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NASCAR: Alex Bowman mit Überraschungssieg in Richmond

von Simon Mones
1 Kommentare 3 minutes read

Alex Bowman hat vergangenen Sonntag das NASCAR-Rennen auf dem Richmond Raceway gewonnen. Der nächste Halt ist der Talladega Superspeedway in Alabama. Jennifer Jo Cobb ist für den Talladega-Lauf nicht zugelassen.

Co-Autor: André Wiegold

Seit dem Sieg von Jimmie Johnson im Herbstrennen 2008 wartete Hendrick Motorsports auf einen Sieg auf dem Richmond Raceway. Am Sonntag war es dann wieder so weit und wieder war es die Startnummer 48, die es in die Victory Lane schaffte – dieses Mal jedoch mit Alex Bowman am Steuer.

Dabei sah es lange nicht danach aus, als könnte der Hendrick-Pilot im Kampf um den Rennsieg mitreden, denn nach einer Strafe wegen zu schnellen Fahrens in der Boxengasse musste Bowman eine wahre Aufholjagd hinlegen. Vor der Durchfahrtsstrafe war der Hendrick-Pilot konstant in den Top 5 unterwegs gewesen.

Zudem deutete sich an der Spitze ein Duell um den Sieg zwischen Denny Hamlin und Martin Truex Jr. an, die beide zahlreiche Führungsrunde auf dem Short-Track in Richmond sammelten. Die Stage-Siege gingen beide an Hamlin in seinem Toyota mit der Startnummer 11.

Der Gibbs-Pilot führte auch das dritte Segment eines bis dato eher ereignisarmen Rennens an, ehe es Joey Logano gelang, die Führung zu übernehmen. Doch Hamlin gab nicht auf und profitierte letztlich auch von einem Reifenschaden bei Kevin Harvick, der zur letzten Gelbphase des Rennens führte. An der Box übernahm Hamlin dann wieder die Führung, musste sich aber im Schlussspurt gegen einen bärenstarken Bowman geschlagen geben.

Nächste Halt: Talladega 

Am kommenden Wochenende geht es für den NASCAR-Tross auf den Talladega Superspeedway. Spätestens durch Filme wie „Stroker Ace“ oder „Talladega Nights“ ist die Strecke in Alabama eine Ikone im Rennkalender. Das Oval von Talladega ist aber auch für seine „Big Ones“ berüchtigt. Anders als auf anderen Strecken, ist die Frage in Talladega nicht, ob der Big One kommt, sondern wann. Entsprechend ist die Trackposition besonders wichtig, auch weil das Feld nicht selten zu dritt nebeneinander durch die Kurven donnert, was die Gefahr eines Big Ones erhöht.

Das Tri-Oval hat darüber hinaus noch weitere Besonderheiten zu bieten. Zum einen ist es mit 2,66 Meilen (rund 4,3 Kilometer) die längste Strecke des Kalenders, zum anderen weist sie in den Kurven ein Banking von 33 Grad auf, während es auf der Start-Ziel-Geraden immer noch 16,5 Grad sind. Lediglich die Gegengerade hat ein geringes Banking von drei Grad.

Mit drei Siegen ist Brad Keselowski der erfolgreichste aktive Pilot beim Geico 500 auf dem Talladega Superspeedway. Hendrick Motorsports ist mit acht Fahrern in der Victory-Lane indes aber das erfolgreichste Team, die Wood-Brothers, Penske und Richard Childress Racing waren jeweils viermal erfolgreich. Joe Gibbs und Roush-Fenway kommen jeweils auf drei Erfolge. Bei den Herstellern liegt Chevrolet mit 20 Siegen deutlich vor Ford (14 Siege) in Front. Toyota gelang es erst zweimal, das Rennen auf dem Talladega Superspeedway zu gewinnen.

NASCAR kappt Jennifer Jo Cobbs Cup-Debüt

Ursprünglich hätte bei dem Rennen in Talladega auch Jennifer Jo Cobb für Rick Ware Racing an den Start gehen sollen. Die 47-Jährige wäre damit die erste Frau gewesen, die seit dem Abschied von Danica Patrick, ein Rennen in der Cup Series bestritten hätte.

Dazu kommt es nun aber nicht. „Wir wurden von den Organisatoren informiert, dass Jennifer nicht für das NASCAR-Cup-Series-Rennen auf dem Talladega Superspeedway am kommenden Wochenende zugelassen ist“, erklärt Ware in einer Stellungnahme. „Das ist eine unglückliche Situation, aber als Team unterstützen wir die Entscheidung der NASCAR und folgen den Regeln sowie Vorschriften des Sanktionierungsgremiums.“

Ob Cobb in einem anderen Rennen für das Team hinter das Lenkrad greifen wird, verriet Ware nicht. Auch über die Gründe, warum NASCAR der 47-Jährigen die Zulassung verweigert, äußerte sich der Teambesitzer nicht. Cobb kommt in ihrer Karriere auf bisher 217 Truck- und 31 Xfinity-Rennen. Jedoch reichte es trotz ihrer Erfahrung bisher nur für ein einziges Top-10-Ergebnis in der NASCAR Camping World Truck Series.

Fotos: NASACR/Getty Images (Sean Gardner/Brian Lawdermilk)

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1 Kommentare

Erik 21 April, 2021 - 23:54

Finde ich wirklich schade um Cobb, man traut ihr wohl zu wenig zu.

Und Dega ist nurmehr das längste Oval im Kalender, CoTA und Road America sei dank.

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