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IndyCar: Saisonvorschau 2026

von Rainer
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Anfang März findet sich die IndyCar Series in den Straßen von St. Peterburg ein und so wird es Zeit für eine umfassende Saisonvorschau.

Es gibt so viele interessante Themen, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. Für uns deutsche Motorsportfans ist Mick Schumacher sicherlich das große Thema bei der IndyCar-Serie. Nach seiner eher glücklosen Formel-1-Karriere bei Haas und zwei Jahren in der WEC mit Alpine versucht er nun den Sprung über den Atlantik. Er übernimmt das Cockpit von Devlin DeFrancesco bei RLL Racing. Im letzten Jahr gehörte es zu den schwächsten Teams überhaupt, daher sollten die Ansprüche zunächst einmal im Rahmen bleiben. Für Schumacher selbst hat sein Vorgänger die Messlatte aber nicht sehr hoch gelegt. DeFrancesco war in seinen drei Jahren in der IndyCar-Serie einfach schlecht. Mit wenigen Ausnahmen war er außerhalb der Top 15 zu finden und belegte in den Jahresendwertungen die Plätze 22, 23 und 26. Das sollte Mick Schumacher schon übertreffen können. Größere Probleme hatte er bei den ersten richtigen Testfahrten auf dem Oval. Der Phoenix Raceway ist auch nicht gerade das einfachste Oval für den Einstieg.

Die US-amerikanischen Fans haben dagegen andere Themen ganz oben auf ihrer Agenda: Wer kann Alex Palou endlich schlagen? Wann wird wieder einer von uns Champion? Josef Newgarden war 2019 der letzte US-Amerikaner, der Meister werden konnte. Das ist für die Fans eine sehr lange Zeit. Neben Newgarden und Kyle Kirkwood gibt es in diesem Jahr mit David Malukas immerhin einen dritten US-amerikanischen Fahrer in einem vermeintlichen Top-Cockpit. Er hat Will Power bei Team Penske abgelöst. Colton Herta hingegen hat die IndyCar-Series in Richtung Formel 2 bzw. als Testfahrer bei Cadillac in der Formel 1 verlassen. Aufgrund seiner Fehler war er aber kein ernstzunehmender Konkurrent von Alex Palou. Auch wenn Herta 2024 Vizemeister wurde. Sein Cockpit bei Andretti Global hat nun Will Power. Das dritte Top-Team, Arrow McLaren, tritt wieder mit Vizemeister Pato O’Ward und Christian Lundgaard an. Im Vorjahr fehlten O’Ward 196 Punkte auf Alex Palou. Sein Rückstand auf Platz eins war in etwa so groß wie sein Vorsprung auf Malukas auf Platz elf.

Kurz vor dem Saisonstart hat die IndyCar-Series eine große Baustelle geschlossen. Auch im nächsten Jahr werden Chevrolet und Honda die Teams mit Motoren ausstatten. Die ganze Problematik entstand durch die wiederholte Verschiebung des neuen IndyCar-Chassis und der damit verbundenen neuen 2,4-Liter-Motoren. Beide Motorenhersteller waren mit der Situation sehr unzufrieden, sodass unklar war, ob die 2026 auslaufenden Verträge verlängert werden würden. Jetzt ist die Saison 2027 gesichert und 2028 sollen das neue Chassis und die neuen Motoren von Chevrolet (Ilmor) und Honda (HRC US) zum Einsatz kommen. Erste Testfahrten des von Dallara entwickelten und konturierten IR-28 sollen Ende des Jahres stattfinden. Die genauen Motorenspezifikationen, vor allem der Hybridanteil, sind noch in der Verhandlung.

Ab 2028 erhalten Chevrolet und Honda mit den neuen Wagen jeweils auch einen eigenen Charter. Sie können dann eigene Wagen einsetzen. Wahrscheinlich werden bestehende Teams dann zusätzlich einen „Werkswagen” an den Start bringen. Das Chartersystem wurde zur vorigen Saison eingeführt. Aktuell gibt es 25 Charter, die für alle Rennen außer dem Indy 500 gesetzt sind und sich für die 22 Leader-Circle-Verträge qualifizieren können, die eine höhere Ausschüttung der Fernsehgelder garantieren. Die beiden Motorenlieferanten sind somit noch fester an die IndyCar-Series gebunden. Ein dritter Motorenhersteller ist jedoch weiterhin nicht in Sicht.

