeitlich sogar an, musste sich am Ende jedoch mit 3,069 Sekunden Rückstand zufriedengeben.
Trotzdem war das Interesse der Zuschauer enorm: Im Fahrerlager und auf der Startaufstellung verfolgten zahlreiche Fans gespannt den Auftritt des Formel-1-Stars – ein Zeichen dafür, welche Strahlkraft der Niederländer auch abseits der Königsklasse besitzt.
Bereits beim Start übernahm Max Verstappen in der ersten Kurve die Führung und setzte sich im weiteren Verlauf des Rennens deutlich ab. Während seines Doppelstints baute der Niederländer den Vorsprung auf rund eine Minute vor Frank Stippler aus. Für die finalen beiden Stints übergab er das Steuer des Ferrari 296 GT3 an Chris Lulham, der im direkten Duell mit Vincent Kolb und der zweiten Mustang-Besatzung eine souveräne Leistung zeigte.

„Es fühlt sich super an, hier bei meinem ersten Rennen direkt zu gewinnen“, erklärte Verstappen nach dem Rennen. „Mein Ziel ist es, irgendwann beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring zu starten. Daher hoffe ich, dass wir im nächsten Jahr noch mehr NLS-Rennen bestreiten können.“
Auch Teamkollege Lulham zeigte sich überwältigt: „Unglaublich – ich kann es noch gar nicht fassen. Das Auto war fantastisch, aber das Fahren mit so viel Verkehr auf der Strecke war alles andere als einfach.“
Anerkennung von der Konkurrenz
Die unterlegenen Fahrer zeigten sich sportlich und zollten Verstappen Respekt. Dennis Fetzer betonte: „Mit jemandem wie Max Verstappen auf dem Podium zu stehen, ist großartig. Das war mega. Ich bin selten aufgeregt – heute war ich es etwas.“
Auch Jann Mardenborough lobte die Performance des Ferrari-Duos: „Es war extrem cool, mit Max und Chris gemeinsam Rennen zu fahren.“ Frank Stippler zeigte sich zufrieden mit dem erneuten Podiumsergebnis: „Unser Ziel war, am Ende der Saison besser dazustehen als im März – und dabei sind wir auf dem besten Weg. Am Ende hinter dem besten Fahrer der Welt auf dem Podium zu stehen, ist vollkommen okay. Ich habe fest mit dem Sieg von Max und Chris gerechnet.“





























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Für Verstappen bedeutete der Erfolg beim 57. ADAC Barbarossapreis des MSC Sinzig gleich mehrere Premieren: Es war sein erstes Rennen in einem GT3-Boliden, sein erster Einsatz in einem Multiclass-Feld – und zugleich sein erster Sieg außerhalb der Formel 1 im realen Motorsport.
–> Den letzten Teilsatz würde ich so nicht unterschreiben
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