Renault hat heute den R.S. 17 vorgestellt. Das Auto, mit dem man in der WM einen großen Schritt nach vorne machen will. Das Design ist aber überraschend konservativ.

Der R.S. 17 ist das erste Auto, das Renault in Eigenregie hergestellt hat. Im letzten Jahr musste man ja mit dem zunächst kaum überarbeiteten 2015er Lotus unterwegs sein. Der erste “richtige” Renault ist ein komplett neues Auto, bietet aber wenig Überraschungen, was das Design angeht. Zumindest ausgehend von den Bildern. Die Nase erinnert an den Williams und den neuen Sauber, ebenfalls vorne findet sich der S-Duct, der auf den ersten Blick relativ klein ausgefallen ist. Die ersten seitlichen Boards sind etwas wilder gestaltet als bei den bisher zu sehenden Fahrzeugen, hier kann man davon ausgehen, dass man zumindest die Boards sieht, die man auch später in Australien einsetzen wird.

Die Seitenkästen sind sehr schmal geraten, dafür hat man einen breiteren Lufteinlass über dem Cockpit, was eine interessante Lösung darstellt. In der seitlichen Draufsicht erkennt man aber auch die Probleme mit den 17er Auto. Die Unterböden sind zwar auf zwei Meter gewachsen, nicht aber die Seitenkästen. Es ist sieht etwas merkwürdig aus, so als ob man ein viel zu kleines Auto auf einen großen Unterboden gesetzt hat. Hier hat die FIA einfach bei den Regeln geschlafen. Statt einen Abschluss der Seitenkästen mit dem Unterboden an der breitesten Stelle der Seitenkästen zu fordern (wie man es beim Frontflügel gemacht hat), hat man hier den Ingenieuren freie Hand gelassen. Die wollen aber aus Sicht der Aerodynamik ein möglichst schmales Auto. Ergo werden alle Autos so aussehen.

Vom Heck des Autos gibt es natürlich keine Aufnahmen. Das wichtigste Stück am Heck wird der breitere Diffusor sein. Hier werden die Teams vermutlich alle erst in Australien zeigen, was ihnen dazu eingefallen ist.

Fotos: Renault