Spektakel am Nürburgring: Verstappen-Drama bei NLS2
Der zweite Lauf der ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie 2026 markierte nach der wetterbedingten Absage des Saisonauftakts das erste echte Kräftemessen des Jahres in der „Grünen Hölle“. Im Fokus stand dabei vor allem ein prominenter Gaststarter: Formel-1-Weltmeister Max Verstappen, der zusammen mit Jules Gounon und Dani Juncadella auf einem Mercedes-AMG GT3 des Teams Verstappen Racing (eingesetzt durch Winward) antrat.

Das Rennen: Zweikampf an der Spitze Schon im Zeittraining stellte Verstappen seine Klasse unter Beweis und sicherte sich die Pole-Position. Nach dem Start entwickelte sich ein packender Schlagabtausch mit Routinier Christopher Haase im Scherer-Sport-PHX-Audi. Haase konnte Verstappen zunächst überholen, doch im weiteren Rennverlauf setzte sich die Pace des Mercedes-Trios durch. Nach vier Stunden überquerte der Verstappen-Mercedes die Ziellinie mit einem deutlichen Vorsprung von knapp einer Minute als Erster.
Das Drama nach dem Ziel Die Freude über den prestigeträchtigen Sieg währte jedoch nicht lange. Bei der technischen Nachuntersuchung wurde ein Regelverstoß festgestellt, der zur nachträglichen Disqualifikation des Siegerfahrzeugs führte. Damit rutschte der zweitplatzierte ROWE-BMW #99 mit Jordan Pepper und Dan Harper auf den ersten Gesamtrang vor.
Die weiteren Platzierungen Durch die Disqualifikation rückte das Team von Falken Motorsports auf den zweiten Platz vor, gefolgt vom Black-Falcon-Porsche #48, der einen starken vierten Platz (nun Podium) und den Sieg in der Pro-Am-Klasse einfuhr. Auch in den kleineren Klassen wie der SP10 (GT4) gab es hart umkämpfte Duelle, in denen sich Mercedes gegen die starke BMW-Konkurrenz behaupten konnte.
Fazit Trotz des sportlichen Dämpfers durch die Disqualifikation war NLS2 ein voller Erfolg für die Serie. Die enorme mediale Aufmerksamkeit durch den Start von Max Verstappen und die spannenden Positionskämpfe auf der Strecke machten den 58. ADAC Barbarossapreis zu einem Highlight der noch jungen Saison. Die Teams blicken nun gespannt auf den dritten Lauf im April, wenn die Vorbereitung auf das 24h-Rennen in die heiße Phase geht.
Text:Felix Töllich
Bilder: Felix Töllich


















