Martin Truex Jr. gewinnt den Strategiekampf von Sonoma und holt sich seinen dritten Saisonsieg. Es ist zugleich sein dritter Sieg auf einer Rundstrecke.
Martin Truex jr. setzte sich am Ende des Toyota Save Mart 350 auf dem Sonoma Raceway deutlich gegen die Stewart-Haas-Piloten Kevin Harvick und Clint Bowyer durch. Zu verdanken hat der Champion von 2017 dies auch einer perfekt aufgegangenen Boxenstrategie.
Ins Rennen startete Truex zunächst von der zweiten Postion, überholte Pole-Sitter Kyle Larson aber bereits nach wenigen Runden. Ihm folgte zunächst A.J. Allmendinger, der jedoch bald von Kevin Harvick überholt wurde. An der Spitze
entwickelte sich ein Duell zwischen Truex und Harvick, dass das Rennen über weite Strecken bestimmte. Mit der Vergabe der ersten Stagepunkte hatten die beiden jedoch nichts zu tun, da sie wie einige andere Spitzenpiloten kurz vor Ende der Stage unter Grün an die Box kamen. Profiteur der Stopps war der Rundkursspezialist Allmendinger. Dieser gewann die erste Stage, die ohne Caution nach 25 Runden zu Ende ging. Für Allmendinger war es der erste Stage-Sieg seiner Karriere.
Allmendinger mit Motorschaden
Er war es aber auch, der in der zweiten Stage für die einzige echte Gelbphase sorgte, als er sich verschaltete. In der Folge quittierte der Motor seines Chevrolet Camero den Dienst und das Rennen war für den JTG-Piloten vorbei. „Mir ist auf einem Rundkurs seit zehn Jahren kein Schaltfehler mehr passiert. Ich habe es vermasselt und mein Team im Stich gelassen. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Ich hab es einfach vermasselt“, so Allmendinger im Interview mit Fox. Den Restart gewann einmal mehr Truex gegen Harvick. Dahinter lieferten sich Kurt Busch und Clint Bowyer über mehrere Kurven ein enges Duell, das letztlich Bowyer für sich entschied. Kurz vor Ende des zweiten Rennsegments bot sich ein ähnliches Bild wie am Ende von Stage 1. Mehrere Piloten nutzten die Gelegenheit und kamen kurz bevor die Box geschlossen wurde noch einmal zum Service. Auch Truex und Harvick nutzen diese Chance. So lag plötzlich Danny Hamlin in Front, gefolgt von Chase Elliott und Jimmie Johnson. In eben diese Reihenfolge sahen die Drei auch die Green-White-Checkerd-Flag zum Stageende.
Im dritten Segment wurde es aus taktischer Sicht dann richtig spannend. Vorne setzten sich zunächst einmal Harvick, Truex und Bowyer ab. Hamlin hatte etwas Pech und fiel wegen eines Reifenschadens zurück. Da das letzte Segment bekanntlich etwas länger ist als die ersten beiden, in Sonoma waren es 60 Runden, ging das taktieren bezüglich der letzten Stopps jetzt erst richtig los. Die entscheidende Frage war, wie lange lässt sich der letzte Stop rauszögern, um durch zufahren. Und gibt es noch eine späte Caution oder nicht? Es sollte keine Unterbrechung mehr geben. Während Harvick und Bowyer Runde 37 vor Schluss zum vorletzten Mal stoppten, zögerte Truex seinen Stopp sogar noch um 7 weitere Runden raus. Nun führt also Harvick vor Bowyer und Truex. Auf Rang vier lag Kyle Busch, dahinter klaffte eine Lücke. Da Truex aber wesentlich neuere Reifen hatte als Harvick und Bowyer, holte dieser die beiden ein und übernahm die Führung.
