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IndyCar: Analyse Grand Prix of Arlington

von Rainer
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Kyle Kirkwood gewann das erste Rennen in den Straßen von Arlington. Damit übernahm er auch die Führung in der Meisterschaftswertung.

Bereits in der Qualifikation war Andretti Global das dominierende Team. Kyle Kirkwood verpasste auf Platz 7 noch knapp die Fast Six. Im Einzelzeitfahren des Segments ging Marcus Ericsson als erster Fahrer auf die Strecke. Seine Zeit sollte bis zum Ende bestehen bleiben, sodass er sich die erste Pole-Position seiner IndyCar-Karriere sicherte. Sein Teamkollege Will Power ging von Startplatz vier ins Rennen. Dazwischen qualifizierten sich Alex Palou und Pato O’Ward. Die dritte Startreihe bildeten die beiden Meyer-Shank-Piloten Felix Rosenqvist und Marcus Armstrong. In den freien Trainings hatten die Penske-Chevrolets das Tempo vorgegeben. David Malukas und Josef Newgarden hatten jedoch Probleme, die Option-Reifen optimal zu nutzen, und qualifizierten sich nur für die Startplätze 9 und 11. Scott McLaughlin crashte im ersten Qualifikationssegment und musste somit von ganz hinten ins Rennen gehen. Auch Christian Lundgaard und Scott Dixon starteten nur von den Plätzen 18 und 20.

Nach dem Start kam es zu einigen engen Situationen, teilweise mit Kontakt zwischen den Wagen. Die Rennleitung sprach zwei Penaltys aus, unter anderem auch gegen Mick Schumacher. Eigentlich war es alles normales IndyCar-Racing. Überraschenderweise gab es jedoch keinen größeren Unfall, sodass keine frühe Caution ausgerufen werden musste. Über die ersten zehn Runden blieb das Feld dicht beisammen. Der Abstand zwischen den Fahrzeugen pendelte sich bei einer knappen Sekunde ein. Danach bekamen die ersten Fahrer mit Option-Reifen Probleme mit der Haftung. So verlor Christian Rasmussen, der von Startplatz 8 kam, schnell Plätze und fiel in wenigen Runden bis auf Platz 17 zurück.

Zu diesem Zeitpunkt hatten die ersten Hinterbänkler, darunter Scott Dixon, Rinus VeeKay und Kyffin Simpson, ihren ersten regulären Stopp absolviert. Dabei fuhr Simpson über seinen bereits liegenden Vorderreifen und schob ihn in den Weg von Dixon. Dieser beförderte ihn mit Schwung in Richtung seiner Mechaniker. Glücklicherweise wurde niemand getroffen. In Runde 16 absolvierte Scott Dixon bereits seinen zweiten Stopp und hatte damit seine Pflicht-Stints auf Option-Reifen absolviert. Erst eine Runde später kamen Marcus Ericsson und Alex Palou zum ersten Mal an die Box. Da sich der Stopp bei Ericsson aufgrund von Problemen am linken Vorderrad verzögerte, übernahm Alex Palou die Führung dieser Strategiegruppe. Als letzter Fahrer der Spitzengruppe kam Will Power in der 22. Runde zu seinem ersten Stopp. Seine Abfahrt verzögerte sich etwas, da er Louis Foster abwarten musste, der seine Box ansteuerte. Power war der einzige Fahrer, der eine ganze Tankfüllung mit seinen Option-Reifen absolvieren konnte.

Nach seinem Stopp reihte Will Power sich auf Platz 6 zwischen Felix Rosenqvist und Alexander Rossi ein. Alex Palou lag in Führung und baute diese bis zu den nächsten Stopps ab der 27. Runde auf fast sechs Sekunden vor Marcus Ericsson aus. Bei Ericsson gab es Probleme mit dem Hinterrad, sodass er einige Zeit an der Box verlor. Er reihte sich erst wieder auf Platz sieben ein. Die Verfolgerrolle von Alex Palou übernahm Kyle Kirkwood. Zwischen beiden lagen jedoch mit Christian Lundgaard und Louis Foster Fahrer mit einer anderen Boxenstrategie. In Runde 45 klärte sich das Bild der verschiedenen Strategien. So mussten alle Fahrer noch mindestens einen Stopp absolvieren. In Führung lag Will Power mit einem Stopp weniger eine Sekunde vor Alex Palou. Kyle Kirkwood war der schnellste Fahrer auf Prime-Reifen und verkürzte den Abstand zu Palou sukzessive. Dahinter war auch Marcus Ericsson schneller als Palou. Es folgten Pato O’Ward und David Malukas.

