Nach Verlegung und Unterbrechung des Coke Zero Sugar 400 gewinnt Justin Haley sein erstes Cup-Rennen
Nach dem ungeplanten Flutlichtrennen in Chicago stand am Wochenende das reguläre Nachtrennen in Daytona auf dem Plan. Einmal mehr kam es jedoch wetterbedingt anders als geplant und das Rennen musste auf den ebenfalls verregneten Sonntag verschoben werden. Nach 127 von 160 geplanten Runden, sowie einer weiteren Unterbrechung von zwei Stunden,
erfolgte schließlich der Abbruch. Auf Grund einer guten Strategie holte sich Justin Haley im Spire Motorsport Chevrolet den Sieg. Sowohl für Haley als auch sein Team war es der jeweils erste Erfolg auf Cup-Ebene.
Da auch die Qualifikation ins Wasser gefallen war, erfolgte die Startaufstellung nach den Owner-Points, somit führte Joey Logano das Feld auf die erste Runde des Rennens. Dank einer tadellosen Kooperation der Ford-Teams behielt der Penske-Mann diese bis zu den ersten Boxenstopps unter Grün. Auch nach dem ersten Service des Tages lagen die Fords an der Spitze, wurden nun aber von Kevin Harvick angeführt. Im Kampf um den Stage-Sieg setzte sich aber dennoch Logano durch, der aus dem Windschatten an dem Stewart-Haas-Piloten vorbeizog. Auch Ricky Stenhouse setzte sich noch vor Harvick.
Stage 2: Chevrolet übernimmt
Bereits zu Beginn des zweiten Rennsegments lag mit Case Elliott ein Chevrolet in Front. Mit seinen Markenkollegen im Rücken, hatte der Hendrick-Pilot jedoch keine Chance gegen den Ford-Zug mit der Lokomotive Stenhouse. Wenige Runden später kam es dann zu einer Berührung zwischen Stenhouse und Kurt Busch, als der Spitzenreiter nach unten zog. Für den Roush-Fenway-Piloten endete dieses Manöver in einem Dreher, während Busch seine Spur halten konnte.
In der 75. Runde sorgte Busch erneut für eine Caution, nachdem er sich nach einem Reifenschaden und Mauerkontakt drehte. Der „Big One“ blieb aber noch aus. Für diesen sorgte später der inzwischen führende Austin Dillon. Zunächst gerieten aber Harvick und Brad Keselwoski aneinander, für den Penske-Pilot war das Rennen danach beendet. Da neben Daniel Hemric aber auch Daniel Suarez und David Ragen in den Unfall verwickelt waren, wurde die Ford-Fraktion hart getroffen. Trotz der Zwischenfälle schaffte man es, das zweite Segment vor dem aufziehenden Regen in trockene Tücher zubringen. Dies ist insofern wichtig gewesen, als dass mit Beendigung des zweiten Rennabschnitts volle Punkte vergeben werden dürfen. Den Stage-Sieg sicherte sich Dillon vor den Hendrick-Piloten Alex Bowman, William Byron und Elliott.
“Big One“ zum Abschluss
Trotz der dunklen Wolken am Himmel über der Strecke, war der Start ins letzte Rennsegment noch möglich. An der Spitze belauerten sich die beiden Stage-Sieger, beide waren nun auf den Rennsieg aus, denn es drohte eine Rote Flagge, die das Rennen beenden würde. Keiner an der Spitze hatte zu diesem Zeitpunkt Denny Hamlin auf dem Zettel, der jedoch eine Lücke fand und die Führung übernahm. Es deutete sich langsam an, dass noch etwas passieren würde. 42 Runden vor Schluss passierte dann, was passieren musste, beim Kampf um die Führung berührten sich Dillon und Clint Bowyer. Beide Piloten drehten sich mitten ins Feld und lösten einen “Big One“ mit 19 Autos aus.
Kurz vor dem geplanten Ende gingen der nun führende Kurt Busch und zahlreiche andere Piloten an die Box, Haley gehörte zu den Piloten die draußen bilden und führte nun das Rennen an. Ehe es zu dem geplanten Restart kam, schlug das Gewitter zu und zwang das Feld unter Rot in die Box. Zwar versuchte NASCAR alles um das Rennen wieder aufnehmen aber immer weder blitzte es und schließlich begann es auch zu regnen und so beendeten die Verantwortlichen das Rennen und erklärten Haley zum Sieger. Auf den Rängen zwei und drei landeten Byron und Altmeister Jimmie Johnson.