Zudem spekulierte die Furniutre-Row-Mannschaft nicht auf eine späte Caution, wie man es bei Stewart-Haas tat. Harvick und Bowler kamen in der Schlussphase beide noch einmal an die Box. Truex hatte nun einen komfortablen Vorsprung. „Ich habe nur gehofft, dass es keine Caution mehr gibt, weil wir eine große Führung hatten“, so Truex. Harvick bemühte sich zwar die Lücke zuzufahren, kam aber nicht mehr nah genug an den Toyota ran und musste sich mit Rang zwei begnügen. Dritter wurde Bowyer, gefolgt von Elliott und Kyle Busch.
Neuer Song für NBC
Seit drei Jahren überträgt der US-Sender NBC wieder die Rennen des Cups. Schon zwischen 2000 und 2006 übertrug NBC bereits die NASCAR Topklasse. Schon damals war ein Song besonders mit den Übertragungen verbunden. Der Sender mit dem Pfauenlogo nutze zusammen mit TNT ab Mitte der Saison 2001 bis 2003 den Song Fuel von Metallica. Hierbei kamen zum Teil abgewandelte Versionen zum Einsatz. Zum einen für das Daytona 500 2004 auf NBC und zum anderen 2001 aufgrund der Anschläge vom 11 September in New York.
Seit 2015 setzte NBC den Song „Bringing Back the Sunshine“ des County-Musikers Blake Shelton als Intro ein, welcher bei den Fans sehr gut ankam. Ab dem kommenden Rennen wird dieser aber nicht mehr als Theme-Song der NBC-Übertragungen fungieren. Auf Twitter postete der Sender ein Ausschnitt aus dem neuen Lead-In. In Zukunft wird der Sender mit dem ikonischen Pfauenlogo mit „Runnin’ Down a Dream“ in die Übertragung starten. Performt wird der Song dabei von ZZ Ward und nicht wie im Original von Tom Petty.
Keine weiteren Aerotest 2018
Auch mit dem Aeropaket, das beim All-Star Rennen in Charlotte zum Einsatz kam, wird es in diesem Jahr kein Wiedersehen mehr geben. Zwar gab es Überlegungen, dieses in weiteren Punktrennen nochmals zu testen, davon ist man aber abgerückt. „Es gab jede Menge detaillierte Gespräche, aber letzten Endes hatten wir alle das Gefühl, dass es das Beste sei, noch intensiver über mögliche Anpassungen nachzudenken und uns auf 2019 zu konzentrieren anstatt auf ein oder zwei Rennen in der laufenden Saison“, äußert sich NASCAR-Vizepräsident Steve O’Donell auf nascar.com.
Für 2019 besteht aber weiterhin die Möglichkeit, dass das Paket so oder in angepasstester Form bei Punkterennen zum Einsatz kommen wird. „Das alles geht zurück auf unseren Wunsch, den wir für 2019 im Visier hatten. Dank der Kooperation aller waren wir in der Lage, das Package bereits beim All-Star Race auszuprobieren. Mit den Ergebnissen waren wir zufrieden. Deshalb hatten wir weitere Einsätze 2018 im Auge, haben uns schließlich aber doch dazu entschieden, dass ein Fokus auf 2019 der bessere Weg ist“, meint O’Donell. Es bleibt also Interessant, ob und wie oft wir dieses Paket in der kommenden Saison auf der Rennstrecke sehen werden.
Vorschau Chicagoland
Für den NASCAR-Tross geht es am Wochenende zum Chicagoland Speedway. Das Overton’s 400 markiert zugleich die Saisonhälfte als 19tes von 38 Rennen. Es markiert somit auch die Übergabe des Staffelstabs von FOX an NBC und somit die
Rückkehr von Dale Earnhardt Jr.. Dieser ist ab dieser Saison für NBC als “Color Analyst“ im Einsatz.
Wie der Name der Strecke schon verrät, befindet sich die Strecke in der nähe von Chicago, genauer gesagt ins südwestlich von Chicago gelegnen Joilet. Das Oval gehört zu den jüngeren Strecken im Kalender. Eröffnet wurde das Tri-Oval 2001 und ist seitdem Heimat von NASCAR Rennen. Die Strecke ist wie ein D geformte und wird als einfaches 1,5-Meilen-Tri-Oval gelistet. Dennoch ist die Strecke besonders, da selbst die Gegengrade einen Bogen aufweist und die Strecke somit eine einzige durchgehende Kurve ist.
