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NASCAR: Spannendes Finale in Chicagoland

von Simon Mones
2 Kommentare 7 minutes read

In einer spannenden Schlussphase am Chicagoland Speedway setzt sich Kyle Busch, gegen seinen Namensvetter Kyle Larson durch. Die beiden Piloten schenken sich dabei nichts und berühren sich mehrfach. Die Stage-Siege gehen an Aric Almirola und Kevin Harvick.

Am Ende entscheidet eine Berührung in der letzten Kurve des Overton’s 400 über Sieg oder Niederlage. Kyle Busch trifft den vor ihm fahrenden Larson leicht am Heck und dieser verliert sein Auto, Busch zieht vorbei und gewinnt das Rennen. Es ist sein fünfter Saisonsieg, er zieht damit mi. Kevin Harvick, seinem größten Konkurrenten im Kampf um den Titel, gleich. Der kam hinter Larson auf Rang drei ins Ziel.

Das Rennen an sich verlief erneut weitestgehend ruhig. Während des ersten Rennsegmentes gab es keine einzige Rennunterbrechung. Martin Truex und Danny Hamlin nutzten dies, um sich von hinten in Richtung Top-10 vorzukämpfen. Dort befanden sich einmal mehr fast nur Autos aus dem Hause Ford, lediglich zwei Chevrolets brachen die Ford-Phalanx. Nach 36 Runden war es Truex, der den Reigen der Greenflag-Stops eröffnete. Bowyer handelte sich dabei eine Speeding-Penalty ein und verlor seine Führung, die er sich nach 17 Runden geholt hatte. Besonders ärgerlich für den Stewart-Haas-Piloten, beim Absitzen seiner Strafe war er erneut zu schnell. Nachdem auch Austin Dillon und Ryan Newman in der Box waren, übernahm Aric Almirola die Führung, die er bis zum Ende des Rennsegments nicht mehr abgab. Deutlich abgeschlagen auf Rang zwei lag Larson, gefolgt von Truex, Kurt Busch und Kevin Harvick.

Almirola führte das Feld auch in die zweite Stage, gefolgt von seinen Teamkollegen Harvick und Busch. Dies blieb auch bis zu den Stops unter Grün so, lediglich Busch verlor seinen dritten Platz an Brad Keselowski. Nach den Greenflag-Stops hieß der neue Leader Harvick. In Runde 128 gab es erstmals eine Gelbphase wegen Debris, es war die erste echte Rennunterbrechung. Newman blieb draußen und übernahm die Führung vor Ryan Blaney. Der Penske-Pilot zockte an der Box und holte sich nur zwei neue Pneus. Harvick fiel hinter seine beiden Teamkollegen Almirola und Busch auf Platz fünf zurück. Nach dem Restart ging Blaney zügig an Newman vorbei, der zurückfiel. Aber auch Blaney wurde schnell vom Feld geschnupft und Almirola war wieder der Führende. Der Ford-Pilot musste jedoch wegen eines losen Rades noch einmal an die Box. An der Spitze duellierten sich Almirolas Teamkollegen Busch und Harvick um den Stage-Sieg. In der letzten Kurve ging Busch nach Kontakt mit Mauer und Gegner an Busch vorbei und sicherte sich so einen Playoffpunkt. Rang drei ging an Larson vor Truex und Blaney.

Duell der Kyles

Harvick führte auch nach der Conclusion Caution vor Kurt Busch. Truex und Larson hatten die Plätze getauscht. Aus strategischer Sicht kam jedoch noch eine weitere Komponente hinzu, für die letzte Stage herrschte Unwetterwarnung. An der Spitze wechselte zunächst der Führende, da Busch den Restart gewann. Harvick fiel bis auf Rang vier zurück, holte sich aber später von Larson die Führung zurück. Kurz darauf löste Hamlin mit einem Dreher die zweite echte Caution aus. Wieder wurden unterschiedliche Strategien genutzt. Keselwoski und Almirola bleiben draußen, Joey Logano holte nur zwei neue Reifen. Kurzzeitig lagen beide Penske in Front, ehe Harvick zurückschlug und sich wieder an die Spitze setzte. Auf Rang zwei lag inzwischen Kyle Busch. In Runde 208 gab es erneut gelb, dieses mal wegen Corey LaJoie. In der Boxengasse eroberte sich Kyle Busch die Führung von Harvick und behauptete diese beim Restart. Nach einigen Runden, gelang es dem jüngeren Busch-Bruder sich etwas von Harvick abzusetzen. Das schnellste Auto im Feld hatte jedoch der andere Kyle. Larson, war kurz vor Rennende Zweiter und lag nur 1,6 Sekunden hinter Busch.

