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24H von Le Mans 2023: Vorschau LMP2

von StefanTegethoff
6 Kommentare 14 minutes read

24 Stunden, 24 Autos. Die LMP2-Klasse ist wieder einmal die teilnehmerstärkste Kategorie im Feld des Langstrecken-Klassikers, so wie wir das seit etwa zehn Jahren gewohnt sind. Ist es vielleicht das letzte Mal, dass wir LMP2s in dieser Zahl an der Sarthe sehen werden? Das ist schwer zu sagen, es hängt davon ab, wie sich die Starterzahl in der Hypercar-Klasse tatsächlich entwickelt, Interesse gibt es ja viel und weitere Werke haben ihren Start angekündigt. Und auch die neue LMGT3 hat ein großes Teilnehmer-Potenzial, denn GT3-Fahrzeuge gibt es weltweit wie Sand am Meer.

Die Frage wird also sein: wie viel Platz möchte der ACO der LMP2 künftig einräumen? In der WEC gerüchteweise gar keinen mehr, denn dort ist das Full Season-Starterfeld aus logistischen Gründen auf 36 Autos beschränkt. In der ELMS wird die LMP2 voraussichtlich erst einmal die Top-Kategorie bleiben, auch – je nachdem, wie sich die Hypercar-Klasse entwickelt – sehe ich auch das nicht in Stein gemeißelt. Das Kuriose ist dabei, dass der Erfolg der Hypercar-Klasse zum Teil darauf basiert, dass all jene Fahrzeuge, die nach dem US-amerikanischen LMDh-Reglement gebaut wurden und werden, auf verfügbaren LMP2-Chassis basieren: Der Porsche 963 baut auf dem Multimatic-Chassis auf, der Cadillac V-Series.R auf dem Dallara.

Einheitstechnik lenkt Fokus auf Fahrer und Teams

Das führt uns zum zweiten Kuriosum: in der Hypercar-Klasse gibt es eine größere Vielfalt an LMP2-Chassis als unter den Teilnehmern der LMP2-Klasse! Dallara, Riley-Multimatic und Ligier (Onroak), die allesamt über Lizenzen verfügen, in der aktuellen Homologationsperiode LMP2s zu bauen, sind allesamt nicht mehr gefragt: der Performance-Vorsprung von Oreca war so groß, dass die drei ihn innerhalb der beschränkten Entwicklungsmöglichkeiten nicht aufholen konnten. Und so sehen wir in diesem Jahr in Le Mans eine reine Einheitsklasse: jedes einzelne Team bringt ausschließlich den Oreca 07 mit dem vorgeschrieben Gibson-Motor und den ebenfalls vorgeschriebenen Goodyear-Reifen an den Start.

Das LMP2-Feld beim ELMS-Lauf in Barcelona (Bild: ELMS)

Das ist schade, weil für mich persönlich Prototypen-Rennsport mit technischer Vielfalt einhergehen sollte; andererseits wird uns diese Klasse – wie immer in den letzten Jahren – ein hoch spannendes Rennen bieten, indem es auf die Performance der Fahrer und der Teams über die 24h-Distanz ankommt. Das Feld ist so groß und so dicht, dass kleine Fehler oder auch behebbare Probleme, schon allein ein etwas verlängerter Boxenstopp, ein Team eine größere Zahl an Plätzen kosten können, gerade in der Anfangsphase. Sich dann wieder zurück durchs Feld zu arbeiten, ist eine große Herausforderung, aber wir haben solche Großtaten auch schon gesehen in den letzten Jahren –ebenso wie Verfolgungsjagden und Defekt-Dramen in den letzten Rennminuten.

Es kommt also stark auf die Fahrer und die Teams an. Und da gibt es auf jeden Fall eine Spannweite, was die Fähigkeiten angeht. Die LMP2 ist weiterhin eine Pro-Am-Klasse: in jedem Wagen muss mindestens ein Bronze- oder Silber-Pilot sitzen. Deren Tempo bestimmt in der Regel das Potenzial des Fahrzeugs, da hier der Unterschied größer ist als zwischen den Top-Profis. Für Teams, die auf einen Silber-Piloten verzichten und mindestens einen Bronze-Fahrer im Lineup haben, gibt es noch die Pro/Am-Wertung, also im Grunde einen Extra-Pokal für den bestplatzierten „Gentleman Driver“, wenn man es auf den Punkt bringen will.

