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DTM: BMW, keine Vorschau und eine Umfrage

von DonDahlmann
17 Kommentare 6 minutes read

BMW steigt also nun doch in die DTM ein. Voraus gegangen war eine monatelang andauernde Diskussion um die neuen Regeln.

Update: Erklärung der DTM und Grand Am zu den Plänen am Ende des Textes.

Nun also doch. BMW hat ganz offiziell seinen Einstieg in die DTM bekannt gegeben. Ab 2012 will man gegen Audi und Mercedes mit einem Wagen auf Basis des M3 antreten. Die Münchner hatten schon früh klar gemacht, dass bei einem Engagement in der DTM entweder der Werkseinsatz in der ALMS oder in der WTCC über die Klinge springen muss. Welche Serie dran glauben muss, ist noch nicht bekannt. Auch hatte man einen Einsteig in die DTM von neuen Reglement abhängig gemacht. Und genau darüber gab es im Sommer wohl einen gepflegten Streit zwischen Mercedes und BMW. Für BMW ist es wichtig, dass der Einsatz sich monetär auszahlt. Sieht man mal von Einsatz in der Formel Eins ab, fährt BMW traditionell die Linie, dass man die in einer Serie eingesetzten Wagen auch an Kunden weiter verkaufen kann. So profitieren etliche Serien weltweit vom Engagement des Herstellers in der S2000 Klasse. Wie genau das neue Reglement aber aussehen wird, wurde bisher noch nicht verraten. Offenbar wird die DTM aber nicht die einzige Serie auf der Welt sein, die nach den neuen Regeln arbeiten wird.

Hans-Werner Aufrecht, ITR-Vorstand, hat schon im Sommer angedeutet, dass man mit der Super GT in Japan und der NASCAR über eine Serie spricht, die auf den jeweiligen Kontinenten eingesetzt werden kann. Die Idee, vor der Erstellung neuer Regeln mit anderen Veranstaltern über die Zukunft zu sprechen, ist sicher eine der besseren Ideen. Die DTM steht in ihrer momentanen Verfassung nicht zu letzt deswegen vor dem Aus, weil sich kein anderer Hersteller finden lässt, der sich auf die sehr speziellen und teuren Regeln der DTM einlassen will. Dazu kommt, dass der Vorsprung von Audi und Mercedes in der Serie so groß ist, dass ein neuer Hersteller in faktisch nicht mehr aufholen kann. Neue Regeln waren also unumgänglich.

Doch wie soll man die ausgestalten? Offenbar hält man bei der ITR wenig davon, einfach die Super2000/NGTC oder GT2/GT3 Regeln der FIA zu übernehmen. Das ist auf verschiedenen Ebenen nachvollziehbar. Zum einen braucht die Welt nun wirklich nicht noch eine GT-Serie, die per Balance of Performance zu einem Event zusammen geregelt wird. Zum anderen bietet eigene Regeln auch größere Freiheiten und die Möglichkeit, sich zu unterscheiden. Während die Freiheiten die Hersteller anlocken soll, ist das Untescheidungsmerkmal bei der Sponsorensuchen ja nicht ganz unwichtig.

Wie oben erwähnt besteht BMW aber darauf, dass man die Chassis aber auch in anderen Serien verwenden kann. Das würde die DTM bedeuten, dass man einen Wagen hat, der mehr oder weniger auf den FIA GT Regeln basiert. Ähnlich wie bei den leicht unterschiedlichen Regeln der FIA und des ACO, könnte man so die Wagen ohne großen Aufwand anpassen. Genau dies scheint aber nicht zu passieren. Stattdessen plant die Serie selber in andere Länder zu exportieren. In Japan soll, so die ITR, die Super GT (GT 500) zur Saison 2013 die Regeln der neuen DTM übernehmen. Das würde bedeuten, dass die drei deutschen Hersteller ihre Fahrzeuge auch dort starten lassen, im Umkehr dafür, könnten die japanischen (Semi-) Werksteams auch in Europa an den Start gehen. Das macht Sinn, denn bekommt man Toyota oder Honda dazu, ab 2013 in die DTM einzusteigen, dürften andere europäische Hersteller (Citroen, Fiat, Ford) ein erhöhtes Interesse bekunden.

