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NASCAR: Kyle Busch holt 50. Karrieresieg

von Simon Mones
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Beim letzten Nachtrennen der Saison in Richmond setzt sich Kyle Busch durch und holt seinen 50. Karrieresieg. Neben Brad Keselowski und Kyle Busch ist auch Martin Truex Jr. vor dem finalen Rennen der ersten Playoff-Runde sicher weiter.

Nach zuletzt drei Siegen von Brad Keselowski dominierten in Richmond am Ende wieder die „Big 3“ die Ergebnislisten. Im Qualifying war es Kevin Harvick der sich vor Denny Hamlin und Martin Truex Jr. die Pole sicherte. Kyle Busch musste nach einem Kontakt mit der Mauer von hinten starten. Dies hielt den Gibbs-Piloten jedoch nicht auf, und er krönte seine Aufholjagd mit dem Sieg. Harvick und Truex landeten auf den Rängen zwei und drei.

Harvick und Truex erwischten auch den besten Start ins Rennen, während Hamlin einige Positionen verlor. Schnell setzten sich die beiden Piloten vom Rest des Feldes ab. Auch Kyle Busch erwischte einen guten Start in das Rennen und lag bereits nach 16 Runden in den Top-20. Nach 41 Runden kassierte Truex den Ford Fusion von Harvick und fuhr einen Vorsprung heraus. Zwölf Runden später kam es zu einer Berührung von Hamlin und Ricky Stenhouse, da Hamlin mit seinem Toyota aber nur kurz quer stand, gab es keine Caution. Der Gibbs-Pilot brauchte zwei Runden später allerdings frische Reifen und fiel fürs Erste aus der Führungsrunde.

In Führung lag weiterhin Truex vor Harvick und Keselowski. So blieben die Positionen bis zum Ende des ersten Rennsegments. Chase Elliott lag auf Rang vier vor Kurt Busch. Hamlin der sich inzwischen zurückgerundet hatte, belegte Rang neun.

Truex gewinnt auch Stage 2

Auch das zweite Renndrittel verlief unspektakulär. Beim Restart setzten sich Truex und Harvick durch und von den Verfolgern ab. Der Toyota lief erneut besser als der Ford aus dem Hause Stewart-Haas, so lag Truex in Runde 130 bereits 1,4 Sekunden vor Harvick. Zwölf Runden später war auch Kyle Busch in den Top-10 angekommen, während Bowyer und Jones als einzige Playoff-Piloten außerhalb der Top-20 lagen.

Am Ende der zweiten Stage siegte Truex vor Harvick und Eric Amirola. Elliott lag erneut auf der vierten Position, gefolgt von Keselowski.

Truex im Pech

In der Conclusion Caution verlor Truex seine Führung an Elliott, dessen Team den schnellsten Stopp absolvierte. Eliot führte nun vor Harvick und dessen Teamkollegen Aric Almirola. Nicht nur das Truex das Rennen an der Box verlor, der amtierende Meister erhielt zudem noch eine Strafe, die ihn weit zurückwarf. Nach 212 Runden gab es den ersten Führungswechsel im dritten Rennabschnitt, Keselowski übernahm die Führung von Elliott und setzte sich ab. Lange hielt die Führung für den Penske-Piloten nicht, in Runde 244 verlor er diese an Elliott.

In der Zwischenzeit pflügte sich Kyle Busch weiter durchs Feld und lag bald in den Top-5. Ab Runde 265 kamen die ersten Piloten unter Grün zum Service. Nach 275 Runden und zahlreichen Boxenstopps lag wieder Keselowski in Führung, sein erster Verfolg war nun Kyle Busch. Harvick hatte als dritter bereits 2,5 Sekunden Rückstand. Gute 20 Runden später übernahm Kyle Busch erstmals die Führung im Rennen, sein Markenkollege Truex lag zu diesem Zeitpunkt wieder auf einem Platz unter den besten Zehn.

