Auf dem Dover International Speedway führte Alex Bowman Hendrick Motorsports zu einem Vierfacherfolg. Am Wochenende folgt die Premiere der NASCAR auf dem COTA in Austin.
In den vergangenen Jahren hatte Hendrick Motorsports immer wieder mit sportlichen Krisen zu kämpfen, doch in diesem Jahr läuft es für das Chevrolet-Team wie geschmiert. Alex Bowman sicherte sich am Sonntag seinen zweiten Saisonsieg und trug sich damit in diesem Jahr nach Martin Truex Jr. erst als zweiter Pilot zum zweiten Mal in die Siegerliste ein.
Doch das war nicht der einzige Grund, warum die Mannschaft von Rick Hendrick in Dover in Feierstimmung war. Zum ersten Mal in seiner Geschichte gelang Hendrick Motorsport ein Vierfacherfolg. Zuletzt gelang das dem Team von Jack Roush beim Saisonfinale 2005 in Homestead. Allerdings trat der Rennstall damals noch mit fünf Autos an.
„So nervös war ich bei einem Rennen noch nie. Ich werde wohl bis morgen brauchen, um zu realisieren, dass wir wirklich auf den Plätzen eins, zwei, drei und vier ins Ziel gekommen sind“, sagt Hendrick nach dem Rennen.
Platz zwei ging an einen einmal mehr dominanten Kyle Larson, der beide Stages gewann und die meisten Führungsrunden auf dem Oval von Dover sammelte. Allerdings profitierte Bowman in Runde 304 von einem super schnellen Stopp seiner Crew. Diese fertigte den Chevrolet mit der Startnummer 48 in gerade einmal in 12,1776 Sekunden ab und legte damit den schnellsten Stopp in der laufenden Saison hin.
Für Larson war es bereits das zehnte Mal in Folge, das er den Sieg verpasst, obwohl er die meisten Führungsrunden sammelte. Alleine in dieser Saison war das bereits dreimal der Fall. „Die Hendrick-Jungs waren sich heute so ebenbürtig. Jeder, der mal vorne lag, war automatisch schwer zu schlagen“, erklärte Larson nach dem Rennen.
NASCAR: Keine Maskenpflicht mehr
Doch der Vierfacherfolg der Hendrick-Mannschaft war nicht die einzige Besonderheit am vergangenen Wochenende, denn im Rahmen der Berichterstattung von Fox waren die Fahrer, Teammitglieder und Journalisten erstmals seit langem wieder ohne Masken zu sehen.
Der Grund dafür ist einfach: NASCAR hatte im Vorfeld des Rennens die Maskenpflicht unter freien Himmel aufgehoben. In Gebäuden muss jedoch weiterhin eine Maske getragen werden. „In Zukunft liegt unser Fokus darauf, jeden zu ermutigen, sich impfen zu lassen und die Verbreitung von COVID-19 im Innenbereich zu verhindern“, hieß es in einer Erklärung.
Zudem gab es während der Rennen der Xfinity und Cup Series die Möglichkeit, sich an der Strecke in Dover impfen zu lassen. Eine Impfpflicht für die NASCAR-Piloten gibt es nicht.
NASCAR: Debüt auf dem COTA
Anders als in Darlington waren in Dover jedoch keine geimpften Gäste im Infield zugelassen, das wird sich am kommenden Wochenende wieder ändern. Bei der NASCAR-Premiere auf dem Circuit of The Americas (COTA) sind laut dem Charlotte Observer 550 Gäste zugelassen.
Da es sich bei dem Rundkurs in Austin um eine neue Strecke im NASCAR-Kalender handelt, gibt es dort einige Besonderheiten. Wie beim Daytona 500 und dem Dirt-Rennen in Bristol wird es sowohl ein Training als auch ein Qualifying geben. Für das Rundkursrennen auf dem COTA hat NASCAR einen Lauf auf dem Texas Motor Speedway gestrichen, dafür findet dort in diesem Jahr das All-Star-Rennen statt.
We’ve been hard at work over the past few months prepping @COTA to host the inaugural #NASCAR races!
5,000 gallons of paint, 13,000 tires, 340 turtles, and much more went into transforming the circuit for #NASCARatCOTA.
📰:https://t.co/4k0YgOGOUh pic.twitter.com/cikdltSLXR
— NASCAR at COTA (@NASCARatCOTA) May 20, 2021
Gefahren wird dabei das lange Layout, dass auch die Formel 1 beim Großen Preis der USA nutzt. „Wir haben uns sowohl den 3,41 Meilen langen Kurs als auch den neu konfigurierten 2,2 Meilen kurzen Kurs genau angesehen“, sagt Speedway-Motorsports-Präsident und -Geschäftsführer Marcus Smith im Dezember. „Es besteht kein Zweifel, dass der lange Kurs für die Fans am unterhaltsamsten sein wird. Es gibt mehr Möglichkeiten, die Strecke vom Hang aus zu sehen, und wir haben zusätzliche Optionen für Camping am Streckenrand.
Allerdings ist die Renndistanz der NASCAR auf dem COTA etwas länger als die der Formel 1. Während die Königsklasse in Austin nur 56 Runden dreht, umrunden die NASCAR-Piloten den Kurs ganze 68 Mal. Die erste Stage endet nach 15 Runden, die zweite nach 17. Das finale Segment auf dem COTA umfasst 36 Runden.
Fotos: NASCAR/GettyImages (Sean Gardner/James Gilbert)

