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Formel Eins: Warum hier nichts zu sehen ist

von DonDahlmann
2 Kommentare 2 minutes read

Normalerweise zeigen wir zeitnah die neuen Fahrzeuge der F1-Teams. Das muss dieses Jahr etwas warten.

Neues Jahr, neue F1-Saison mit neuen technischen Regeln. Das verspricht viel Spannung, vor allem bei den ersten Bildern der neuen Autos. Und normalerweise versuche ich hier zeitnah die Bilder neuer Chassis samt einer ersten Analyse online zu stellen. Aber dieses Jahr warte ich bis zur ersten Testwoche.

Denn das, was die Teams bisher gezeigt haben (eventuell mit Ausnahme von RB) ist ein Witz. Und den größten hat Audi gestern in Berlin abgeliefert. Die Präsentation war eine PR-Show, mehr nicht. Die … ähmmm… Lackierung hatte man schon vor Monaten gezeigt, neu waren nur die Aufkleber der Sponsoren. Das Auto selbst – ein Showroom-Modell, das nichts mit dem echten Auto zu tun haben wird.

Wir haben uns in den vergangenen Jahren daran gewöhnt, dass die Präsentationen zu Beginn des Jahres die Aufmerksamkeit nicht wert sind. Mal abgesehen von den leeren PR-Floskeln gibt es meist nichts zu sehen. Ich kann das nachvollziehen. Denn wer will in einem ultrakompetitiven Umfeld dem Gegner einen Hinweis darauf geben, was man entwickelt hat? Das wäre so, als würde ein Football-Coach vor dem entscheidenden Spiel die eintrainierten Spielzüge veröffentlichen.

Was man zu sehen bekommt, ist also nur rudimentär das, was man im März auf der Strecke sehen wird. Anfangen lässt sich damit nichts. Allenfalls lässt sich ein Quervergleich machen, zum Beispiel bei der Konstruktion der Vorderradaufhängung. Zumindest bei den Teams, die schon ein Auto auf der Strecke hatten.

Daher ergibt eine Berichterstattung über die PR-Veranstaltungen für mich keinen Sinn. Es gibt nichts zu berichten, solange die Autos nicht alle auf der Strecke zu sehen sind. Und kostenlose PR für die Sponsoren machen wir auch hier dann noch genug im Rest des Jahres.

Das Titelbild ist dann auch eine Art Symbolbild für die bisherigen und vermutlich die noch kommenden “Launch Events” der nächsten Tage. Das Einzige, was an diesen Events wirklich echt ist, sind die Lackierungen, da der gemeinsame Launch-Event aus dem letzten Jahr wegfällt. Was mich dann zum Abschluss noch zu Audi bringt.

Über Schönheit lässt sich streiten, und immerhin kann man Audi zugutehalten, dass man damit auffällt. Aber da hatte ich mir doch etwas mehr erwartet. Meine persönliche Meinung: Die letzte Lackierung eines F1-Autos, die ich ebenso hässlich fand, war der Sauber C31 oder FW21. Und am C31 scheint sich Audi orientiert zu haben. Passt ja auch.

Wir bleiben also geduldig und warten bis zum ersten echten Test in Bahrain am 11.02.2026. Bis dahin lassen wir die PR-Maschine rollen und ignorieren sie.

Bilder: Audi, Sauber

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2 Kommentare

Alexander 21 Januar, 2026 - 16:03

Ich war auch sehr „underwhelmed“ von der Präsentation gestern. Unabhängig davon ob wir das finale Auto schon gesehen haben oder nicht. Was für ein Aufwand für so ein mageres Ergebnis. Wir sehen den CEO ein paar PR-Sätze sprechen, dann schauen wir 5 Minuten dabei zu wie die gelandenen Gäste von Erdgeschoss die Treppe in den ersten Stock nehmen, dann kommt ein komischer Musical-Act, den nicht nur der YouTube-Livechat nicht verstanden hat.

Man hätte so einen schönen Motorsport-Bogen spannen können von Gruppe B Rallye, DTM, IMSA etc. um die Motorsport-Heritage von Audi zu zeigen und den Event etwas emotional aufzuladen. Aber nach 10 Minuten Teamchef und Fahrer, Tuch ziehen kam schon die Abmoderation „Es werden jetzt Kanapées gereicht..“

Lena 3 Februar, 2026 - 08:58

Vollste Zustimmung! Diese reinen Show-Events ohne echte Technik-News sind echt frustrierend geworden. Besonders die Audi-Präsentation war eher enttäuschend, wenn man auf echte Innovationen gehofft hat. Ich warte jetzt auch lieber auf die Tests in Bahrain, da zählt es wenigstens. Danke für die ehrlichen Worte!

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