Team für Team: die Vorjahressieger

Jota Sport (Foto: WEC)

Beginnen wir unsere Wanderung durch das Feld mit dem Vorjahressieger-Team. Es ist nicht das Vorjahressieger-Auto, denn die inzwischen berühmte #38 hat Jota Sport seinem Hypercar-Porsche überlassen. Sie treten aber weiterhin auch in der LMP2 an, und zwar mit dem Trio David Heinemeier-Hansson / Oliver Rasmussen / Pietro Fittipaldi in der #28. Der junge Däne Rasmussen legte im Vorjahr ein gutes Le Mans-Debüt hin, sein Landsmann Heinemeier-Hansson, einst als Programmierer zu Geld gekommen, geht inzwischen in sein zehntes Le Mans-Wochenende, einen Klassensieg in der GTE-Am hat er bereits erreicht. Er und Fittipaldi starteten bereits letztes Jahr gemeinsam für Inter Europol in der LMP2.  Das Team startet in der WEC, aber hat dort dieses Jahr noch keine Erfolge feiern können. Am Testtag gelang Fittipaldi die schnellste Zeit der Klasse, zu früh abschreiben sollte man dieses Team auch nicht.

Team für Team: die Zwei-Wagen-Teams

Schauen wir nun zunächst auf die Teams, die je zwei Autos an den Start bringen. Ich vermute, dass der Klassensieger aus diesen Reihen kommen wird, denn – neben Jota – sind das die erfahrenen und gut mit Ressourcen ausgestatteten Teams.

United Autosports (Bild: WEC)

Ein jahrelanger Kontrahent von Jota Sport ist das anglo-amerikanische United Autosports-Team von Richard Dean und Zak Brown (dem von McLaren). 2020 gewannen sie die Klasse, die letzten beiden Jahre waren eher durchwachsen, aber in der WEC haben ihre Autos bisher zwei von drei Läufen gewonnen. Die #22 wird von Philip Hanson (gerade 23, aber zum siebten Mal in Le Mans am Start), dem starken Filipe Albuquerque sowie dem Le Mans-Debütanten Frederick Lubin pilotiert. Auch die #23 weist mit dem 17-jährigen Josh Pierson (zum zweiten Mal dabei), Tom Blomqvist und Oliver Jarvis einen Mix aus Youngstern und Erfahrung auf; weil Neuling Lubin natürlich einen Unsicherheitsfaktor darstellt, würde ich die #23 eher als das Top-Auto einstufen.

Alpine Elf Team (Bild: WEC)

Eine weitere alteingesessene LMP2-Mannschaft ist das Alpine Elf Team, das sich in diesem Jahr wieder voll auf diese Klasse konzentriert, nachdem ihre LMP1-Teilnahme mit dem „alten“ Alpine-Oreca nun nicht mehr möglich ist. Hinter den Sponsorennamen verbirgt sich das bekannte französische Signatech-Team: bereits 2012, 2016. 2018 und 2019 konnten sie den Klassensieg in der LMP2 holen. Auch wenn bisher 2023 in der WEC nicht viel zusammenlief, muss man sie bei diesem Rennen immer zum Favoritenkreis zählen. In der #35 werden die beiden erfahrenen Piloten André Negrao und Memo Rojas vom britischen Nachwuchsmann Olli Caldwell unterstützt; die #36 mit Matthieu Vaxiviere, Charles Milesi und Julien Canal würde ich in Le Mans als das stärkere Team einschätzen. Für den Silber-Piloten Canal ist es bereits die vierzehnte Le Mans-Teilnahme, nach mehreren GTE-Klassensiegen und LMP2-Podien arbeitet er noch am ersten Sieg in dieser Kategorie.

