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IndyCar: Analyse Grand Prix of Long Beach

von Rainer
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Kyle Kirkwood gewann am Sonntag seinen zweiten Grand Prix in Long Beach. Alex Palou musste sich nach zwei Siegen in Folge mit dem zweiten Platz begnügen.

Bereits im Qualifying wurde Andretti Global seiner Favoritenrolle gerecht. Kyle Kirkwood sicherte sich die Pole Position vor Colton Herta. Marcus Ericsson schaffte es ebenfalls in die Fast-6 und startete von Platz 5. Zwischen den Andrettis gingen Alex Palou und Felix Rosenqvist ins Rennen. Den letzten Platz in den Fast-6 belegte Scott McLaughlin. Das war insofern überraschend, da er in den Trainings der langsamste der drei Penske-Piloten war. Will Power und Josef Newgarden blieben wie schon im Thermal Club im ersten Qualifying-Segment hängen. Das bedeutete die Startplätze 13 und 15, zwischen denen Scott Dixon ins Rennen ging. Ein besseres Qualifying-Ergebnis für McLaren verhinderte Christian Lundgaard. Er beendete das zweite Segment nach einem heftigen Crash mit roter Flagge und verhinderte damit eine Verbesserung von Pato O’Ward und Nolan Siegel. Ihm selbst wurden die beiden schnellsten Rundenzeiten gestrichen. So blieben ihnen nur die Startplätze 9, 10 und 12.

Kyle Kirkwood gewann den Start und blieb vor Colton Herta. Alex Palou verlor zwei Plätze, während sich Scott McLaughlin direkt hinter Felix Rosenqvist auf Rang vier verbesserte. Die Spitze war wie fast das gesamte Feld auf Option-Reifen gestartet. Der bestplatzierte Fahrer auf Prime-Reifen am Start war Christian Lundgaard. Auch Scott Dixon, Kyffin Simpson, Sting Ray Robb, Robert Shwartzman und Santino Ferrucci setzten auf diese Reifen. Das Strategiespiel begann schon in Runde 2, als Josef Newgarden von Option- auf Prime-Reifen wechselte. In Runde 5 war er bereits der schnellste Pilot auf der Strecke und damit 1,5 Sekunden schneller als Kyle Kirkwood. Dies zwang auch die Spitze zu einem frühen Stopp. Colton Herta und Scott McLaughlin kamen gleichzeitig an die Box und verließen sie Rad an Rad. Sie kamen direkt vor Josef Newgarden heraus. Er hatte sich bereits in die Gruppe der Top-6-Fahrer geschoben, die auf einen sehr kurzen ersten Stint setzten.

Angeführt wurde diese Gruppe von Kyle Kirkwood vor Alex Palou und Felix Rosenqvist. Die ersten sechs Positionen waren jedoch von Fahrern besetzt, die auf Prime-Reifen gestartet waren. In den nächsten 20 Runden waren Kyle Kirkwood und Co. nur unwesentlich schneller als die Fahrer an der Spitze. Die Prime-Reifen hielten aber sehr gut und in Runde 26 absolvierte Christian Lundgaard seine persönlich schnellste Runde. Nach seinem Stopp reihte er sich damit auf Platz 6 zwischen Felix Rosenqvist und Scott McLaughlin ein. Auch Scott Dixon blieb vor McLaughlin. Lundgaard und Dixon setzten in ihrem zweiten Stint nun auf die Option-Reifen. Dieser wurde entsprechend kurz.

In Runde 34 kam Alex Palou zu seinem zweiten Boxenstopp. Kyle Kirkwood blieb eine Runde länger draußen und überholte Palou nach der Boxenausfahrt. Auch die anderen Fahrer der Strategie absolvierten ihren zweiten Stopp. Wenige Runden später wechselte auch Scott Dixon von Option- auf Prime-Reifen. Mit leichten Problemen am rechten Hinterrad verlor er Plätze an Scott McLaughlin, Joseph Newgarden und Colton Herta. Christian Lundgaard blieb mit seinen Option-Reifen länger auf der Strecke. Er kam knapp vor Felix Rosenqvist zurück auf die Strecke, musste diese Position aber auf kalten Reifen wieder abgeben.

An der Spitze fuhren Sting Ray Robb und Robert Shwartzman, die noch keinen Stint auf Option-Reifen absolviert hatten. Kyle Kirkwood war Dritter vor Alex Palou und Felix Rosenqvist. Die Strategie hatte Christian Lundgaard auf Platz 6 vor Scott McLaughlin gebracht. Einen noch größeren Sprung machte Josef Newgarden auf Platz 7. Colton Herta gehörte mit Platz 8 zu den Verlierern des bisherigen Rennens. Sein Auto zeigte ein unterschiedliches Einlenkverhalten in Links- und Rechtskurven. Das deutet auf einen kleinen Schaden an der Aufhängung hin. Auf den weiteren Plätzen folgten Kyffin Simpson, Will Power und Scott Dixon. Auch Marcus Ericsson und Pato O’Ward auf den Plätzen 14 und 15 gehörten zu den Verlierern. Als Sting Ray Robb in Runde 52 die Box ansteuerte, übernahm Robert Shwartzman die Führung. Robb kam als Zehnter hinter Will Power wieder auf die Strecke.