Kalender

Im Vergleich zu den letzten Jahren hat sich hier einiges verändert. Der Phoenix Raceway und ein Straßenkurs in Arlington um das AT&T-Stadium der Cowboys ersetzen das Oval von Iowa und den Kurs im Thermal Club. Außerdem wird der Grand Prix nicht mehr in der Innenstadt von Toronto, sondern im Vorort Markham ausgetragen. Zu guter Letzt hat der Präsident der USA per Dekret ein weiteres Rennen an seinem Wohnort zugelassen. Anlässlich des 250-jährigen Unabhängigkeitsjubiläums wird die IndyCar-Series Ende August ein Rennen im Regierungsbezirk von Washington austragen. Wem der zur Schau gestellte Patriotismus schon beim Indy 500 oder Donald Trump selbst zu viel ist, sollte dieses Rennen auf jeden Fall auslassen. Abgesehen davon wird es ein Höhepunkt des Jahres. Ein Rennen zwischen Kapitol und Weißem Haus hat einen enormen Stellenwert. Fraglich ist jedoch, wie man ein solches Rennen innerhalb eines Jahres in der Stadt organisieren will. Im Notfall kann der Präsident sicherlich ICE-Mitarbeiter als Zaun-Ersatz rekrutieren.

Das Saisonfinale Anfang September findet wieder in Laguna Seca statt, sodass das Rennen in Nashville schon Mitte Juli ausgetragen wird. Es ist das letzte Rennen vor dem Saisonendspurt mit sechs Rennen an fünf aufeinanderfolgenden Wochenenden. Danach haben sich die Teams ihre Winterpause verdient. Insgesamt können wir uns auf 18 Rennen freuen: sechs Stadt-, sechs Straßen- und sechs Ovalkurse.

Datum Strecke Art Startzeit Übertragung [E.T.]
1. März Streets of St. Petersburg Stadtkurs 12:00 pm
7. März Phoenix Raceway Oval 3:00 pm
15. März Streets of Arlington Statdklurs 12:30 pm
29. März Barber Motorsports Park Rundkurs 1:00 pm
19. April Streets of Long Beach Stadtkurs 5:30 pm
9. Mai IMS Road Course Rundkurs 04:30 pm
24. Mai 110th Indianapolis 500 Oval 10:00 am
31.Mai Streets of Detroit Stadtkurs 12:30 pm
7. Juni World Wide Technology Raceway Oval 09:00 pm
21. Juni Road America Rundkurs 2:00 pm
5. Juli Mid-Ohio Sports Car Course Rundkurs 12:30 pm
19. Juli Nashville Superspeedway Oval TBD
9. August Portland International Raceway Rundkurs 4:00 pm
16. August Streets of Markham Stadtkurs 12:00 pm
23. August Streets of Washingston Statdkurs TBD
29. August Milwaukee Mile Oval 02:30 pm
30. August Milwaukee Mile Oval 1:00 pm
6. September WeatherTech Raceway Rundkurs 02:30 pm

Teams

Prema Racing ist im letzten Jahr als neues Team in die IndyCar-Series eingestiegen und hat vor allem mit der Pole-Position beim Indy 500 positiv überrascht. Im Herbst und Winter sorgte das Team hingegen für weniger positive Schlagzeilen. Deborah Mayer, einer der treibenden Köpfe des Teams, hat große finanzielle Schwierigkeiten. So wurden im Herbst 42 Autos ihrer Sammlung versteigert. Außerdem hat die Familie Rosin, die Prema in den 1980er Jahren gegründet hat, das Team geschlossen verlassen. Somit steht die Zukunft des Teams in den Sternen. Aktuell wird das Team bei der IndyCar nicht mehr aufgeführt. Dadurch schrumpft das Feld von 27 auf 25 Vollzeitstarter.

Chip Ganassi Racing

Alex Palou war im Vorjahr das Maß aller Dinge. Er gewann acht der 17 Rennen, darunter auch die 500 Meilen von Indianapolis. Mit diesem Sieg war Ende Mai im Prinzip auch schon die Meisterschaft entschieden. Palou kann sich daher kaum noch steigern. Offen sind noch die Rekorde von 10 Saisonsiegen von A. J. Foyt aus dem Jahr 1963 und von 6 Meistertiteln von Scott Dixon. In diesem Jahr könnte er sich bereits den fünften Titel sichern. Es gibt nicht viele Gründe, die dagegensprechen. Im Schatten von Palou fuhr Scott Dixon eine gute Saison 2025 und hat ihn in Mid-Ohio im direkten Duell um den Sieg geschlagen. Zwei weitere Male stand er auf dem Podium. Insgesamt reichte es für Platz drei in der Meisterschaftswertung. Den dritten CGR-Dallara wird wieder Kyffin Simpson pilotieren. In seiner zweiten Saison hat er sich im Vergleich zu seiner Debütsaison deutlich gesteigert. Immerhin sechsmal fuhr er in die Top 10, die sein Ziel für alle Rennen sein sollten.

