Home IRLIndyCarIndyCar: Vorschau Chevrolet Detroit Grand Prix

IndyCar: Vorschau Chevrolet Detroit Grand Prix

von Rainer
0 Kommentare 4 minutes read

Eine Woche nach den 500 Meilen von Indianapolis findet traditionell das Rennen der IndyCar-Series in Detroit statt. In diesem Jahr steht das dritte Rennen auf dem vergleichsweise neuen Kurs in der Innenstadt an.

Der Kurs ist selbst für IndyCar-Stadtkurse sehr eng und winkelig. Im letzten Jahr kam auch ein kleiner Schauer hinzu, wodurch die Fahrer für eine Menge Chaos sorgten. So kamen am Ende 47 Runden (von 100) unter Caution zusammen und es wurden zwölf Strafen ausgesprochen. Mit seiner patentierten Benzin-Spar-Strategie gewann Scott Dixon das Rennen. Alex Palou wurde hingegen nur auf Platz 16 gewertet. Wer nun Hoffnung auf ein spannendes Rennen am Wochenende hat, den muss ich leider enttäuschen. Palou war im Training und in der Qualifikation einer der schnellsten Fahrer. Für das Rennen hat Chip Ganassi Racing jedoch die Strategie vermasselt. Er startete auf gebrauchten Option-Reifen von Platz 2. Die Reifen hielten nur wenige Runden, sodass er nach dem Stopp ins Mittelfeld zurückfiel. Dort wurde er unschuldig Opfer eines Crashs, wodurch die schlechte Platzierung zustande kam.

Im Vorjahr waren die Wagen von Andretti Global gut unterwegs. Marcus Ericsson und Kyle Kirkwood kamen auf den Plätzen zwei und vier ins Ziel. Colton Herta führte das Rennen die ersten 33 Runden an. Durch die Strategie war er zurückgefallen und unter dem Druck, wieder nach vorne zu wollen, crashte er in Runde 46 – das war ein typischer Herta-Aussetzer, der ihn von der Elite des Fahrerfeldes trennt. Man muss aber noch abwarten, wie sich Andretti Global von dem Indy 500 erholt hat. Immerhin wurde das Team beim Betrügen erwischt und einige Teammitglieder wurden entsprechend gesperrt. Vor allem für Marcus Ericsson wird es ein hartes Wochenende. Nach Platz 2 war er schon sehr emotional. Die Rückstufung auf Platz 31 wird es nicht besser gemacht haben.

Bei den Favoriten im Chevrolet-Lager müssen wir zuerst auf McLaren schauen. Im Schatten von Alex Palou haben Pato O’Ward und Christian Lundgaard bisher eine gute Saison gezeigt. Mit Platz 3 beim Indy 500 hat sich O’Ward nun auch in der Meisterschaft auf den zweiten Platz vorgeschoben. Lundgaard hält sich konstant in den Top 3, dem Team fehlt jedoch noch der erste Saisonsieg. Dank Palou gilt das aber für fast alle Teams. Ich habe keine Ahnung, was man von Team Penske erwarten kann. Der Skandal bei der Indy-Qualifikation hatte große Auswirkungen auf das Team. Immerhin wurden die führenden Personen des IndyCar-Programms sowie der Präsident der gesamten Motorsportaktivitäten entlassen. Außerdem schien man auch schon vorher nur noch die dritte Kraft in der IndyCar Series zu sein, hinter Chip Ganassi Racing (bzw. Alex Palou) und McLaren. In der Meisterschaft liegt sogar Felix Rosenqvist noch vor allen drei Penske-Piloten.

Er ist auch der letzte Favorit, den ich hier nennen möchte. Er ist jedoch kein Kandidat für den Sieg. Dafür sind Alex Palou, die beiden McLaren und Colton Herta, sofern er keine Fehler macht, zu stark. Rosenqvist wird aber eine sehr gute Startposition herausfahren und daraus einen Platz in den Top 10, vielleicht sogar in den Top 5, machen.

Strecke

Die Strecke ist nur 1,7 Meilen (2,7 Kilometer) lang und hat 10 Kurven. Der Vergleichskurs Belle Isle hat 14 Kurven, aber auf einer Länge von 2,35 Meilen (3,78 Kilometer). Die Zielgerade ist keine 400 Meter lang, weshalb der Start auf der Gegengeraden erfolgt. Trotzdem befindet sich Kurve 1, eine 90 Grad Linkskurve, am Ende der Zielgeraden. Die nächste 90 Grad Linkskurve führt auf die 1 Kilometer lange Gegengerade. Diese mündet in eine 180-Grad-Kehre. Sie ist die beste Stelle zum Überholen. Massive Bodenwellen vor Kurve 3 machen das Anbremsen allerdings extrem schwierig. Es folgen eine 90 Grad Rechts- und eine 90 Grad Linkskurve. Eine Rechts-Links-Schikane führt zum Renaissance Center. Zwei weitere 90-Grad-Kurven, die erste links, die zweite rechts, bringen die Fahrer zurück auf die Zielgeraden.

Zeitplan (local time, MEZ)

Freitag, 30. Mai

3:00 – 4:15 p.m. (21:00 -22:15) – NTT IndyCar Series practice

Samstag, 31. Mai

9:00 – 10:00 a.m. (15:00 -16:00) – NTT IndyCar Series practice
12:00 – 1:45 p.m. (18:00 – 19:45) – Qualifying for the NTT P1 Award

Sonntag, 1. Juni

9:30 – 10:00 a.m. (15:30 – 16:00) – NTT IndyCar Series warmup
12:30 p.m. (18:30) – Übertragungsbeginn FOX

12:52 p.m. (18:52) – Chevrolet Detroit Grand Prix (100 laps/164.5 miles), FOX, Sky live

Das könnte Dir auch gefallen

  Der Ansprechpartner in Sachen Automobil ist AUTODOC   Der Ansprechpartner in Sachen Automobil ist AUTODOC
Racingblog
Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.