In Runde 325 gab es nach einem Dreher von Jeffery Earnhardt, der die Folge eines Kontakts mit Matt Kenseth war, die erste echte Gelbphase. An der Box verteidigte Kyle Busch seine Führung, neuer zweiter war nun Harvick vor Keselowski. Der Penske-Pilot eroberte sich Rang Zwei schnell wieder. Als noch 58 Runden zu fahren waren, ging Keselowski erneut in Führung. Kyle Busch bleib jedoch ebenso dran wie Harvick. In Runde 364 ging der Gibbs-Toyota wieder in Führung. Auch das Duell gegen Harvick verlor Keselowski, der sich nun gegen Almirola verteidigen musste. Von hinten kam zudem Truex angeflogen und kassierte Almirola. Der amtierende Meister holte schnell auf Keselowski auf, dessen Reifen abbauten. Am Ende lag der Ford mit der #2 auf Rang neun. Den Sieg holte sich Kyle Busch und feierte damit seinen siebten Erfolg in diesem Jahr. Harvick wurde zweiter vor Truex. Elliott belegte Rang vier gefolgt von Almirola.

Alan Day der in Richmond sein erstes Oval-Rennen bestritt , zeigte eine fehlerfrei Vorstellung und beendet das Rennen auf Platz 38.

Newman zu Rush Fenway Racing

Mit den Playoffs ist die NASCAR-Saison in ihrer heiße Phase, dies gilt auch für die Silly Season auf dem Fahrermarkt. Bekanntermaßen stehen einige große Namen noch ohne Cockpit für die Saison 2019 dar. Neben Martin Truex Jr., der mit Gibbs in Verbindung gebracht wird, sind das vor allem Kurt Busch und Ryan Newman. Letzterer hatte vor Kurzem angekündigt, im kommenden Jahr nicht mehr für das Team von Richard Childress zu fahren. Anfang der Woche kamen dann erste Gerüchte auf, Newman wäre sich mit Roush Fenway Racing einig. Diese Meldungen haben sich am Wochenende bestätigt. Im Rahmen des zweiten Playoff-Rennens in Richmond haben Newman und Roush Fenway Racing eine langfristige Zusammenarbeit verkündet.

„Ich freue mich darauf, am Steuer des Autos Nr. 6 zu sitzen und mit Jack Roush und allen bei Roush Fenway Racing zu arbeiten.“, so Newman. „Ich habe immer respektiert, was Jack Roush dem Sport gebracht hat. Es gibt dort eine Menge Geschichte und ich freue mich darauf, am Steuer des #6 Mustang zu stehen und um Siege und die Playoffs im nächsten Jahr zu kämpfen.“

Die Verpflichtung von Newman heißt aber auch, dass Matt Kenseth der sich in dieser Saison die #6 mit Travor Bayne geteilt hat, in der kommenden Saison nicht weiter für das Team fahren wird. Dass man sich von Bayne trennt, hatte das Team bereits in der vergangenen Woche bekannt gegeben, jedoch offengelassen wer dessen Platz übernimmt. Kenseth war laut Teampräsident Steve Newark jedoch nicht bereit 2019 die ganze Saison für das Team zu bestreiten, da er mehr Zeit mit seiner Familie verbringen wollte. Kenseth könnte jedoch in Zukunft in einer anderen Rolle zurückkehren.

Vorschau Charlotte Roval

Am kommenden Wochenende steht das letzte Rennen der „Round of 16“ an. Traditionell findet dieses in Charlotte statt. In den letzten Jahren wurde das Rennen über 500 Meilen auf dem Quad-Oval ausgetragen. Dies ändert sich in diesem Jahr, statt 500 Meilen beträgt die Renndistanz nun 400 km was 248,5 Meilen entspricht. Die Distanz wurde also halbiert. Zudem findet das Rennen nicht mehr ausschließlich auf dem Oval statt, sondern auch auf dem Rundkurs im inneren des Ovals, dem sogenannten Roval. Eine Runde auf dem Roval entspricht 3,669 km, was umgerechnet 2,28 Meilen sind. Gefahren werden 109 Runden, die sich auf die drei Stages aufteilen. Die ersten beiden Abschnitte Dauer 25 Runden, der letzte geht über 59 Runden.

Neben den bereits sicher für die „Round of 12“ qualifizierten Keselwoski, Kyle Busch und Truex ist auch Kevin Harvick fast weiter. Aktuell ausgeschieden wären Denny Hamlin, Erik Jones, Jimmie Johnson und Clint Bowyer. Vor allem Jones und Hamlin stehen mit dem Rücken zur Wand und müssen in Charlotte gewinnen, während Bowyer und Johnson die Chance haben über die Punkte weiter zukommen.

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