Der gestrige Testtag brachte wenig neue Erkenntnisse. Bei McLaren gab es immerhin mal so etwas wie einen kleinen Hoffnungsschimmer bei der Rundenzeiten.

Stoffel Vandoorne kam mit den Ultrasoft auf eine 1.21.348 min. Das ist zwar immer noch mindestens 2,3 Sekunden von Ferrari und Mercedes entfernt, aber um auch mal etwas Postives zu sagen: Es war die schnellste Zeit des MCL32 während der gesamten Testtage. Dennoch bleibt das Team in einer tiefen Krise. An die Zeiten der starken Mittelfeldteams kommt man nicht heran und gleichzeitig bleibt der Honda-Motor eine Katastrophe. Permanent bleibt der Wagen stehen, Honda gibt “elektrische Probleme” zu Protokoll. Was darauf hindeutet, dass man Probleme mit dem Hybrid-Antrieb hat. Mal abgesehen vom falsch konstruierten Öltank, Alonso nannte das einen “Schuljungenfehler”, stimmt also auch irgendetwas mit dem Akku und der Energiegewinnung nicht. Dass das alles eine Baustelle ist, muss man nicht weiter erwähnen. Und dass Honda die Probleme bis Australien in den Griff bekommt, ist eher unwahrscheinlich. Überhaupt wäre es schon eine kleine Sensation, wenn McLaren die Renndistanz schafft. Das ist ihnen in den zwei Wochen in Barcelona nie gelungen.

Beim Rest des Feldes kann man nach dem dritten Tag nicht viel sagen. Es bleibt bei den Einschätzungen, die wir in den letzten Tagen immer wieder beschrieben haben. Eine detaillierte Analyse der letzten Testwoche folgt am Wochenende.

Bilder: Daimler AG, Ferrari, Red Bull Mediahouse/Getty Images, Force India, McLaren F1, Sauber F1, Renault Sport, HaasF1, Williams F1