Nach seinem Stopp musste Will Power gegen David Malukas um Platz 5 kämpfen. Alex Palou und Kyle Kirkwood kamen in der 49. Runde zeitgleich an die Box. Der Mechaniker am rechten Hinterrad verlor erneut die Radmutter bei Kirkwood, wodurch sich auch dieser Stopp verzögerte. Beide blieben aber vor Power und fuhren den Sieg somit unter sich aus. Kirkwood schloss schnell die Lücke zu Palou. In der letzten Kurve von Runde 54 setzte Kyle Kirkwood überraschend zum Überholmanöver an. Er bremste sich sehr spät innen neben Palou, der ihm den entsprechenden Platz ließ. Das hätte sehr leicht das Aus für beide sein können. So holte sich Kirkwood die Führung und setzte sich danach kontinuierlich von Palou ab. Das starke Teamergebnis von Andretti Global rundeten Will Power und Marcus Ericsson auf den Plätzen drei und vier ab. Trotz wiederholter Probleme bei den Boxenstopps konnte nur Alex Palou den Andretti-Honda Paroli bieten.

Das Rennen war aber noch nicht zu Ende. Vier Runden vor dem Ende setzte Christian Rasmussen seinen ECR-Chevrolet in Kurve 2 in die Wand. Die Folge war eine späte Caution, wodurch der gesamte Vorsprung von Kyle Kirkwood zunichte gemacht wurde. Für die letzte Runde sollte es noch einmal grün geben. Kyle Kirkwood machte keinen Fehler und blieb vor Alex Palou. Auch Will Power und Marcus Ericsson hielten ihre Plätze. Pato O’Ward war mit Platz fünf der beste Chevrolet-Pilot des Tages. Felix Rosenqvist quetschte sich beim Restart noch für Platz 6 an David Malukas vorbei. Er überholte Malukas jedoch zu früh und wurde ans Ende des Feldes strafversetzt. Im Hinterfeld crashten Nolan Siegel und Romain Grosjean, sodass das Rennen doch unter Gelb zu Ende ging.

Mit erstaunlichen Rennen sicherten sich Christian Lundgaard, Scott Dixon und Scott McLaughlin die Plätze 7, 8 und 11. Alle drei waren sehr weit hinten ins Rennen gestartet. McLaren und Team Penske setzten bei Lundgaard und McLaughlin auf eine ähnliche Strategie. Nach einem Stint auf Prime-Reifen zum Start folgten zwei kurze auf Option-Reifen. Da zur Rennmitte viele Teams auf gebrauchte Prime-Reifen gesetzt hatten, konnten Lundgaard und McLaughlin hier Zeit gutmachen. Zudem waren sie relativ flexibel, was den Zeitpunkt des dritten Stopps anging. Das zahlte sich aus. Scott Dixon hingegen hatte bereits in Runde 15 seine beiden Pflichtstints auf Option-Reifen absolviert. Danach setzte er auf Prime-Reifen. Das brachte ihn in die Top 10, aber schon in Runde 37 absolvierte er seinen vierten Stopp. Das war zu früh, um mit der Tankfüllung das Ziel zu erreichen. In Runde 59 kam er deshalb zu einem schnellen Stopp an die Box. Dabei fiel er nur von Platz 7 auf Platz 9 zurück. Durch die Strafe für Rosenqvist wurde schließlich Platz 8 daraus.

Das gesamte Ergebnis kann auf der Homepage der IndyCar-Series (PDF) nachgelesen werden.

Nach drei Rennen in Folge gönnt sich die IndyCar-Series eine erste kleine Pause. Erst am 29. März steht der Children’s of Alabama Indy Grand Prix im Barber Motorsports Park auf dem Programm.

Elkhart Lake, WI - during the 2026 Java House Grand Prix of Arlington Austin, TX (Photo by Travis Hinkle | IMS Photo)
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