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ADAC GT Masters: Vorschau Sachsenring 2013

von Max Albrecht
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Die ADAC GT Masters gastiert erneut am Sachsenring, bevor es in eine zweimonatige Pause geht. Dabei wird das Starterfeld von einigen Gaststartern aufgefüllt und weist eine ähnliche Fülle wie in Spa auf. Motorsports / ADAC GT Masters Spa Das Rennen am Sachsenring könnte allerdings auch schon der Abschied für das einzige verbleibende Lamborghini-Team rhino’s Leipert Motorsport sein, da man mit der aktuellen BoP und den von Yokohama gelieferten Reifen gar nicht zufrieden ist. Offiziell dürften beide Seiten an einem Kompromiss interessiert sein, allerdings hat der ADAC die 60kg Zusatzgewicht im Wagen gelassen. Sicherlich rechnet man bei Leipert Motorsport wegen (Amateur)Besetzungen nicht mit Podestplätzen, allerdings war es erstaunlich, dass man es selbst mit der Unterstützung von Reiter Motorsport und dem Fahrerduo Frank Schmickler und Peter Kox nur Platz 10 holen konnte. Ein Schritt weiter ist man schon bei der BoP für die Audi R8 LMS, so darf man immerhin 10kg rausnehmen und bekommt einen 10% größeren Restrictor. Mit dieser Konfiguration sollte man wieder Chancen aufs Podium haben.

Bevor es allerdings zu den Siegestipps geht, gibt es erstmal die Streckenvorschau, die ich von dem Kollegen Flo übernehme.

Eine Strecke, die zwar den Fans von Motorradsport sehr wohl bekannt ist, immerhin ist sie der Schauplatz des deutschen Laufes zur Motorradweltmeisterschaft, den Anhängern von Vehikeln mit vier Rädern aber wohl eher unbekannt sein dürfte, denn weder GT1/3, noch BES oder WTCC oder gar die DTM fahren auf dieser Strecke ihre Rennen aus. Lediglich das GT Masters tut dies und erhielt dabei letztes Jahr Unterstützung in Form der GT1-WM, was doch sehr schade ist, denn immerhin kann die Strecke auf eine über 100 jährige Historie verweisen. So wurden schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts dort die ersten Motorradrennen ausgetragen und seit 1961 werden dort die Läufe zur Weltmeisterschaft ausgetragen.

Damals aber noch auf einem gänzlich anderen Kurs, wie man hier schön sehen kann. 1996 wurde der Kurs dann aber komplett um bzw. neugebaut, denn obwohl die Rennstrecke damals sehr anspruchsvoll und schön gelegen galt, war sie sehr gefährlich: Alleine zwischen 1985 und 1990 starben vier Piloten auf ihrem Motorrad und zwei Piloten eines Autorennens. Zu viel, sodass ab 1990 praktisch kaum noch Rennen ausgetragen wurden und die Strecke umgebaut werden musste. Dabei entstand die jetzige Start- und Zielgerade sowie das bis heute sehr charakteristische „Omega“ sowie die langsame Kuve 1 und die dem „Omega“ folgende ellenlange 180 Grad Linkskurve, genannt Stern Quelle. Darauf folgt dann sehr schnell eine weitere, aber schnellere 90 Grad Linkskurve, welche dann in ein kurze Gerade und eine weitere, flotte 90 Grad Kurve nach link mündet. Bis 1999 folgte nun eine Links-Rechts-Links Kombination, welche von zwei schnellen Knicken, einer kurzen Gerade und zwei 90 Grad Kehren anschloss. Danach bog man auf die vorletzte Gerade, wobei eine sehr schnelle Rechts-Links-Kombination zurück auf Start-Ziel führte.