Gleichzeitig ist man wohl mit der NASCAR im Gespräch. Angeblich würde man gerne bei sechs Rennen der GrandAm und bei weiteren sechs der NASCAR im Rahmenprogramm starten. Die Zusammenarbeit mit der auch nicht gerade extrem populären GrandAm macht ja Sinn, aber mit der NASCAR? Bisher ist allerdings nicht erwähnt, im Rahmenprogramm welcher NASCAR Serie man unterwegs sein will und die Amis haben ja einiges an Serien zu bieten. Überhaupt stellen sich beim US-Engagement etliche Frage. Will man Ovale fahren? Oder nur die Strassenkurse? Woher sollen die Teams kommen? Woher die Fahrer? Wer sollte sich in den USA dafür interessieren?

Sinn würde es ja machen, wenn die Grand Am ihre bisherigen Regeln in der GT-Klasse (Regeln, pdf), die eh schon in einigen Bereichen den GT3 Regeln nicht unähnlich sind, für die neuen Regeln der DTM opfern würde. Aber das scheint nicht der Fall zur sein. Stattdessen will man eine weitere Serie etablieren, was ich, grob gesagt, mutig finde. GT-Sport ist in den USA nicht gerade ein Highlight, schon in der ALMS, kommen die meisten Protagonisten aus Europa.

Wer die DTM Vorschau für das Rennen auf dem kastrierte Hockenheimring vermisst, bitte hier noch die Begründung lesen, warum wir die DTM für dieses Jahr aus dem Programm genommen haben.

Es macht aber auch keinen Sinn, eine Serie immer nur zu kritisieren. Daher meine Frage an die Leser: Wie würdet Ihr euch die „neue DTM“ vorstellen? Was sind Eure Wünsche? Was gilt es zu verbessern?

Pressemitteilung der DTM zum Thema Grand Am. Es ist, wie erwartet:

Im Rahmen des neunten DTM-Saisonrennens in Hockenheim gaben der DTM-Rechteinhaber und -vermarkter ITR e.V. und die Organisation der amerikanischen GRAND-AM Road Racing-Serie ihre geplante Kooperation ab dem Jahr 2013 bekannt. Die Organisatoren der GRAND-AM, der NASCAR-Rundstrecken-Division, arbeiten bereits seit mehreren Monaten gemeinsam mit den Verantwortlichen der DTM an dem Projekt. Das Ergebnis der konstruktiven Partnerschaft ist die Ankündigung, dass GRAND-AM in den USA eine neue Meisterschaft ausrichten wird, in der Autos nach dem neuen DTM-Reglement eingesetzt werden können. Dieses Reglement tritt im Jahr 2012 in Kraft.

Die neue US-Serie für DTM-Fahrzeuge wird ab 2013 aus Sprintrennen bestehen, die im Rahmen von Veranstaltungen der GRAND-AM Rolex Sports Car-Serie sowie – in einzelnen Fällen – des NASCAR Sprint Cup und der NASCAR Nationwide Series ausgetragen werden.

„Nur wenige Tage nachdem BMW offiziell die Teilnahme an der DTM ab 2012 bekanntgegeben hat, ist dies eine weitere zukunftsweisende Nachricht für die DTM“, sagte Hans Werner Aufrecht, Vorsitzender des Vorstands des ITR e.V. „Internationalisierung war unser Ziel, um sicher zu stellen, dass Fahrzeuge nach DTM-Reglement auf weiteren Märkten in der ganzen Welt eingesetzt werden können. Unsere Gespräche mit der GRAND-AM-Organisation waren stets konstruktiv und wir sind begeistert von dieser neuen Partnerschaft.“

GRAND-AM-Präsident Tom Bledsoe sagte: „Wir sind erfreut, diese neuen Beziehungen mit den zahlreichen Herstellern, die sich für die Vision der DTM entschieden haben, zu vertiefen. Wir freuen uns darauf, diese spektakulären Autos in den USA zu sehen. Mit dieser Ankündigung können wir nun die Planungen mit unseren Medienpartnern, Rennstrecken und Teams beginnen. Die Einführung eines Sprintrennens nach DTM-Vorbild steigert die Attraktivität für unsere Fans und wird zum weiteren Wachstum sämtlicher GRAND-AM-Serien beitragen.“

