Die Entscheidungen sind zumindest an der Spitze gefallen. Aber im Mittelfeld tobt weiter ein spannender Kampf.
KORREKTUR: AM KOMMENDEN WOCHENENDE WIRD DER NORMALE KURS GEFAHREN.
Der letzte Triple Header der Saison steht auf dem Programm. Die Formel Eins fährt an den beiden folgenden Wochenenden in Bahrain bevor es nach Abu Dhabi geht. Damit die Sache nicht völlig langweilig wird, hat man sich für das erste Rennen dazu entschieden, eine neue Variante in Bahrain zu fahren. Am kommenden Wochenende fährt man den die äußere Variante anstatt des normalen GP-Kurs. Die ist sehr kurz und besteht im Grunde aus dreieinhalb Geraden plus ein paar Kurven auf der Kurzanbindung. Und die sieht so aus:
Nach unseren Informationen wurde auf dieser Variante des Kurses noch nie ein Rennen ausgetragen. Was die Frage aufwirft, wie viel Grip eigentlich auf der dem kurzen Verbindungsstück zur Verfügung steht. Viel wird man zwar nicht benötigen, weil die vier Kurven eher langsam sind, aber wie man in der Türkei gesehen hat, kann wenig Grip zu leichten Problemen führen. Eine andere Frage ist, in welchen Zustand der Asphalt ist. Zwar werden die Veranstalter das vorher geprüft haben, aber Unsicherheiten gibt es ja dennoch.
Sicher ist, dass diese Variante sehr schnell sein wird und damit wird man sehr viel Leistung benötigen. Das sind gute Nachrichten für Mercedes, die ihre Siegesserie unter normalen Umständen hier fortsetzen sollten. Dahinter dürfte sich Red Bull einsortieren, auch wenn deren Formkurve in den letzten Rennen eher nach unten zeigte.
Spannend wird es in jedem Fall im Mittelfeld, denn da geht noch um die B-Weltmeisterschaft und um Platz Drei.
Racing Point 154
McLaren 149
Renault 136
Ferrari 130
An guten Wochenenden sammeln die Mittelfeld-Teams circa 20 Punkte ein. Da ist also noch Luft für alle vier Teams, denn es kommt vor, dass ein Team auch mal keine Punkte sammelt. Die Chancen für RP oder McLaren stehen aber gut, Ferrari hat eher nur Außenseiterchancen die verkorkste Saison noch zu retten. Der Kampf dürfte aber um jeden Punkt gehen und damit für Abwechslung sorgen.
Wer auf dem eher einfachen, aber schnellen Kurs am Wochenende die besten Karten haben wird, ist schwer zu sagen. Viel spricht für McLaren, die insgesamt das beste Paket im Mittelfeld zu haben scheinen. Die Racing Point sind schnell, aber auch erstaunlich wechselhaft in der Leistung. Dies gilt auch für die Renault. Von daher scheinen die McLaren, auch wegen der sehr ausgewogenen Fahrerpaarung, einen leichten Vorteil zu haben.
Die Alpha Tauri werden versuchen die Teams vor ihnen zu ärgern, was angesichts des schnellen Kurses durchaus gelingen kann. Immerhin hat Pierre Gasly ja in Monza gewonnen. Der Rest des Feldes wird hinterherfahren.
Strategie:
Pirelli bringt C2, C3 und C4 nach Bahrain. Für beide Rennen. Warum angesichts des Kurses nicht auf die weichere Variante gesetzt hat, verstehe ich nicht so ganz. Auch wenn der Kurs die Reifen fordert, es hätte zumindest ein wenig Abwechslung in die Strategie gebracht. Mehr als ein Stopp sollte daher nicht erfolgen, was die Strategie dann wie üblich auf die Frage reduziert, wie lange die C4 halten werden. Wer mit den C3 startet, wird einen langen ersten Stint fahren können. Möglich sind auch ein kurzer Stint und ein langer Overcut mit den C2.
Überraschungen beim Wetter gibt es nicht. 28 Grad und Sonne sind angesagt. Regen ist nicht in Sicht. Die Startzeit ist diese Woche wie gewohnt 15.10 Uhr, sodass das Rennen in Bahrain in der Dunkelheit stattfinden wird.
Bilder: Pirelli, McLaren, Racing Point


3 Kommentare
Kleine Korrektur, dieses Wochenende wird die normale GP Variante gefahren, nächste Woche der Outer Circuit.
Hoppala, danke für den Hinweis.
[…] Weiter geht es am kommenden Wochenende, wieder in Bahrain. Die Vorschau dafür hatte ich schon letzte Woche geschrieben. […]
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