Home Formel EinsF1Formel Eins: Saisonrückblick 2021 – Alfa Romeo

Formel Eins: Saisonrückblick 2021 – Alfa Romeo

von DonDahlmann
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Das war keine gute Saison für Alfa Romeo. An den Fahrern lag es aber nicht.

Dreizehn Punkte sind eigentlich keine schlechte Ausbeute für ein kleines Team am Ende einer Saison. Vor allem, wenn es fünf Punkte mehr als im letzten Jahr sind und dies in einem Jahr, in dem McLaren und Alpine erwartungsgemäß stärker sind. Man darf nicht vergessen, wer sich da um die Punkte prügelt. Mit Red Bull, Mercedes, Ferrari und McLaren sind die ersten acht Plätze normalerweise schon belegt. Es bleiben dann zwei, um die sich Aston Martin, Alpha Tauri und normalerweise auch Alfa Romeo bewerben. Da ist jeder Punkt ein Sieg. Also sind 13 Punkte schon nicht schlecht.

Aber dennoch hatte ich Alfa zu Beginn der Saison etwas stärker eingeschätzt. Immerhin bekommt man von Ferrari viel Unterstützung und es war auch klar, dass der Motor dieses Jahr besser sein würde. Auch das Chassis war deutlich besser. Während es im letzten Jahr insgesamt Probleme verursachte, war das Auto dieses Jahr auf allen Strecken relativ ausgeglichen, wenn auch schwer abzustimmen. Dass man als relativ kleines Team nicht die Ressourcen hatte, das Chassis weiterzuentwickeln, hat sicher ebenfalls zu den Leistungen geführt, die man hatte. Zwar verbessert, aber nicht gut genug, um regelmäßig in die Punkte zu kommen. Von daher war es irgendwie ein verlorenes Jahr auf der Strecke für Alfa Romeo/Sauber.

Ein Übergangsjahr, könnte man sagen, wenn man es positiv formulieren will. Frederic Vasseur hat im Laufe des Jahres mehrfach angedeutet, dass man 2021 genutzt habe, um die internen Strukturen zu verbessern und den Windtunnel auf den neusten Stand zu bringen. Wie viele Teams scheint man sich komplett auf den Neustart der Formel Eins im nächsten Jahr zu konzentrieren.

 

Aber Alfa Romeo muss sich auch mit Alpha Tauri vergleichen lassen. Hier ist die technische Unterstützung von Red Bull zwar deutlich größer, aber Budget nicht. Auch AT hat seit dem Sommer keine Updates mehr gebracht, aber ein halt ein besseres Chassis. Und hier muss sich die Design-Abteilung von Alfa/Sauber dann einige Fragen gefallen lassen. Zudem wirft es die Frage auf, wie das Auto im nächsten Jahr wird. Im Moment bin ich von der Arbeit von Vasseur und seiner Mannschaft nicht überzeugt.

Zu den Fahrern fällt mir nicht viel ein. Ich war nie ein großer Fan von Giovinazzi, auch wenn er mich in diesem Jahr einige Male positiv überrascht hat. Aber das es ihm nie gelungen ist, den über 40-jährigen Hobby-Rennfahrer Kimi Räikkönen zu schlagen, sagt dann vielleicht schon alles. Es ist schade, dass es im Moment keinen italienischen Fahrer mehr in der Formel Eins gibt, aber Giovinazzi war auch kein guter Vertreter für den italienischen Motorsport.

Kimi hat das gemacht, was er immer gemacht hat. Er hat den Löwenanteil der Punkte eingesammelt (10) und er zeigte des Öfteren seine Klasse auf der Strecke. Wie üblich merkte man es auch, wenn er keine Lust mehr hatte. So bald die Strategie nicht nach seinem Sinn war oder weit zurückfiel, blieb er meist da auch hängen. Da kann man ihm auch keinen Vorwurf machen. Dass er nun die F1 verlässt ist die richtige Entscheidung, auch wenn es natürlich traurig ist eine Figur wie ihn zu verlieren.

Bilder: Alfa Romeo

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