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17 Kommentare

couchracer 16 Oktober, 2010 - 12:33

Erstmal würde ich gerne von der ITR echte Infos erfahren. BMW will mit dem M3 in der DTM antreten so wird kolportiert. Nur ist das ein Coupe während Audi mit dem A4 und Mercedes mit der C-Klasse bisher mit 5türigen Sedans unterwegs ist. In der SuperGT hingegen fährt man in der GT500 Klasse bisher fast reine Sportwagen, sprich Honda NSX, Nissan GT-R (Auslaufmodell oder Sportcoupes wie den Lexus SC430, den Nissan 350Z oder europäische Sportwagen von Ferrari oder Lamborghini.

Irgendwie fehlt mir gerade die Vorstellungskraft diese Bandbreite unter einen Hut zu bringen ab 2013 zumal man von Seiten der DTM-Granden ja immer gehört hat man möchte unbedingt Sedans fahren weil man ja damit den Kunden direkt anspricht (Weil der ja ganz sicher glaubt das die Silhouette die da mit V8 und Heckantrieb fährt dem A4 in der Garage oder in der Ausstellung entspricht).
Worauf läuft es also hinaus? Sportcoupes haben ja so ziemlich alle Hersteller im Angebot…

Was ein absolutes Muss ist damit die Serie, zumindest in Deutschland, ein Erfolg wird ist das diese elendigen Flügel vorne, an den Seiten (Kotflügel) und hinten wegkommen und die Autos allgemin weniger aerodynamikabhängig sind. Wer vor Kurzem das Bathurst 1000 gesehen hat hat gesehen wie V8-Tourenwagen sich runden lang Stoßstange an Stoßstange um den teils kurvigen, teils sehr schnellen Kurs gejagt haben ohne das der Hintermann sofort abgehängt wurde weil er den Anpressdruck verloren hat. In der NASCAR hat man den Flügel wieder abgebaut damit das Single-File-Racing mit Respektabstand in „sauberer Luft“ wieder weniger wird und in den GT Serien sieht man auch knappe Duelle ohne Ende. Es geht also. Dahin muss die DTM kommen.

Auch müssen die Autos stabiler werden, es ist ein Witz das bei der kleinsten Rempelei das Auto sofort unfahrbar wird weil was bricht, sich verbiegt oder sich die Aerodynamik verabschiedet. Weniger Kohlefaser mehr Blech wäre wünschenswert aber das wird wohl ein Traum bleiben. Aber auch hier reicht ein Blick in die GT-Serien dieser Welt und man sieht komischerweise auch dort Rempler ohne große Konsequenzen, sowohl technisch als auch ohne Hyperventilation der Racecontrol.

Die Pflichtboxenstopps müssen meines Erachtens weg, sie machen die Serie nur unnötig teuer (Personal) und sind eine Krücke die Spannung liefern soll die man auf der Strecke vermisst. Man kann gerne über Boxenstopps im Rahmen von längeren Rennen reden aber bei gleicher Länge wie bisher oder gar kürzer sind sie witzlos, vor Allem mit Blue-Flag Regeln.
Mehr Variationen in der Rennlänge wäre für mich wünschenswert, siehe V8 Supercars.

Zu den Japanplänen: Noch ist da ja auch gar nix unterschrieben, Aufrecht redet von November. Mir ist total unverständlich wieso man jetzt schon damit hausieren geht, über ungelegte Eier redet man nicht vor allem wenn man noch nicht zu Ende verhandelt hat bzw noch nix unterschrieben ist.

Zu den US-Plänen: Ich hab es gestern im Chat schon gesagt, ich halte das für Großmannsssuchtträumereien, es sei denn man will mit NASCAR/GrandAm zusammen die ALMS austrocknen, denn wie Don schon sagte, an GT-ähnlichen Serien besteht weder Mangel noch ist großer Zuspruch vorhanden. 2013 ist noch ein Weilchen hin, vielleicht kann uns ja Aufrecht und Co bis dahin mehr Infos liefern wie er sich das so vorstellt. Ich habe meine Zweifel das man (Kunden)Teams finden wird….

