Home MotorsportNASCAR: Larson sichtert sich Heimsieg – Hendrick-Serie hält an

NASCAR: Larson sichtert sich Heimsieg – Hendrick-Serie hält an

von Simon Mones
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Nach einem Jahr Pause ist die NASCAR am vergangenen Wochenende wieder auf dem Sonoma Raceway gefahren. Kyle Larson sicherte sich dabei seinen ersten Heimsieg auf dem Rundkurs in Kalifornien.

Ein bekanntes deutsches Sprichwort heißt ja: “Aller guten Dinge sind drei!” Das dachte sich am Sonntag wohl auch Kyle Larson, der sich beim Toyota / Save Mart 350 in Sonoma, Kalifornien seinen dritten Saisonsieg sicherte.

Bei seinem Heimrennen zeigte sich der Kalifornier einmal mehr dominant und setzte die Siegesserie von Hendrick Motorsports fort. Somit stand in den letzten vier Rennen immer ein Chevrolet des Teams von Rick Hendrick in der Victory Lane, davon zweimal Larson selbst.

NASCAR: Larson von Beginn an Maß der Dinge

Daran konnten auch vier späte Gelbphasen und eine Overtime nichts ändern. „Einfach war das nicht. Denn auf dieser Strecke ist es schon schwer, überhaupt auf der Bahn zu bleiben“, sagte Larson nach dem Rennen. Für den 28-Jährigen war es zudem gleich eine doppelte Premiere, denn es war nicht nur der erste Sieg auf einem Rundkurs, sondern auch der erste Erfolg bei seinem Heimrennen in Sonoma.

Larson zeigte vom Start weg, dass der Sieg nur über ihn gehen würde und verteidigte seine Pole Position bis zum Ende der ersten Stage. Nach der Stage-Pause fand sich der Hendrick-Pilot jedoch im Mittelfeld wieder, da einige Piloten im ersten Segment bereits unter Grün an die Box gekommen waren. Die Spitzenposition hatte nun Kurt Busch inne.

Larson sichert sich auch Stage 2

Beim Restart verlor Larson zunächst eine Position gegen seinen Teamkollegen Chase Elliott, holte sich diese aber schnell zurück. Mitten im zweiten Renndrittel gab es nach einem Crash von Ricky Stenhouse gelbe Flaggen. Larson entschied sich nicht an die Box zukommen, übernahm so die Führung und sicherte sich folglich auch den zweiten Stage-Sieg des Tages.

Zu Beginn des abschließenden Renndrittels bot sich dann das gleiche Bild wie im vorherigen Segment. Heißt: Strategiebedingt lag wieder Kurt Busch vorne, während Larson fand indes auf Platz 21 wieder fand. Doch dank der frischeren Reifen arbeitete sich die #5 innerhalb weniger Runden wieder nach vorne durch. 38 Runden vor Schluss lag der 28-Jährige bereits wieder auf Platz zwei. Lange konnte der inzwischen führende Chase Elliott seinen Teamkollegen aber nicht hinter sich halten und so übernahm Larson 33 Runden vor Rennende wieder die Führung. Später zog auch Martin Truex Jr. am COTA-Sieger vorbei.

Vier Cautions in der Schlussphase

In der Schlussphase ging es dann noch mal richtig rund: Innerhalb der letzten 20 Runden gab es gleich vier Gelbphasen. Zunächst war es ein Motorschaden bei Quinn Houff, der das Feld wieder zusammenführte. Fast alle Fahrer nutzten anschließend diese Gelegenheit, um unter Gelb noch einmal an die Box zu kommen.

Da einige Fahrer – darunter die beiden Penske-Piloten Joey Logano und Brad Keselowski – draußen blieben, startete Larson aus der dritten Reihe. Dabei profitierte dieser auch davon, das Keselowski wegen einer Strafe ans Ende der Führungsrunde versetzt wurde. Gerade als Larson jedoch die Führung wieder übernommen hatte, gab es wegen einer Kettenreaktion im Mittelfeld mit fünf Autos erneut Gelb.

In der Folge war das Rennen für William Byron beendet – sein erster Ausfall in dieser Saison. Doch getreu dem Motto “Caution breeds Caution” ging es munter weiter. Zunächst kollidierten Ryan Preece und Cody Ware, wenig später war es dann eine weitere Kettenreaktion im Mittelfeld, die das Rennen in die Verlängerung schickte. Einmal mehr ließ Larson beim Restart aber nichts anbrennen und sicherte sich den Sieg vor Elliott und Truex.

Up Next: All-Star Race

Am kommenden Wochenende steht in der NASCAR das All-Star Race auf dem Programm, was aber bereits zum zweiten Mal in Folge nicht in Charlotte ausgetragen wird. Nach Bristol, wo man 2020 fuhr, hat NASCAR in diesem Jahr den Texas Motor Speedway als Austragungsort gewählt.

Direkt qualifiziert für das Rennen in Texas sind alle Sieger der letzten Saison und aus den bisherigen Rennen der aktuellen Saison sowie die bisherigen Sieger des Einladungsrennens und der Meister der vergangenen Saison. Somit sind bislang folgende Piloten qualifiziert: Kyle Larson, Ryan Blaney, Christopher Bell, Cole Custer, Kurt Busch, Kyle Busch, Austin Dillon, Chase Elliott, Denny Hamlin, Kevin Harvick, Alex Bowman, William Byron, Brad Keselowski, Joey Logano, Michael McDowell, Ryan Newman und Martin Truex Jr.

Im Vorfeld des All-Star Race findet zudem noch das Open Race statt, über das sich all die Piloten qualifizieren können, die noch keinen Startplatz sicher haben. Das Open Race ist wie die normalen Rennen in drei Segmente aufgeteilt, deren Sieger sich für das All-Star Race am Sonntag qualifizieren. Zudem wird ein Startplatz über das Voting der Fans vergeben.

Der Sieger des Rennens auf dem Texas Motor Speedway gewinnt eine Million Dollar. Außerdem findet am Ende des Rennens noch eine Pitstop Challenge statt, die weitere 100.000 Dollar Preisgeld bringt. Anders als in der Vergangenheit ist das Rennen nun in sechs Abschnitte unterteilt, die allesamt unterschiedlich lang sind. Zur Distanz zählen jedoch nur die Runden unter Grün. In einigen Segmenten werden des Weiteren die Startaufstellungen angepasst.

„Fahrer und Boxencrews sollten besser ihre Lunchpakete einpacken, denn sie werden extrem hart arbeiten müssen, um sich die Ehre zu verdienen, in der Victory Lane zu feiern“, sagte Eddie Gossage, Präsident und GM des Texas Motor Speedway, der für die Zeremonien vor dem Rennen auch ein altmodisches Wildwest-Motiv plant. „Das ist ein Full-Metal-Rodeo für einen großen Sack voll Kohle.“

Fotos: NASCAR/GettyImages (Maddie Meyer/Carmen Mandato)

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