Nach Platz vier in der vergangenen Saison sicherte sich Loris Herzmanns in diesem Jahr die Meisterschaft der ELITE 1 – In der ELITE 2 setzte sich nach einem spannenden Duell Lasse Sörensen durch.
Alon Day ist entthront. Nach zwei Titeln in Serie reichte es für den Israeli in diesem Jahr nicht für den großen Wurf. Vor dem Wochenende deutete alles auf ein Duell zwischen Loris Herzmanns und Rückkehrer Nicolo Rocca hin. Doch bereits nach dem Start des ersten Rennens sah die Situation im Titelkampf der ELITE-1-Division gänzlich anders aus. Rocca musste nach einer Startkollision seinen Boliden abstellen und blieb punktlos.
Um den Titel in der höchsten Liga der EuroNASCAR zu gewinnen, musste Hezemans lediglich die erste Runde überstehen. Das gelang dem jungen Niederländer im Regen von Zolder famos. Doch die Aufgabe war bei dem starken Regen am Sonntag
keine leichte.
“Ich kann es noch gar nicht fassen”, sagt Hezemans mit der Trophäe in der Hand. “Die Donuts nach dem Rennende haben viel Spaß gemacht. Ich habe vorher noch nie welche in einem Rennauto gemacht. Es war ein verrücktes Rennen und die vermutlich hektischsten Runden in meinem Leben. Das Auto ist nach rechts und links gerutscht. Ich habe nur gedacht: ‘Bringe es nach Hause!’ Das waren die längsten Runden meines Lebens. Im Jahr 2020 will ich weitere Rennen in Amerika fahren und dieser Titel bildet dafür eine gute Grundlage. Mein Herz gehört der Euro NASCAR und ich hoffe, mir hier eine NASCAR Karriere aufzubauen.”
Auch für Lokalmatador Stienes Longin gab es am Sonntag noch Grund zu feiern. Zum einen sicherte sich der Belgier bei seinem Heimrennen endlich den langersehnten Debüttsieg in der ELITE-1-Division. Der 28-Jährige profitierte zudem vom Pech von Rocca und landete in der Meisterschaft somit vor dem Italiener auf Rang zwei.
Neben der Gesamtmeisterschaft sicherte sich Hezemans zudem erneut die Junior Trophy und verwies Rocca und Gianmarco Ercoli auf die Plätze. In der Challenger Trophy setzte sich Henri Thomalla gegen Mauro Trione und Kenko Miura durch.
Sörensen krönt famose Saison
In der ELITE-2-Division war der Kampf um die Meisterschaft deutlich spannender. Vor dem finalen Rennwochenende lag Lasse Sörensen noch knapp hinter Giorgio Maggi. Der Däne musste auf Sieg fahren und das tat er auch. Im ersten Lauf fuhr er von Rang sechs zum Sieg und verkürzte seinen Rückstand auf den Schweizer auf einen einzigen Zähler.
Somit war klar, wer zuerst über die Ziellinie fährt, ist Meister in der zweiten europäischen NASCAR-Liga. Die beiden lieferten sich im Regen von Zolder ein spannendes Duell, in dem Maggi in der letzten Kurve versuchte noch an Sörensen vor
beizukommen. Die Attacke verlief jedoch erfolglos und so sicherte sich der Däne, der die ersten beiden Rennen in Spanien verpasst hatte, den Titel.
“Es ist einfach unglaublich hier zu sein, weil wir dafür die ganze Saison lang gekämpft haben”, so Sörensen. “Wir haben die Gesamtführung erst im letzten Rennen übernommen. Ich danke Dexwet-Df1 Racing und meinen Sponsoren für die harte Arbeit in diesem Jahr. Ich bin sehr glücklich.”
Vittorio Ghirelli komplettierte die Podien der Gesamtwertung und der Junior Trophy, die identisch sind. Die Legende Trophy ging an Ian Eric Waden, der sich gegen Michael Bleekemolen und Arianna Cassola behauptete. Die Italienern gewann zudem zum zweiten Mal die Ladys Trophy.
Bilder: Credits: NASCAR Whelen Euro Series / Stephane Azemard
