Zum Auftakt der Playoffs, setzte sich Kevin Harvick in Darlington durch. Auch in der EuroNASCAR geht es bald wieder los.
Am Wochenende stand in Darlington der Auftakt in die diesjährigen Playoffs der NASCAR-Cup-Series an. Zum bereits achten Mal sicherte sich Kevin Harvick den Sieg und steht somit bereits sicher in der „Round of 12“. Dabei hatte der Pilot von Stewart Haas Racing aber Glück, das sich Martin Truex Jr. und Chase Elliott an der Spitze in die Quere kamen.
Elliott war es auch der das Feld auf die erste Runde führt, denn pünktlich zum Beginn der Playoffs hatte NASCAR das Prozedere zur Ermittlung der Startaufstellung angepasst. Ab sofort starten die Playoffteilnehmer immer vor dem restlichen Feld. Der Hendrick-Pilot behauptete seine Führung auch über den Großteil der ersten Stage. Nach den ersten Stopps unter Grün übernahm aber Truex die Spitzenposition und gab diese bis zum Schluss nicht mehr ab.
NASCAR: Stage-Sieg für Truex
Auch im zweiten Rennsegment führte der Gibbs-Pilot die meisten Runden an, musst
e diese aber wegen unterschiedlicher Strategien an Harvick abgeben. Letztlich erwies sich die Strategie von Gibbs aber als die Bessere und Truex gewann die Stage vor Denny Hamlin. Harvick überquert die Linie auf Rang drei.
Mit Hamlin und Harvick mischten im letzten Segment die beiden dominantesten Piloten der bisherigen Saison kräftig im Kampf um den Sieg mit. Der Gibbs-Pilot sammelte lange Führungsrunden, verpasste es im Überrundungsverkehr aber rechtzeitig zum Stopp zukommen und fiel weit zurück.
NASCAR: Harvick im Glück
Derweil profitierten Harvick und Elliott von einer Caution, die beide Piloten an die Spitze spülte. Doch so leichte wollte Truex den Sieg nicht aus der Hand geben und kassierte Harvick bevor er die Jagd auf den führenden Hendrick-Chevrolte eröffnete
.
15 Runden vor Schluss versuchte der Meister von 2017 die Führung zu übernehmen, doch das Manöver gegen Elliott ging schief und es kam zur Berührung. Die Folge: Beide Autos landeten in der Mauer. Zwar setzte sich Truex trotz allem noch in Führung, musste aber nochmal an die Box zum Reifenwechsel. Der neue Mann an der Spitze war nur Harvick, der die Position bis zum Rennende auch nicht mehr hergab.
Vorschau Richmond
Am kommenden Wochenende besucht die höchste NASCAR-Liga das Oval in Richmond. Anders als in der Vergangenheit ist es wegen der Corona-Pandemie der erste Besuch in diesem Jahr. Bis 2018 bildete das Rennen in Richmond den Abschluss der „Regular Season“, weswegen das Rennen unter dem Motto „One last race, to make the chase“ stand.
Eröffnet wurde das 0,75 Meilen lange D-Oval im Jahr 1946, damals war die Strecke noch unbefestigt. Auch als die NASCAR 1953 ihr erstes Rennen in Richmond austrug, war die Strecke noch nicht asphaltiert. Bereits 1964 fand auf dem 0,5-Meilen-
Oval ein Rennen unter einer temporären Beleuchtung statt. Erst 1968 wurde eine Asphaltdecke aufgetragen, die Strecke behielt aber zunächst ihre ursprüngliche 0,5-Meilen-Konfiguration bei. Seit 1988 ist die Strecke 0,75 Meilen lang.
Am häufigsten gewann Richard Petty auf dem 0,75-Meiler. Dem „King“ gelangen sieben Besuche in der Victory Lane. Abgesehen von Hamlin gelang es nur Kevin Harvick und Jimmie Johnson mehr als einmal in Richmond zu gewinnen. Alle drei Piloten gewannen zweimal auf dem traditionsreichen Oval. Im vergangenen Jahr setzte sich Kyle Busch beim zweiten Lauf der Playoffs durch, ein Triumph den er sicher gerne Wiederholen würde.
Von den aktiven Teams weisen Hendrick Motorsports, sowie Penske und Joe Gibbs Racing die meisten Siege auf. Gibbs setzte sich insgesamt siebenmal durch, Penske und Hendrick gelang es fünfmal ein Auto in die Victory-Lane zubringen. Bester Hersteller ist Chevrolet mit 17 Erfolgen, dicht gefolgt von Ford, die auf 15 Siege kommen. Toyota gewann das Herbstrennen in Richmond siebenmal.
Vorschau EuroNASCAR
Während die US-Mutterserien schon seit einigen Monaten wieder fahren, steht für die EuroNASCAR am Wochenende erst der Saisonauftakt an. Anders als in den letzten Jahren findet dieser jedoch nicht in Valencia statt, sondern auf dem Autodromo Vallelunga in der Nähe von Rom.
Doch das ist nicht die einzige Veränderung, die das Coronavirus im Kalender des europäischen NASCAR-Ablegers verursacht hat. Die Rennen in Brands Hatch, Venray und Hockenheim fallen in diesem Jahr aus, dafür endete die Saison mit vier Renne in Valencia. Die „Super Speed Week“ ersetzt in diesem Jahr die Playoffs und ist somit das einzige Event mit doppelten Punkten.
Zudem setzt die Serie in diesem Jahr auf zwei unterschiedliche Formate. Das gewohnte Format über drei Tage, mit den Trainings am Freitag, den Qualifyings beider Klassen am Samstag sowie einem Rennen pro Division bleibt dabei erhalten. Zusätzlich gibt es ein zweitägiges Format, in der jede Liga innerhalb der Euro-NASCAR an einem Tag das Qualifying und beide Rennen austrägt.
Apropos Klassen in der EuroNASCAR. Auch hier müssen sich die Fans der Serie in diesem Jahr an eine Näherung gewöhnen, denn es gibt neue Namen. Die ehemalige Elite-1-Division heißt ab der neuen Saison EuroNASCAR-Pro. Die Elite-2-Division wurde in EuroNASCAR-2 umbenannt. Zusätzlich wird auch die Anzahl der Mechaniker pro Auto limitiert. Die Briefings an der Strecke werden digital abgehalten.
