Ganz schön viel Abwechslung bei der NASCAR in diesen Wochen. Nach dem ersten Rundstreckenkurs des Jahres folgt nun Auftritt Nummer Eins in New Hamsphire. Der Kurs fällt so gerade mit einer Länge von einer Meile zwar nicht mehr so ganz unter den Begriff Shorttrack, aber das kaum spürbare Banking von nur 12° Grad machen die Sache dann halt doch wieder zu etwas besonderen. Zudem ist das Banking progressiv, es wird also steiler, je höher man fährt. Er ist dem Kurs in Martinsville nicht ganz unähnlich, nur dass es hier eben etwas länger geradeaus geht und dadurch höhere Endgeschwindigkeiten erreicht werden können. Und genau das ist ein Problem in New Hampshire. Die Strecke (erst 1990 eröffnet) ist vor allem dadurch bekannt geworden, dass hier 2000 Adam Petty und Kenny Irwin jr. ihr Leben verloren. Aufgrund dieser Unfälle führte die NASCAR die “Safer Wall” ein. Das entschärfte das Sicherheitsproblem ein wenig, trotzdem blieb die Strecke anfällig für Unfälle, was dazu führte, dass man meist 10 bis 12 Cautions pro Rennen sah. Nachdem die Strecke dann vor ein paar Jahren neu asphaltiert wurde, änderte sich aber auch das. Die letzten beiden Rennen hatten sechs, bzw. sieben Cautions.

Durch die vielen Änderungen hat der Kurs an Schärfe verloren, was gut ist, aber auf der anderen Seite fordert er die Fahrer nicht mehr so stark. Wichtig bei diesem Rennen ist auf jeden Fall die Motor/Bremsen Kombi. Man braucht viel Drehmoment, um aus den engen Kurven rauszukommen, aber auch gute Bremsen, um wieder reinzufahren. Das spricht eigentlich alles für Ford, die auf solchen Strecken ein gutes Gesamtpaket haben. Natürlich darf man Toyota nicht vergessen, allen voran Kyle Busch, den man ja so langsam als ersten Titelanwärter nennen muss, da er auf allen Kursen schnell zu sein scheint. Es ist nicht mehr nur einen Lauf den er mal hat, er ist konstant schnell. Wer nicht nur im Frühjahr, sondern auch im Sommer schnell ist und siegt, der hat gute Chancen.

Wie die Dodge sich schlagen werden ist wohl auch eher unsicher. Die waren auf den engen Kursen in diesem Jahr nicht so gut, sondern eher auf den schnellen Ovalen stark. Aber wie man am letzten Wochenende gesehen hat, scheint man bei Dodge nicht nur was für die schnellen Langstreckenrennen gefunden zu haben. Bei Hendrick bin ich mir etwas unsicher. Jimmie Johnson hat in Phoenix gewonnen, also geht der Chevy auf solchen Kursen. Dazu kommt, dass New Hampshire als einer der Kurse gilt, auf denen sich Junior ganz fühlt. Da wäre also eine Überraschung durchaus möglich.

Aber in dieser Saison scheint es ja in Sachen Sieger nur eine Konstante zu geben. Und wenn Kyle Busch mal einen schlechten Tag erwischt, dann kann jeder aus den Top 15 in New Hampshire einen Sieg erlangen.

Wegen Fußball: Das Rennen startet praktischerweise so kurz nach 20.00 Uhr. Da wird man beides schauen müssen/können.

Und sonst?
Bei Abstimmung über den besten deutschen F1 Fahrer (siehe einen Eintrag weiter unten), hat Nick Heidfeld, dank einer hartnäckigen Aktion aus einem IP Bereich deutlich aufgeholt. Von BMW kamen die Stimmen aber nicht, das hab ich überprüft :)

Restliche Vorschau für die DTM kommt morgen Abend.

27.06.2008

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