Team WRT (Bild: WEC)

Milesi konnte vor ein paar Jahren bereits an der Sarthe gewinnen, allerdings mit dem heutigen Konkurrenten Team WRT aus Belgien. Die sind erst vor einigen Jahren neu zum Le Mans-Starterfeld dazugestoßen, allerdings direkt bombig eingeschlagen mit eben jenem Sieg beim Debüt. Auch die beiden 2023er-Fahrertrios wecken Erwartungen: Sean Galael, Ferdinand Habsburg und Robin Frijns pilotieren die #31, Rui Andrade, Louis Deletraz und Robert Kubica die #41. Habsburg und Frijns teilten sich das 2021er Siegerauto mit Milesi. Galael hatte bereits 2021 mit Jota sein LMP-Talent unter Beweis gestellt. Die #31 würde ich daher auf jeden Fall zum engeren Favoritenkreis rechnen.

Prema Racing (Bild: WEC)

Ebenfalls erst seit wenigen Jahren dabei, aber für Top-Platzierungen gut ist Prema Racing, die sich auf den Hypercard-Einsatz mit Lamborghini im nächsten Jahr vorbereiten. Die Piloten, die sie in der WEC an den Start bringen, entstammen nicht unbedingt ihrem eigenen Nachwuchs-Stall, aber man kennt einige Namen aus F2 und F3. Mit Juan Manuel Correa ist in der #9 ein aktiver F2-Pilot am Start (dort allerdings mit Van Amersfort), dessen Karriere vor einigen Jahren durch den tödlichen Unfall mit Antoine Hubert, in dem auch er schwer verletzt wurde, unterbrochen wurde. Er teilt sich die #9 mit Bent Viscaal und Filip Ugran, das Durchschnittsalter dieses Trios liegt bei etwa 22 Jahren. Etwas mehr Erfahrung sitzt in der #63 mit Daniil Kvyat und Mirko Bortolotti. Hier finden wir auch mit der 19-jährigen Französin Doriane Pin die einzige Frau im LMP2-Starterfeld: sie kommt als Champion der Ferrari Challenge Europe und Klassensiegerin der 24h von Spa (Gold Cup mit dem Iron Dames-Team) nach Le Mans. Auf dieses Auto bin ich sehr gespannt.

Inter Europol Competition (Bild: WEC)

Ebenfalls mit zwei Orecas startet Inter Europol Competition, auch ein inzwischen seit Jahren bekannter Name in Le Mans. Der Sohn des Team-Finanziers, Jakub Smiechkowski, teilt sich die #34 mit Albert Costa und Fabio Scherer. Costa kommt aus dem GT3-Sport, er ist erstmals in Le Mans dabei, war am Testtag aber bereits fast genauso schnell wie Teamleader Scherer. Üblicherweise findet sich dieses Team am Rennende im Mittelfeld wieder, aber 2021 gelang Smiechkowski mit zwei anderen Teamkollegen ein sehr starker fünfter Klassenrang. Zwei WEC-Podien in diesem Jahr sprechen auch dafür, das Team nicht zu unterschätzen. Für das zweite Auto, die #32 (Pro/Am, kein WEC-Starter) geht es dagegen ums Dabeisein und Durchkommen: mit Mark Kvamme ist hier ein US-amerikanischer Manager am Start, der letztes Jahr in der GTE-Am sein Le Mans-Debüt feiert; am Testtag war er der mit Abstand langsamste LMP2-Pilot. Tatkräftige Unterstützung bekommt er von den beiden Dänen Anders Fjordbach und Jan Magnussen.

Cool Racing (Bild: ELMS)

