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IndyCar: Analyse Bommarito Automotive Group 500

von Rainer
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Josef Newgarden gewann am Sonntagabend sein zweites Ovalrennen dieser Saison. Damit bewies er einmal mehr, dass er derzeit der beste Ovalpilot im Feld ist. Es war sein sechster Sieg in elf Starts in Madison.

Mit Alex Palou stand der insgesamt beste Fahrer auf der Pole-Position. Es folgten David Malukas, Kyle Kirkwood und Felix Rosenqvist. In kleinen Ovalen ist die Startposition jedoch nicht so entscheidend. Das zeigten in der Anfangsphase Josef Newgarden, der von Startplatz 8 aus in weniger als 30 Runden Platz 3 erreichte, und noch eindrucksvoller Marcus Ericsson. Der Schwede war von Startplatz 12 ins Rennen gegangen und übernahm in Runde 47, noch vor den ersten Boxenstopps, die Führung. Diese hatte bis dahin Alex Palou vor David Malukas und Josef Newgarden verteidigt. Scott Dixon zögerte den ersten Stopp am längsten hinaus und lag so in Führung, als Alex Palou Nolan Siegel in Kurve 1 touchierte. Der McLaren-Chevrolet bog in die Mauer ab und löste so die erste Caution aus. Siegel hatte Palou auf der unteren Linie schlichtweg zu wenig Platz gelassen. Es war ein klassischer Ovalunfall. Glücklicherweise blieb der Ganassi-Honda unbeschädigt.

Zum Restart führte Marcus Ericsson das Feld vor Josef Newgarden, Alex Palou, Scott Dixon, David Malukas und Kyle Kirkwood an. Scott McLaughlins wunderschöner Penske-Chevrolet folgte auf Platz sieben. In diesem Stint spulten die Fahrer einfach die Runden ab, bis die nächsten Boxenstopps ab Runde 106 anstanden. Graham Rahal wurde durch die Stopps auf Platz drei nach vorne gespült. Bevor er jedoch neue Reifen aufziehen konnte, verlor er in Runde 113 seinen Wagen im Kurveneingang von Kurve 4, während es leicht zu regnen begann. Die Rennleitung ließ die Wagen erst einmal unter Gelb auf der Strecke. Der Regen wurde jedoch stärker, sodass das Rennen unterbrochen werden musste. Nach insgesamt 40 Minuten Pause und 29 Runden unter Gelb ging es ab Runde 143 wieder im Renntempo weiter.

Während der Caution hatten sich Caio Collet und Will Power über die Stopps in die Spitzengruppe geschoben. Somit führte Marcus Ericsson nun vor Collet das Feld zum Restart an. Es folgten Josef Newgarden, Will Power und Christian Rasmussen. Scott Dixon und Alex Palou waren hingegen an das Ende der Top 10 zurückgefallen. Sie hatten zum Ende der Caution einen weiteren Stopp zum Nachtanken eingelegt. Bei Chip Ganassi Racing hoffte, sich durch genügend Runden unter Gelb einen Stopp bis ins Ziel zu sparen.

An der Spitze setzten sich Ericsson und Newgarden sukzessive von Collet ab. An diesem kam Christian Rasmussen nicht vorbei, obwohl er den etwas stärkeren Eindruck machte. Hinter ihm machte außerdem Rinus Veekay Druck, der sowohl Kyle Kirwood als auch Will Power überholt hatte. Um nicht noch mehr Zeit zu verlieren, kam Rasmussen bereits in der 174. Runde an die Box. Über den Under-Cut kam er an Caio Collet vorbei, Rinus Veekay blieb hinter ihm. An der Spitze kam zuerst Marcus Ericsson an die Box, Josef Newgarden folgte eine Runde später. Hierbei hatte Newgarden den Vorteil und übernahm die virtuelle Spitze.

Die Führung hatten Scott Dixon und Alex Palou inne, als die Rennleitung abermals wegen Regen eine Caution ausrufen musste. Da der Tank seines Ganassi-Hondas fast leer war, musste Dixon die Box ansteuern, obwohl die Boxengasse geschlossen war. Die Strafe beförderte ihn ans Ende des Feldes. Palou wartete mit seinem Stopp, bis die Boxengasse geöffnet war, und kam dann mit dem restlichen Feld herein. Das war jedoch zu spät, sodass er ohne Benzin langsam zu seiner Box rollte. Das kostete ihn eine ganze Runde. Die alternative Strategie, die mit dem Stopp in Runde 140 eingeleitet worden war, wurde zum Nachteil für beide Ganassi-Piloten.

