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IndyCar: Vorschau Honda Indy 200 at Mid-Ohio

von Rainer
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Das Rennen in Mid-Ohio ist das neunte des Jahres und stellt somit die Mitte der Saison dar. So langsam wird der Blick auf die Meisterschaftswertung interessant.

Mit dem Sieg beim Indy-500 hat Marcus Ericsson viele Punkte auf sein Konto gutgeschrieben. Aber auch Abseits davon hat er mit drei weiteren Top-4-Platzierungen mehr als ordentlich gepunktet. Schaut man dann noch auf die letzte Saison sieht man, dass er absolut konstant in die Top-12 fährt. Die Ausnahmen waren nur die beiden Rennen in Long Beach. Außerdem fuhr er im Vorjahr in Mid-Ohio Platz 2 ein. Insgesamt ist das eine gute Grundlage, um die Meisterschaft einzufahren. Vor allem da kaum ein Kontrahent eine bessere Konstanz aufweist. An der Spitze ist noch Will Power am konstantesten unterwegs. Sechs Top-4-Platzierungen stehen nur zwei Ausrutscher entgegen. Aber gerade Platz 15 beim Indy-500 tat natürlich richtig weh.

Josef Newgarden und Pato O’Ward sind hingegen richtige Hop- oder Top-Piloten in dieser Saison. Newgarden hat drei Rennsiege zu Buche stehen. Er ist damit der einzige Pilot mit mehr als einem. Denen stehen aber auch vier Platzierungen außerhalb der Top-12 entgegen. Dieses Verhältnis von vier guten und vier schlechten Ergebnissen weist auch Pato O’Ward auf. Ihm hilft, dass er, im Gegensatz zu Newgarden, ein gutes Indy-500 hatte. Der amtierende Champion Alex Palou ist wie auch sein Teamkollege Scott Dixon noch sieglos in diesem Jahr. Bei Palou hat man das Gefühl, dass ihm etwas die Leichtigkeit und Unbekümmertheit fehlt. Im Vorjahr fuhr er ständig Top-5-Platzierungen locker ein. In diesem Jahr muss er deutlich mehr kämpfen und ein Teamkollege, der die Meisterschaftswertung anführt, macht es dann auch nicht leichter.

Scott Dixon ist, auf einem etwas niedrigeren Niveau als Will Power, der konstanteste Pilot im Vorderfeld der IndyCar-Series. Er fährt eigentlich immer in die Top-10. Die einzige Ausnahme war ausgerechnet das Indy-500, das er hätte gewinnen müssen. Diese eine Geschwindigkeitsübertretung hat ihm nicht nur den prestigereichen Sieg gekostet, sondern auch mindestens 50 bis 60 Punkte für die Meisterschaft. Mit diesen wäre er auf Augenhöhe zu Marcus Ericsson. Alexander Rossi knüpfte zu Saisonbeginn nahtlos an die schwache Vorsaison an. Seit dem Indy-500 ist aber der alte Alexander Rossi zurück. Nur Marcus Ericsson sammelte in den drei Rennen mehr Punkte als Rossi. Von außen kann man nur spekulieren, inwieweit sein neuer Vertrag bei McLaren SP für 2023 dabei eine Rolle spielt. Wenn er diese Form bis zum Saisonende konservieren kann, dürfen sich seine Kontrahenten, die aktuell noch vor im liegen, keine weiteren Ausrutscher leisten.

Im Vorjahr gewann Josef Newgarden vor Marcus Ericsson und Alex Palou. Dieser konnte, durch die Plätze 4 und 8 für seine zu diesem Zeitpunkt engsten Verfolger Scott Dixon und Pato O’Ward, seinen Vorsprung in der Meisterschaftswertung ausbauen. Alexander Rossi kam auf Platz 5 ins Ziel. Das war seine drittbeste Jahresplatzierung. Auch beim Double-Header 2020 war mit den Plätzen 2 und 3 recht erfolgreich. Wenn er selbst in seiner Schwächephase so gut auf dem Kurs zu Recht kam, können wir uns sicherlich auf seine Performance am nächsten Wochenende freuen.

Scott Dixon ist der IndyCar-Pilot mit den meisten Siegen auf dem Mid-Ohio Sports Car Course. Bei seinen sechs Siegen führte er insgesamt 261 Runden das Feld an. Will Power sammelte 205 Führungsrunden, konnte diese aber nur in einen Sieg 2020 umsetzten. Außerdem erreichten beide bei zwei von drei Rennen die Top-5. Simon Pagenaud und Colton Herta sind die beiden Fahrer, die die Meisterschaftskontrahenten am Wochenende ärgern können. Zusätzlich zu seinem Sieg 2016 fuhr Pagenaud in den letzten Jahren noch dreimal auf das Podium. Auch Herta war 2020 schon einmal siegreich in Lexington. Spannend wird auch die Performance von Kyle Kirkwood. Auf der Road-to-Indy hat er nach belieben in Mid-Ohio dominiert. Acht Siege in neun Rennen sind eine klare Ansage.

Strecke

Der Mid-Ohio Sports Car Course in der Nähe von Lexington ist im Prinzip eine wunderschöne Strecke, auf der das Überholen aber sehr schwierig ist. Sie ist 2,258 Meilen (3,634 km) lang und umfasst 13 Kurven. Nach Start-Ziel führt eine schnelle Linkskurve auf eine längere Gerade. Durch die schnelle Kurve führt nur eine Linie, weshalb der Start auf der Gegengeraden erfolgt. Auf diese gelangen die Fahrer durch Kurve 2, eine 180 Grad Rechtskurve. Diese wurde mehrfach umgebaut, bietet aber immer noch keine gute Überholmöglichkeit. Kurz vor der genutzten Startlinie wird die Gegengerade durch einen schnellen Rechtsknick, der aber mit Vollgas durchfahren werden kann, unterbrochen. Die folgende Rechtskurve ist die beste Überholstelle der Strecke. Es ist auch der Beginn einer Passage aus immer schneller werdenden Rechts- und Linkskurven, an deren Ende Kurve 9 in das „Thunder Valley“ führt. Die schnelle Rechts-Links-Kombination endet im Karussell, einer 180 Grad Rechtskurve. Die anschließende Linkskurve führt das Feld wieder auf die Zielgerade.

Zeitplan (eastern time, MEZ)

Freitag, 1. Juli

3:30 – 4:45 p.m. (21:30 – 22:45) – NTT IndyCar Series practice #1

Samstag, 2. Juli

9:30 – 10:30 a.m. (15:30 – 16:30) – NTT IndyCar Series practice #2
2:40 p.m. (20:45) – Qualifying for the NTT Data P1 Award

Sonntag, 3. Juli

9:45 – 10:15 a.m. (15:45 – 16:15) – NTT IndyCar Series Warmup

12:45 p.m. (18:45) – The Honda Indy 200 at Mid-Ohio (80 laps/180,64 miles), NBC, Sky (Live)

(c) Photos: IndyCar Media; Joe Skibinskiz

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