Das letzte Team mit zwei Fahrzeugen ist Cool Racing aus der Schweiz, wie bei Inter Europol ist eines davon als Pro/Am-Entry gemeldet. Dieses Auto mit der #37 fahren die beiden Gründer des Rennstalls, Ex-LMP1-Pilot Nicolas Lapierre und Bronze-Fahrer Alexandre Coigny. Mit Malthe Jacobsen ist ein junger Däne als dritter Mann dabei, der aus der LMP3 kommt und dort 2022 bei den US-Langstreckenrennen bereits Podien und einen Sieg (Sebring) holen konnte. Auf dieses Pro/Am-Auto sollte man ein Auge haben. Auch der zweite Cool-Oreca wird von einem „alten LMP1-Hasen“ pilotiert, der in diesem Lineup als Lehrmeister tätig werden darf: Simon Pagenaud teilt sich die #47 mit Reshad de Gerus (zum zweiten Mal dabei und am Testtag schnell gewesen) und Vladislav Lomko, der als Vizemeister der zuletzt schwach besetzten Euroformula Open nach Le Mans kommt und damit ein im Sportwagen-Bereich unbeschriebenes Blatt ist. Der ELMS-Auftakt dieses Teams war mit beiden Autos solide, wenn das Rennen glatt läuft, könnte – vor allem für die #37 – ein gutes Top Ten-Resultat drin sein.

Team für Team: die weiteren Einzelstarter

IDEC Sport (Bild: ELMS)

Als erstes Single Car-Team und gleichzeitig letztes WEC-Team in der Liste ist Vector Sport zu nennen. Gabriel Aubry und Ryan Cullen sind nicht unerfahren, aber Silber-Pilot Matthias Kaiser aus Liechtenstein fehlt es noch an Speed und Erfahrung. Er ist 2022 aus der LMP3 aufgestiegen und gilt als Silber-Pilot, daher handelt es sich nicht um ein Pro/Am-Entry. Schwer einzuordnen finde ich das Team von IDEC Sport: die Franzosen ließen 2018 mit einer Pole aufhorchen und waren danach immer wieder für Top Ten-Resultate gut, haben es aber nie ganz nach vorn geschafft – vielleicht in diesem Jahr? Das Duo Paul Lafargue (Sohn des IDEC-Firmenchefs) und Paul-Loup Chatin ist seit 2018 gesetzt, diesmal ist der Deutsche Laurents Hörr als dritter Mann dabei; es ist sein zweite Le Mans-Start nach 2022.

Duqueine Team (Bild: ELMS)

Ein interessantes Trio geht für das Duqueine Team an den Start: neben Neel Jani und dem LMP-erfahrenen René Binder ist hier mit Nicolas Pino ein erst 18-jähriger, frisch aus der LMP3 aufgestiegener Chilene am Start. Beim Saisonauftakt der ELMS konnte dieses Trio den Sieg holen, allerdings ist die Frage, ob die Nerven des Youngsters beim Le Mans-Debüt halten. Am Testtag war er noch nicht besonders schnell unterwegs. Ein potentieller Nachwuchs-Star ist auch bei Panis Racing an Bord: der 19-jährige Niederländer Tijmen van der Helm konnte beim Le Mans-Debüt 2022 den vierten Klassenrang holen, allerdings in einer anderen Team-Konstellation. Nun bildet er mit Job van Uitert und Manuel Maldonado (beide zum zweiten Mal dabei) eines der jüngsten Teams im Feld (Durschnittsalter 22, wie bei der #9 von Prema).

Team für Team: der Rest der Pro/Am-Subkategorie

Teilnehmer der US-amerikanischen IMSA-Serie bekommen die Le Mans-Einladung nicht als Titelprämie, sondern gezielt, da nicht alle US-Teams an einem Start in Le Mans interessiert sind bzw. diesen finanzieren können. Dieses Jahr wurde die Ehre dem kanadischen Team Tower Motorsports um Bronze-Pilot John Farano zuteil. Der 63-jährige ist langjähriger IMSA-Pilot und dort mit dem Team auch amtierender Meister der LMP2-Klasse; das Le Mans-Debüt wäre sicherlich ein Höhepunkt in seiner Karriere gewesen. Doch dazu wird es nicht kommen, Farano setzt nach einem Unfall in Laguna Seca sicherheitshalber aus. Ersetzt wird er vom Anwalt und Gentleman Driver Steven Thomas. Der hat deutlich weniger IMSA-Erfahrung war aber dafür im Vorjahr schon einmal in Le Mans am Start: mit Algarve Pro Racing gelang ihm ein Debütsieg in der Pro/Am-Subkategorie. Das dürfte mit dem starken „Support Cast“ auch dieses Jahr wieder drin sein: Thomas teilt sich das Auto mit zwei Le Mans-erfahrenen Platin-Piloten: Ricky Taylor und René Rast.