Seit 2001 wurde dies aber geändert und nun fährt man zwar immer noch den schon oben beschriebenen Teil der Strecke, jedoch folgt nun auf die sehr schnelle Rechtskurve eine weitere sehr schnelle Rechtskurve. Danach folgt der bekannte leichte Knick nach Links, welcher in die Gegengerade mündet, welche steil bergab läuft und die Fahrzeuge auf eine ansehnliche Höchstgeschwindigkeit befördert. Darauf folgt dann die mittelschnelle 100 Grad Linkskurve, genannt Sachsenkurve, und nach einer kurzen Gerade folgt dann auch die letzte enge 100 Grad Linkskehre, welche dann die Autos wieder auf Start und Ziel führt

Ausgelöst durch die Abwesendheit von Nico Verdonck (Testtag in Le Mans) bei Lambda Performance kommt es im Feld zu vielen Fahrerverschiebungen. So übernimmt Dominick Schwager den Fahrerplatz im Ford GT. Der Audi R8 LMS von THE BOSS YACO Racing wird zudem dieses Wochenende von Philip Geipel und Chris Mamerow gesteuert, anstatt von Geipel und Lunardi. Zudem fahren in den Prosperia-Audi jetzt Frey und Christopher Hasse und auf dem anderen Auto Christer Jöns und Markus Winkelhock.

Ansonsten bleibt alles beim alten und sogar die BoP bleibt unverändert, außer das man desn Airrestrictors um 5% beschnitten hat, was allerdings kein großes Problem am Sachsenring darstellen sollte. Gespannt sein darf man, ob der Nissan GT-R von Schulze Motorsport die Leistung vom 24-Stunden-Rennen wiederholen kann, als man konkurrenzfähig war mit der GT3-Konkurrenz.

Mein absoluter Favorit für die beiden Rennen sind die BMW von DB Motorsport mit Jeroen den Boer und Simon Knap, die momentan auch Gesamtführende sind im Klassement, sowie Dominik Baumann und Claudia Hürtgen im Schuberth BMW. Außerdem dürfte der Ford GT von Lambda Perfomance ganze vorne mitspielen. Sowohl der BMW Z4, als auch der Ford GT gehören in der ADAC GT Masters zu den leichtesten Wagen und liegen zudem enorm gut auf der Strecke. Auch dürfte die Audi-Armada wieder weiter vorne sein, dank der Verbesserung durch die BoP.

Ingesamt sollte es in den Rennen am Wochenende ähnlich eng werden, wie in der Gesamtwertung . Die Rennen finden jeweils am Samstag und Sonntag um 12:15 an. Das Wetter dürfte sich bis dahin auch stabilisiert haben, wobei Überschwemmung am Sachsenring eh kein Problem sein sollten.

BES
BES Silverstone In der Pro-Klasse konnte die Aston-Martin-Werksmannschaft einen ungefährdeten Start-Ziel Sieg einfahren, nur am Start zog kurz ein Nissan GT-R aus der Pro-Am-Klasse vorbei. Erstaunlich war allerdings, das der Vantage V12 GT3 im Prinzip der gleiche Wagen war, den man auch beim 24-Stunden-Rennen an den Start gebracht hat. Insgesamt lässt sich das Rennen als gute Werbemaßnahme von Aston Martin sehen, die aber auch mit Turner/Makowiecki/Mücke eine der stärksten Fahrerpaarung mitbrachte.

Bei der PAM- bzw. Pro-Am-Klasse reichte es für den ersten größeren Klassensieg in Europa für Nissan. Beeindruckend war vor allem, dass der Startfahrer Ordonez von Darren Turner die Führung übernehmen konnte und diese sogar bis zu einer Überrundung der anderen Amateurfahrzeuge halten konnte. Mit Pyzera/Buncombe saßen auf dem Nissan zudem zwei weitere Fahrer, die aus der GT Academy kommt. Auch konnte auf Platz 2 der Aston Martin von Barwell das starke Resultat für die Marke unterstreichen.

Bei der Gentleman Trophy waren Konopka und Al Harty die siegreichen Piloten im Porsche 997 GT3 R von ARC Bratislava. Immerhin ist dies ein Achtungserfolg für Porsche, die momentan ansonsten nicht viel Land in der GT Szene sehen.

Rückblickend war es eines der ruhigeren BES-Rennen, bei denen es ja auch mal vorkommen kann, dass drei Stunden am Stück Action ist. Trotzdem kann man sich ruhig mal die Highlights des Rennens auf Youtube anschauen.

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