Ein neu aufgestelltes Lotus-Renault Team hat heute die neue Lackierung und den R31 in Valencia präsentiert. Den Preis für die schönste Lackierung könnte sie schon mal gewinnen.

Das man bei Renault gerne mal eigene Wege beim Design geht, ist bekannt, aber in diesem Jahr hat man sich nicht ganz so weit aus dem Fenster gelehnt. Die Frontpartie ist konservativ und den anderen Lösungen von Ferrrari und Sauber sehr ähnlich. Einzig die Aufhängung des Frontflügels sitzt etwas weiter hinten als bei der Konkurrenz. Aber den Seitenkästen sieht der Wagen aber etwas anders aus. Die Lufthutze ist eingekerbt und sehr weit nach hinten gezogen. Die Seitenkästen sind nicht so stark eingezogen wie beim Sauber oder beim Lotus, dafür laufen sie in einer sehr schönen, geschwungenen Linie weit nach hinten. Man setzt auf eine Pull-Rod-Aufhängung, vermutlich auch mit einem Blown Diffusor.

ScarbsF1, der vor Ort ist, berichtet, dass der Auspuff nicht nach hinten abgleitet ist, sondern vermutlich nach vorne und vor den Seitenkästen rauskommt. Ich hab mal meine Nachschlagewerke bemüht und mir ist kein Wagen untergekommen, der so etwas schon einmal hatte. Die Idee ist, dass die mit hohen Druck ausgelassenen Auspuffgase nicht nur den Diffusor anblasen, sondern den gesamten unteren Bereich der Seitenkästen und natürlich den Unterboden. Damit hätte man, so die Theorie, auch in langsamen Passagen mehr Anpressdruck. Die Konstruktion dürfte nicht unkompliziert sein, denn man muss dafür die gesamte Auspuffanlage ab dem Krümmer quer durch den Wagen führen, was zu thermischen Problemen führen kann. Man darf gespannt sein, ob die Theorie von Scarbs stimmt und was genau sich Renault hat einfallen lassen. Im besten Fall ist wie der letzjährige F-Schacht von McLaren eine Idee, die nicht so leicht zu kopieren ist und einen enormen Vorteil bringt.

Weitere Bilder folgen, dann auch in besserer Qualität.

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