Der Chicagoland-Experte schlechthin ist Tony Stewart, der mit drei Siegen am häufigsten auf dem D-Oval gewann. Ihm folgen Harvick, Truex und Keselowski mit jeweils zwei Erfolgen. Bei den Teams hat Joe Gibbs mit fünf Triumphen die Nase vorne. Gefolgt von Penske die dreimal in der Victory Lane Jubeln durften. Jeweils zwei Siege holten Richard Childress, Hendrick und Furniture Row. Die mit Truex Jr. den Sieger der letzen beiden Jahre stellen.
Bei den Herstellern liegt Chevrolet mit acht Siegen knapp vor Toyota (6). Ford gewann bisher einmal auf dem Tri-Oval in der nähe von Chicago.
Vorschau Tours
Auch die NASCAR Whelen Series ist nach erneut kurzer Pause am Wochenende wieder im Einsart. Es wird ein besonderes Rennwochende, denn die EuroNASCAR nährt sich den Wurzeln ihrer Mutterserie. Oval-Racing steht auf dem Plan. Anders als in den vergangenen Jahren geht es dafür aber nicht mehr in die Niederlande auf den Racewy Venray, s

Credits: NASCAR Whelen Euro Series / Stephane Azemard
ondern auf den vor einigen Jahren extra für die NWES eingerichteten Tours Speedway. Hier gastierte die Serie bereits zwischen 2012 und 2016. 2014 sorgte man dort für eine Premiere in der NASCAR, als Matthais Lauda, in Diensten von dexwet-DF-1, als erster Fahrer ein Regenrennen auf einem Oval gewann. Dies lag zum einen an den unterschiedlichen Autos der beiden Serien, aber auch an dem mit 9° vergleichsweise geringen Banking des Ovals. Zudem ist die Strecke mit 0,357 Meilen sehr kurz.
Auch das Format für die Rennen 7 und 8 unterscheidet sich massiv von den bisherigen Rennen in der EuroNASCAR. Das Wochenende steht unter dem Motto „Oval World Challenge“ und ist wie hier bereits berichtet an das Format der Daytona Speedweek mit dem Highlight Daytona 500 angelehnt. Das heißt, jeder Fahrer hat am Freitag zwei Qualifikationsrunden. Die Reihenfolge dafür legt das freie Training fest. Im Anschluss werden die Fahrer auf zwei Halbfinalläufe aufgeteilt. Dies geschieht wie bei den Duels nach graden und ungeraden Plätzen. Über jedes Halbfinal qualifizieren sich die besten 10 Fahrer für das Tagesfinale. Die Top-10 der Meisterschaft haben aufgrund der „Provisional Rule“, einen Startplatz im Finale sicher. Sollten sie sich nicht qualifizieren, starten sie zusätzlich zum eigentlichen Feld. Müssend as Feld dann aber von hinten aufrollen. Auf Basis der schnellsten Runden werden die jeweiligen Läufe für den Sonntag festgelegt, wo sich das Prozedere wiederholt. Pro Renntag gibt es somit sechs NASCAR Rennen, jeweils drei pro Klasse.
Die Halbfinalläufe dauern dabei 35 Runden oder 20 Minuten, die Finals jeweils 50 Runden oder 30 Minuten. Dem Sieger winkt ein Preisgeld von 5.000 € in der Elite 1 und 2.500 € in der Elite 2.
Auch an den sonstigen Regeln hat die NWES für dieses besondere Event geschraubt. So werden nur die Runden unter Grün gezählt. Zudem kann die „Green-White-Checkered Regel“ angewendet werden, um ein Rennen unter Grün zu beenden. Darüber hinaus gibt es bei den Restarts erstmals die sogenannte „Cone-Rule“. Das heißt die Fahrer haben die Möglichkeit, sich bis zu einer bestimmten Markierung zu entscheiden auf welcher Linie sie den Restart angehen möchten. Die richtige Linienwahl kann dabei über Sieg oder Niederlage entscheiden.
