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WTCC: Rückschau Slovakiaring & Vorschau Ungarn 2012

von Chaos
1 Kommentare 5 minutes read

Nachdem doch überraschendem Wochenende auf dem Slovakiaring fährt die WTCC dieses Wochenende auf dem Hungaroring in Ungarn . Doch zunächst ein kurzer Rückblick:

Es war schon ein leicht kurioses Wochenende in der  Slowakei, speziell weil man nach Marrakesch auch dort eine Chevroletdominanz erwarten konnte. Davon war aber im Qualifying und in Rennen 1 wenig zu sehen. Dieses gewann nämlich Gabriele Tarquini im Seat, der auch allgemein eine sehr starke Saison fährt. Dahinter kam fast schon sensationell Dudukalo ins Ziel, der auch schon von Platz 2 gestartet war. Für die Chevrolet Jungs lief es hingegen gar nicht gut. Während Menü sich noch einen dritten Platz erkämpfen konnte, fiel Rob Huff nach Berührungen mit Aufhängungsschaden 3 Runden vor Rennende aus, während Speerspitze Müller nach dem er Polesitter Michelisz umgedreht hatte völlig zurecht mit einer Durchfahrtsstrafe belegt wurde und nur 10. wurde.

Spannend zu sehen war, dass Menu sich nie entscheidend an die Führenden herankämpfen konnte. Tarquini war darüber genauso verwundert wie ich, denn die Strecke sollte dem Chevrolet eigentlich entgegenkommen . Es liegt natürlich der Schluss nahe, dass Chevrolet sich dieses Wochenende nach den desaströsen Rennen in Marrakesch oder wie sie es nannten „das beste Chevrolet Wochenende in der WTCC aller Zeiten“ künstlich etwas eingebremst hat. Einige Fahrer äußerten nachdem Rennen recht deutlich den Verdacht, dass die „großen Blauen“ bei Weitem nicht ihre ganze Motorleistung genutzt haben.

Für die BMW-Speerspitze lief es hingegen weniger gut. Tom Coronel schickte wohl Abseits der Kameras Franz Engstler in einen Dreher, der daraufhin mit seinem Teamkollegen Ng kollidierte, welcher deswegen im zweiten Rennen nicht mehr starten konnte . Die Kollision zwischen Engstler und Coronel wurde von der Rennleitung als „avoidable contact“ gewertet und Coronel bekam deswegen nachträglich noch eine 30 Sekunden Zeitstrafe welche ihn auf Platz 14 zurück warf. Allgemein war BMW etwas stärler als erwartet: überraschende Pole durch Michelisz (man erinnere sich an die 40kg Zusatzgewicht der BMW) Cerqui und d“Aste auf den Plätzen 4 und 5 und Michelisz auf 6 sind schon ein Ausrufezeichen . Gabor Weber kam beim „halben Heimspiel“ auf Platz 9.

Auf Seatseite sind positiv noch O’Young auf 7 und besonders Boardman auf 8 herauszuheben, der ja den alten Motor fährt.  Ein schlechtes Rennen erwischten die Ford. Man hatte es endlich geschafft , dass Auto regelkonform zu bauen, indem man einfach die Straßenaufhängung einbaute. Doch dann flog das Fahrzeug von Nash nach dem Qualifying auf Platz 4 liegend durch die technische Kontrolle. Im ersten Rennen schieden beide Piloten sehr schnell nach Unfällen aus, der Wagen von Nash war sogar so stark beschädigt, dass an eine Teilnahme im 2. Rennen nicht zu denken war. Das Wochenende sollte für die Fordtruppe jedoch in Rennen 2 wenigstens einen Tick besser werden.

In Rennen 2 bot sich dann schnell das alte Bild. Huff und Muller kämpften sich schnell an die Spitze und ließen sich auch von da nicht mehr verdrängen. Nicht so gut lief es allerdings für Alain Menu, der ausschied. Gabriele Tarquini wurde starker Dritter und war das einzige Fahrzeug im zweiten Rennen, dass den beiden führenden Chevrolets auf den Fersen bleiben konnte.  Er bildet ganz klar im Moment mit Pepe Oriola die Speerspitze der Seat Fraktion. Oriola schied zwar im ersten Rennen aus, wurde im zweiten aber immerhin 5.