Abgesehen von den Auslandsplänen, wenn die ITR begreift da sie echten Sport liefern müssen und keine Verkaufsshow dann kann mit mehr Herstellern und Anpassungen des Reglements die DTM evtl wirklich zu altem Glanz zurückkehren. Hoffnung besteht immer, auch wenn ich bei den Nasen in der ITR doch sehr skeptisch bin…

Chris 16 Oktober, 2010 - 13:39

Couchracer Zitat: „BMW will mit dem M3 in der DTM antreten so wird kolportiert. Nur ist das ein Coupe während Audi mit dem A4 und Mercedes mit der C-Klasse bisher mit 5türigen Sedans unterwegs ist“

Bei BMW gibt es den M3 auch als 4 Türer nicht nur als Coupe/Cabrio! Somit sollte dies kein Problem darstellen.

Wenn man plant das auch andere Hersteller in die DTM einsteigen könnten das wäre es aber keine DTM mehr <— was das D am Anfang überflüssig macht.

Ich 16 Oktober, 2010 - 16:37

Nun, was will man sehen? Echten Motorsport natürlich, echten Tourenwagensport. Man muss sich nur die DTM von früher ansehen. Echte und längere Rennen, kein künstlicher Zirkus mit blauen Flaggen und dem ganzen Haufen von anderem Unsinn. Wie sie das dann mit der modernen Technik hinkriegen, darüber dürfen sie sich dann Gedanken machen.

Eins müsste jedenfalls von Anfang an auch wieder ausgesprochen werden: Motorsport war immer gefährlich und wird das auch immer bleiben. Wenn man ständig die Strecken kaputtmacht oder auf den interessanten Strecken gar nicht erst fährt und für jeden kleinen Rempler gleich Strafen ausspricht, wird das nie sowieso wieder richtigen Tourenwagensport geben.

Aber ganz oben steht sowieso die Frage: Will man sich (auch) an die echten Motorsportfans wenden, oder geht es mal wieder (nur) um den Mainstream, dem man eh alles vorsetzen kann, solange man ihn nur in der Ansicht lässt, es gäbe keine besseren Alternativen (wofür man ja zu sorgen weiss, indem man beispielsweise die BTCC oder V8 Supercars oder NASCAR komplett ignoriert).

Myself 16 Oktober, 2010 - 16:49

Ich wäre wieder Zuschauer der DTM, wenn die Absprachen aufhören, Privatteams nicht von den Werksteams zurückgepfiffen werden und mindestens drei Hersteller teilnehmen.

basic-groove 16 Oktober, 2010 - 17:54

„Es macht aber auch keinen Sinn, eine Serie immer nur zu kritisieren.“

ich finde schon das es sinn macht eine serie zu kritisieren wenn sie nicht das gibt für was ihr name steht. zumal kritiken zum größten teil von denn echten fans der serie kommt. denn „normalos“ ist es doch egal was die serie macht.

mein vorschlag ist einfach „back to the roots“…ganz simple ausgedrückt.

ich möchte tourenwagen sehen…
ich möchte die autos auf denn ersten blick unterscheiden können…
ich möchte mehr deutsche fahrer…
ich möchte mehr rennen…
ich möchte mehr deutsche rennstrecken…
ich möchte stadtrennen…
ich möchte flugplatzrennen…
ich möchte ein start der serie und finale in deutschland…
ich möchte harten & fairen tourenwagensport sehen…
ich möchte mehr dtm-präsenz im tv sehen…
ich möchte keine blaue flagge mehr die teams bestrafen tut…
ich möchte das die autos nicht „auseinanderbrösseln“…

ich möchte einfach eine DTM und keine GT serie oder sonst was…

spookyt 16 Oktober, 2010 - 18:16

Ich würde gern auch Privatteams sehen. Aber in die Richtung scheint sich das Reglement ja nicht zu entwickeln.

Montoya12 16 Oktober, 2010 - 19:47

Man braucht es doch bloss so zu machen wie es die V8 Supercars vor machen und schon läuft die Serie.

Was unbedingt sein muss sind robustere Autos damit sie nicht bei dem kleinsten Rempler auseinander fallen und zweitens richtige Rennstrecken und nicht so ein Mist wie jetzt in Hockenheim oder Brands Hatch und die ganzen Kurzvarianten einiger Kurse.

