Wie schon im Vorjahr ging der Sieg im Saisonfinale erneut an Team Penske. Scott McLaughlin konnte seinen ersten Saisonsieg einfahren.
Zum Finale holte er auch seine zweite Pole-Position des Jahres. Dabei verdrängte er den Champion Alex Palou auf Startplatz 2. Die zweite Startreihe bildeten Felix Rosenqvist und Alexander Rossi vor David Malukas und Kyle Kirkwood. Pato O’Ward und Christian Lundgaard mussten den Kampf um die Vizemeisterschaft von den Startplätzen 10 und 11 in Angriff nehmen. Scott Dixon startete von Platz 16, um seine erste sieglose Saison seit 2004 zu verhindern.
Die Fahrer im Vorderfeld kamen sauber durch die ersten Kurven. Kyle Kirkwood profitierte vom Zweikampf zwischen Alexander Rossi und David Malukas und konnte an beiden vorbeigehen. Sting Ray Robb verbremste sich im Hinterfeld jedoch massiv vor Kurve 6 und fuhr in das Heck von Dennis Hauger. Für den Rookie war das Rennen in den Reifenstapeln leider zu Ende. Damit hatte Mick Schumacher wieder Chancen auf den Titel „Rookie of the Year”. Nach dem Restart zog Kirkwood auch an Rosenqvist vorbei und schob sich auf Platz drei.
Ab der 18. Runde kamen die auf Option-Reifen gestarteten Fahrer an die Box. So übernahm Alexander Rossi mit Prime-Reifen in der 22. Runde die Führung und hielt sie bis zu seinem Stopp in der 25. Runde.
Alex Palou konnte sich nach dem Stopp von Kyle Kirkwood absetzen und den Abstand zu Scott McLaughlin verkleinern. Im Gegensatz zu seinen beiden ärgsten Kontrahenten nutzte er für den zweiten Stint einen Satz gebrauchter Option-Reifen. Vor allem zu Beginn des Stints hatten diese einen großen Vorteil gegenüber den Prime-Reifen.
Ab Runde 28 änderte sich das Bild in der Spitzengruppe. Die Option-Reifen von Alex Palou verloren deutlich an Performance. Scott McLaughlin konnte seinen Vorsprung auf über vier Sekunden ausbauen. In Runde 30 gingen Kyle Kirkwood und Alexander Rossi an Alex Palou vorbei. In der Folge kam der Meister schon in Runde 32 wieder an die Box. Das warf ihn ins Hinterfeld zurück. Außerdem war das Ziel mit nur einem weiteren Stopp nicht zu erreichen. An der Spitze fuhren Scott McLaughlin, Kyle Kirkwood und Alexander Rossi mit fast identischen Rundenzeiten. Erst David Malukas auf Platz vier musste etwas abreißen lassen.
David Malukas eröffnete in Runde 44 die nächste Sequenz an Boxenstopps. Er kam direkt vor Alex Palou wieder auf die Strecke, der in seinem dritten Stint also keine Zeit gutgemacht hatte. Die weiteren Stopps der Fahrer der Spitzengruppe änderten nichts an ihrer Reihenfolge. So führte zu Beginn der zweiten Rennhälfte Scott McLaughlin vor Kyle Kirkwood, Alexander Rossi und David Malukas. Es folgten Felix Rosenqvist, Christian Lundgaard und Marcus Armstrong. Alle Teams setzten in diesem Stint auf Prime-Reifen, sodass es über die Reifenperformance zu keinen Verschiebungen kam. Auch die letzten Stopps in den Runden 69 bis 71 veränderten das Bild der Spitzengruppe zunächst nicht.
In der 72. Runde warf Mick Schumacher seine kleinen Chancen auf den Titel „Rookie of the Year” weg. In der Anfahrt zum Corkscrew drehte er sich. Er konnte seine Fahrt jedoch fortsetzen, sodass keine Caution nötig war. Ähnliches war Nolan Siegel schon wenige Runden vorher gelungen. So ging das Rennen ohne weitere Caution zu Ende.
Für den letzten Stint setzten Scott McLaughlin, Alexander Rossi und Felix Rosenqvist auf die beständigeren Prime-Reifen, Kyle Kirkwood, David Malukas und Marcus Armstrong hingegen auf neue Option-Reifen. Mit diesen Reifen konnte Malukas Druck auf Rossi ausüben. Der ECR-Pilot konnte sich jedoch verteidigen und sicherte sich damit seine erste Podiumplatzierung der Saison. Später im Stint musste Malukas aber den Preis für die schnellen Runden zu Beginn des Stints zahlen. Felix Rosenqvist konnte die Lücke zu ihm schließen und in der 90. Runde an ihm vorbeigehen. Das war das einzige Überholmanöver in der Spitzengruppe.
So fuhr Scott McLaughlin ungefährdet den Sieg ein. Mit Kyle Kirkwoods sicherem zweiten Platz war auch der Kampf um die Vizemeisterschaft gegen McLaren früh entschieden. Christian Lundgaard konnte in seinem letzten Rennen für McLaren seine Klasse unter Beweis stellen und sich auf Platz 6 nach vorne fahren. Pato O’Ward wurde hingegen nur auf Platz elf gewertet. Es war ein massiver Fehler von Chip Ganassi Racing, Alex Palou im zweiten Stint mit gebrauchten Option-Reifen auszustatten. Die Folge war ein zusätzlicher Boxenstopp. Doch Palou zeigte auch im Finale die Qualitäten eines Champions und fuhr auf Platz 8 ins Ziel. Scott Dixon krönte seine „katastrophale” Saison mit dem 17. Platz im Finale. Damit endete eine der beeindruckendsten Serien im Motorsport: 21 Jahre mit jeweils einem Sieg.
Das gesamte Ergebnis kann auf der Homepage der IndyCar-Series (PDF) nachgelesen werden.
Alex Palou hatte sich bereits am vergangenen Wochenende die Meisterschaft gesichert. Auch Kyle Kirkwoods Vizemeisterschaft war in Monterey nicht in Gefahr. McLaren sicherte sich mit Christian Lundgaard und Pato O’Ward die Plätze drei und vier, dahinter folgten Team Penskes David Malukas und Scott McLaughlin. Trotz seines frühen Ausfalls sicherte sich Dennis Hauger den Titel „Rookie of the Year”. Platz 22 und 228 Punkte in der Gesamtwertung reichten dafür aus. Mick Schumacher (213 Punkte) und Caio Collet (203 Punkte) blieben hinter ihm. Nur Sting Ray Robb war von den Vollzeit-Startern noch schlechter als die Rookies.
Mit dem Rennen in Monterey hat sich die IndyCar-Serie in die NFL-Pause verabschiedet. Der Saisonstart 2027 findet Anfang März in den Straßen von St. Petersburg statt. Dann wird auch Mick Schumacher wieder dabei sein. Er wird die #60 von Felix Rosenqvist bei Meyer Shank Racing übernehmen. Außerdem kehrt Dreyer & Reinbold Racing mit Conor Daly am Steuer in Vollzeit zurück. Sie haben Schumachers Charter von RLL Racing gekauft. Auch sehen wir dann den IR-12 für ein letztes Jahr im Einsatz.