Tom Coronel schaffte es sich einen 4. Platz zu erkämpfen, während Markenkollege und Polesitter aus Lauf 1 Michelisz sich den 6. Platz sicherte. Auf Platz 7 und 8 kamen Bennani und Cerqui ins Ziel, dahinter wurde O’Young starker 9. Für den verbliebenden Ford von Tom Chilton fand das Wochenende immerhin ein halbwegs versöhnliches Ende, er wurde 10.

In der Meisterschaft führt nach den beiden Läufen in Ungarn Yvan Muller mit 149 Punkten vor seinen Markenkollegen Huff mit 122 und Alain Menu mit 121 Punkten. Dahinter liegt Tom Coronel mit 89 Punkten knapp vor Tarquini mit 87 Punkten. Bei den Privatfahrern liegt Oriola (62 Punkte) vor d’Aste mit 53 und Michelisz mit 47 Punkten. Dahinter liegen Engstler mit 35 und Cerqui mit 25 Punkten.

Doch die Fahrer und Teams können sich schon dieses Wochenende wieder beweisen, denn die WTCC besucht den Hungaroring. 2 Rennwochenenden hintereinander haben in der WTCC dann doch eher Seltenheitswert. Die Strecke an sich sollte hinlänglich unter anderem aus der Formel 1 bekannt sein .

Die Entrylist fördert 2 interessante Dinge zu Tage. Einerseits steht Isaac Tutumlu nicht mehr drauf. Dieser hat sich von seinem Team Proteam Racing getrennt und kehrt zurück in den Porsche Super Cup, wo er für sein ehemaliges Team Attempto Racing antreten wird.  Der Grund ist wohl, dass Proteam Racing den in Marrakesch zerstörten BMW auch bis zum Rennen in Ungarn nicht wieder aufbauen kann.

Andererseits ist es die Rückkehr von Lada mit dem Granta Sport. Fahrer ist wie auch schon 2009 James Thompson. Der Lada Granta Sport ist ein neues Fahrzeug, man möchte hier Entwicklungsarbeit für einen eventuell größer angelegten Werkseinsatz 2013 leisten. Damit das auch möglichst gut funktioniert, hat man sich Hilfe aus Frankreich vom Orecateam geholt, die das Auto mitentwickelt haben und mitbetreuen. Auch wenn ein Rollout diese Woche in Magny-Cours wohl reibungslos verlief, kann man sich natürlich vom ersten Rennwochenende eines neuen Fahrzeugs nie so viel erwarten.

Dies liegt auch wieder an den Gewichten. BMW und Chevrolet bleiben unverändert bei +40 kg, aber auch die Fahrzeuge mit dem neuen Seatmotor kriegen dank des guten Wochenendes jetzt +40 kg mit auf Reise. Die Fords werden ebenfalls 10 kg schwerer, dürfen aber insgesamt immer noch 10 kg rausnehmen, während Lada gleich mal dank Reglement 40 kg drauf bekommt, als Willkommensgeschenk sozusagen. Trotz des eher schwachen Wochenendes in der Slovakei ist es fast sicher, dass Chevrolet speziell bei dieser Gewichtsverteilung dieses Wochenende in Ungarn mit 2 Siegen zurückschlagen wird.

Das Qualifying gibt es am Samstag um 14.00 Uhr live auf Eurosport 2, die beiden Rennen am Sonntag um 11.00 und um 14.15 Uhr live auf Eurosport.

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1 Kommentare

basic-groove 4 Mai, 2012 - 19:58

ich freu mich auf lada und vorallen das thompson wieder zurück ist. er ist ein verdammt guter fahrer und das er den lada an seine leistungsgrenze bringt hat er ja damals gut bewiesen zum schluss.

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