Aber das wird es glaub ich nicht geben weil einige der Herren in der ITR nur die Dollarzeichen in den Augen haben.Und auf den echten Motorsportfan wird ja sowieso nicht gehört.Hauptsache das Geld kommt in die Kasse.

Gok 16 Oktober, 2010 - 20:52

Die neuen Regeln sollten aufjedenfall mehr richtung Tourenwagen gehen (BTCC,WTCC,STCC). Diese „Prototypen“ im moment sind einfach nur schrecklich , es darf nicht von gutem Motorsport gesprochen werden , wenn die Wagen bei jeder (kleinsten) Berührung Auseinanderfliegen. Auch die Strafen sind zum großen Teil lächerlich.Die ADAC GT Masters,aber auch die VLN, seh ich wenn es so weiter geht auf längere Zeit als ernsthafte Konkurrenz. Eine Kleinigkeit am Rande: Audi sollte den DTM Wagen anstatt „A4“ „S4“ nennen ,immerhin heißt es ja auch Mercedes „C-Klasse AMG“ und „BMW M3“ . Die US und Asien Pläne muss man absehen. Die Asien Pläne erscheinen mir aber deutlich realistischer als die US Pläne.

24fan 16 Oktober, 2010 - 23:23

Ich möchte mich couchracer und den anderen anschließen und noch ein paar Ideen hinzufügen:

– statt Kohlefaser mehr Blech
– keine aufwendige Aerodynamik
– keine Pflichtboxenstops
– keine Blueflags, keine Racecontrol
– größere Startnummern, auch auf dem Dach ! (wie Nascar)
– Auf dem Eurospeedway Lausitzring das große Oval fahren
– Boxenfunk zum Mithören für die Fans

Moppz 16 Oktober, 2010 - 23:39

ich kann mich basic-groove nur anschließen. Das trifft es ziemlich genau. Wie man die höchste deutsche Tourenwagenserie so verhunzen konnte bleibt mir ein Rätsel. Ich wünsche mir – um es kurz zu sagen – einfach „echte“ Tourenwagen zurück, wie damals nach dem Super Tourenwagen Reglement zu sehen waren. Wo man sich am Gegner anlehnen konnte, ohne dass das Auto in 1000 Teile zerfiel, beziehungsweise, wo Überholmanöver nicht „bestraft“ wurden mit „blue Fläg, blue Fläg“ – sodass man den Rivalen wieder vorbeilassen muss.
Natürlich wären Mehr Hersteller, mehr Überholmanöver – und Alain Menu zurück in die DTM – schön, aber wenn wirklich BMW und Opel wiedereinsteigen, wäre ich mehr als zufrieden.

Ricky Bobby 17 Oktober, 2010 - 02:42

-Serienchassis (Fahrer sitzt in der Fahrzeugmitte)
-sämtliche Karosserieteile aus Stahl
-keine Werksteams
-2 Rennen mit Reverse Grid im 2.Lauf
-1x 1000km Rennen als Saisonhöhepunkt
-keine Boxenstops (ausser 1000km)

Montoya12 17 Oktober, 2010 - 11:10

Weis eigentlich jemand mit wievielen Autos BMW ab 2012 antreten wird?

Michael 17 Oktober, 2010 - 17:11

Die DTM ist in meinen Augen tierisch langweilig! Kaum Überholmanöver und keine Spannung! Die Autos der WTCC haben zwar weniger Leistung, aber dafür lassen es die Fahrer jedes Mal krachen. Kaltverformungen und Berührungen sind an der Tagesordnung.

Vielleicht sollte die DTM auch mal überlegen, 2 Sprintrennen anstelle eines Langstreckenrennens auszutragen.

TBZ 17 Oktober, 2010 - 21:46

Das heutige Rennen hat mir wieder einmal bewiesen, wie unattraktiv und unansehnlich die DTM geworden ist.

Das D, kann man sich angesicht der zunehmenden Internationalität im Grunde schenken und das eine Deutsche Rennserie kein Finale in Deutschland ausfährt toppt die Sache noch einmal im negativen Sinne.

