Michael Buddy Kofoid sicherte sich den Auftaktsieg beim Buckeye Brawl der World of Outlaws in Ohio – Gastgeber Sheldon Haudenschild beendete das Rennwochenende mit einem Doppelsieg
Beim Buckeye-Brawl-Wochenende der World of Outlaws Sprint Car Series sicherte sich Michael „Buddy“ Kofoid den Auftaktsieg auf dem Millstream Speedway in Ohio. Danach übernahm Sheldon Haudenschild die Bühne und prägte das restliche Event mit zwei Heimsiegen.
Zum Auftakt auf dem Millstream Speedway in Findlay gab Kofoid den Ton an. Der Kalifornier, der für Roth Motorsports die Startnummer 83 pilotiert, setzte sich von der Poleposition aus sofort an die Spitze.
David Gravel etablierte sich zunächst auf dem zweiten Platz und verkürzte den Rückstand, als die Führenden auf die Überrundeten aufliefen. Mehrere späte Gelbphasen spielten jedoch Kofoid in die Karten: Bei den Restarts hatte er wieder freie Fahrt und konnte seine Führung behaupten.
Garet Williamson zog in der Schlussphase noch an Gravel vorbei, konnte den Spitzenreiter aber nicht mehr gefährden. Kofoid gewann mit mehr als einer Sekunde Vorsprung vor Williamson und Gravel. Spencer Bayston und Parker Price-Miller komplettierten die Top 5.
„Ich konnte das Auto während des gesamten Rennens überall dort platzieren, wo ich es haben wollte“, erklärte Kofoid und lobte seine Crew um Dylan Buswell, Nate Knotts und Peyton Friedrich.
Mit seinem 15. Saisonerfolg rückte Kofoid bis auf einen Sieg an die erfolgreichste World-of-Outlaws-Saison der Teamgeschichte von Roth Motorsports heran. Sein insgesamt 37. Seriensieg brachte ihn zudem auf den alleinigen 23. Platz der ewigen Bestenliste.
Mansfield: Haudenschild krönt die historische Rückkehr
Am Freitag stand zunächst die Rückkehr nach Mansfield im Mittelpunkt. Matt Tifft und sein Team hatten die Strecke wiederbelebt, Haudenschild half dabei, die World of Outlaws nach 45 Jahren zurückzuholen. Vor voll besetzten Zuschauerrängen lieferte der Lokalmatador anschließend das passende sportliche Ergebnis.
In Runde 18 überholte Haudenschild im KCP-Racing-Sprint-Car mit der Startnummer 18 den führenden Nate Dussel und setzte sich ab. Donny Schatz arbeitete sich im weiteren Rennverlauf auf Rang zwei vor, konnte den Heimsieg aber nicht mehr verhindern. Hinter dem zehnmaligen Champion belegte Carson Macedo den dritten Platz. Gravel und Emerson Axsom folgten auf den Rängen vier und fünf.
„Zu sehen, dass diese Fans kommen, bedeutet mir am meisten. Dieses Rennen dann auch noch zu gewinnen, ist das i-Tüpfelchen“, sagte Haudenschild.
Der Erfolg war zugleich ein persönlicher Meilenstein: Erstmals erreichte der Fahrer aus Wooster zehn Siege innerhalb einer World-of-Outlaws-Saison.
Sharon: Von Startplatz zehn zum nächsten Heimsieg
Beim Finale auf dem Sharon Speedway musste Haudenschild deutlich mehr Überholarbeit leisten. Er startete das 30-Runden-Rennen von Position zehn, fand auf der unteren Linie jedoch den entscheidenden Weg nach vorne.
In Runde 20 übernahm er den zweiten Platz. Fünf Umläufe später zog er auch an Logan Schuchart vorbei und setzte sich an die Spitze. Anschließend baute Haudenschild seinen Vorsprung auf fast drei Sekunden aus und sicherte sich neben dem zweiten Heimsieg in Folge ein Siegerpreisgeld von 18.000 US-Dollar.
„Das Auto war so gut. Wenn ich dieses Rennen verloren hätte, wäre ich ziemlich sauer auf mich selbst gewesen“, erklärte der Sieger und bedankte sich bei seiner Mannschaft um Kyle Ripper, Adam Clark und Dauson Heitritter.
Schuchart, der die meisten Führungsrunden gesammelt hatte, musste sich mit Platz zwei begnügen. Gravel wurde Dritter und verbuchte sein 31. Podium der Saison. Williamson und Schatz komplettierten die Top 5.
Mit nun elf Saisonsiegen zog Haudenschild in dieser Statistik mit Gravel gleich; Kofoid liegt mit 15 Erfolgen weiterhin vorne. Zugleich erhöhte Haudenschild seine Karrierebilanz auf 57 Siege. Damit fehlt ihm nur noch ein Erfolg, um Jason Meyers auf Rang 17 der ewigen World-of-Outlaws-Siegerliste einzuholen.
Titelfoto: Tyler Carr / World of Outlaws