Alex Palou eröffnete erneut den Reigen der Boxenstopps. Kyle Kirkwood folgte wieder eine Runde später und blieb knapp vor Palou. Dieser machte mit seinen warmen Reifen sofort Druck. Doch Kirkwood blieb vorne. Bis zum Ziel waren aber noch lange 25 Runden zu fahren. Felix Rosenqvist hatte als Dritter über 5 Sekunden Rückstand auf Palou. Auch Christian Lundgaard und Scott McLaughlin hatten jeweils einen solchen Respektabstand. Direkt dahinter folgten Colton Herta und Will Power. Joseph Newgarden musste wegen Problemen mit seinem Sicherheitsgurt mehrfach die Box ansteuern und fiel aus dieser Gruppe zurück. Am Ende wurde er als Letzter gewertet.

Nachdem Kyle Kirkwood direkt nach dem Stopp die Angriffe von Alex Palou abgewehrt hatte, konnte er sich an der Spitze langsam absetzen. Pro Runde war er ein bis zwei Zehntelsekunden schneller, so dass er in Runde 70 bereits zwei Sekunden Vorsprung hatte. Auch der Überrundungsverkehr konnte Kirkwood nicht mehr entscheidend bremsen und so fuhr er seinen zweiten Sieg in den Straßen von Long Beach ein. Mit der Maximalausbeute von 54 Punkten schob sich Kyle Kirkwood auch in der Meisterschaftswertung auf den zweiten Platz vor. Die Führung verteidigte Alex Palou souverän mit einem zweiten Platz am Sonntag. Christian Lundgaard fuhr nach seinem Fehler im Qualifying noch auf das Podium. In Runde 86 überholte er Felix Rosenqvist. Damit war er deutlich besser als sein Teamkollege Pato O’Ward, der von Startplatz 9 auf Rang 13 zurückfiel.

Am Sonntag konnte Felix Rosenqvist seine gute Startposition in ein gutes Endergebnis ummünzen und wurde Vierter. Im vergangenen Jahr startete er von der Pole-Position, beendete das Rennen aber nur als Neunter. Wenn Rosenqvist jetzt auch im Rennen so schnell ist wie in der Qualifikation, wird er eine echte Option für die Top-5. Will Power betrieb mit Platz 5 erneut Schadensbegrenzung nach einem schlechten Qualifying. In den letzten Runden überholte er seinen Teamkollegen Scott McLaughlin. Im Rennen stimmte der Speed der Penske-Chevrolets. Josef Newgarden wäre am Ende wohl in den Top-6 gelandet. Mit Startplätzen im Mittelfeld oder noch weiter hinten, wie im Thermal Club, ist es aber deutlich schwieriger, Top-Resultate einzufahren. An eine Herausforderung von Alex Palou ist da erst recht nicht zu denken. Mit dem Barber Motorsports Park und dem IMS kommen nun aber zwei Strecken, die Team Penske im Vorjahr deutlich besser lagen als der Thermal Club oder auch Long Beach.

Colton Herta verteidigte mit seinem angeschlagenen Auto Platz 7 vor Scott Dixon. Sting Ray Robb und Kyffin Simpson komplettierten die Top-10, für beide ein Top-Ergebnis. Marcus Ericsson fiel auf Platz 12 zurück, noch hinter Santino Ferrucci, der vom letzten Platz gestartet war. Er hatte schon am Start einige Plätze verloren, war aber bei gleicher Strategie nie so schnell wie sein Teamkollege Kyle Kirkwood. In Long Beach waren die Unterschiede innerhalb der Topteams schon auffallend. Scott Dixon verlor durchgehend gegenüber Alex Palou und Pato O’Ward war weit entfernt von der Performance von Christian Lundgaard. Dass Felix Rosenqvist nun Marcus Armstrong dominierte, war hingegen keine Überraschung. Schließlich hat Rosenqvist gefühlte 30 Jahre Rennerfahrung und ist in allem schnell, was vier Räder und ein Lenkrad hat. Armstrong hingegen fährt erst seine dritte IndyCar-Saison.

Das komplette Ergebnis kann auf der Homepage der IndyCar-Serie nachgelesen werden.

Als nächstes Rennen steht der Children’s of Alabama Indy Grand Prix im Barber Motorspots Park auf dem Kalender der IndyCar Series. Es findet am ersten Maiwochenende (02.-04.05.) statt. Danach geht es für den Rest des Monats auf den Indianapolis Motorspeedway.

Long Beach, CA during the 2025 Acura Grand Prix of Long Beach powered by NTT Data (Photo by Travis Hinkle | IMS Photo)
Long Beach, CA during the 2025 Acura Grand Prix of Long Beach powered by NTT Data (Photo by Travis Hinkle | IMS Photo)
Long Beach, CA during the 2025 Acura Grand Prix of Long Beach powered by NTT Data (Photo by Travis Hinkle | IMS Photo)

 

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