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NASCAR: Brüder-Duell in Kentucky

von Simon Mones
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Erst in der Overtime entscheidet sich das Quaker State 400. Kurt Busch setzt sich dabei gegen seinen Bruder Kyle Busch durch.

Eine Woche nach dem Regenchaos und dem Überraschungssieg von Justin Haley in Daytona, ging das Quäker State 400 auf dem Kentucky Speedway planmäßig über die Bühne. In der Overtime setzte sich Kurt Busch im Duell mit seinem jüngeren Bruder Kyle Busche durch und holte somit den vor Wochenfrist verpassten Sieg nach. Für Kurt Busch war es der erst Sieg seit seinem Wechsel von Start Haar Racing zur Mannschaft von Chip Genassi, für seine Crew Chief war es gar der erste Sieg im Cup.

Auf der Pole-Position stand mit Daniel Suarez der Nachfolger von Kurt Busch bei Stewart Haas Racing. Bis zur ersten Caution in Runde 49 führte der junge Mexikaner das Rennen gemeinsam mit seinen Teamkollegen Aric Amirola und Kevin Harvick an. An der Box verlor er seine Führung jedoch aufgrund sehr unterschiedlicher Strategien. Während Suarez, als einer der wenigen vier neue Reifen aufzog, holten sich seine Teamkollegen nur zwei neue Pneus. Kurt Busch und Brad Keselowski kamen gar nur zum Nachtanken rein. Den Restart gewann Kurt Busch gefolgt von seinem Bruder. Bevor das erste Rennsegment zu Ende ging, gab es noch zwei weitere Gelbphasen, die Joey Logano zwischen die beiden Busch-Brüder spülten. So endete das erste Rennsegment auch, Kurt Busch gewann vor Logano und Kyle Busch.

Stage 2: Dominator Kyle Busch

Auch beim Übergang zum zweiten Renndrittel waren die strategischen Überlegungen wieder von Bedeutung. Während Kyle Busch an der Box am schnellsten abgefertigt wurde, blieben einige Piloten – darunter Ricky Stenhoue und Clint Bowyer – auf der Strecke. Stenhouse führt das Feld somit in die zweite Stage. Dass der Ford-Pilot die Führung nicht lange behaupten würde, war absehbar und so zog die gelbe #18 kurz nach Runde 100 an ihm vorbei. In der Folge fuhr sich der Gibbs-Pilot fast zehn Sekunden Vorsprung heraus. Der Stage-Sieg ging also an Kyle Busch, dahinter kamen Erik Jones und Austin Dillon ins Ziel.

Spannung in Stage 3

Die Übergangsphase zwischen den beiden Stages glich nahezu der zuvor, erneut war Kyle Busch der schnellste an der Box und erneut blieben zahlreiche Piloten auf der Strecke. Darunter befand sich erneut Bowyer, aber auch Kurt Busch, sowie Almirola und William Byron. Beim Restart setzte sich Bowyer gegen den jungen Hendricks-Piloten durch.

Dessen Teamkollege Jimmie Johnson sorgte nach einem Zweikampf mit Logano für die erste Gelbphase im letzten Renndrittel. Der folgende Restart wurde Byron zum Verhängnis, da dieser die Start/Ziel-Line vor Spitzenreiter Bowyer überfuhr. Entsprechend wurde Byron bestraft. Davon profitieren unteranderem die Busch-Brüder, die nun in Schlagdistanz zu Bowyer waren. Während Kurt es schaffte an seinem ehemaligen Teamkollegen vorbei zugehen, musst sein Bruder Kyle warten bis der Stewart-Haas-Pilot an die Box ging.

Der Gibbs-Pilot und Logano zögerten ihre Green-Flag-Stopps am längsten raus und kamen ersten 42 Runden vor Schluss und entschieden sich für nur zwei neue Reifen. So blieben sie in Führung und lieferten sich ein Duell um den Sieg. 20 Runden vor Schluss ging Logano an Kyle Busch vorbei und führte erstmals an diesem Abend. Der Sieg war ihm jedoch nicht vergönnt, denn Darrell Wallace löste kurz vor Rennende mit einem Dreher eine letzte Rennunterbrechung aus. Die Spitzengruppe blieb geschlossen auf der Strecke, den besten Restart erwischten aber die Busch-Brüder. Während Kurt Busch von vier nach vorne stürmte, behauptete sein Bruder Rang zwei. Es folgte ein spannendes Duell über die letzten Runden, in dem letztlich der ältere der beiden den Sieg nach Hause fuhr.

Vorschau New Hampshire

Für die Piloten der Cup-Series geht es am kommenden Wochenende nach Neuengland. Genauer gesagt an den New Hampshire Motor Speedway. Eröffnet wurde das 1,058-Meilen-Oval bereits 1990, das erste Rennen der höchste NASCAR-Liga fand dort 1993 statt.

Im Jahr 2001 sollte das Rennen ursprünglich am 16. September ausgetragen werden, in der Folge der Anschläge auf das World Trade Center in New York am 11. September, wurde das Rennen verschoben. Statt am ursprünglichen Datum wurde das Rennen am 23. November und somit dem Freitag nach Thanksgiving durchgeführt.

Nach einigen tödliche Unfällen im Jahr 2000 kamen bei diesem Rennen auch Restrictor Plates zum Einsatz. Diese wurde jedoch nur einmal eingesetzt, da das Racing darunter litt. Unter den aktuellen Regeln, haben die Piloten auf dem Oval in Loudon die volle Leistung von 750 PS zur Verfügung.

Erfolgreichster Pilot beim Sommerrennen, dem Foxwoods 301, ist Jeff Burton mit drei Siegen. Die Busch Brüder, Jimmie Johnson und Danny Hamlin, sind mit jeweils zwei Erfolgen in New Hampshire, die erfolgreichste aktiven Piloten. Im vergangenen Jahr holte mit Kevin Harick erstmals seit 2014 kein Gibbs-Toyota den Sieg. Nach einer schwierigen Saison ohne Sieg stellt sich die Frage, ob der Stewart-Haas-Pilot in New Hampshire endlich in die Victory Lane fahren kann.

Das erfolgreichste Team in New Hampshire ist Joe Gibbs Racing, mit sieben Erfolgen. Die Toyota-Mannschaft gewann zudem die letzten drei Rennen in Serie. Hendrick Motorsports folgt auf Rang zwei mit fünf Siegen, wartet aber seit 2012 auf einen weiteren Triumph in Neuengland. Penske gewann bisher dreimal in New Hampshire.
Bei den Herstellern teilen sich Ford und Chevrolet den ersten Platz, mit acht Autos in der Victory Lane. Toyota kommt auf fünf Erfolge.
Wie der Name Foxwoods Casino 301 nahe legt, werden in Loudon 301 Runden gefahren, womit die Renndistanz gut 318 Meilen beträgt. Die 301 Runden verteilen sich über drei Stages. Während die ersten beiden Segmente 75 Runden dauern, sind im letzten Renndrittel 151 Runden zu bewältigen.

Bilder: NASCAR/Getty Images (Matt Sullivan/Daniel Shirley)

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