Arrow McLaren

Das Team war ohne Frage die Nummer zwei im Vorjahr. Pato O’Ward fuhr zwei Siege sowie insgesamt zehn Top-5-Platzierungen ein. Weitere sechs gingen auf das Konto von Christian Lundgaard. Damit belegten sie die Plätze 2 und 5 in der Gesamtwertung. Das Ziel kann nur sein, Alex Palou zu schlagen. Das wird über die ganze Saison sehr schwer. McLaren ist das aber am ehesten zuzutrauen. Immerhin stellen sie den amtierenden Formel-1-Weltmeister. Für Pato O’Ward wird aber auch das Indy 500 einen großen Stellenwert haben. In fünf der letzten sechs Jahre erreichte er dabei die Top 6. Nolan Siegel finanziert das Team teilweise und hat sich so das dritte Cockpit verdient. Von Topplatzierungen war er in den letzten Jahren jedoch deutlich entfernt. Für das Indy 500 übernimmt Ryan Hunter-Reay einen vierten McLaren-Dallara. Damit kommt noch viel zusätzliche Erfahrung ins Team.

Andretti Global

Im Vorjahr hat Kyle Kirkwood Colton Herta deutlich geschlagen. Vielleicht war Herta mit seinen Gedanken aber schon halb in der Formel 1 und hat sein Engagement deshalb etwas schleifen lassen. Kirkwood fuhr drei Siege ein. Ihm fehlen jedoch die konstanten Topplatzierungen, um als Toppilot zu gelten. Entweder er steht ganz oben auf dem Podium oder er kommt zwischen Platz 6 und 16 ins Ziel. So wird es sehr schwer, um den Titel mitzufahren. Bei einzelnen Rennen ist er aber immer ein Siegkandidat. Das sollte auch für Will Power gelten. Er war der beste Pilot in einem schlechten Team Penske und musste das Team trotzdem verlassen. Abgesehen vom Alter ist er kein Rückschritt gegenüber Colton Herta. Marcus Ericsson wird erneut den dritten Andretti-Dallara pilotieren. Er kommt aus einem sehr enttäuschenden Jahr 2025: Nur zweimal fuhr er in die Top 10. Wir haben den Schweden aber schon deutlich besser in der IndyCar Series gesehen. Marco Andretti hat im Winter seine Karriere beendet.

Meyer Shank Racing

Das Team hat sich im Vorjahr endgültig in den Top 5 etabliert. Sowohl Felix Rosenqvist als auch Marcus Armstrong waren konstant unter den ersten Zehn platziert. Siege konnten sie jedoch nicht verzeichnen. Angesichts der Stärke von CGR-Racing, McLaren und Andretti Global ist das aber auch sehr schwer. Rosenqvist war in der Qualifikation häufig sehr schnell, konnte diesen Speed aber im Rennen nicht immer über den gesamten Stint halten. Für Armstrong ist 2026 die vierte Saison in der IndyCar-Serie. Von Jahr zu Jahr hat er sich deutlich gesteigert. Mit Platz drei in Iowa hat er auch gezeigt, dass er sich mittlerweile auf Ovalen wohlfühlt. Bei den Testfahrten in Sebring Anfang Februar fuhr er die Bestzeit. Im Mai kehrt auch Helio Castroneves zurück und versucht, seinen fünften Sieg beim Indy 500 einzufahren.

Team Penske

Das war eine katastrophale Saison 2025 für das sonst so erfolgsverwöhnte Team. Der negative Höhepunkt war das Indy 500, bei dem versucht wurde, illegale Wagen einzusetzen. In der Folge wurden Tim Cindric (Teampräsident) sowie die beiden Teammanager des IndyCar-Programms, Ron Ruzewski und Kyle Moyer, entlassen. Sportlich war es zudem das schlechteste Indy 500 seit 1995, als sich das Team gar nicht qualifizieren konnte. Danach reihte sich ein enttäuschendes Ergebnis ans nächste. Erst in den letzten Wochen konnten Will Power und Josef Newgarden jeweils ein Rennen gewinnen. Power wurde im Herbst durch David Malukas ersetzt, der Platz 2 beim Indy 500 einfuhr. Auch daneben zeigte er einige gute Rennen für Foyt. Es bleibt spannend, wie er sich gegen Scott McLaughlin und Josef Newgarden bewähren wird. Für das Team zählen eigentlich nur Siege. Nach der Saison 2025 muss das Team aber vielleicht erst einmal kleinere Brötchen backen. Bei den Testfahrten auf dem Phoenix Raceway gaben Malukas und Newgarden jedoch bereits das Tempo mit vor. Tim Cindric kehrt als Rennstratege von McLaughlin ins Team zurück.