Christian Rasmussen schob sich mit einem perfekten Stopp auf Platz zwei hinter Josef Newgarden. Dahinter folgten Marcus Ericsson, Rinus Veekay und Kyle Kirkwood. Über mehrere Runden lieferten sich Newgarden und Rasmussen einen spektakulären Kampf um die Führung. Da Regen drohte, konnte auch jede Runde die letzte des Rennens sein. Durch den Kampf an der Spitze konnten Marcus Ericsson und Rinus VeeKay dicht folgen. Erst Kyle Kirkwood auf Platz fünf musste etwas abreißen lassen. Aufgrund abbauender Reifen konnte Rasmussen seinen Speed nicht ganz halten und Marcus Ericsson zog in Runde 226 vorbei. Es folgte jedoch die nächste Caution-Phase aufgrund von Regentropfen. Während der Caution verteilte der Motor von Caio Collets Chevrolet weitere Flüssigkeiten auf der Strecke. Collet lag zu diesem Zeitpunkt auf Platz 6 und hätte mit Sicherheit ein Topergebnis für A. J. Foyt Enterprises eingefahren. Von seinem Teamkollegen Santino Ferrucci war im Rennen übrigens nichts zu sehen.

Josef Newgarden führte das Feld zum Sprint über 27 Runden an, gefolgt von Marcus Ericsson, Christian Rasmussen und Rinus VeeKay. Während der Restart an der Spitze sehr diszipliniert ablief, ging es im Mittelfeld wie üblich wild zu. Einige Fahrer, darunter Scott McLaughlin, Pato O’Ward und Will Power, hatten während der Caution neue Reifen aufziehen lassen. Entsprechend hatten sie einen Vorteil, den sie schnellstmöglich umsetzen wollten. Es kam zwar zu ein wenig Carbon- und Gummi-Austausch, aber zu keinem Crash. Josef Newgarden fuhr den Sieg vor Marcus Ericsson sicher ein. Dahinter reihten sich Christian Rasmussen und Rinus Veekay ein.

Mit den neuen Reifen fuhr Scott McLaughlin sich beim Restart von Platz 9 auf Platz 5 nach vorne. Leidtragende waren Kyle Kirkwood und sein Teamkollege David Malukas. Will Power schaffte es immerhin bis auf Platz 8 vor Marcus Armstrong. Von den McLaren war am Wochenende nicht viel zu sehen. Pato O’Ward hatte sich für Startplatz 9 qualifiziert und fuhr während des gesamten Rennens um Platz 10 herum. Am Ende wurde er Elfter und wurde dabei von seinem Teamkollegen Christian Lundgaard geschlagen. Das war kein gutes Wochenende für McLaren. Im Ergebnis gilt das auch für Chip Ganassi Racing. Alex Palou (Platz 17) und Scott Dixon (Platz 12) waren aber immerhin lange in der Spitzengruppe des Rennens zu finden. Beide hatten dann natürlich Pech mit der Caution in Runde 197 – so ist die IndyCar-Series: Mal gewinnt man dank einer Caution, mal verliert man.

Das gesamte Ergebnis kann auf der Homepage der IndyCar Series (pdf) nachgelesen werden.

In der Meisterschaft hat Alex Palou (342 Punkte) etwas an Vorsprung eingebüßt. Da Kyle Kirkwood (293 Punkte) und David Malukas (274 Punkte) aber ebenfalls keine Topergebnisse erzielt haben, hält sich der Schaden in Grenzen. Auf den Plätzen 4 und 5 folgt McLaren mit Christian Lundgaard (246 Punkte) und Pato O’Ward (239 Punkte). Josef Newgarden (238 Punkte) hat sich auf Platz 6 vor seinem Teamkollegen Scott McLaughlin (222 Punkte) verbessert.

Die IndyCar Series gönnt sich ein freies Wochenende, das erste seit Anfang Mai. Weiter geht es erst am 21. Juni mit dem XPEL Grand Prix at Road America in Elkhart Lake.

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