Alex Palou gewann am Sonntag auch das zweite Rennen der Saison. Damit machte er das perfekte McLaren-Wochenende mit zwei Doppelsiegen in der Formel 1 und der IndyCar Series perfekt.
Das Wochenende begann wie erwartet und Alex Palou fuhr gleich im ersten Training die Bestzeit. Doch im zweiten Training waren es die McLarens, die aufhorchen ließen. Christian Lundgaard war eine halbe Sekunde schneller als Palou. Das sollte sich auch im Qualifying bestätigen. Pato O’Ward sicherte sich die Pole Position vor Christian Lundgaard. Alex Palou musste sich mit Startplatz drei vor dem Andretti-Duo Colton Heta und Marcus Ericsson begnügen. Überraschend stark präsentierte sich Alexander Rossi im Carpenter-Chevrolet mit Startplatz 6, während Scott Dixon von Startplatz 11 ins Rennen ging. Mit McLaren, Ganassi und Andretti waren die üblichen Teams in den Fast-6 vertreten. Team Penske fehlte dagegen komplett. Keiner der drei Piloten schafften es in die Top-6 der ersten Gruppe in der ersten Qualifikationsrunde. Josef Newgarden war 1,1, Will Power 1,4 und Scott McLaughlin 1,9 Sekunden langsamer als Alex Palou. Das bedeutete am Ende die Startplätze 17, 21 und 25.
Noch vor dem Start drehte Devlin DeFrancesco in der letzten Kurve Scott McLaughlin um. Dank des Hybrid-Systems konnten beide das Rennen mit Verspätung aufnehmen. DeFrancesco musste für den unnötigen Kontakt eine Drive-Through-Penalty antreten. Überraschenderweise kamen dann alle Autos unfallfrei durch die erste Kurve. Marcus Ericsson musste allerdings in Kurve 2 in den Dreck ausweichen und fiel auf Platz 12 zurück. Pato O’Ward behielt die Führung und Christian Lundgaard setzte sich gegen Alex Palou durch. Die meisten Teams der Spitzengruppe setzten beim Start auf Option-Reifen. Bester Fahrer auf Prime-Reifen war Colton Herta auf Platz 4 und auch Marcus Armstrong auf Platz 7 hielt gut mit. Felix Rosenqvist hingegen verlor von Startplatz 9 einige Plätze. An der Spitze kontrollierte Pato O’Ward das Rennen und hatte nach 7 Runden bereits 5 Sekunden Vorsprung auf seinen Teamkollegen. Am Ende des Feldes lagen die drei Penske-Chevrolets auf den Plätzen 22 (Newgarden), 23 (Power) und 25 (McLaughlin).
In der neunten Runde konnte Alex Palou Christian Lundgaard überholen. Während er sich schnell von Lundgaard absetzen konnte, blieb der Rückstand auf Pato O’Ward konstant bei 6,5 Sekunden. Bei Lundgaard waren die Option-Reifen verschlissen und er steuerte die Box an. Auch Louis Foster hatte massive Reifenprobleme und verlor vor seinem Stopp einige Plätze. Ab Runde 16 kamen auch alle anderen Fahrer der Spitzengruppe an die Box. Der frühe Stopp mit neuen Option-Reifen brachte Christian Lundgaard wieder an Alex Palou vorbei und auch deutlich näher an Pato O’Ward heran. Die großen Gewinner der ersten Boxensequenz waren jedoch die Penske-Piloten. Frühe Wechsel auf Option-Reifen brachten Will Power auf Rang 13 und Josef Newgarden auf Platz 16. Für Scott McLaughlin war das Rennen jedoch mit einem überhitzten Hybridsystem mehr oder weniger gelaufen. Mit 12 Runden Rückstand wurde er am Ende auf Platz 27 gewertet.