A.J. Foyt Enterprises

Das Team hat eine Partnerschaft mit Team Penske, doch die Saison verlief fast gegenteilig. David Malukas und Santino Ferrucci waren teilweise sehr gut unterwegs. Höhepunkte waren die zweiten Plätze von Malukas beim Indy 500 und von Ferrucci in Detroit eine Woche später. Malukas‘ Platz hat Caio Collet bekommen. Der Brasilianer fuhr von 2021 bis 2023 in der Formel 3 und konnte in dieser Zeit drei Rennen für sich entscheiden. In den letzten beiden Jahren war er in der Indy NXT erfolgreicher. Neben vier Siegen fuhr er elf Podestplatzierungen ein. In der Gesamtwertung belegte er die Plätze 2 und 3. Einen David Malukas gleichwertig zu ersetzen, wird jedoch sehr schwer. Santino Ferrucci bleibt im Team und die US-Kommentatoren werden wieder häufig betonen, was für ein genialer Fahrer er ist. Das konnte er in seiner IndyCar-Karriere aber nicht konstant beweisen. Beim Indy 500 müssen wir ihn jedoch ernst nehmen.

Ed Carpenter Racing

Christian Rasmussen sorgte für einen der Höhepunkte des Vorjahres. Auf der Milwaukee Mile konnte er sich im Duell mit Alex Palou durchsetzen und seinen ersten Sieg in der IndyCar Series feiern. Insgesamt war er auf Ovalstrecken erfolgreicher als auf anderen Streckentypen. Mit Platz 13 war er in der Meisterschaft nur ein wenig besser platziert als sein Teamkollege Alexander Rossi. Dieser fuhr siebenmal in die Top 10, was für das kleine Team durchaus in Ordnung war. Eine Wiederholung des Sieges wird jedoch sehr schwer. Warum sollten Rasmussen und/oder Rossi aber nicht wieder positiv überraschen? Bei den Testfahrten auf dem Phoenix Raceway fuhr Rossi schonmal die Bestzeit. Für das Indy 500 steigt natürlich auch Ed Carpenter wieder ins Cockpit.

Dale Coyne Racing

Rinus VeeKay fuhr in Toronto Platz 2 ein. Das war das Highlight des Teams. Daneben sorgte VeeKay auch für einige weitere gute Ergebnisse. Der Niederländer hat das Team jedoch in Richtung Juncos verlassen. Sein Teamkollege war Jacob Abel. Als Rookie konnte er nicht glänzen. Nach einer einjährigen Pause kehrt Romain Grosjean als Ersatz in die IndyCar-Series zurück. Vor fünf Jahren hatte er mit Dale Coyne eine gute Saison, unter anderem mit drei Podestplatzierungen. Seine Zeit bei Andretti war hingegen enttäuschend. Aufgrund seiner Erfahrung ist er aber ein guter Partner für einen Rookie, und dieser ist Dennis Hauger. Der ehemalige Red-Bull-Junior hat die letzte Indy-NXT-Saison dominiert und sich das Cockpit entsprechend verdient. Er ist der erste Norweger in der IndyCar-Serie seit 109 Jahren. Gil Andersen bestritt von 1911 bis 1916 das Indy 500.

Juncos Hollinger Racing

Conor Daly war im Vorjahr die klare Nummer eins des Teams. Besonders auf den Ovalen war er, auch gegenüber den Topteams, konkurrenzfähig. Trotzdem wurde er durch Rinus VeeKay ersetzt. Auf Stadt- und Straßenkursen ist der Niederländer jedoch die deutlich bessere Wahl. Sting Ray Robb bleibt dem Team erhalten. Er war der drittschlechteste Vollzeitfahrer der Saison. Außer Geld hat er nicht viele Argumente für das Cockpit. Für das Team geht es insgesamt darum, sich im dichten Mittelfeld der IndyCar-Serie zu behaupten und hier und da ein Highlight zu setzen.

