Home Motorsport EuroNASCAR: Saisonvorschau 2019

EuroNASCAR: Saisonvorschau 2019

von Simon Mones
0 Kommentare

Am Wochenende kehrt die NASCAR Whelen Euro Series aus der Winterpause zurück. Neben längeren Rennen in der Elite 1, gibt es auch einen neuen Einheitsreifen.

Während die Saison in den US-NASCAR-Liegen bereits seit einigen Wochen läuft, ist hier in Europa noch Winterpause. Doch dies ändert sich, wenn kommenden Wochenende, wenn die Saison traditionell in Valencia am Circuit Ricardo Tormo eröffnet wird. Schon im Vorfeld der Saison vermeldet der europäische NASCAR Ableger wieder ein Rekordstarterfeld. 33 Autos sind gemeldet, eingesetzt von 19 verschiedenen Teams. Die Serie hat somit erstmals mehr Meldungen, als das Reglement zulässt.

“Wir sind stolz auf das Grid im Jahr 2019, das das größte und beste in der Geschichte der Serie ist, sowohl von der Quantität als auch der Qualität der Teilnehmer”, sagt NWES Präsident und Geschäftsführer Jerome Galpin. “Es gibt viele großartige Teams, starke Wettbewerber und tolle Fahrer, aber natürlich auch tolle Freunde. Wir freuen uns, alle nach diesem langen Winter in Valencia zu sehen. Es gibt keinen besseren Weg, um das zehnjährige Jubiläum der Serie zu feiern. Wir können zusammen mit NASCAR, unseren fantastischen Fans und unseren Partnern kaum noch den Start in die neue Saison abwarten.”

Im Feld hat sich zudem einiges getan. Die französische Knauf Mannschaft, hat sich aus der Serie zurückgezogen. Einige Teams die in der vergangenen Saison noch kooperierten, haben sich in dieser Saison offiziell zusammengeschlossen oder eine der beiden Mannschaften ist verschwunden. So unterstützte Hendrik Motorsport im vergangenen Jahr das Team Belgium Driver Academy beim Einsatz der #7. In diesem Jahr werden sowohl die #50 als auch die #7 von Hendrick eingesetzt. Auch Memphis Racing expandiert auch zwei Wagen. Brav Racing und Caal Racing hingegen werden in der kommenden Saison nur noch mit zwei Autos vertreten sein. Bei Caal fallen dabei die Startnummern 44 und 56 weg. Stattdessen wird neben der #54, nun die #31 verwendet.

Neben den Veränderungen bei den bekannten Teams begrüßt die Serie auch in der kommenden Saison einige neue Namen. Neben der spanische Mannschaft Racing Engeeniering, bekannt aus der GP2, steigen die Bleekemolens und Speedhouse 64 in die EuroNASCAR ein. Mit Motorsport98 kehrt zu dem ein Team in die Serie zurück. Auch auf dem Fahrermarkt gab es einige Veränderungen. Aus deutscher Sicht ist dort vor allem Dexwet DF-1 Racing interessant. Neben Justin Kunz, der von Racing-Total zu der Mannschaft aus Österreich stößt, startet auch die ehemalige DTM-Pilotin Ellen Lohr für das Team. Matthias Hauer wird in der kommenden Saison nicht mehr an allen Rennen teilnehmen, geplant sind Starts in Brands Hatch, Hockenheim und Zolder. Der Hesse wird dort in der ELITE 2 einen Wagen von Speedhouse 64 pilotieren. Mit dem ehemaligen Formel-1-Weltmeister Jaques Villenuve begrüßt die Serie einmal mehr einen bekannten Namen. Der Kanadier wird für GoFas Racing starten.

Kalender und Rennformat

Auch am Rennkalender hat sich einiges verändert. Erstmals wird die Serie an sieben Rennwochenenden starten. Das Highlight dürfte dabei das Ovalrennen am Raceway Venray sein. Neu im Kalender ist zudem das Autodrom Most sowie das Allstar Event in Frankreich. Die reguläre Saison endet in diesem Jahr in Venray, die Play-offs beginnen wie im vergangenen Jahr in Hockenheim. Das Saisonfinale findet traditionell im belgischen Zolder statt.

Zudem wurde in der ELITE 1 die Renndistanz verändert. Statt 60 km beträgt diese nun 75km. Das Rennen in Venray bildet hier eine Ausnahme. Auf dem Oval, wird in jeder Klasse lediglich einmal gefahren. Am Samstag starten die Piloten der ELITE 2 in ein Rennen über 75 Runden, am Tag darauf kämpfen die Fahrer der ELITE 1 100 Runden um den Sieg. Die Renndistanz in der ELITE 2 wurde hingegen nicht verändert, dafür bekommt diese Klasse mehr Zeit in der Qualifikation. Das erste Segment wird von 10 auf 20 Minuten verlängert. Die Superpole dauert weiterhin 5 Minuten.

Technik und Reifen

In der kommenden Saison heißt der Reifenpartner der Serie nicht mehr BF Goodrich, sonder General Tire. Damit gehen einige weitere Regeländerungen einher. Aus Kostengründen wird das Reifenkontingent für die Qualifyings und Rennen auf 20 Pneus begrenzt. Die Trainings- und Regenreifen sind hiervon jedoch nicht betroffen.

Zudem ändert sich auch etwas an der Technik der Wagen. Das Team FJ stellt mit der neuen Saison einen neuen Einheitsstoßdämpfer. Dieser bietet den Teams vier Einstellungsmöglichkeiten, um das Handling der Boliden zu optimieren. Die Wagen können somit noch präziser abgestimmt und an die Wünsche der Fahrer angepasst werden. Darüber hinaus gibt es wie in den USA ein Aero-Update in Form eines neuen Heckspoilers. Dieser besteht aus Polycarbonat und Stahl, somit soll de Piloten eine bessere Sicht aus dem Spiegel garantiert werden.

Alles deutet also auf eine interessante und spannende Saison 2019 hin.

Bilder: leadlap.de/Michael Großgarten, NASCAR Whelen Euro Series / Stephane Azemard  (Beitragsbild)

Das könnte Dir auch gefallen