AF Corse (Bild: ELMS)

Auch Graff Racing sehe ich in dieser Wertung gut aufgestellt: Roberto Lacorte ist ein Bronze-Pilote mit fünf Jahren Le Mans-Erfahrung, seine Teamkollegen Giedo van der Garde und Patrick Pilet sind schnell und erfahren. Hier kann sogar ein insgesamt gutes Resultat, vielleicht in den Top Ten, herausspringen. Auch Francois Perrodo im AF Corse-Entry ist ein erfahrener Bronze-Pilot, seinem Unterstützer Norman Nato gelang 2020 in der LMP1 mit Rebellion ein zweiter Gesamtrang, für Ben Barnicoat ist es der erste LMP2-Start in Le Mans, aber am Testtag war er schnell.

Racing Team Turkey (Bild: ELMS)

Schnell beim Test war auch Dries Vanthoor, GTE-Am-Klassensieger an der Sarthe 2017; er unterstützt gemeinsam mit Tom Gamble des türkischen Bronze-Piloten Salih Yoluc beim Racing Team Turkey. Hinter diesem Einsatz steckt das britische TF Sport-Team, mit dem Yoluc bereits einen GTE-A-Klassensieg in Le Mans holen konnte. Nach dem Pro-Am-Titel in der ELMS 2022 tritt er nun erstmalig in der LMP2 in Le Mans an. Das luxemburgische Team DKR Engineering ist auch kein Unbekannter in Le Mans; seine Einladung für die diesjährige Ausgabe hat es als Meister der Asian Le Mans Series gewonnen. Mit Maxime Martine sehen wir hier einen Piloten, der zwar immer wieder an der Sarthe unterwegs war, aber 2013 zuletzt in der LMP2. Nun teil er sich das Auto mit dem 20-jährigen Le Mans-Debütanten Ugo de Wilde und dem belgischen Bronze-Piloten Tom van Rompuy, der ebenfalls erstmalig dabei ist.

Algarve Pro Racing (Bild: ELMS)

Einen weiteren Bronze-gerateten Neuling bringt das aus einer Renn-Fahrschule hervorgegangene Algarve Pro Racing-Team an den Start: der US-Amerikaner George Kurtz wird sich das Auto mit James Allen und dem mehrfachen Daytona 24-Sieger Colin Braun teilen. In Le Mans ist er aber erstmals seit seinem Debüt 2007 wieder unterwegs! Und so bleibt am Ende noch Nielsen Racing übrig. Das britische Team ist zum zweiten Mal in Le Mans am Start, Rodrigo Sales (Bronze) und Ben Hanley sind wieder am Start. Dritter Mann ist diesmal Mathias Beche für seine neunten 24 Stunden von Le Mans.

Fazit

Wie schon gesagt, ich rechne damit, dass die Autos, die um den Klassensieg kämpfen werden, aus den Zwei-Wagen-Teams kommen werden, vor allem aus denen, die in der WEC unterwegs sind. Die #31 von WRT und die #36 von Alpine Elf sowie die #23 von United Autosports sind starke Podiums-Kandidaten. Aber 24 Stunden-Rennen leben vom Unerwarteten. Das Rennen kann schon in Runde 1 für ein Top-Team gelaufen sein, auch das haben wir in den letzten Jahren schon gesehen. Wer 24 Stunden solide und fehlerfrei durchfährt, kann am Ende in den Top Ten oder gar Top 5 landen, auch wenn das Lineup nicht vor großen Namen strotzt. Debütanten (ob jung oder alt) können sind als Senkrechtstarter erweisen, die sofort schnell sind und ihre Nerven im Griff haben – oder sie können nervös sein und einen Dreher nach dem anderen produzieren. Es ist vielleicht das letzte Mal, dass wir die LMP2-Klasse mit einem Starterfeld oberhalb von 20 Fahrzeuge in Le Mans sehen – hoffen wir also auf ein spannendes und aufregendes, aber sicheres Rennen für alle Beteiligten!

(Beitragsbild: WEC)

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