Mit dem Rennen am Wochenende biegt die IndyCar-Series endgültig auf die Zielgerade ihrer Saison ein. Nach dem Rennen in Portland stehen nur noch die Ovalrennen auf der Milwaukee Mile und dem Nashville Superspeedway auf dem Programm.
Alex Palou hat 121 Punkte Vorsprung auf Pato O’Ward in der Meisterschaft. Das bedeutet, dass er einfach direkt hinter O’Ward ins Ziel kommen muss, um seine vierte Meisterschaft bereits in Portland zu gewinnen. Mit vier Titeln stünde Palou dann auf einer Stufe mit Mario Andretti, Sébastien Bourdais und Dario Franchitti. Nur A. J. Foyt (7 Titel) und Scott Dixon (6 Titel) wären dann noch vor ihm. Mit aktuell acht Saisonsiegen hat Palou aber noch einen weiteren Rekord im Blick. A. J. Foyt gewann 1964 zehn Rennen. Das gelang auch Al Unser im Jahr 1970, und nur Mario Andretti kam ihnen mit neun Siegen im Jahr 1969 noch nahe. Die Siegquote von 77 % (zehn von 13 Rennen), die Foyt damals erreichte, wird aber wahrscheinlich für alle Ewigkeit ungeschlagen bleiben.
Eine größere Neuigkeit war jedoch letzte Woche, dass die Fox Corporation, Muttergesellschaft der FOX-Fernsehsender, ein Drittel der Anteile von Penske Entertainment erworben hat. Unter Penske Entertainment sind die IndyCar-Series, der Indianapolis Motor Speedway und die Grand Prix of Long Beach und Detroit in der Penske Corporation zusammengefasst. Damit sind FOX und die IndyCar-Series auf unbestimmte Zeit aneinandergebunden. Den großen Worten („This partnership is built on long-standing trust and a shared vision for the future“, „We’re thrilled to join the INDYCAR ownership group at such a pivotal time for the sport“) müssen jetzt auch Taten folgen. Die IndyCar-Series hat einige Baustellen, die angegangen werden müssen:
– Neues Auto
– Motorenpartner
– Events außerhalb der USA
– Ovalrennen
– Kalenderstruktur
Das sind allerdings Themen für die Winterpause, also die NFL-Saison. Jetzt steht erst einmal das Rennen in Portland an. Im Vorjahr gewann Will Power. Eine Wiederholung wird jedoch sehr schwer. Die Penske-Chevrolet sind auf den Rundkursen in diesem Jahr kaum konkurrenzfähig. Platz zwei ging an Alex Palou, der in diesem Jahr natürlich der Topfavorit ist. Mit Blick auf den Foyt-Rekord und der fast sicheren Meisterschaft wird er auch nicht konservativ auf Ankommen fahren. Der einzige Fahrer, der Palou in diesem Jahr auf einem Rundkurs schlagen konnte, war Scott Dixon in Mid-Ohio. Allerdings muss man sagen, dass Alex Palou den Sieg durch zwei Fahrfehler selbst weggegeben hat. Eigentlich hätte er auch dort gemütlich zum Sieg cruisen können.
Strecke
Der Portland International Raceway liegt in einem Park südlich des Columbia River. Er entstand aus einem Stadtviertel, das 1948 durch eine Flut zerstört wurde. Die verlassenen Straßen wurden anschließend für Rennen genutzt. Die heutige Strecke ist 1.967 mi (3,17 km) lang und hat 13 Kurven. Die Start- und Zielgerade mündet in eine langsame Rechts-Links-Rechts-Schikane. Trotz der Möglichkeit zum Kontern und der damit verbundenen erhöhten Unfallgefahr ist dies die beste Überholpassage der Strecke. Nach einer kurzen Geraden folgen zwei Rechtskurven mit insgesamt 220 Grad, die immer enger werden. Das weitere Infield besteht aus einer Links- und einer engeren Rechtskurve. Die längste Vollgasphase mit einer schnellen Links- und einer langen Rechtskurve (Kurve 8) mündet in eine mittelschnelle Links-Rechts-Passage. Eine enge Rechtskurve führt zurück auf die Start- und Zielgerade. Mit einer geschickten Linienwahl kann man sich hier bereits in eine gute Angriffsposition für die erste Schikane bringen.
Zeitplan (eastern time/MESZ)
Freitag, 08. August
5:30 p.m. (23:30) – NTT IndyCar Series practice #1
Samstag, 09. August
12:00 p.m. (18:00) – NTT IndyCar Series practice #2
2:30 p.m. (20:30) – Qualifying for the NTT P1 Award
8:30 p.m. (02:30) – NTT IndyCar Series final practice
Sonntag, 10. August
3:00 – 6:00 p.m. (21:00 – 0:00) – Race Broadcast Windows FOX
3:22 p.m. (21:22) – Grand Prix of Portland (110 laps/216.04 miles), FOX, Sky (live)
