Home MotorsportNASCAR: Elliott erbt Pocono-Sieg – Hamlin nachträglich disqualifiziert

NASCAR: Elliott erbt Pocono-Sieg – Hamlin nachträglich disqualifiziert

von Simon Mones
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Denny Hamlin gewinnt in Pocono, wird jedoch wenige Stunden später zusammen mit Kyle Busch disqualifiziert. Den Sieg erbt Chase Elliott.

Die Playoffs in der NASCAR Cup Series rücken immer näher. Einen klaren Titelfavoriten gibt es bislang jedoch nicht. Mit Denny Hamlin gibt es jedoch einen Fahrer, der seine Ansprüche auf den Titel immer mehr untermauert. Auf dem Pocono Speedway, fuhr der Pilot in Diensten von Joe Gibbs Racing bereits zum dritten Mal als Erster über die Linie. Doch die Freude über den Sieg währte nicht lange.

Bereits zwei Stunden nach Rennende war dieser nämlich schon wieder futsch. Hamlin wurde ebenso disqualifiziert, wie der zweitplatzierte Kyle Busch. Der Grund: Bei der technischen Inspektion entdeckte NASCAR an den beiden Toyota Camry eine unerlaubte Veränderung. Den Sieg erbte Fanliebling Chase Elliott.

Bei der unerlaubten Veränderung handelte es sich um ein Stück durchsichtiges Klebeband, das sich über den unteren Ecken der Frontschürze vor den linken und rechten vorderen Radöffnungen befand. „Diese Änderung in unserem Bauprozess wurde innerhalb unserer Organisation nicht ordnungsgemäß überprüft, und wir sind uns bewusst, dass sie gegen die NASCAR-Regeln verstößt. Wir entschuldigen uns bei allen für diesen Fehler und haben Änderungen an unseren Prozessen vorgenommen, um sicherzustellen, dass so etwas nicht mehr vorkommt“, erklärte Joe Gibbs Racing in einem Statement. Entsprechend werde man keinen Protest gegen die Disqualifikation von Hamlin und Busch einlegen, zumal sich beide Fahrer weiterhin auf Playoff-Kurs befinden.

Zumindest für Busch könnte es aber unter Umständen noch einmal eng werden, denn schon jetzt gibt es 14 verschiedene Sieger, bei noch fünf ausstehenden Rennen. Es gibt jedoch noch zahlreiche Fahrer, die noch sieglos sind, denen ein Erfolg in einem der kommenden Rennen aber durchaus zuzutrauen ist. Darunter auch Martin Truex und Ryan Blaney, die aktuell noch einen Platz in den Playoffs haben.

Stadtrennen in Chicago ersetzt Road America

Derweil hat der Rundkurs Road America seinen Platz im NASCAR-Kalender bereits wieder verloren und wird ab 2023 durch ein Stadtrennen in Chicago ersetzt. Die neue Strecke feiert am 1. und 2. Juli kommenden Jahres ihr Debüt. Dem ein oder anderen Fan dürfte der Kurs dann allerdings bekannt vorkommen, denn die Strecke existiert bereits – wenn auch nicht in Realität. Wie Motorsport-Total berichtet, basiert die Strecke auf dem Chicago Street Circuit aus iRacing.

So hat das Unternehmen den jahrelangen Prozess unterstützt und die Streckenerstellung und das Steckendesign mit seiner Technologie vorangetrieben. So konnte beispielsweise im Vorfeld ein Probekurs erstellt werden. „Die Verwirklichung des NASCAR-Rennens auf den Straßen von Chicago ist eine große Leistung, und iRacing ist begeistert, daran mitgewirkt zu haben“, betonte Steve Myers, Executive Vice President von iRacing.

Anhand von Scans entwarf das Unternehmen die Strecke und empfahl den Kurs, der nun ab dem kommenden Jahr im Kalender ist. Zudem lieferte iRacing Daten aus Online-Sitzungen der Strecke und aus mehreren Rennen mit Fahrern der eNASCAR Coca-Cola iRacing Series. Nachdem das Layout abgesegnet wurdem, folgte im Juni 2021 die Präsentation im  Rahmen der auf FS1 übertragenen eNASCAR iRacing Pro Invitational Series. Der 2,14 Meilen lange Kurs führt dabei auch an dem Buckingham-Brunnen vorbei und umfasst zwölf Kurven.

Vorschau Indianapolis

Am kommenden Wochenende geht es in Indianapolis weiter, allerdings nicht mehr auf dem Oval, denn wie im vergangenen Jahr wird auf dem Rundkurs im Infield gefahren. Den Premierensieg sicherte sich damals A.J. Allmedinger.

Eröffnet wurde die Strecke im Jahre 1909. Die Fahrbahn, die damals aus Schotter und Teer bestand, verursachte jedoch einige tödliche Unfälle, sodass das damalige Rennen abgebrochen wurde. Der Unternehmer Carl Graham Fisher, einer der treibenden Köpfe hinter dem Projekt, ließ die Strecke daraufhin mit 3,2 Millionen Ziegelsteinen renovieren. Noch heute erinnert die Start-Ziellinie aus Ziegelsteinen, der „Brickyard“, an diesen Belag.

1975 wurde die Strecke in das National Register of Histroic Places aufgenommen und 1987 zu einer National Historic Landmark ernannt. Das erste Rennen der höchsten NASCAR-Liga fand 1994 statt, wobei 160 Runden absolviert werden mussten, die einer Distanz von 400 Meilen entsprechen. Im Premierenjahr gewann Jeff Gordon, der mit fünf Siegen auch am häufigsten in Indianapolis gewann.

Am Sonntag wird nun das neuere, modifizierte Layout der Strecke gefahren, das früher für den Großen Preis der USA der Formel 1 und derzeit für den GMR-Grand Prix der IndyCar verwendet wird. Die Renndistanz auf dem Rundkurs beträgt nur noch 200 Meilen und erstreckt sich über 82 Runden. Die erste Stage dauert 15 Runden, die zweite 20 und im letzten Segment sind noch einmal 47 Runden zu absolvieren

Bilder: NASCAR/Getty Images (Tim Nwachukwu/Sean Gardner)

 

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