Ich habe nichts gegen Int. Fahrer, ganz im Gegenteil aber dass wir inzwischen mehr Int- als Deutsche Fahrer in der DTM haben macht mich zugegeben wütend. Es gibt eine Vielzahl von jungen Talenten welche das Zeug dazu hätte und sicher nur darauf warten in der DTM fahren zu dürfen. (siehe GT Masters oder GT1)

Wenn ich eine Internationale Rennserie möchte, dann schaue ich WTCC oder eine der GT Serien (1 & 3) aber was man aus der DTM gemacht hat ist wahrlich nicht mehr in Worte zu fassen.

Motorsport für den Fan und Motosportbegeisterte ist schon lange nicht mehr das Motto, leider.

WSR Racing 18 Oktober, 2010 - 01:33

Auch ich kann mich basic-groove in den meisten Punkten anschließen, vor allem was Stadt- und Flugplatzkurse angeht. Zudem sollten die Autos wieder nach echten Tourenwagen aussehen, evtl. so eine Mischung aus S2000 und V8 Supercars.Ich habe nichts gegen die S2000, allerdings wäre es nicht schlecht wenn die DTM zur Abgrenzung etwas spektakulärer sein würde. Die Autos sollten natürlich viel stabiler sein, damit Zweikämpfe wieder möglich sind (sie sollten natürlich von der Rennleitung auch erwünscht sein!). Zudem sollten dringend mehr Herrsteller teilnehmen, BMW ist schonmal sehr gut, aber das kann nur der Anfang sein (Alfa, Opel, Ford……. vielleicht MG ;) ).

nona 18 Oktober, 2010 - 17:13

Ich möchte eine deutsche Tourenwagenrennserie für deutsche Fans, die an die durchaus nicht kleine Tradition der alten DTM anknüpft. (Was die „neue“ DTM nicht geschafft hat seit sie „Masters“ heisst.) Im Grunde ist damit alles gesagt. Tourenwagen. Deutsch. Fans. Tradition. Keine fragilen Spielzeugautos, keine fragile Rennleitung. Keine fragwürdige Expansion in andere Märkte auf anderen Kontinenten. Keine Promi-Geilheit und glattgebügelte Präsentationen. Keine krampfhafte Modernisierung.

Rennen im Ausland? Gerne, solange es im Nachbarausland ist, nicht überhand nimmt, und keine Tradition wie z.B. der Saisonabschluss in Deutschland am Willen der Fans vorbei irgendwelchen kommerziellen Grossmachtsbestrebungen geopfert wird. Einzelne Events sonstwo in der Welt dürfen gerne sein, aber bei einmal pro Saison sollte man es dann auch belassen.

Die DTM braucht dringend mehr Hersteller (BMW ist ein Anfang), und definitiv auch völlig unabhängige Privatteams wie früher. Es müssen wieder Fahrer gegen Fahrer und Teams gegen Teams fahren, komplett unabhängig von irgendeiner Herstellerzugehörigkeit. Die DTM krankt dramatisch daran, dass es zwar nominell Teams gibt, aber im Grunde die Hersteller die wirklichen lediglich zwei Teams darstellen. Das wird auch bei drei Herstellern nur marginal besser sein. Solche Fehlentwicklungen ermöglichen ja erst diversen absurden Quatsch wie z.B. die Pitstop-abhängigen blauen Flaggen.

Ich möchte eine breite Berichterstattung mit eigenem sympathischen Flair und wenn nötig auch mit deutlicher Kritik. Ich möchte Fahrer, die Ecken, Kanten und Charakter haben. In der alten DTM fuhren Frauen und Männer. In der neuen DTM fahren Mädchen und Bubis. Ich möchte Motorsport ohne dämlichen Firlefanz drumherum. Ich möchte, dass die DTM kein Werbeprospekt einer Kaffeefahrt ist.

Es ist im Grunde absurd, dass man sich heute 20-30 Jahre alte Aufzeichnungen der damaligen DTM ansehen kann und durchweg feststellt, dass damals tatsächlich fast alles buchstäblich besser gemacht wurde. Wenn es damals möglich war, unterhaltsamen und durch die sportliche Qualität sich selbst legitimierenden Tourenwagenmotorsport auf die Beine zu stellen, dann muss das heute auch möglich sein.

TBZ 18 Oktober, 2010 - 19:12

Danke nona, du hast meinen noch unveröffentlichen Beitrag bereits zu 99% zusammengefasst.

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