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IndyCar: Vorschau XPEL Grand Prix at Road America

von Rainer
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Vom kleinen Oval in Madison zieht die IndyCar Series für dieses Wochenende nach Norden zur schönsten Strecke im Kalender: der Road America. Viel größer könnten die Unterschiede nicht sein.

Die große Frage zur Halbzeit der Saison ist, ob neben Alex Palou und Kyle Kirkwood noch ein anderer Fahrer ein Rennen gewinnen kann. Die bisherigen acht Rennen haben sich Palou und Kirkwood im Verhältnis fünf zu drei aufgeteilt. Die Chancen auf einen neuen Sieger sind für dieses Wochenende aber eher schlecht. Alex Palou gewann zwei der letzten vier Rennen in Elkhart Lake und mit seienr Form ist er der große Favorit. Die anderen beiden Siege holten Josef Newgarden und Will Power. Team Penske war traditionell schnell auf der Road America. In diesem Jahr läuft es bei dem Team aber nicht rund. Jeder der drei Piloten hat genau einen dritten Platz als beste Saisonleistung vorzuweisen. Dazu muss man allerdings sagen, dass sie am letzten Wochenende unter Wert geschlagen wurden. Will Power erlitt auf Platz 2 liegend einen Reifenschaden und Josef Newgarden hatte in Führung den Unfall mit Louis Foster.

Die Aussichten für Kyle Kirkwood sind deutlich schlechter als die für Alex Palou. Seine beste Platzierung erreichte er im Vorjahr mit dem fünften Platz. Insgesamt ist die Road America nicht die beste Strecke für Andretti Global. In den letzten Jahren kamen sie nicht über diesen fünften Platz hinaus. Colton Herta erreichte diesen Platz in den Jahren 2022 und 2023. Wir können aber ziemlich sicher mit einem Andretti-Honda in den Top 5 rechnen. Ein weiterer Kandidat für eine Top-Platzierung im Honda-Lager ist Felix Rosenqvist. Die Road America ist genau die Art von Strecke, die ihm liegt. Hier holte er 2020 seinen einzigen Sieg in der IndyCar-Serie. Er fährt für Meyer Shank Racing eine gute Saison mit Top-5-Platzierungen im Thermal Club, Long Beach und dem Indy GP. Es gibt nicht viel, das dagegen spricht, dass Rosenqvist das auch am nächsten Wochenende erreichen kann.

Durch die Dominanz von Alex Palou und Kyle Kirkwood ist Chevrolet als Motorenhersteller noch ohne Saisonsieg. Das stärkste Chevrolet-Team ist aktuell Arrow McLaren. Pato O’Ward liegt auf Platz zwei in der Meisterschaft. Am Sonntag fehlte ihm nur eine halbe Sekunde auf den Sieg und auch in Elkhart Lake war er dem Sieg schon nah. Nach einem starken Saisonauftakt schwächelt Christian Lundgaard in den letzten Wochen ein wenig. Trotzdem darf man ihn nicht vergessen. Immerhin fuhr er für RLL Racing zweimal in die Top 10 in Elkhart Lake. Die dritte Kraft im Chevrolet-Lager ist A. J. Foyt Enterprises. Das Team hat keine gute Statistik für die Road America. Aber auf welcher Strecke war das Team in den letzten Jahren schon relevant? David Malukas und Santino Ferruci fuhren in diesem Jahr jeweils schon einmal auf Platz zwei, dort hat man noch keinen Penske-Piloten gesehen. Trotzdem sind Will Power, Josef Newgarden und Scott McLaughlin deutlich stärker einzuschätzen. Im letzten Jahr fuhren sie einen Dreifachtriumph ein.

Strecke

Die 4,048 Meilen (6,515 km) lange Strecke mit ihren 14 Kurven ist bei den Fahrern sehr beliebt. Es gibt sowohl technisch anspruchsvolle Kurven (Kurve 3, 5, 8) als auch sehr schnelle Passagen (von Kurve 9 bis 12, Kurve 13). Mit den Kurven 1, 5 und 12 gibt es auch drei ganz ordentliche Überholstellen. Kurve 3, ein 90-Grad-Rechtsknick, ist im Rennen besonders wichtig, da sie auf die zweitlängste Vollgaspassage der Strecke führt. An deren Ende befindet sich mit Kurve 5 eine enge Linkskurve, vor der Fahrer aus dem Windschatten überholen können. Kurve 6 muss man über eine kleine Kuppe blind anbremsen. In Kurve 7 kann man innen über den Abweiser abkürzen, muss aber am Ausgang genau die Linie treffen. Direkt neben dem Randstein verliert man im Dreck die Haftung. Kurve 8, eine langsame 90-Grad-Linkskurve, führt ins Karussell. Für eine gute Rundenzeit muss man möglichst viel Schwung durch die lange Doppelrechts mitnehmen. Im schnellen Rechtsknick (Kurve 11) hatte Katherine Legge 2006 einen schweren Unfall. Die folgende Vollgaspassage mündet in einer langsamen 90-Grad-Rechtskurve. Nach einer schnellen Linkskurve bringt Kurve 14 die Fahrer schon wieder auf die Start- und Zielgerade. Aufgrund der langen Geraden muss man die Kurve perfekt fahren, was aber durch Bodenwellen in der Anbremszone erschwert wird.

Zeitplan (eastern time, MEZ)

Freitag, 20. Juni

4:30 p.m. (22:30) – NTT IndyCar Series practice #1

Samstag, 21. Juni

11:00 a.m. (17:00) – NTT IndyCar Series practice #2
2:30 p.m. (20:30) – Qualifying for the NTT P1 Award

Sonntag, 22. Juni

10:00 a.m. (16:00) – Warmup NTT IndyCar Series

01:30 p.m. (19:300) – Übertragungsbeginn FOX

01:47 p.m. (19:47) – XPEL Grand Prix at Road America (55laps/220,77 miles); FOX, Sky (Live)

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