Dem Genassi-Piloten gelang es, den Vorsprung von Busch immer weiter zu verringern. Auch ein kurzzeitiger Kontakt mit der Mauer stoppte den jungen Piloten nicht. Er profitierte dabei auch davon, dass Busch Probleme beim Überrunden hatte. Larson griff weiter an und war dran. Dann kam es zur ersten Berührung der beiden, die Larson nutze um an Busch vorbei zuziehen. Dieser setze aber sofort zum Payback an und gewann das Rennen vor Larson der sich trotz Dreher noch als Zweiter ins Ziel rettete. Dritter wurde Harvick, vor Logano, Truex und Bowyer.

Fahreraustauschen zwischen Europa und Kanada

Im Rahmen der „World Oval Challenge“ der NASCAR Whelen Euro Series kam es zu einer besonderen Meldung. Erstmals in der Geschichte der NASCAR wird es zu einem Fahreraustausch zwischen zwei internationalen Serien kommen. Darauf einigten sich die NACAR Whelen Euro Series und die NASCAR Pinty’s Series. Als europäischer Vertreter wird der aktuelle Meisterschaftsführende der ELITE 1 Frédéric Gabillon vom 10. bis 12. August am Grand Prix de Trois-Rivières (GP3R) teilnehmen. Der RDV-Competition-Pilot wird dort für Dumoulin Compétition einen Sprectra PremiumTM Boliden pilotieren.

Der Fahreraustausch bietet der Serie, zusätzlich zu den sieben Rennen in den USA für die Trophy-Sieger, eine weitere Möglichkeit ihre Fahrer für die gezeigten Leistungen zu belohnen. RDV Competition wird zudem als Führender in der Teamwertung zum Goodwood Festival of Speed erhalten.

“Neben den anderen Zielen, die wir in der NASCAR Whelen Euro Series verfolgen, ist es wichtig, unseren Fahrern auch solche Möglichkeiten zu bieten”, sagt NASCAR Whelen Euro Series Geschäftsführer und Präsident Jerome Galpin. “Ich freue mich darauf, dass der Tabellenführer den Atlantik überqueren wird, um in Trois-Rivières zu starten. Das stärkt die Beziehungen von NASCAR auf internationalem Level. Außerdem bekommen unsere Fahrer eine weitere Möglichkeit, im Rampenlicht zu stehen. Es ist toll, neben den Rennen in den USA nun auch ein Rennen in Kanada in Aussicht stellen zu können. Das ist eine Anerkennung für unsere Meisterschaft und die Trophy Sieger. Diese Entwicklung beweist, dass die NASCAR Whelen Euro Series eine der attraktivsten Meisterschaften in Europa ist – und das für jede Art von Fahrer.”

Als Gastfahrer aus Kanada begrüßt die NWES beim Saisonfinale Jean-Francois Dumoulin, der auch Botschafter für Spektra Premium ist. Spectra Premium hat diesen Fahreraustausch erst ermöglicht. “Wir haben bereits vor fünf Jahren über solch ein Austauschprogramm gesprochen und einen realistischen Weg gesucht, um das möglich zu machen”, meint Dumoulin. “Ich halte es für eine gute Idee und wollte schon immer ein Teil davon sein. Als Botschafter für Spectra PremiumTM ist es wichtig, Beziehung aufzubauen, die unseren Wachstum im europäischen Markt fördern. Es ist eine Ehre für mich als Fahrer, den ELITE 1 Tabellenführer beim Trois-Rivières Grand Prix in unserem Team willkommen zu heißen. Für uns gilt dasselbe, wenn wir nach Zolder zum NASCAR Whelen Euro Series Finale reisen. Das ist eine große Geschichte, sowohl für die NASCAR Pinty’s als auch Whelen Euro Series. Außerdem ist es der Start einer wichtigen Geschäftsreise von Spectra PremiumTM.”