Noch vor Rennhalbzeit kamen Josef Newgarden und Scott Dixon in Runde 26 auf den Plätzen 16 und 17 liegend zum zweiten Stopp an die Box. Das war selbst für eine 3-Stopp-Strategie sehr früh. Wir konnten die Stopps der anderen Autos nicht mehr verfolgen. Ein kompletter Stromausfall der Übertragungstechnik vor Ort verhinderte dies. Pato O’Ward behielt dennoch seine Führung mit mehr als 6 Sekunden Vorsprung vor Christian Lundgaard. Der Däne wurde direkt verfolgt von Alex Palou. Ab Runde 40 entwickelte sich ein intensiver Zweikampf zwsichen ihnen. Kyle Kirkwood und Colton Herta dahinter hatten bereits mehr als 20 Sekunden Rückstand auf Palou. Will Power und Josef Newgarden hatten sich in die Top-10 vorgearbeitet.
In der 47. Runde kam Christian Lundgaard zum letzten Stopp an die Box. Alex Palou hätte die freie Fahrt gerne zu seinem Vorteil genutzt. Doch der Vorteil der neuen Reifen bei Lundgaard machte dies wieder wett. So kam Palou hinter Lundgaard zurück auf die Strecke. Alex Palou konnte im letzten Stint auf Option-Reifen setzen, während beide McLaren Prime-Reifen verwenden mussten. Diesen Vorteil nutzte er. Fünf Kurven lang kämpften Palou und Lundgaard Rad an Rad um Platz zwei, am Ende setzte sich der Titelverteidiger durch und machte sich auf die Jagd nach Pato O’Ward. Dieser hatte in Runde 59 noch einen Vorsprung von 7,5 Sekunden. Doch der reichte nicht einmal für 6 Runden. Schon in Runde 55 klebte Palou am Heck von O’Ward und wenige Kurven später übernahm er auch die Führung. Bis zur Ziellinie hatte er einen Vorsprung von 10 Sekunden auf die beiden McLaren herausgefahren.
Mehr als die befürchteten 30 Sekunden Rückstand hatte dann Colton Herta, der lange mit Kyle Kirkwood um Platz 4 gekämpft hatte. Kirkwood hatte gegen Ende des letzten Stints Probleme mit seinen Option-Reifen und fiel noch hinter Felix Rosenqvist und Will Power zurück. Power war auch der Fahrer des Tages. Er fuhr vom 21. Startplatz bis auf den sechsten Platz nach vorne und das ohne die Hilfe einer glücklichen Caution. Nach einer Runde hatte er schon mehr als 30 Sekunden Rückstand auf die Spitze, nur wegen der Startposition. Im Ziel waren es keine 30 Sekunden mehr auf Pato O’Ward. Trotz Verkehr und Überholmanövern war er schneller als der Zweitplatzierte. Kyle Kirkwood verlor auch noch Platz 7 an Marcus Armstrong und kam auf Platz 8 ins Ziel. Alexander Rossi und Scott Dixon komplettierten die Top-10. Josef Newgarden wurde als 13. gewertet. Damit verlor er nicht nur deutlich gegen Alex Palou und Pato O’Ward, sondern vor allem auch gegen seinen Teamkollegen Will Power.
Alles in allem war das Rennen im Thermal Club eine überflüssige Veranstaltung. Daran war auch die Übertragung von FOX nicht unschuldig. So wurde von allen Überholmanövern Will Powers nur das letzte gegen Alexander Rossi gezeigt. Der Stromausfall im Übertragungswagen setzte dem Ganzen die Krone auf. Das Rennen selbst hatte diesen einen spektakulären Kampf zwischen Christian Lundgaard und Alex Palou um Platz 2. Ansonsten plätscherte es so dahin. Die Spannung, ob Palou Pato O’Ward noch abfangen kann, war schnell verflogen. Zu überlegen war der Ganssie-Honda mit Option-Reifen. Als nächstes Rennen steht am 13. April der traditionsreiche Grand Prix von Long Beach auf dem Programm der IndyCar Series. Mit diesem Rennen beginnt die Saison erst so richtig.









1 Kommentare
Danke dass ihr über die Indycars berichtet!!! 😀
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