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Formel Eins: Neuer Ferrari SF71H

von DonDahlmann
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Der neue Ferrari SF71H ist eine komplette Neukonstruktion. Auch wenn man das auf den ersten Blick nicht sieht.

Wie bei Mercedes und deren W09 ist auch der SF71H eine Evolution des letztjährigen Modells. Allerdings hat Ferrari einiges verändert. Zum einen hat man, etwas überraschend, den Radstand verlängert. Ausschlaggebend dafür war wohl das Rennen in Silverstone, als man von Mercedes deutlich geschlagen wurde. Zwar hatte der Ferrari SF70H diverse Vorteile auf anderen Strecken, aber gerade auf den Hochgeschwindigkeitskursen sah man gegen Mercedes oft schlecht aus. Dafür nimmt man nun in Kauf, dass man den Vorteil auf den langsamen Strecken verlieren wird. Da aber sowohl Mercedes, als auch Red Bull ebenfalls auf den langen Radstand setzen, dürfte sich das wieder einpendeln.

Der neue Radstand bedeutet auch, dass man die Aufhängungspunkte neu setzen musste. Es ist auf den Bildern nicht sonderlich zu gut zu erkennen, aber offenbar hat man wie Mercedes die Punkte der Querlenker etwas höher gesetzt. Auch das Heck ist dementsprechend in Sachen Aufhängung komplett neu, da zeigt Ferrari aber keine Bilder. Auch die bisher gezeigten Wagen von Haas und Sauber, die ja Motor und Getriebe von Ferrari bekommen, halten sich da zurück. Offenbar handelt es sich hier um eine völlige Neukonstruktion.

Völlig neu ist auch die Front des Autos. Und da Ferrari sich von McLaren inspirieren lassen. Die hatten im letzten Jahr zwar den schlechtesten Motor, aber viele Experten meinten, dass McLaren dafür das beste Chassis hatte. Vor allem die Luftführung um den Frontflügel ist mehr oder weniger die Variante, die McLaren im letzten Jahr gefahren ist. Vorteil der nach vorne verlagerten Aufhängung des Frontflügels: man bekommt mehr Luft unter das Auto. Das bedeutet für Ferrari aber auch, dass man die gesamte Luftführung unter der Nase neu gestalten musste.

Ebenfalls neu sind die Seitenkästen, die noch mal geschrumpft sind. Dies gelang dank der kompletten Neuentwicklung des Ferrari-Motors. Da man die Lage der Kühler verändert hat, konnte man die Lufteinlässe der Seitenkästen verkleinern und die Seitenkästen noch weiter einziehen. Ein Trend, den Mercedes und Ferrari gemeinsam haben. Schon beim Sauber und beim Williams fiel auf, wie scharf der Undercut nun ausfällt. Beim Mercedes W09 und beim Ferrari setzt sich dieser Trend fort. Die Bauweise der Motoren ist mittlerweile so kompakt, dass die Seitenkästen fast völlig verschwinden.

Eine Revolution ist der Ferrari SF71H also auch nicht, aber die Änderungen an der Aero sind teilweise drastisch ausgefallen. Wenn es Ferrari gelungen ist, die Schwachstellen des letzten Jahres zu beseitigen, dann kann man sich schon jetzt auf eine spannende Saison freuen.

Bilder: Ferrari

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