Vorschau: Coke Zero Sugar 400

Am kommenden Wochenende geht es für die NASCAR nach Daytona. Es ist nach dem Daytona 500 der zweite Besuch der NASCAR in Daytona. Die Distanz beim Coca Cola Zero Sugar 400, ist allerdings um einiges kürzer als beim Saisonauftakt. Zudem handelt es sich um ein Nachtrennen.

Das 2,5-Meilen-Tri-Oval gehört zu den traditionsreichesten Ovalen im Kalender. Nicht nur weil das Oval bereits 1959 eröffnet wurde oder weil William France Sr. als Architekt mit an den Plänen für die Strecke gearbeitet hat. Sondern auch, weil Daytona die Wiege des Stockcar-Sports ist. Das Banking reicht von 31° in den Kurven bis hin zu 2° auf der Geraden. Die Idee die France Sr. mit dem Banking verfolgte waren höhere Geschwindigkeiten und eine bessere Sicht für die Zuschauer. Das Flutlicht wurde 1998 installiert. Seit seiner Eröffnung 1959 wurde die Strecke mehrfach renoviert. 2004 wurde das Infield renoviert, 1978 und 2010 die Strecke neu asphaltiert. Zwischen 2013 und 2016 wurden im Rahmen des Projektes „Daytona Raising“ die Trübten auf der Gegengrade abgerissen und die Haupttribüne neugestaltet-

Auch das Coke Zero Sugar wird bereits seit 1959 am Daytona International Speedway ausgetragen. Zunächst betrug die Distanz lediglich 250 Meilen, seit 1963 beträgt die Renndistanz 400 Meilen. Diese verteilen sich auf 160 Runden á drei Stages. Die ersten beiden Stages gehen jeweils über 40 Runde, die letzte Stage dauert 80 Runden.

Die meisten Siege erzielte David Pearson, mit fünf Erfolgen. Von den noch aktiven Piloten, gelang es keinem Piloten das Rennen mehrfach zu gewinnen. Mit neun Siegen ist Wood Brothers Racing der erfolgreichste Rennstall beim Coke Zero Sugar 400, der letzte Sieg des Familienteams datiert sich aber auf das Jahr 1983. Auf Platz zwei liegt Hendrick Motorsports mit sechs Erfolgen, dicht gefolgt von Rush Fenway Racing, die mit Ricky Stenhouse Jr. den Vorjahres Sieger stellen. Dem Team gelang es fünf Mal das zweite Daytona Rennen für sich zu entscheiden. Mit jeweils drei Erfolgen liegen Richard Childres und Joe Gibbs Racing auf Rang vier. Gefolgt von Stewart-Haas Racing mit zwei Triumphen.

Bester Hersteller ist Ford, die 19mal ein Auto in der Victory Lane platzierten. Chevrolet gelang dies 18mal. Toyota schaffte dies bislang nur 2008.

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2 Kommentare

Holger 5 Juli, 2018 - 08:49

Ich bin wirklich froh über jeden Artikel, der hier auf dieser Seite geschrieben wird; daher bitte meine Kritik nicht falsch verstehen. Aber auch in diesem Beitrag fällt mir wie in vielen weiteren in letzter Zeit von verschiedenen Autoren auf, dass es unheimlich viele Rechtschreibfehler und einfach falsche Schreibweisen oder auch fehlende Wörter gibt. Liest man sich seine eigenen Artikel zum Schluss nicht noch mal durch und kann so Fehler korrigieren? Die reine Freude am Lesen würde das zumindest bei mir nicht unerheblich steigern. Kann ja durchaus sein, dass das für die meisten nicht so wichtig ist. Aber mich nervt das schon irgendwie und wäre für Abhilfe dankbar. Soll kein Gemecker sein, nur ein Hinweis. Nix für ungut.

Simon 5 Juli, 2018 - 12:03

Hallo Holger,
ich kann hier erstmal nur für mich sprechen. Natürlich lese ich meine Texte nochmals, zudem setze ich immer auf das vier Augenprinzip. Sprich ich lasse immer noch mal jemand anderen Gegenlesen. Leider übersieht man Buchstabendreher etc. doch allzuleicht. Deine Kritik findet aber Gehör und ich werde in Zukunft dann noch einmal mehr drüber lesen.

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