Die FIA WEC startet an diesem Wochenende zum letzten Male in Austin, einer zwar schönen Strecke, aber einem Rennen, welches von Anbeginn nicht unbedingt eines WM-Rennenswürdig war, was die Resonanz angeht.

TOYOTA GAZOO RACING / Stephane Sarrazin (FRA) – WEC 6 Hours of Austin – Circuit of the America – Austin – United States of America

#7 TOYOTA GAZOO RACING / JPN / Toyota TS050 – Hybrid – Hybrid – WEC 6 Hours of Circuit of the Americas – Circuit of the Americas – Austin – United States of America

#37 JACKIE CHAN DC RACING / CHN / Oreca 07 – Gibson – WEC 6 Hours of Circuit of the Americas – Circuit of the Americas – Austin – United States of America

#92 PORSCHE GT TEAM / DEU / Porsche 911 RSR – WEC 6 Hours of Circuit of the Americas – Circuit of the Americas – Austin – United States of America
In Sachen Zukunft sieht die GTE-Pro sehr gut aus, im Gegensatz zur LMP1. Der neue Aston Martin GTE wurde mitsamt eines V8-Turbomotors bereits in Donnington beim Testen gesehen und BMW hat den M8 GTE auf der IAA vorgestellt. Letzterer verfügt über einen 4,0 L V8 mit Biturbo, welcher auf dem bekannten S63 aus dem M5 oder M6 aufbaut.
Bei diesem Auto hatte man auch den Vorteil, im Gegensatz zum M6 GT3, dass man hier mit einem Modell arbeiten konnte, welches (M8) vermutlich erst Ende 2018 oder Anfang 2019 auf den Markt kommen wird. Insofern konnte man Teile der Serienentwicklung parallel zur Entwicklung des Rennfahrzeuges laufen lassen, um hier ein möglichst gutes und kompromissloses Fahrzeug an den Start zu bringen. Dies sieht man unter anderem an der durchgehenden Verwendung von Dreiecksquerlenkern vorne und hinten, welche z.B. der M6 GT3 so nicht hat. Auf den Bildern fallen ein paar Dinge auf: Die Heckpartie wird sehr stark von einem großen CFK-Verbund dominiert, welche auch den Diffusor beherbergt und der Auspuff ist bislang nur einseitig zu sehen, dafür aber mit zwei Rohren auf der Beifahrerseite – im Gegensatz zum GT3 direkt vor den Hinterrädern. Die Cut Outs hinter den Vorderrädern sind im Vergleich zum GT3 dafür deutlich geringer. Auf den ersten Blick wurde die Aero also hauptsächlich auf Le Mans hin optimiert, um mit möglichst wenig Luftwiderstand fahren zu können. Die Heckflügelhalterung wurde so direkt vom M4 DTM übernommen und selbst die Außenspiegel sind aerodynamisch geformt, um gerade für Le Mans möglichst wenig Luftwiderstand zu bieten.
Die Teilnahme dieser Fahrzeuge ist somit sicher und damit wäre die Corvette C7R das dienstälteste Auto in der Klasse bzw. in Le Mans. Es wird eh spannend zu sehen sein, inwieweit der ACO zu seiner Aussage stehen wird, dass man nur einen sicheren Startplatz in Le Mans hat, wenn man für die gesamte WEC-Saison meldet. Dies war ein klarer Fingerzeig in Richtung Corvette, denn bereits 2017 wollte man Corvette damit in die WEC drücken, aber die Aussage eines Teamverantwortlichen lies damals schon tief blicken: „Im Moment brauchen die uns 2017 mehr als wir sie.“ Und letztlich musste der ACO Corvette auch ohne WEC-Nennung zulassen, da man kaum andere Starter hatte vorweisen können. 2019 wird wohl ebenfalls eine Mittelmotor-Corvette mit Turbo an den Start gehen. Die letzte Frage, die sich noch für 2018 stellt, ist die Frage, ob Ford sein Evo-Kit baut und homologieren lässt oder ob man das fertig entwickelte Paket bei Multimatic in den Schubladen lässt, ebenso wie die Tatsache, dass es diverse Anfragen für einen Einsatz in der Am gibt.

#95 ASTON MARTIN RACING / GBR / Aston Martin Vantage – WEC 6 Hours of Circuit of the Americas – Circuit of the Americas – Austin – United States of America WEC 6 Hours of Circuit of the Americas – Circuit of the Americas – Austin – United States of America
Dafür hat sich in Sachen Kalender noch etwas getan: Der Termin im Februar ist rausgeflogen und dafür wird im August ein Rennen über sechs Stunden in Silverstone stattfinden. Dazu hat man die Rennen in Fuji und Shanghai um eine Woche nach hinten verschoben, um eine Kollision mit dem Petit Le Mans zu verhindern. Es bleibt also spannend, wie es mit der WEC weitergeht. Das Rennen startet um Mitternacht von Samstag auf Sonntag, während das Zeittraining um kurz nach 22:00 Uhr am Freitag beginnt.