NASCAR Heat 4 kommt
Das Thema eSports wird auch in der NASCAR immer wichtiger, zwar wird für diese Zwecke das Portal iRacing favorisiert, dennoch bringt 704Games zusammen mit dem Entwickler Monster Games auch in diesem Jahr ein Spiel für die heimische Konsole auf den Markt.
Wie sein Vorgänger wird es auch in der neuen Version des Spiels neben dem Cup, der Xfinity-Series und den Trucks wieder eine Dir Serie geben. Jedoch steht es dem Spieler nun frei, in welcher Serie er seine Karriere beginnen möchte. Zudem wird es erstmals unterschiedliche Reifen für die verschiedenen Strecken geben. Zudem erhalten neben dem Mustang, der bereits als DLC für Heat 3 erhältlich war, und dem Toyota Supra zahlreiche grafische Neuerungen Einzug in das Spiel. 704Games Präsident Colin Smith kündigte zudem an, dass „eine Zahl an Features in das Spiel eingebaut wurde, die von den Fans vorgeschlagen wurden.“ Welche das im Einzelnen sind, ist noch nicht bekannt, da es erst wenige Informationen über das Spiel gibt.
Sicher ist, das neben Kevin Harvick auch Tony Stewart auf dem Cover des Spiels zusehen ist, das im September auf den Markt kommt.
Vorschau Kentucky
Am kommenden Wochenende geht es für den NASCAR-Tross weiter nach Kentucky. Mit dem Kentucky Speedway steht ein
weiteres Trioval auf dem Kalender. Die Strecke ist 1,5 Meilen lang und das Banking reicht von 4° auf der Geraden bis hin zu 17° in den Kurven 1 und 2. Die Kurven 3 und 4 haben ein Banking von 14°. Das Oval wurde erst im Jahr 2000 eröffnet und seit 2011 fährt dort auch die höchste NASCAR-Liga ihre Rennen aus.
Wie bereits in Daytona kommt auch bei dem ebenfalls als Nachtrennen angesetzten Quäker State 400 das vollständige 2019er Regelwerk zum Einsatz. Neben der Drosslung des Motors auf 550 PS, müssen die Teams also auch die Luftkanäle verbauen.
Der erste Sieger des Quaker State 400 war Kyle Busch. Während Busch bislang zwei Siege holte, gelangen Keselowski deren drei. Damit ist der Penske-Pilot der Rekordsieger. Die letzten beiden Ausgaben des Rennens gewann Martin Truex jr., der somit auch in diesem Jahr als Favorit in das Rennen in Kentucky geht. Anders als die letzten beiden Rennen der NASCAR, sollte das Rennen in Kentucky von Regenunterbrechungen verschont bleiben.
Bei den Teams gelang es Joe Gibbs Racing und Penske dreimal ein Auto in die Victory Lane zu bringen. Furniture Row triumphierte zweimal in Kentucky. Das Oval gehört zu den Strecken, auf denen weder Hendrick noch Chevrolet bislang ein Rennen gewonnen haben. Bester Hersteller ist Toyota mit vier Erfolgen, Ford triumphierte zweimal. Dodge gelang 2012 ein Sieg in Kentucky.
Gefahren werden 400,5 Meilen, was 267 Runden entspricht. Die ersten beiden Stages gehen dabei über 80 Runden, das letzte Segment dauert 107 Runden.
Vorschau Venray
Auch die EuroNASCAR fährt am kommenden Wochenende im Oval. Im niederländischen Venray, steht das einzige Ovalrennen der Saison auf dem Plan. Zugleich bildet das Rennen den Abschluss der regulären Saison.
Die Serie kehrt nach einjähriger Abstinenz zurück auf das Oval in der Nähe der deutsch-niederländischen Grenze. Der Raceway Venray ist 880 Meter oder eine halbe Meile lang und bietet ein progressives Banking von zehn bis 25°. Die Piloten erreichen auf dem 2010 und 2011 errichteten großen Oval, Geschwindigkeiten von bis zu 160 km/h und bieten somit echtes NASCAR-Racing im Herzen Europas. Auch beim Rennformat nährt sich die Serie an diesem Wochenende der Mutterserie aus den USA an. Statt zwei Läufe pro Division, trägt jede Klasse nur einen Lauf aus. Den Auftakt macht dabei die ELITE-2-Division, die am Samstag 70 Runden auf dem Raceway Venray zurücklegen wird. Am Sonntag folgt die ELITE-1-Division mit ihrem Rennen über 100 Runden.
Bilder: NASCAR