Rahal Letterman Lanigan Racing

Je nachdem, wie hoch man die Pole-Position von Robert Shwartzman und Prema beim Indy 500 gewichtet, war RLL das schwächste oder zumindest das zweitschwächste Team der letzten Saison. Das ist ein rasanter Absturz des Teams. Christian Lundgaard hat 2023 noch für das Team gewonnen und Graham Rahal fuhr einen zweiten Platz ein. Mit Graham Rahal, Devlin DeFrancesco und Rookie Louis Foster hatte man jedoch ein schwaches Fahrertrio. Foster sollte sich in seiner zweiten Saison steigern können, und für DeFrancesco wurde Mick Schumacher verpflichtet. Insgesamt sollte das Team somit besser aufgestellt sein. Zusätzlich kommt Ryan Briscoe, ehemaliger IndyCar-Pilot bei Penske und Ganassi, als neuer Direktor von Prema. Mit Mike Pawlowski ist auch Schumachers Renningenieur neu im Team.

Dreyer & Reinbold Racing

Auch dieses Team kehrt für die 500 Meilen von Indianapolis zurück. Bisher wurde jedoch nur ein Wagen mit Jack Harvey angekündigt. In den letzten Jahren wurden jedoch immer zwei Wagen an den Start gebracht. Im Vorjahr erreichten Jack Harvey und Ryan Hunter-Reay die Plätze 19 und 21, während Conor Daly 2024 sogar Platz 10 schaffte. Er ist in diesem Jahr noch ohne Vertrag für das Indy 500. Ich gehe fest davon aus, dass wir auch in diesem Jahr zwei Dallara von DRR im Mai sehen werden. Irgendwie muss das Feld der 33 Wagen schließlich gefüllt werden.

 

Im Einzelnen setzt sich das Feld wie folgt zusammen:

Team Hersteller Nr. Fahrer Rennen
A.J. Foyt Enterprises Chevrolet 4 Caio Collet (R) alle
14 Santino Ferrucci alle
Andretti Global Honda 26 Will Power alle
27 Kyle Kirkwood alle
28 Marcus Ericsson alle
Arrow McLaren Honda 5 Pato O‘Ward alle
6 Nolan Siegel alle
7 Christian Lundgaard alle
31 Ryan Hunter-Reay Indy 500
Chip Ganassi Racing Honda 8 Kyffin Simpson alle
9 Scott Dixon alle
10 Alex Palou alle
Dale Coyne Racing Honda 18 Romain Grosjean alle
19 Dennis Hauger (R) alle
Dreyer & Reinbold Racing Chevrolet 23 TBA Indy 500
24 Jack Harvey Indy 500
Ed Carpenter Racing Chevrolet 20 Alexander Rossi alle
21 Christian Rasmussen alle
33 Ed Carpenter Indy 500
Juncos Hollinger Racing Chevrolet 76 Rinus VeeKay alle
77 Sting Ray Robb alle
Meyer Shank Racing Honda 06 Helio Castroneves Indy 500
60 Felix Rosenqvist alle
66 Marcus Armstrong alle
Rahal Letterman Lanigan Racing Honda 15 Graham Rahal alle
45 Louis Foster alle
47 Mick Schumacher (R) alle
Team Penske Chevrolet 2 Josef Newgarden alle
3 Scott McLaughlin alle
12 David Malukas alle

Ohne Prema umfasst das Feld nur noch 25 Vollzeit-Wagen. Für das Indy 500 haben sich bisher auch nur vier zusätzliche Starter angemeldet. Für den Saisonhöhepunkt sind somit noch vier Startplätze frei. In den letzten Jahren sah das im Februar schon deutlich besser aus. Es würde sich schon verbessern, wenn ein zweiter DRR-Chevrolet, jeweils ein weiterer Wagen von Andretti Global und RLL-Racing hinzukämen.

Caio Collet, Dennis Hauger und Mick Schumacher kämpfen um den Titel „Rookie of the Year”. Das Rennen ist komplett offen. Keiner von ihnen fährt in einem Topteam, das automatisch gute Platzierungen garantiert. Im Vorjahr war A. J. Foyt das beste der drei Teams. Ohne Malukas muss sich das Team aber erst wieder finden.

 

Meister wird Alex Palou. Die einzige Chance der Konkurrenz besteht darin, dass sein Ganassi-Dallara regelmäßig auseinanderfällt und sein Honda-Motor plötzlich 100 PS verliert. Ein halbwegs realistisches Szenario, wie er nicht Champion wird, kann ich mir nicht vorstellen. Er war in den letzten zwei Jahren zu dominant. 27 von 34 Rennen beendete er in den Top 5, Pato O’Ward schaffte das 16-mal und Scott Dixon 14-mal. Um Platz zwei sollte es aber ein spannendes Wettrennen geben. Allein Chip Ganassi Racing, Arrow McLaren und Andretti Global stellen fünf Fahrer, die Ansprüche auf diesen Platz anmelden wollen. Dazu kommen noch die drei Penske-Piloten. Bei denen ist zwischen Platz 2 und Platz 12 alles möglich.

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