Eine neue Lackierung und ein komplett neues Chassis. Das auf den Fotos einen nicht sehr aufregenden Eindruck hinterlässt.
Dass Mercedes Abschied vom Zero-Pod Konzept nehmen würde, war seit letztem Jahr klar. Und alle anderen Teams auch, scheint sich Mercedes auf den aerodynamischen Weg begeben zu haben, den Red Bull mit dem RB18/19 vorgegeben hat. Wobei man sagen muss, dass das gezeigte Auto etwas einfach wirkt. Es gibt keinerlei Dinge, die irgendwie herausstechen. Weder an der Front noch bei den Lufteinlässen, den Seitenkästen oder im Heckbereich.
Die Vermutung liegt nahe, dass das hier mal wieder nur ein Teil des Autos ist, was man in Bahrain auf der Strecke sehen wird. Auffallend ist, dass Mercedes weiter bei der Pushrod-Aufhängung vorn geblieben ist. Aston, McLaren, Red Bull haben eine Pullrod. Aber auch Ferrari ist der Pushrod-Variante treu geblieben. Die hat den Vorteil, dass man etwas mehr Spielraum bei der Abstimmung hat, was sich vor allem beim Reifenverschleiß als Vorteil herausstellen kann. Allerdings bringt die Pullrod-Variante einen besseren Luftfluss zu den Lufteinlässen an der Seite und zum T-Tray vor dem Unterboden.
Die Lufteinlässe an den Seitenkästen sind nicht so ausgeprägt, wie das beim Aston Martin der Fall ist. Statt eine Lippe vor dem Einlass zu haben, verzichtet Mercedes, zumindest beim gezeigten Auto, auf eine breite Lippe, hat den unteren Bereich aber etwas nach vorn gezogen. Die Seitenkästen selbst sind ähnlich wie bei allen anderen Teams vorn relativ dünn ausgebaut und stark eingezogen. Auch Mercedes hat jetzt die Rutsche implementiert, allerdings geben die Bilder keinen Einblick, wie sie Richtung des Hecks ausgestaltet sind. Man hat auch darauf verzichtet, Bilder vom hinteren Drittel des Autos zu zeigen.
Wir wissen von Aston Martin, dass Mercedes dieses Jahr den Motor, das Getriebe und die damit die hintere Aufhängung komplett verändert hat. Was das dann am Ende bringen wird, ist schwer zu sagen. Aber Mercedes hat, nachdem man im letzten Jahr die Entwicklung am W14 frühzeitig beendet hatte, viel Zeit in den W15 investiert. Ich wäre sehr überrascht, wenn vor allem der Bereich der Barge Boards, der Seitenkästen, des Unterbodens und des Heckflügels das Auto nicht noch massive Veränderungen sieht. Aber das Chassis macht durchaus einen eleganten Eindruck, vor allem mit der zweifarbigen Lackierung. Das ist doch schon mal was.
Bilder: Daimler AG / Mercedes F1






1 Kommentare
[…] ist der nach hinten abfallende Lauf der der Motorabdeckung unterhalb der Lufthutze über dem Fahrer. Mercedes und Aston haben sich hier für eine gerade Variante entschieden, die auch eine höhere Schulter […]
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