In der Verlängerung sicherte sich Denny Hamlin seinen fünften Sieg in Martinsville. Doch das Rennen entschieden andere.
Zu Hause ist es immer am schönsten. Das dachte sich auch Denny Hamlin und sicherte sich am vergangenen Sonntag seinen fünften Sieg auf seiner Heimstrecke in Richmond. Es war gleichzeitig sein zweiter Saisonsieg.
Doch den Rennverlauf bestimmten andere: Zunächst sorgte Regen für einen etwas verspäteten Start. So kamen auf dem feuchten Richmond Raceway zum zweiten Mal nach dem All-Star Race 2923 in Noth Wilksboro Regenreifen zum Einsatz. Nach 30 Runden wechselten die Piloten während der Competition Caution wieder auf Slicks.
An der Spitze gab bis dahin Polesetter Kyle Larson das Tempo vor. Und auch auf Trockenreifen war der Hendrick-Pilot im ersten Segment der schnellste Mann. Mit großem Vorsprung auf Bubba Wallace gewann Larson die erste Stage.
Auch im zweiten Renndrittel lag Larson zunächst in Führung. Doch sein Team verzockte sich bei der Boxenstrategie. Im Gegensatz zum Großteil des Feldes stoppte der Hendrick-Pilot unter Grün. Ein Mauerkontakt von Kyle Busch sorgte dann für eine Gelbphase und machte Larson einen Strich durch die Rechnung. Der neue Leader nach den Boxenstopps hieß Martin Truex Jr. Und dabei blieb es bis zum Ende des Renndrittels.
Die letzte Stage wurde dann komplett von Joe Gibbs Racing dominiert. Christopher Bell und Hamlin sammelten jeweils neun Führungsrunden. Der dominierende Mann war aber weiterhin Truex. Bis zwei Runden vor Schluss sah er auch wie der sichere Sieger aus, doch dann drehte sich ausgerechnet Larson. Auslöser war eine Berührung mit Wallace. Damit ging das Rennen in die Overtime. An der Box machte Hamlins Crew den besten Job. Hamlin nutzte den Vorteil beim Restart und überquerte die Ziellinie vor Joey Logano. Truex Jr. beendete das Rennen als Vierter hinter Larson.
Vorschau Martinsville
Dennoch verspricht Martinsville ein spannendes Rennen, denn auf den Shorttracks gilt „rubbing is racing“ – ein beliebtes Motto. So wird auf der “one groove”-Strecke gerne auf „bump and run“-Manöver zurückgegriffen, um Positionen gutzumachen.
Die meisten Siege beim Frühjahrsbesuch hat Richard Petty errungen. Von den aktiven Piloten hat sich Denny Hamlin dreimal durchgesetzt. Dicht dahinter folgen Brad Keselowski und Martin Truex Jr. mit zwei Siegen. Das erfolgreichste Team ist Petty Enterprise mit zwölf Triumphen, dicht gefolgt von Hendrick Motorsports mit deren zehn.
Bei den Herstellern hat Chevrolet die Nase mit 28 Siegen vorne. Ford kommt auf 17 Triumphe. Ein Toyota stand bislang sechsmal in der Victory Lane.
Fotos: NASCAR/Getty Images (Alex Slitz/Jonathan Bachman)


